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Königsberg (Kreuzer)

Aus U-Boot-Archiv Wiki

Typ: Leichter Kreuzer
Bauauftrag: -
Bauwerft: Reichsmarinewerft Wilhelmshaven
Serie: KARLSRUHE, KÖLN
Baunummer: 108
Kosten: 38.000000 RM
Kiellegung: 12.04.1926
Stapellauf:' 26.03.1927
Indienststellung: 17.04.1929
Kommandant: Wolf von Trotha
Feldpostnummer: -
Besatzungsstärke: 514 - 614 Mann

KOMMANDANTEN

17.04.1929 - 19.06.1929 Fregattenkapitän Wolf von Trotha
24.06.1929 - 26.09.1930 Fregattenkapitän Robert Witthoeft-Emden
27.09.1930 - 25.09.1932 Fregattenkapitän Hermann Densch
26.09.1932 - 24.09.1934 Kapitän zur See Otto von Schrader
25.09.1934 - 26.09.1935 Kapitän zur See Hubert Schmundt
27.09.1935 - 15.02.1937 Kapitän zur See Theodor Paul
16.02.1937 - 02.11.1938 Kapitän zur See Robin Schall-Emden
03.11.1938 - 26.06.1929 Kapitän zur See Ernst Scheuerlen
27.06.1929 - 15.09.1939 Kapitän zur See Kurt-Caesar Hoffmann
16.09.1939 - 10.04.1940 Kapitän zur See Heinrich Ruhfus

TECHNISCHE DATEN

Konstruktion: 6.756 t
Maximal: 7.700 t
Länge über alles: 174 m
Länge Waserlinie: 169 m
Breite: 15.20 m
Tiefgang: 6.28 m

MASCHINE

Maschine: 6 ölbefeuerte Marine-Wasserrohrkessel mit natürlichem Umlauf (Doppelender in vier Kesselräumen),
Betriebsdruck 16 atü, vier Satz Dampfturbinen, zwei MAN 10-Zylinder Viertakt-Diesel Typ W 10 V 26/33
für die Marschfahrt
Schrauben: 2 Schrauben mit einem Durchmesser von 4.10 m
Höchstgeschwindigkeit: 32.5 kn

BEWAFFNUNG

Artillerie: 9 x 15-cm XK C/25 in drei Drillingstürmen mit Drehscheibenlafette LC/25
Flak-Waffen: 2x 8.8-cm Flak L/45 in Mittelpivot-Lafette C/13 (bis 1933); 2 x 8.8-cm Flak L/76 C/32 in Doppellafette C/32
(ab 1933), 8 x 3.7-cm Flak L/83 C/30 in Doppellafette C/30, 8 x 2-cm L/65 C/38 in Einzellafette C/30
Torpedos: 12 x 53.3-cm Torpedorohre in vier Drillingssätzen
Minen: 120 Minen
Flugzeuge: 2 x Heinkel He 60

VERLUSTURSACHE

Datum: 10.04.1940
Letzter Kommandant: Heinrich Ruhfus
Ort: Bergen
Position: 60°22' Nord - 05°20' Ost
Verlust durch: 15 Blackburn B-24 Stkua
Tote: 18
Überlebende: -

In der Nacht zum 08.04.1940 lief der Verband aus Wilhelmshaven, zum Unternehmen Weserübung aus und marschierte nach Norden. Am 09.04.1940 wurde gegen 02:00 Uhr Marstein passiert. Hier stießen die beiden bewaffneten Schiffdampfer SCHIFF 9 und SCHIFF 18 zum Verband. Auf der KÖNIGSBERG wurden die beiden Marine-Artillerie-Kompanien zum Ausschiffen bereit gemacht. Ziel war die Einnahme der auf dem Kvarven befindlichen Torpedobatterie. Um 04:35 Uhr begann der deutsche Verband mit der Ausschiffung der Heerestruppen. Anschließend setzte der deutsche Verband seinen Marsch in den Hafen Bergens fort. Als der führende Kreuzer KÖLN mit den beiden Torpedobooten WOLF und LEOPARD in den Byfjord eindrehte, wurde er von Scheinwerfern angeleuchtet. Gleichzeitig eröffnete die Festung Kvarven das Feuer auf die deutschen Schiffe. Die KÖLN lief ohne, daß sie Treffer erhielt, in Bergen ein. BREMSE wurde durch zwei Treffer beschädigt. Auch auf KÖNIGSBERG schlugen drei 21-cm Granaten ein, welche dazu führten, dass die Geschwindigkeit auf 24 kn herabsank. Bis zum Mittag des 09.04.1940 war die Stadt Bergen und die umliegenden norwegischen Stellungen in deutscher Hand. Auf Grund der erlittenen Beschädigungen konnte die KÖNIGSBERG jedoch nicht wie vorgesehen am gleichen Tag wieder nach Deutschland zurücklaufen. Zusammen mit BREMSE verblieb der Kreuzer in Bergen. Noch am 09.04.1940 wurden die in Bergen liegenden Schiffe durch britische Flugzeuge angegriffen. Noch konnten diese keine Treffer erzielen. Die KÖNIGSBERG machte am Skoltegrundkai fest. Rund 100 Mann der Besatzung wurden als Wachpersonal für die umliegenden Batterien und den Bahnhof abkommandiert. Am 10.04.1940 wurde um 07:30 Uhr erneut Fliegeralarm ausgelöst. Zwei Geschwader britischer "Blackburne"-Stuka-Bomber vom Stützpunkt Hatston auf den Orkney-Inseln griffen den Hafen von Bergen an. Die insgesamt 15 Maschinen konnten das deutsche Flakfeuer durchstoßen und auf der KÖNIGSBERG drei Treffer und drei Nahtreffer erzielen. Die Treffer lösten schwere Brände und den Ausfall der elektrischen Einrichtungen aus. Der Angriff hatte zudem 18 Tote, 12 Schwerverwundete und 11 Leichtverwundete gekostet. Das Schiff kenterte um 10:51 Uhr. 1941 wurde damit begonnen, die KÖNIGSBERG zu bergen. Es gelang, den Bootskörper so weit abzudichten, dass er aufschwamm. Dann wurde der Kreuzer mit Hilfe norwegischer Schlepper nach Hagenaes, einem Teil des Hafens von Bergen, geschleppt. In der Bucht dieses Hafens wurde das Schiff verankert und es wurde mit dem Abtrennen der unter Wasser befindlichen Aufbauten begonnen. Nach dem Abtrennen der Aufbauten wurde die KÖNIGSBERG nach Laksevaag geschleppt, einem anderen Hafenabschnitt Bergens. Dort wurde der Schiffskörper wieder aufgerichtet. Der Bootskörper wurde in den folgenden Jahren abgewrackt.

EINSATZ

Nach einer Reihe von Auslandsfahrten in den 1930er Jahren nahm die KÖNIGSBERG, von November 1936 bis Ende Januar 1937, an der Küstenüberwachung Spaniens während des spanischen Bürgerkrieges teil. Mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurde sie erst als Schulschiff in der Ostsee und danach bei Minenoperationen in der Nordsee eingesetzt.

Im April 1940 nahm die KÖNIGSBERG am Unternehmen Weserübung teil und transportierte, zusammen mit ihrem Schwesterschiff KÖLN, dem Artillerieschulschiff BREMSE, den Torpedobooten WOLF und LEOPARD sowie der 1. Schnellbootsflottille mit ihrem Begleitschiff CARL PETERS Heerestruppen nach Bergen. Die KÖNIGSBERG und die BREMSE wurden am 09.04.1940 von norwegischen Küstenbatterien bei Kvarven im Byfjord beschädigt und waren dadurch gezwungen, im Hafen zu bleiben, als die anderen Schiffe des Verbandes die Heimreise antraten.

LITERATURVERWEISE

- In Arbeit

ANMERKUNGEN

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