KTB U 37 - 03.11.1939

Aus U-Boot-Archiv Wiki

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AUS DEM KRIEGSTAGEBUCH - 2. UNTERNEHMUNG VOM 05.10.1939 - 08.11.1939

FREITAG - 03.11.1939

NW-lich der Orkneys

00.00 - Qu AM 3525 - SO 3, 2-3, leichte Dünung aus O.

04.00 - Qu AM 3393 - SOzO 4, 3, c7.

08.00 - Qu AM 3442 - SOzO 6-7, 5, b.

09.07 - Getaucht vor Fischdampfer.

10.22 - Aufgetaucht, da nichts mehr zu horchen und Rundblick nichts ergibt, es läuft allerdings hohe See. Bald nach dem Auftauchen werden Stbs. auchteraus 2 Fischdampfer anscheinend zusammenarbeitend ausgemacht. Da sich das Wetter weiter verschlechterte, hoffe ich auch über Wasser von diesen Fischdampfern nicht bemerkt zu werden, ich nahm sie achteraus und lief ab. Kurz bevor die Dampfer aus Sicht kommen mußten, erschien in unmittelbarer Nähe ein eindeckiges Flugzeug.Alarm !

10.40 - Schon bei Sehrohrtiefe detonierte eine Bombe nahe beim Boote, auf 25 m die 2. ganz dicht, sodaß im Boot einige Glühbirnen zerstört werden und einige andere kleine Beschädigungen auftraten (Kompaßdeckel abgesprungen, Sicherungen herausgesprungen). Boot bleibt bis zur Dämmerung unter Wasser. Ich führe das später Erkennen des Fliegers mit darauf zurück, daß die Soldaten übermüdet sind, den seit mehreren Tagen ist die Wetterlage sehr ungünstig. Wind uns See von der Seite verursachen sehr harte Bewegungen des Bootes, sodaß niemand zu erholsamen Schlaf kommt. Auf die Brücke gischtet es fortwährend, sodaß kaum Gläser zu benutzen sind und die Augen unter dem Einfluß des salzigen fortwährend, Wassers brennen. Da die Wetterlage eine erfolgversprechende Waffenverwendung ausschließt, halte ich es für richtig, den Haupteil des Tages in diesem gutüberwachten zu Seegebiet unter Wasser verbrigen und während der Dunkelheit möglichst viel Weg zu gewinnen.

12.00 - Qu AM 3427 - Es ist bemerkendwert, daß die englische Luftwaffe noch in diesem harten Wetter fliegt und dabei anscheinend auch noch ihre Bomben gut ans Ziel bringt. Auf Anregung des L.I. wird versucht, einen günstigeren Brennstoffverbrauch Unterwasserfahrt dadurch zu erzielen, daß auf halbe Fahrt gegangen wird. Es wurde erwartet, daß der hemmende Einfluß des Seegangs bei höherer Fahrt geringer sein würde. Diese Annahme erwies sich als falsch, es wurde daher wieder auf dieselelektrische Fahrt übergegangen.

16.00 - Qu AM 3426

20.00 - Qu AM 3296, OSO 8-9, 7-8, o.


ANMERKUNGEN

Kriegstagebuch von U 37, für diese Unternehmung, im Original vorhanden.

Die Einträge im KTB wurden so abgeschrieben wie sie dort verzeichnet sind. Die tabellarische Form habe ich leider nicht beibehalten können, da mir dazu die Vorlage nicht zur Verfügung steht.

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