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Python (Versorger)

Aus U-Boot-Archiv Wiki

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Die Python war ein Versorger der deutschen Kriegsmarine. Ursprünglich als Kühlschiff für den Bananentransport für die Reederei Laeisz gebaut.
Der Kiel wurde bei der Deutschen Werft in Hamburg gelegt. Der Stapellauf erfolgte am 23.11.1935 und die Indienststellung am 27.01.1936.
Das Schiff hatte eine Verdrängung von 3.664 BRT. Es war 110,50 m lang und 14,40 m breit und hatte einen Tiefgang von 7,60 m. 1 x 5-Zylinder-MAN-Schiffsdiesel erzeugte eine Leistung von 3.050 PS. Diese konnten das Schiff auf bis zu 15 kn (28 km/h) beschleunigen. Die Besatzungsstärke betrug 36 Mann. Das Schiff konnte bis zu 12 Passagiere mitnehmen.
Einsatzgeschichte
Die Python wurde am 27.01.1936 in Dienst gestellt und auf der Kamerun-Route eingesetzt. Bei Kriegsbeginn 1939 befand sie sich auf der Fahrt von Tiko (Kamerun) nach Hamburg. Sie hatte Las Palmas am 29.08.1939 verlassen und erreichte, zur Tarnung als norwegische Jamaika fahrend, über Malöy und Schweden am 13.09.1939 Hamburg.
Am 25.10.1939 wurde die Python von der Kriegsmarine übernommen und zunächst als Zielschiff für Übungen der Luftwaffe eingesetzt. Ab Mai 1941 wurde sie zum U-Boot-Versorger (Z-Schiff) umgebaut und im November als solcher in Dienst gestellt.
Am 06.11.1941 verließ sie Westfrankreich, begleitet von U 124 und U 129, um U-Boote im Mittel- und Südatlantik zu versorgen. Am 20.11.1941 gab sie an ihre beiden Begleiter bei den Kapverdischen Inseln Dieseltreibstoff ab. Von U 126 herbeigerufen, übernahm die Python vier Tage später von U 126 bzw. aus den von dem U-Boot geschleppten Rettungsbooten 305 Schiffbrüchige des Hilfskreuzers Atlantis, der sich am 22.11.1941 vor dem heran nahenden britischen Schweren Kreuzer Devonshire selbst versenkt hatte.
Für die Zeit vom 30.11. bis 04.12.1941 war 780 sm südlich von St. Helena wiederum die Versorgung mehrerer U-Boote (U 68, U A, U 124 und U 129) vorgesehen, die anschließend vor Kapstadt operieren sollten. U 68 und U A übernahmen am 30.11/01.12.1941 Proviant, Torpedos und Öl. Dabei wurden die deutschen Schiffe bei der Beölung der beiden U-Boote von dem britischen Schweren Kreuzer Dorsetshire überrascht. Die beiden U-Boote tauchten sofort ab, und U A schoss fünf Torpedos auf die Dorsetshire, die aber ihr Ziel verfehlten. Nachdem der Kreuzer eine Salve vor den Bug der Python geschossen hatte, ging die Besatzung in die Boote und versenkte ihr Schiff mit Sprengladungen auf 27° 53' S - 03° 55' W. Die Dorsetshire verließ wegen der offensichtlichen U-Boot-Gefahr das Gebiet, ohne Schiffbrüchige aufzunehmen.
Die Besatzung der Python und die Überlebenden der Atlantis, zusammen 414 Mann, wurden nach dem Ablaufen der Dorsetshire von U 68 und U A teils aufgenommen, teils in Booten und auf Flößen in Richtung Norden geschleppt. Am 03.12.1941 kam U 129 hinzu und übernahm die gesamte Python-Besatzung von 109 Mann. Am 05.12.1941 kam auch U 124 und übernahm ebenfalls eine Anzahl der Schiffbrüchigen. Zwischen dem 14. und 18.12,1941 übernahmen die italienischen U-Boote Luigi Torelli, Enrico Tazzoli, Giuseppe Finzi und Pietro Calvi in der Nähe der Kapverdischen Inseln einen Teil der Atlantis-Besatzung und brachten sie nach St. Nazaire. Die Schiffbrüchigen wurden so verteilt, dass die Tauchfähigkeit aller Boote gewährleistet war.
Zwischen dem 23. und 29.12.1941 wurden alle Überlebenden der Python und der Atlantis in St. Nazaire an Land gesetzt.
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