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Wolf (Torpedoboot)

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Die WOLF war ein Torpedoboot der Raubtier-Klasse der deutschen Reichs- und Kriegsmarine.
Der Kiel des Bootes wurde am 08.03.1927 bei der Reichsmarinewerft in Wilhelmshaven gelegt. Der Stapellauf erfolgte am 12.10.1927 und die Indienststellung am 15.11.1928.
Das Schiff hatte eine Verdrängung von 933 ts. Es war 92,60 m lang, 8,60 m breit und hatte einen Tiefgang von 3,52 m. 3 Wasserrohrkessel und 2 Vulcan-Dampfturbinen erzeugten eine Leistung von 25.500 PS (18.755 kW). Diese konnten das Schiff auf bis zu 35,2 kn (65 km/h) beschleunigen. Die Besatzungsstärke betrug 120 - 129 Mann.
Bewaffnet war die Iltis mit: (1942) 3 × 105 mm L/45 Utof (300 Schuss), 4 × 20 mm Flak (8.000 Schuss), 6 × 533 mm Torpedorohre (6 Schuss), 30 Seeminen.
Einsatzgeschichte
Nach der Indienststellung kam die WOLF als Flottillenboot zur II. Torpedobootsflottille und ersetzte dort die SEEADLER. Bis Februar 1929 folgten Erprobungsfahrten, anschließend unternahm sie im April/Mai 1929 mit der Flotte eine Atlantikfahrt. Dabei besuchte das Schiff die spanischen Orte A Pobra do Caramiñal und Sevilla. Im Sommer des Jahres lief das Boot Rotterdam und Stockholm an. Von April bis Juni 1930 nahm die WOLF an einer Mittelmeerfahrt teil. Am 30.08.1930 wurde das Boot für Überholungsarbeiten außer Dienst gestellt und durch die MÖWE ersetzt.
Die erneute Indienststellung der WOLF erfolgte am 06.02.1932. Im Sommer 1933 nahm das Boot an einer Reise in die Ostsee teil und besuchte Helsinki und Riga. 1934 folgte eine Ausbildungsfahrt nach Schweden. 1936 wurde die WOLF nach Spanien entsandt und war dort Teil der internationalen Seeblockade. Ihr erster Einsatz dauerte von August bis Oktober, der zweite erfolgte vom 01. bis 19.12.1936. Auf der am 19.11.1936 begonnenen Fahrt nach Spanien erlitt die WOLF einen Ruderschaden und musste in Brest repariert werden. Am 30.06.1937 wurde die sie wieder außer Dienst gestellt.
Am 01.12.1937 wurde die WOLF zum dritten und letzten Mal in Dienst gestellt. Bis 1938 erfolgte der Einsatz des Torpedobootes als Ausbildungsschiff. Im Februar 1938 wurde es der 3. Torpedobootsflottille unterstellt und lief zusammen mit der TIGER und der ILTIS wieder in spanische Gewässer aus, um die dort kreuzende 4. Torpedobootsflottille abzulösen. Im Juli des gleichen Jahres kehrte das Boot nach Deutschland zurück. Dort wurde die 3. Torpedobootsflottille in die neue 6. Torpedobootsflottille umbenannt, die zusammen mit anderen Flotteneinheiten an der Wiedereingliederung des Memellandes im März 1939 teilnahm.
Nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurde die WOLF mit defensiven Minenunternehmen in der Nordsee, Handelskrieg und mit diversen Sicherungs- und Geleitaufgaben betraut. So übernahm die WOLF am 13.11.1939 die Sicherung der Leichten Kreuzer KÖLN und NÜRNBERG, die ihrerseits zu einem Minenunternehmen in der Themsemündung ausgelaufenen Zerstörern als Rückhalt dienten. Fünf Tage später begleitete die WOLF den Kreuzer LEIPZIG, die drei von der Humbermündung zurückkehrenden Zerstörern entgegenlief. Im März 1940 sicherte das Torpedoboot auch den Hilfskreuzer ATLANTIS auf dem Weg durch die Deutsche Bucht. Beim Unternehmen Weserübung war die WOLF Bestandteil der 3. Gruppe mit Ziel Bergen. Das Torpedoboot lief am 08.04.1940 von Cuxhaven aus. Auf den Weg nach Bergen leistete die WOLF Hilfeleistung nach der Kollision zweier S-Boote. Am 09.04.1940 trat die WOLF zusammen mit der den Kreuzer KÖLN und der LEOPARD nach Erfüllung ihres Auftrages den Rückmarsch an. Am 11.04.1940 traf das Torpedoboot in Wilhelmshaven ein und wurde anschließend in den Westraum verlegt, wo es an weiteren Aufklärungs- und Minenunternehmen teilnahm, wie beispielsweise im Oktober 1940 im Seegebiet um die Isle of Wight.
In der Nacht des 07. auf den 08.01.1941 nahm die WOLF an einer weiteren Minenunternehmung mit dem Decknamen Unternehmen Renate in den Gewässern um Dover. Auf ihrem Rückmarsch lief das Torpedoboot bei Dünkirchen um 11:50 Uhr auf eine Mine und sank auf Position 51° 05' N - 02° 08' O. Dabei fanden 45 Besatzungsmitglieder den Tod.
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