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Kompaniechef: Unterschied zwischen den Versionen

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| || colspan="3" | '''Kompaniechef''' ist ein Offizier, der eine Kompanie oder eine vergleichbare Einheit regulär führt. Als Kompanieführer wird, für die Zeit der Vertretung, diejenige Person bezeichnet, die die Kompanie führt, während der Kompaniechef abwesend (z. B. Urlaub, Krankheit, Kommandierung) oder der Dienstposten unbesetzt ist.
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| || colspan="3" |In der Bundeswehr ist die Kompanie die kleinste disziplinarische Einheit und besteht aus 60 bis 250 Soldaten. Sie ist in zwei oder mehr Züge, gelegentlich auch Staffeln, als Teileinheiten mit z. T. spezifischen militärischen Aufgaben gegliedert.
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Aktuelle Version vom 31. Januar 2026, 12:21 Uhr

Datenblatt Kompaniechef
Der Kompaniechef (oft auch als Kompanieführer bezeichnet) die zentrale disziplinarische und administrative Instanz für das Personal an Land. Während auf einem U-Boot der Kommandant alles entschied, war an Land der Kompaniechef die „Heimat“ des Soldaten.
Entstehung und Funktion
Die Dienststellung des Kompaniechefs existierte seit der Gründung der Reichsmarine und wurde in der Kriegsmarine massiv ausgebaut, insbesondere bei den U-Boots-Lehrdivisionen (U.L.D.) und den U-Flottillen.
Disziplinargewalt: Er besaß die Strafgewalt (Disziplinarstrafgewalt) über die Unteroffiziere und Mannschaften seiner Kompanie (meist 150 bis 250 Mann).
Personalverwaltung: Er war verantwortlich für die Führung der Stammrollen, Wehrpässe und Soldbücher. Wenn ein U-Boot-Fahrer befördert wurde oder Urlaub erhielt, lief dies über den Schreibtisch des Kompaniechefs der Stammkompanie.
Ausbildung: In den Lehrdivisionen leitete er die infanteristische und formale Grundausbildung, bevor die Männer zur fachspezifischen Ausbildung (z. B. an die Sperrwaffenschule) weiterzogen.
Rang: In der Regel wurde die Position von einem Kapitänleutnant oder einem erfahrenen Oberleutnant zur See besetzt.
Ende
Mit der Kapitulation im Mai 1945 endete die Funktion. In den letzten Kriegswochen führten viele Kompaniechefs ihre Einheiten jedoch nicht mehr im Marinestützpunkt, sondern als Infanterie-Kompanien im Erdkampf (z. B. in der „Festung“ Triest oder bei der Verteidigung der Ostseeküste).
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Der Kompaniechef war die Person, die die Beurteilungen schrieb, die über die Eignung eines Mannes für den U-Boot-Dienst entschieden. Viele spätere U-Boot-Kommandanten dienten zwischen ihren Frontfahrten selbst als Kompaniechefs in den Lehrdivisionen, um den Nachwuchs zu schulen.
Quellenangabe
Bundesarchiv Bestand PERS 6 Personalakten von Offizieren der Kriegsmarine. Hier finden sich die Beurteilungen, die ein Offizier in seiner Zeit als Kompaniechef erhielt – oder die er selbst über seine Untergebenen verfasste.
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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