Aktionen

16. Vorpostenflottille: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

(Die Seite wurde neu angelegt: „{| style="background-color:#FFFFE0;border-color:black;border-width:3px;border-style:double;width:80%;align:center" |- | style="width:2%" | |- | || colspan="3"…“)
 
 
(4 dazwischenliegende Versionen desselben Benutzers werden nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
{| style="background-color:#FFFFE0;border-color:black;border-width:3px;border-style:double;width:80%;align:center"
+
{| style="background-color:#FFFFE0;border-color:black;border-width:3px;border-style:double;width:100%;align:center"
|-
 
| style="width:2%" |
 
 
|-
 
|-
 
| || colspan="3" |  
 
| || colspan="3" |  
  
Aufgestellt im Juli 1940 als 16. Vorpostengruppe mit den Schiffen 9, 18 und 37 und am 20. September 1940 zur 16. Vorpostenflottille erweitert. Zunächst in Frankreich eingesetzt, wurde die Flottille ab 1941 zu Sicherungs- und Geleitaufgaben im Kattegatt und Skagerrak von Frederikshavn aus eingesetzt.
+
{| class="wikitable"
 
+
|-
'''Boote der Flottille:'''
+
| style="width:25%" |
 
+
| style="width:75%" |
Vp. 1601, Vp. 1602, Vp. 1603, Vp. 1604, Vp. 1605, Vp. 1606, Vp. 1607, Vp. 1608, Vp. 1609, Vp. 1610, Vp. 1611, Vp. 1612, Vp. 1613,
+
|-
 
+
! Datenblatt
Vp. 1614, Vp. 1615, Vp. 1616, Vp. 1617, Vp. 1618, Vp. 1619, Vp. 1620, Vp. 1621, Vp. 1622, Vp. 1623.
+
! '''16. Vorpostenflottille'''
 
+
|-
(Aus Lexikon der Wehrmacht)
+
| ||
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| colspan="3" | Die 16. Vorpostenflottille war ein wichtiger Sicherungsverband, der primär im Westraum (Biskaya) operierte. Sie war direkt für den Schutz der U-Boot-Ein- und Auslaufwege an der französischen Atlantikküste verantwortlich war. Später wurde sie im Kattegat und Skagerrak eingesetzt.
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
! colspan="3" | Entstehung, Funktion und Ende (1940)
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| colspan="3" | Entstehung: Die Flottille wurde im Oktober 1940 (kurz nach der Besetzung Frankreichs) in den Niederlanden aufgestellt, aber fast umgehend an die französische Westküste verlegt.
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| colspan="3" | Funktion: Hauptaufgabe war die Vorposten-Sicherung und der Geleitschutz in der Biskaya.
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| colspan="3" | Stützpunkte: Die Einheiten waren in Lorient, Concarneau und La Pallice stationiert – allesamt Kernstützpunkte der U-Boot-Waffe (z.B. Sitz der 2., 10. und 3. U-Flottille).
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| colspan="3" | U-Boot-Sicherung: Die Flottille stellte die „Escorte“ für die Atlantik-Boote. Sie sicherte die Zwangswege durch die Biskaya gegen alliierte U-Boote und Jagdbomber, bis die Boote die tiefen Gewässer erreicht hatten (oder umgekehrt bei der Heimkehr).
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| colspan="3" | Fahrzeuge: Die Flottille bestand aus schwer bewaffneten umgebauten Fischdampfern und Walfängern mit den Kennungen V 1601 bis V 1615.
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| colspan="3" | Ende: Die Flottille wurde im August 1944 nach der Invasion der Alliierten in der Normandie und dem Vorrücken auf die Bretagne aufgelöst. Viele Schiffe wurden als Sperren versenkt oder gingen bei den Kämpfen um die „Festungen“ Lorient und La Rochelle verloren.
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Kommandanten
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| colspan="3" | Geleitpartner: Im Kriegstagebuch (KTB) vieler Boote steht oft: „Aufgenommen durch V 1605 vor Lorient“. Dies war die Lebensversicherung der Kommandanten gegen alliierte Luftangriffe in Küstennähe.
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| colspan="3" | Landkommandos: In den „Lücken“ zwischen zwei Bordkommandos wurden U-Boot-Offiziere gelegentlich als Artillerie-Berater oder Verbindungsoffiziere zur 16. Flottille kommandiert, um die Flak-Abwehr der Sicherungsboote zu verbessern.
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| colspan="3" | Nach der Räumung der Atlantikstützpunkte oder durch Umgliederungen wurde die 16. Vorpostenflottille (in ihrer zweiten Form bzw. durch Verlegung der Reste) zum entscheidenden Schutzschild in den dänischen Gewässern.
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
! colspan="3" | Einsatz im Kattegat (1941/44–1945)
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| colspan="3" | Obwohl Teile der Flottille im Westen waren, lag der Schwerpunkt der 16. Vorpostenflottille ab 1944 (nach der Rückverlegung/Neuaufstellung) in der Sicherung der Ostsee-Ausgänge.
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| colspan="3" | Stützpunkte: Hauptsächlich Frederikshavn (Dänemark) und zeitweise Skagen.
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| colspan="3" | Funktion: Die Flottille sicherte die Transitwege der U-Boote durch das Kattegat und Skagerrak.
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| colspan="3" | U-Boot-Schutz: Da die britische Royal Air Force (RAF) ab 1944 massiv Minen im Kattegat legte und Jagdbomber (Mosquitos/Beaufighters) Jagd auf U-Boote im Transit machte, lieferte die 16. Vp.-Flottille den lebensnotwendigen Flakschutz und Minensuchdienst.
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| colspan="3" | Ausbildungssicherung: Sie sicherte auch die Erprobungsgebiete der neuen Typ XXI Boote, die in der Ostsee ihre taktische Ausbildung absolvierten.  
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| colspan="3" | Ende: Die Flottille blieb bis zur Kapitulation im Mai 1945 in dänischen Gewässern aktiv. Viele Boote wurden danach für den [[Deutschen Minenräumdienst]] (GMSA) unter britischer Aufsicht eingesetzt.
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Kommandanten
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| colspan="3" | 1944/45 war die Flottille für die U-Boote, die von den norwegischen Stützpunkten (Bergen/Drontheim) nach Deutschland verlegten oder umgekehrt, die Einheit, die den „Gefahrenpunkt Kattegat“ absicherte.
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| colspan="3" | Geleitsicherung: Wenn ein Kommandant im KTB vermerkt: „Aufgenommen durch Sicherung Gruppe Frederikshavn“, war dies fast immer die 16. Flottille.
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| colspan="3" | Landkommandos: In den letzten Kriegsmonaten wurden U-Boot-Offiziere ohne Boot oft als Verbindungsoffiziere auf die Vorpostenboote der 16. Flottille kommandiert, um die Zusammenarbeit bei der Fliegerabwehr zu koordinieren.
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
! colspan="3" | Quellenangabe
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| Bundesarchiv Bestand RM 106 || colspan="3" | Flottillen der Sicherungsstreitkräfte. Die Kriegstagebücher für den Zeitraum 1944/45 (RM 106/133 ff.) enthalten detaillierte Berichte über Luftkämpfe im Kattegat und die Geleitzüge der U-Boote.
 +
|-
 +
| Bundesarchiv Bestand RM 47 || colspan="3" | Befehlshaber der Sicherung der Ostsee (B.S.O.). Da die Flottille im Kattegat dem B.S.O. unterstellt war, finden sich hier die strategischen Befehle zur Offenhaltung der U-Boot-Transitwege.
 +
|-
 +
| Lexikon der Wehrmacht || colspan="3" | [https://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/Sicherungsflott/VFlottillen/16VFlott.htm| → 16. Vorpostenflottille]
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
! colspan="3" |
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| colspan="3" | >>>>U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki<<<<
 +
|-
 +
| || colspan="3" | '''<small>ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132</small>'''
 
|-
 
|-
 
|}
 
|}

Aktuelle Version vom 31. Januar 2026, 17:23 Uhr

Datenblatt 16. Vorpostenflottille
Die 16. Vorpostenflottille war ein wichtiger Sicherungsverband, der primär im Westraum (Biskaya) operierte. Sie war direkt für den Schutz der U-Boot-Ein- und Auslaufwege an der französischen Atlantikküste verantwortlich war. Später wurde sie im Kattegat und Skagerrak eingesetzt.
Entstehung, Funktion und Ende (1940)
Entstehung: Die Flottille wurde im Oktober 1940 (kurz nach der Besetzung Frankreichs) in den Niederlanden aufgestellt, aber fast umgehend an die französische Westküste verlegt.
Funktion: Hauptaufgabe war die Vorposten-Sicherung und der Geleitschutz in der Biskaya.
Stützpunkte: Die Einheiten waren in Lorient, Concarneau und La Pallice stationiert – allesamt Kernstützpunkte der U-Boot-Waffe (z.B. Sitz der 2., 10. und 3. U-Flottille).
U-Boot-Sicherung: Die Flottille stellte die „Escorte“ für die Atlantik-Boote. Sie sicherte die Zwangswege durch die Biskaya gegen alliierte U-Boote und Jagdbomber, bis die Boote die tiefen Gewässer erreicht hatten (oder umgekehrt bei der Heimkehr).
Fahrzeuge: Die Flottille bestand aus schwer bewaffneten umgebauten Fischdampfern und Walfängern mit den Kennungen V 1601 bis V 1615.
Ende: Die Flottille wurde im August 1944 nach der Invasion der Alliierten in der Normandie und dem Vorrücken auf die Bretagne aufgelöst. Viele Schiffe wurden als Sperren versenkt oder gingen bei den Kämpfen um die „Festungen“ Lorient und La Rochelle verloren.
Relevanz für die U-Boot-Kommandanten
Geleitpartner: Im Kriegstagebuch (KTB) vieler Boote steht oft: „Aufgenommen durch V 1605 vor Lorient“. Dies war die Lebensversicherung der Kommandanten gegen alliierte Luftangriffe in Küstennähe.
Landkommandos: In den „Lücken“ zwischen zwei Bordkommandos wurden U-Boot-Offiziere gelegentlich als Artillerie-Berater oder Verbindungsoffiziere zur 16. Flottille kommandiert, um die Flak-Abwehr der Sicherungsboote zu verbessern.
Nach der Räumung der Atlantikstützpunkte oder durch Umgliederungen wurde die 16. Vorpostenflottille (in ihrer zweiten Form bzw. durch Verlegung der Reste) zum entscheidenden Schutzschild in den dänischen Gewässern.
Einsatz im Kattegat (1941/44–1945)
Obwohl Teile der Flottille im Westen waren, lag der Schwerpunkt der 16. Vorpostenflottille ab 1944 (nach der Rückverlegung/Neuaufstellung) in der Sicherung der Ostsee-Ausgänge.
Stützpunkte: Hauptsächlich Frederikshavn (Dänemark) und zeitweise Skagen.
Funktion: Die Flottille sicherte die Transitwege der U-Boote durch das Kattegat und Skagerrak.
U-Boot-Schutz: Da die britische Royal Air Force (RAF) ab 1944 massiv Minen im Kattegat legte und Jagdbomber (Mosquitos/Beaufighters) Jagd auf U-Boote im Transit machte, lieferte die 16. Vp.-Flottille den lebensnotwendigen Flakschutz und Minensuchdienst.
Ausbildungssicherung: Sie sicherte auch die Erprobungsgebiete der neuen Typ XXI Boote, die in der Ostsee ihre taktische Ausbildung absolvierten.
Ende: Die Flottille blieb bis zur Kapitulation im Mai 1945 in dänischen Gewässern aktiv. Viele Boote wurden danach für den Deutschen Minenräumdienst (GMSA) unter britischer Aufsicht eingesetzt.
Relevanz für die U-Boot-Kommandanten
1944/45 war die Flottille für die U-Boote, die von den norwegischen Stützpunkten (Bergen/Drontheim) nach Deutschland verlegten oder umgekehrt, die Einheit, die den „Gefahrenpunkt Kattegat“ absicherte.
Geleitsicherung: Wenn ein Kommandant im KTB vermerkt: „Aufgenommen durch Sicherung Gruppe Frederikshavn“, war dies fast immer die 16. Flottille.
Landkommandos: In den letzten Kriegsmonaten wurden U-Boot-Offiziere ohne Boot oft als Verbindungsoffiziere auf die Vorpostenboote der 16. Flottille kommandiert, um die Zusammenarbeit bei der Fliegerabwehr zu koordinieren.
Quellenangabe
Bundesarchiv Bestand RM 106 Flottillen der Sicherungsstreitkräfte. Die Kriegstagebücher für den Zeitraum 1944/45 (RM 106/133 ff.) enthalten detaillierte Berichte über Luftkämpfe im Kattegat und die Geleitzüge der U-Boote.
Bundesarchiv Bestand RM 47 Befehlshaber der Sicherung der Ostsee (B.S.O.). Da die Flottille im Kattegat dem B.S.O. unterstellt war, finden sich hier die strategischen Befehle zur Offenhaltung der U-Boot-Transitwege.
Lexikon der Wehrmacht → 16. Vorpostenflottille
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
>>>>U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki<<<<
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132