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Deckoffizier: Unterschied zwischen den Versionen

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! Datenblatt
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! '''Deckoffizier'''
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| colspan="3" | In der Kaiserlichen Marine und der frühen Reichsmarine bildeten die Deckoffiziere einen eigenständigen Stand von hochspezialisierten Fachexperten, die zwischen den Unteroffizieren und den Seeoffizieren angesiedelt waren.
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| || colspan="3" | Der '''Deckoffizier''' ist ein unmittelbar hinter den Seeoffizieren (Kriegsmarine) bzw. den Schiffsoffizieren (Handelsmarine) rangierender Marinedienstgrad.
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! colspan="3" | Status und Hierarchie
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| || colspan="3" | Häufig aus der einfachen Laufbahn der Matrosen aufgestiegen, berät er als Spezialist seines Fachs den Kapitän oder die anderen mit der Schiffsleitung betrauten Offiziere. Typische Dienststellungen sind die Position als Steuermann, Bootsmann, Feuerwerker (Schiffsartillerist), Maschinist, Mechaniker, Materialienverwalter oder Torpeder (Torpedo-Experte).  
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| colspan="3" | Deckoffiziere waren erfahrene Soldaten, die nach einer langjährigen Dienstzeit als Unteroffiziere aufgrund ihrer herausragenden fachlichen Qualifikation befördert wurden. Sie trugen eine Offiziersuniform (mit dem charakteristischen Deckoffiziers-Säbel), besaßen jedoch nicht den gesellschaftlichen Status oder die Befehlsgewalt der Seeoffiziere gegenüber dem gesamten Schiff. In der Reichsmarine wurde dieser Stand ab 1921 schrittweise aufgelöst und in das Korps der Unteroffiziere mit Portepee (Feldwebel-Ränge) überführt.
 
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| || colspan="3" | 1920 übernahm die Reichsmarine (1935 umbenannt in Kriegsmarine) die Einrichtung der Deckoffiziere (wie die Offiziere mit einer Mindestdienstzeitverpflichtung von 25 Jahren), unterließ jedoch eine Ergänzung des Personalbestands. Sie bildeten weiterhin eine eigenständige Rangklasse, unterlagen aber im Militärstrafrecht den Bestimmungen betreffend die Unteroffiziere mit Portepee. Bis 1935 dürfte das Gros der Deck- und Oberdeckoffiziere aus dem Dienst geschieden sein.
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| || colspan="3" | Mit Verfügung vom 13.07.1938 waren die verabschiedeten Deckoffiziere mit dem Rang eines Oberfeldwebels bzw. Oberwachtmeisters zu führen. Die Einrangierung als Stabsfeldwebel (Dienstgrad eingeführt zum 01.10.1938) bzw. als Stabsoberbootsmann (Umbenennung des Dienstgrads Stabsfeldwebel mit Verfügung vom 16.01.1939) darf als wahrscheinlich gelten. Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs wurden die ehemaligen Deckoffiziere, sofern sie noch diensttauglich waren, als Leutnante der entsprechenden Offizierslaufbahn wieder einberufen.
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| colspan="3" | Technische und seemännische Leitung: Deckoffiziere fungierten als absolute Spezialisten in ihren Fachbereichen. Ein Obersteuermann (als Deckoffizier) war für die gesamte Navigation verantwortlich, während ein Obermaschinist die technische Leitung im Maschinenraum innehatte.
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| colspan="3" | Kaderbildung: Viele ehemalige Deckoffiziere bildeten nach 1921 als Oberfeldwebel beim Stab das personelle Fundament für den geheimen Wiederaufbau der U-Boot-Waffe. Ihre Expertise floss unmittelbar in die Lehrpläne für den Navigationslehrgang und den Fahrgerät-Lehrgang ein, was die technologische Überlegenheit der späteren Einheiten sicherstellte.
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| Bundesarchiv, Signatur RM 20 || colspan="3" | Dienststellen der Reichsmarine. [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/| Invenio Online-Recherche]. Dokumentiert die Eingliederung der Deckoffiziere in das neue Unteroffizierskorps.
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Aktuelle Version vom 1. Februar 2026, 15:15 Uhr

Wachtmeister ← Deckoffizier → Dienstgrade

Datenblatt Deckoffizier
In der Kaiserlichen Marine und der frühen Reichsmarine bildeten die Deckoffiziere einen eigenständigen Stand von hochspezialisierten Fachexperten, die zwischen den Unteroffizieren und den Seeoffizieren angesiedelt waren.
Status und Hierarchie
Deckoffiziere waren erfahrene Soldaten, die nach einer langjährigen Dienstzeit als Unteroffiziere aufgrund ihrer herausragenden fachlichen Qualifikation befördert wurden. Sie trugen eine Offiziersuniform (mit dem charakteristischen Deckoffiziers-Säbel), besaßen jedoch nicht den gesellschaftlichen Status oder die Befehlsgewalt der Seeoffiziere gegenüber dem gesamten Schiff. In der Reichsmarine wurde dieser Stand ab 1921 schrittweise aufgelöst und in das Korps der Unteroffiziere mit Portepee (Feldwebel-Ränge) überführt.
Aufgaben und Verantwortlichkeiten
Technische und seemännische Leitung: Deckoffiziere fungierten als absolute Spezialisten in ihren Fachbereichen. Ein Obersteuermann (als Deckoffizier) war für die gesamte Navigation verantwortlich, während ein Obermaschinist die technische Leitung im Maschinenraum innehatte.
Materialverantwortung: Sie verwalteten die Bestände und Instrumente ihres Abschnitts und waren für die Instandhaltung komplexer technischer Anlagen zuständig.
Ausbilderrolle: Sie waren die primären Vermittler von Praxiswissen für die Mannschaften und Unteroffizieranwärter.
Bedeutung für die U-Boot-Waffe
Technisches Rückgrat: Auf den U-Booten der Kaiserzeit waren Deckoffiziere für den reibungslosen Betrieb der damals noch unzuverlässigen Diesel- und Elektromaschinen sowie für die komplizierte Trimmung beim Tauchen unverzichtbar.
Erfahrungstransfer: Die oft jungen Seeoffiziere der Fähnrichskompanie waren in der praktischen Schiffsführung und Technik massiv auf den Rat und die Erfahrung der Deckoffiziere angewiesen.
Kaderbildung: Viele ehemalige Deckoffiziere bildeten nach 1921 als Oberfeldwebel beim Stab das personelle Fundament für den geheimen Wiederaufbau der U-Boot-Waffe. Ihre Expertise floss unmittelbar in die Lehrpläne für den Navigationslehrgang und den Fahrgerät-Lehrgang ein, was die technologische Überlegenheit der späteren Einheiten sicherstellte.
Quellenangabe
Bundesarchiv, Signatur RM 1 Kaiserliche Marine. Invenio Online-Recherche Enthält die Bestimmungen über die Laufbahn der Deckoffiziere.
Bundesarchiv, Signatur RM 20 Dienststellen der Reichsmarine. Invenio Online-Recherche. Dokumentiert die Eingliederung der Deckoffiziere in das neue Unteroffizierskorps.
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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