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Küsten-Fliegergruppe 706: Unterschied zwischen den Versionen

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| || colspan="3" | Die '''Küstenfliegergruppe 706''' wurde am 01.07.1937 gebildet. Hierzu wurde auf dem Seefliegerhorst Nest in Pommern die 1. Staffel mit der He 60 und auf dem Seefliegerhorst Kamp die 2. Staffel mit der He 60 aufgestellt. Am 01.10.1937 folgte auf dem Seefliegerhorst Kamp bei Wustrow die Aufstellung eines Gruppenstabes, ebenfalls mit der He 60 ausgerüstet. Im September 1938 wurde die 2. Staffel zur 2. / Küstenfliegergruppe 606. Im Gegenzug wurde am 01.11.1939 auf dem Seefliegerhorst Kamp eine 3. Staffel aufgestellt. Am 22.10.1939 bildeten der Stab und die 1. und 3. Staffel den Stab und die 1. und 3. Staffel der Küstenfliegergruppe 906. Am 01.01.1940 wurde in Kiel-Holtenau die 1. Staffel der Küstenfliegergruppe 706 in Kiel-Holtenau neu aufgestellt. Am 27.07.1940 folgte in Stavanger ein Gruppenstab. Im Juni 1943 wurde in Tromsö eine 2. Staffel aufgestellt. Am 13.07.1943 wurde die Gruppe zur Seeaufklärungsgruppe 130 umbenannt.
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| || colspan="3" | 1939: Bei Kriegsausbruch lagen der Stab auf dem Seefliegerhorst Kamp und die 1. Staffel auf dem Seefliegerhorst Nest. Sie untersanden dem Führer der Seeluftstreitkräfte Ost. Dem Stab der Küstenfliegergruppe 706 unterstand zusätzlich die 2. / Küstenfliegergruppe 606. Die 3. Staffel mit ihren He 59 lag in Dievenow und unterstand dem Stab der Küstenfliegergruppe 506. Am 4. September 1939 verlegte die 3. Staffel nach Norderney. Die Gruppe wurde bis zu ihrer Umbenennung über der Ostsee eingesetzt.
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! Datenblatt
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! '''Küsten-Fliegergruppe 706'''
 
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| || colspan="3" | 1940: Die zu Jahresbeginn in Kiel-Holtenau aufgestellte 1. Staffel der Küstenfliegergruppe 706 war mit der He 59 ausgerüstet. Am 15. Juni 1940 verlegte die Staffel auf den Seefliegerhorst Aalborg in Dänemark und flog von dort aus Einsätze über der Nordsee. Der am 27.07.1940 in Stavanger aufgestellte Gruppenstab der Küstenfliegergruppe 706 war mit der He 115 und der Bv 138 ausgerüstet.
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| colspan="3" | Die Küstenfliegergruppe 706 (KFl.Gr. 706) war als spezialisierter Seefernaufklärer-Verband die „Augen der U-Boote“ im Nordmeer und Nordatlantik.
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! colspan="3" | Entstehung, Funktion und Ende
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| colspan="3" | Entstehung: Aufgestellt im Oktober 1937 in Dievenow (Pommern). Bei Kriegsbeginn bestand sie aus zwei Staffeln (1. und 2. Staffel).
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| colspan="3" | Stavanger-Sola / Tromsø (Norwegen): Ab 1940 Hauptstützpunkte für Einsätze über dem Eismeer.
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| colspan="3" | Aalborg (Dänemark): Zeitweise Stationierung zur Überwachung des Skagerraks.
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| colspan="3" | Brest (Frankreich): Teile der Gruppe wurden zur Fernaufklärung in der Biskaya eingesetzt.
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| colspan="3" | Funktion: Seefernaufklärung, Wettererkundung und Bekämpfung von Seezielen.
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| colspan="3" | Flugzeugtypen: Primär ausgestattet mit der Heinkel He 115 (Schwimmerflugzeug) und später der Blohm & Voss BV 138 („Fliegender Holzschuh“).
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| colspan="3" | Ende: Die Gruppe wurde im Juli 1944 aufgelöst bzw. in die Seeaufklärungsgruppe 126 (SAGr 126) umgegliedert, da die Luftwaffenstruktur über See vereinheitlicht wurde.
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! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
 
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| || colspan="3" | 1941: Zu Beginn des Jahres 1941 lag der Gruppenstab mit der He 115 und der Bv 138 in Stavanger. im März 1941 verlegte der Stab nach Trondheim und am 25. November 1941 nach Tromsö. Der Stab unterstand dem General der Luftwaffe Nordnorwegen. Ihm unterstanden die 1. und 4. / Küstenfliegergruppe 406, die 1. und 3. / Küstenfliegergruppe 906 und die 1. / Seeaufklärungsgruppe 125. Die 1. Staffel lag das ganze Jahr über auf dem Seefliegerhorst Aalborg.
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| || colspan="3" | 1942: Der Stab der Küstenfliegergruppe 706 flog von Tromsö aus mit den ihm unterstellten Staffeln Einsätze gegen den alliierten Seeverkehr nach Murmansk unter dem Fliegerführer Lofoten. Die 1. Staffel flog im Jahr 1941 vom Seefliegerhorst Aalborg aus Einsätze über der Nordsee. Im September 1942 verlegte die Staffel nach Stavanger. Hier unterstand sie dem Fliegerführer Nord (West).
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| colspan="3" | Konvoi-Aufklärung: Die KFl.Gr. 706 war maßgeblich an der Suche nach den Eismeer-Konvois (z. B. PQ-Geleitzüge) beteiligt. Die Beobachter funkten die Positionen direkt an den B.d.U. Norwegen, der daraufhin die U-Boote der 11. und 13. U-Flottille ansetzte.
 
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| || colspan="3" | 1943: Auch 1943 flog der Stab der Küstenfliegergruppe 706 von Tromsö aus mit den ihm unterstellten Staffeln Einsätze gegen den alliierten Seeverkehr nach Murmansk unter dem Fliegerführer Lofoten. Die 1. Staffel lag in Stavanger und flog von dort aus Einsätze über der Nordsee und dem Nordmeer unter dem Fliegerführer Nord (West). Die im Juni in Tromsö aus der 1. / Seeaufklärungsgruppe 125 aufgestellte 2. Staffel war mit der Bv 138 ausgerüstet und unterstand dem Fliegerführer Lofoten.  
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| colspan="3" | Wetterdienst: Für die Operationsplanung der U-Boote lieferte die Gruppe lebensnotwendige Wetterdaten aus Gebieten, die für Schiffe unzugänglich waren.
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| colspan="3" | Personaltransfer: Viele Beobachter der Gruppe waren ehemalige Marineoffiziere, die nach ihrer Zeit in der Luftwaffe oft zur U-Boot-Waffe zurückkehrten und dort als navigatorisch hochqualifizierte Kommandanten dienten.
 
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| Bundesarchiv Signatur RL 10 || colspan="3" | Verbände und Einheiten der Fliegertruppe. [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/| Invenio Online-Recherche]. Enthält die Kriegstagebücher und Einsatzberichte der Küstenfliegergruppe 706.
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| Bundesarchiv Signatur PERS 6 || colspan="3" | Personalakten. Werdegänge von Offizieren, die zwischen Marine und KFlGr 706 wechselten.
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| Lexikon der Wehrmacht || colspan="3" | [https://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/Kuestenfliegergruppen/Kuestenfliegergruppe706-R.htm| → Küsten-Fliegergruppe 706]
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| Gerhard Hümmelchen || colspan="3" | Die deutschen Küstenfliegergruppen 1935–1945. (Standardwerk zur Organisation).
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| Jürgen Rohwer || colspan="3" | Chronik des Seekrieges. (Details zur Zusammenarbeit mit U-Booten bei Konvoi-Angriffen).
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Aktuelle Version vom 2. Februar 2026, 15:51 Uhr

Datenblatt Küsten-Fliegergruppe 706
Die Küstenfliegergruppe 706 (KFl.Gr. 706) war als spezialisierter Seefernaufklärer-Verband die „Augen der U-Boote“ im Nordmeer und Nordatlantik.
Entstehung, Funktion und Ende
Entstehung: Aufgestellt im Oktober 1937 in Dievenow (Pommern). Bei Kriegsbeginn bestand sie aus zwei Staffeln (1. und 2. Staffel).
Standorte:
Stavanger-Sola / Tromsø (Norwegen): Ab 1940 Hauptstützpunkte für Einsätze über dem Eismeer.
Aalborg (Dänemark): Zeitweise Stationierung zur Überwachung des Skagerraks.
Brest (Frankreich): Teile der Gruppe wurden zur Fernaufklärung in der Biskaya eingesetzt.
Funktion: Seefernaufklärung, Wettererkundung und Bekämpfung von Seezielen.
Flugzeugtypen: Primär ausgestattet mit der Heinkel He 115 (Schwimmerflugzeug) und später der Blohm & Voss BV 138 („Fliegender Holzschuh“).
Ende: Die Gruppe wurde im Juli 1944 aufgelöst bzw. in die Seeaufklärungsgruppe 126 (SAGr 126) umgegliedert, da die Luftwaffenstruktur über See vereinheitlicht wurde.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Konvoi-Aufklärung: Die KFl.Gr. 706 war maßgeblich an der Suche nach den Eismeer-Konvois (z. B. PQ-Geleitzüge) beteiligt. Die Beobachter funkten die Positionen direkt an den B.d.U. Norwegen, der daraufhin die U-Boote der 11. und 13. U-Flottille ansetzte.
Wetterdienst: Für die Operationsplanung der U-Boote lieferte die Gruppe lebensnotwendige Wetterdaten aus Gebieten, die für Schiffe unzugänglich waren.
Personaltransfer: Viele Beobachter der Gruppe waren ehemalige Marineoffiziere, die nach ihrer Zeit in der Luftwaffe oft zur U-Boot-Waffe zurückkehrten und dort als navigatorisch hochqualifizierte Kommandanten dienten.
Quellenangabe
Bundesarchiv Signatur RL 10 Verbände und Einheiten der Fliegertruppe. Invenio Online-Recherche. Enthält die Kriegstagebücher und Einsatzberichte der Küstenfliegergruppe 706.
Bundesarchiv Signatur PERS 6 Personalakten. Werdegänge von Offizieren, die zwischen Marine und KFlGr 706 wechselten.
Lexikon der Wehrmacht → Küsten-Fliegergruppe 706
Literaturverweise
Gerhard Hümmelchen Die deutschen Küstenfliegergruppen 1935–1945. (Standardwerk zur Organisation).
Jürgen Rohwer Chronik des Seekrieges. (Details zur Zusammenarbeit mit U-Booten bei Konvoi-Angriffen).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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