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Flieger-Ergänzungsgruppe (See): Unterschied zwischen den Versionen

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| || colspan="3" | Die '''Flieger-Ergänzunsgruppe (See) Aufgestellt am 27.01.40 in Kamp aufgestellt. Sie wurde aus dem Flieger-Ersatz-Bataillon 26 geründet. Dazu gehörten:
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| || colspan="3" | Stab/Flieger-Ergänzungsgruppe (See)
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! Datenblatt
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! '''Flieger-Ergänzungsgruppe (See)'''
 
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| || colspan="3" | 1./Flieger-Ergänzungsgruppe (See) mit Do 18, He 115 und später BV138
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| || colspan="3" | 2./Flieger-Ergänzungsgruppe (See) mit Do 17 und He 111
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| || colspan="3" | 3.(Bordflg.)/Flieger-Ergänzungsgruppe(See) wurde am 29.8.40 in Thisted/Dänemark aus ZB-Lehrgang Swinemünde mit Ar 196 und He 114 aufgestellt.
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| colspan="3" | Die Flieger-Ergänzungsgruppe (See) – oft auch als Ergänzungsgruppe (See) oder Fl.Erg.Gr. (See) bezeichnet – war die zentrale Ausbildungseinheit für den fliegerischen Nachwuchs der Seeaufklärer und Küstenflieger. Sie war Bindeglied zwischen der allgemeinen Pilotenausbildung und dem spezialisierten Einsatz über dem Meer.
 
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| || colspan="3" | 3./Flieger-Ergänzungsgruppe(See) wurde im Februar 1941 4./Flieger-Ergänzungsgruppe(See). Die 3./Flieger-Ergänzungsgruppe(See) wurde am 25.06.41 in Kamp mit Ju 88A neu formiert und am 09.09.41 an  die Kampfgruppe 506 angegliedert. Am 15.09.41 in Ergänzungsstaffel/Kampfgruppe506 umbenannt.
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| || colspan="3" | Aus Teilen der 4./Flieger-Ergänzungsgruppe(See) wurde am 01.04.41 die 2./Aufklärungsgruppe (See) 125 gebildet.
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| || colspan="3" | Am 03.10.44 wurde der Verband aufgelöst. Die 1. Staffel wurde Ergänzungs-Küstenfliegerstaffel (F) und die 2. sowie 4. Staffel wurde als Ergänzungs-Küsten-Nahaufklärer vereinigt.
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| colspan="3" | Entstehung: Die Gruppe wurde im Zuge des Aufbaus der Luftwaffe aus den Restbeständen der getarnten Seefliegerausbildung der Reichsmarine formiert. Ihr Hauptstandort war über lange Zeit Pütnitz (bei Ribnitz-Damgarten), später gab es Teile in Parow und Kamp.
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| colspan="3" | Funktion: Die „Veredelung“ von Piloten, Beobachtern und Funkern für den Dienst über See.
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| colspan="3" | Inhalte: Start und Landung auf Wasser (Schwimmerflugzeuge und Flugboote), Navigation über dem offenen Meer ohne Landmarken, Zusammenarbeit mit Überwasserschiffen und die spezifische Seezielbekämpfung.
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| colspan="3" | Flugzeugtypen: Einsatz von Schul- und Frontmaschinen wie der Heinkel He 60, He 114, He 115 und der Arado Ar 196.
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| colspan="3" | Ende: Mit der Verschärfung der Treibstofflage und dem Rückzug der Luftwaffe von den Küsten wurde die Gruppe 1944 weitgehend aufgelöst oder in andere Ausbildungseinheiten (wie die Seeaufklärungsgruppen) integriert.
 
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| colspan="3" | Taktisches Verständnis: Hier lernten die Flieger, wie man Schiffe und U-Boote aus der Luft identifiziert und wie man Koordinaten im Marine-Quadratnetz übermittelt. Viele dieser Verfahren waren die Basis für die spätere Einweisung der U-Boote auf alliierte Geleitzüge.
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| colspan="3" | Personaltransfer: Wenn in den Biografien deiner Kommandanten (z. B. der Crew 35 oder 36) der Begriff „Erg.Gr. (See)“ auftaucht, bedeutet das, dass der Offizier als Seebeobachter oder Pilot für die Fernaufklärung geschult wurde, bevor er zur U-Boot-Waffe zurückkehrte. Diese Männer brachten eine überragende Navigations-Expertise mit an Bord.
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| colspan="3" | Rettungswesen: Die Gruppe schulte auch Personal für den Seenotdienst, der wiederum für die Bergung von U-Boot-Besatzungen in Küstennähe zuständig war.
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| BArch RL 10 || colspan="3" | Verbände der Fliegertruppe. KTB und Einsatzberichte der Ergänzungsgruppen (See).
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| BArch RL 13 || colspan="3" | Schulen der Luftwaffe. Dokumentation der Fachlehrgänge in Pütnitz und Parow.
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| Gerhard Hümmelchen || colspan="3" | Die deutschen Küstenfliegergruppen 1935–1945. Bernard & Graefe.
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| Karl Kössler || colspan="3" | Die operativen Aufgaben der deutschen Seeflieger 1935–1945. Mittler & Sohn.
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| Lohmann/Hildebrand || colspan="3" | Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. Band 2, Abschnitt 170.
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Aktuelle Version vom 3. Februar 2026, 09:35 Uhr

Datenblatt Flieger-Ergänzungsgruppe (See)
Die Flieger-Ergänzungsgruppe (See) – oft auch als Ergänzungsgruppe (See) oder Fl.Erg.Gr. (See) bezeichnet – war die zentrale Ausbildungseinheit für den fliegerischen Nachwuchs der Seeaufklärer und Küstenflieger. Sie war Bindeglied zwischen der allgemeinen Pilotenausbildung und dem spezialisierten Einsatz über dem Meer.
Entstehung, Funktion und Ende
Entstehung: Die Gruppe wurde im Zuge des Aufbaus der Luftwaffe aus den Restbeständen der getarnten Seefliegerausbildung der Reichsmarine formiert. Ihr Hauptstandort war über lange Zeit Pütnitz (bei Ribnitz-Damgarten), später gab es Teile in Parow und Kamp.
Funktion: Die „Veredelung“ von Piloten, Beobachtern und Funkern für den Dienst über See.
Inhalte: Start und Landung auf Wasser (Schwimmerflugzeuge und Flugboote), Navigation über dem offenen Meer ohne Landmarken, Zusammenarbeit mit Überwasserschiffen und die spezifische Seezielbekämpfung.
Flugzeugtypen: Einsatz von Schul- und Frontmaschinen wie der Heinkel He 60, He 114, He 115 und der Arado Ar 196.
Ende: Mit der Verschärfung der Treibstofflage und dem Rückzug der Luftwaffe von den Küsten wurde die Gruppe 1944 weitgehend aufgelöst oder in andere Ausbildungseinheiten (wie die Seeaufklärungsgruppen) integriert.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Taktisches Verständnis: Hier lernten die Flieger, wie man Schiffe und U-Boote aus der Luft identifiziert und wie man Koordinaten im Marine-Quadratnetz übermittelt. Viele dieser Verfahren waren die Basis für die spätere Einweisung der U-Boote auf alliierte Geleitzüge.
Personaltransfer: Wenn in den Biografien deiner Kommandanten (z. B. der Crew 35 oder 36) der Begriff „Erg.Gr. (See)“ auftaucht, bedeutet das, dass der Offizier als Seebeobachter oder Pilot für die Fernaufklärung geschult wurde, bevor er zur U-Boot-Waffe zurückkehrte. Diese Männer brachten eine überragende Navigations-Expertise mit an Bord.
Rettungswesen: Die Gruppe schulte auch Personal für den Seenotdienst, der wiederum für die Bergung von U-Boot-Besatzungen in Küstennähe zuständig war.
Quellenangabe - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) Invenio Online-Recherche
BArch RL 10 Verbände der Fliegertruppe. KTB und Einsatzberichte der Ergänzungsgruppen (See).
BArch RL 13 Schulen der Luftwaffe. Dokumentation der Fachlehrgänge in Pütnitz und Parow.
BArch PERS 6 Personalakten. Nachweis der Kommandierung von Seeoffizieren zur fliegerischen Ausbildung.
Literaturverweise
Marine-Dienstvorschrift Nr. 32 Bestimmungen für die personelle Verwaltung der Kriegsmarine.
Gerhard Hümmelchen Die deutschen Küstenfliegergruppen 1935–1945. Bernard & Graefe.
Karl Kössler Die operativen Aufgaben der deutschen Seeflieger 1935–1945. Mittler & Sohn.
Lohmann/Hildebrand Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. Band 2, Abschnitt 170.
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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