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Marineoberkommando Nord: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 4. Februar 2026, 13:00 Uhr

Datenblatt Marineoberkommando Nord
Das Marineoberkommando Nord (MOK Nord) war eine kurzlebige, aber strategisch zentrale Kommandobehörde am Ende des Zweiten Weltkriegs. Für die U-Boot-Waffe war es die letzte administrative Klammer, um die Reste der Flotte und die Ausbildungsorganisation im norddeutschen Raum zu koordinieren.
Historische Entwicklung und Standorte
Aufstellung: Die Dienststelle wurde erst am 01.02.1945 geschaffen. Sie entstand durch die Umbenennung und Erweiterung des Stabes vom Marineoberkommando Ostsee.
Hintergrund: Aufgrund des sowjetischen Vormarsches mussten die Kompetenzen im deutschen Küstenraum neu geordnet werden. Das MOK Nord übernahm die Führung im Bereich der Nordsee und der westlichen Ostsee.
Standort: Das Hauptquartier befand sich zuletzt im Raum Sengwarden (bei Wilhelmshaven) und später im Raum Plön/Eutin, in unmittelbarer Nähe zur letzten Reichsregierung unter Karl Dönitz.
Ende: Mit der Kapitulation im Mai 1945 wurde das MOK Nord zur Abwicklungsbehörde unter britischer Aufsicht.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Sicherung der Ausbildung: Das MOK Nord war verantwortlich für den Schutz der verbliebenen Übungsgebiete in der westlichen Ostsee, in denen Kommandanten wie Wilhelm Bergemann oder Paul Berkemann ihre letzten Tests auf den Elektro-U-Booten absolvierten.
Operation Regenbogen: Das MOK Nord war die übergeordnete Dienststelle, die die widersprüchlichen Befehle zur Selbstversenkung der U-Boote im Mai 1945 technisch und personell abwickeln musste.
Verteidigung der Küste: Es koordinierte den Einsatz von Marine-Schützen-Einheiten, die oft aus überschüssigem Personal der U-Boot-Waffe (z. B. aus aufgelösten Lehrdivisionen) gebildet wurden.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 33 Marineoberkommando Nord) – Dies ist der Kernbestand. Er enthält die Kriegstagebücher (KTB) der letzten Kriegsmonate inklusive der Befehle zur Räumung der Stützpunkte.
BArch RM 7 Seekriegsleitung) – Dokumentiert die Unterstellung des MOK Nord unter die direkte Führung des OKM.
BArch PERS 6 Personalakten) – Werdegänge von Offizieren, die in den letzten Kriegswochen zum Stab des MOK Nord versetzt wurden.
Lexikon der Wehrmacht → Marineoberkommando Nord
Literaturverweise
Marinedienstvorschrift Nr. 32 Bestimmungen für die personelle Verwaltung der Kriegsmarine
Lohmann, Walter / Hildebrand, Hans H. Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. (Band 1, Abschnitt: Die großen Kommandobehörden).
Georg Tessin Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS. (Band 14
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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