Aktionen

Führer der Minensuchboote: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

 
(Eine dazwischenliegende Version desselben Benutzers wird nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
{| style="background-color:#FFFFE0;border-color:black;border-width:3px;border-style:double;width:80%;align:center"
+
{| style="background-color:#FFFFE0;border-color:black;border-width:3px;border-style:double;width:100%;align:center"
 
|-
 
|-
| style="width:2%" |
+
| || colspan="3" |  
 +
 
 +
{| class="wikitable"
 
|-
 
|-
| || colspan="3" | Die Dienststelle '''Führer der Minensuchboote''' (F.d.M.) wurde durch Befehl des Chefs der Marineleitung am 25.09.1933 in Kiel aufgestellt. Die Vergrößerung der für Sicherungsaufgaben (Minensuch-, Räum-, Vorposten- und Geleitaufgaben) einzusetzenden Fahrzeuge machte die Aufstellung dieses Stabes notwendig. Der Stab war dem Befehlshaber der Aufklärungsstreitkräfte unterstellt. Seine Aufgaben umfassten:
+
| style="width:25%" |
 +
| style="width:75%" |
 
|-
 
|-
| || colspan="3" | Leitung und Überwachung des Dienstbetriebes der unterstellten Flottillen.
+
! Datenblatt
 +
! '''Führer der Minensuchboote'''
 
|-
 
|-
| || colspan="3" | Entscheidung über Übungen des Minen- und Minensuchdienstes und des U-Boot-Abwehrdienstes.
+
| ||
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| colspan="3" | Der Führer der Minensuchboote (F.d.M.) war eine zentrale operative Dienststelle der Kriegsmarine, die für die Planung und Durchführung aller Minenräum- und Sicherungsaufgaben in einem bestimmten Seegebiet verantwortlich war.
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
! colspan="3" | Historischer Werdegang und Struktur
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| colspan="3" | Aufstellung: Die Dienststelle wurde am 25.09.1933 in Kiel durch Befehl des Chefs der Marineleitung (Reichsmarine) aufgestellt.
 +
|-
 +
| colspan="3" | Hintergrund: Die zunehmende Anzahl an Fahrzeugen für Sicherungsaufgaben (Minensuch-, Räum-, Vorposten- und Geleitaufgaben) erforderte eine zentrale Führungsebene für diese heterogenen Verbände.
 +
|-
 +
| colspan="3" | Unterstellung: Der Stab war anfangs dem Befehlshaber der Aufklärungsstreitkräfte . B.d.A. unterstellt.
 +
|-
 +
| colspan="3" | Entwicklung: Mit der Expansion ab 1939/40 wurde die Dienststelle aufgrund der räumlichen Ausdehnung der Kriegsgebiete in die Bereiche F.d.M. West (Cuxhaven/Frankreich), F.d.M. Ost und später F.d.M. Nord (Norwegen) aufgeteilt.
 
|-
 
|-
| || colspan="3" | Durchführung taktischer Übungen nach Anweisungen des B.d.A., Weiterentwicklung der Taktik.
+
| colspan="3" | Das Ende: Das Ende der Dienststellen der Führer der Minensuchboote (F.d.M.) im Jahr 1945 war geprägt von massiven Evakuierungseinsätzen in der Ostsee und der anschließenden Überführung in den [[Deutscher Minenräumdienst|Deutschen Minenräumdienst]].
 
|-
 
|-
| || colspan="3" | Personalangelegenheiten, insbesondere Fachschulunterricht, Sport, Fürsorge, Traditionspflege, Lehrgangsbeschickung; "Durchgangsstellen" für Angelegenheiten der Offiziere und Beamten, Ausrüstungsfragen, Angelegenheiten des Kranken- und Gesundheitsdienstes, Jahresartillerie-, Sperr-, Gasschutzberichte, artillerie-, torpedo- und sperrtechnische sowie schiff- und maschinenbauliche Abänderungsanträge.
+
| ||
 
|-
 
|-
| || colspan="3" | Am 01.04.1938 verlegte der Stab nach Cuxhaven. Bei Ausbruch des Zweiten Weltkrieges am 01.09.1939 wurden für die Nord- und Ostsee jeweils ein Führer der Minensuchboote kommandiert, die den Befehlshabern der Sicherung der Ostsee bzw. der Nordsee unterstellt wurden. Da der Schwerpunkt der Kriegsführung während des Polenfeldzuges in der Ostsee im Vordergrund lag, wurde der Führer der Minensuchboote zum Führer der Minensuchboot Ost.
+
! colspan="3" | Aufgaben und Relevanz für die U-Boot-Waffe
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 +
|-
 +
| colspan="3" | Sicherung der „Zwangswege“: Die wichtigste Aufgabe des F.d.M. war das Freihalten der Fahrrinnen von feindlichen Minen. Für die U-Boot-Waffe war dies lebensnotwendig, um sicher aus den Stützpunkten (z. B. Lorient oder Brest) in den Atlantik zu gelangen.
 +
|-
 +
| colspan="3" | Geleitschutz: Koordination der Vorposten- und Räumboote, die U-Boote in der gefährlichen Küstenphase vor feindlichen U-Boots-Angriffen und Fliegern schützten.
 +
|-
 +
| colspan="3" | Kaderschmiede: Da die Einheiten des F.d.M. (insbes. im Westraum) ständig in Gefechtsberührung mit britischen Schnellbooten und Flugzeugen standen, diente der Dienst hier vielen späteren U-Boot-Kommandanten als erste harte Bewährungsprobe.
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/ | Invenio Online-Recherche]
 
|-
 
|-
 
| ||  
 
| ||  
 +
|-
 +
| BArch RM 55 || colspan="3" | Führer der Minensuchboote. Enthält die Stabsakten und die operativen Planungen ab der Gründungsphase 1933.
 +
|-
 +
| BArch RM 1 || colspan="3" | Marineleitung. Dokumentiert den Aufstellungsbefehl und die frühen Personalentscheidungen der Reichsmarine.
 +
|-
 +
| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten. Nachweis für Stabsoffiziere, die den Aufbau der Dienststelle ab 1933 gestalteten.
 +
|-
 +
| Lexikon der Wehrmacht || colspan="3" | → [https://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/Sicherung/FdM.htm| Führer der Minensuchboote]
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
! colspan="3" | Literaturverweise
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| Lohmann, Walter / Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | Die deutsche Kriegsmarine 1939-1945. Band 2, Abschnitt 160.
 +
|-
 +
| Ruge, Friedrich || colspan="3" | Im Küstenvorfeld. (Erinnerungen an die Zeit als F.d.M. West).
 +
|-
 +
| Tessin, Georg || colspan="3" | Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS. Band 14.
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
! colspan="3" |
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| colspan="3" | >>>>U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki<<<<
 +
|-
 +
| || colspan="3" | '''<small>ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132</small>'''
 
|-
 
|-
 
|}
 
|}

Aktuelle Version vom 6. Februar 2026, 09:12 Uhr

Datenblatt Führer der Minensuchboote
Der Führer der Minensuchboote (F.d.M.) war eine zentrale operative Dienststelle der Kriegsmarine, die für die Planung und Durchführung aller Minenräum- und Sicherungsaufgaben in einem bestimmten Seegebiet verantwortlich war.
Historischer Werdegang und Struktur
Aufstellung: Die Dienststelle wurde am 25.09.1933 in Kiel durch Befehl des Chefs der Marineleitung (Reichsmarine) aufgestellt.
Hintergrund: Die zunehmende Anzahl an Fahrzeugen für Sicherungsaufgaben (Minensuch-, Räum-, Vorposten- und Geleitaufgaben) erforderte eine zentrale Führungsebene für diese heterogenen Verbände.
Unterstellung: Der Stab war anfangs dem Befehlshaber der Aufklärungsstreitkräfte . B.d.A. unterstellt.
Entwicklung: Mit der Expansion ab 1939/40 wurde die Dienststelle aufgrund der räumlichen Ausdehnung der Kriegsgebiete in die Bereiche F.d.M. West (Cuxhaven/Frankreich), F.d.M. Ost und später F.d.M. Nord (Norwegen) aufgeteilt.
Das Ende: Das Ende der Dienststellen der Führer der Minensuchboote (F.d.M.) im Jahr 1945 war geprägt von massiven Evakuierungseinsätzen in der Ostsee und der anschließenden Überführung in den Deutschen Minenräumdienst.
Aufgaben und Relevanz für die U-Boot-Waffe
Sicherung der „Zwangswege“: Die wichtigste Aufgabe des F.d.M. war das Freihalten der Fahrrinnen von feindlichen Minen. Für die U-Boot-Waffe war dies lebensnotwendig, um sicher aus den Stützpunkten (z. B. Lorient oder Brest) in den Atlantik zu gelangen.
Geleitschutz: Koordination der Vorposten- und Räumboote, die U-Boote in der gefährlichen Küstenphase vor feindlichen U-Boots-Angriffen und Fliegern schützten.
Kaderschmiede: Da die Einheiten des F.d.M. (insbes. im Westraum) ständig in Gefechtsberührung mit britischen Schnellbooten und Flugzeugen standen, diente der Dienst hier vielen späteren U-Boot-Kommandanten als erste harte Bewährungsprobe.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 55 Führer der Minensuchboote. Enthält die Stabsakten und die operativen Planungen ab der Gründungsphase 1933.
BArch RM 1 Marineleitung. Dokumentiert den Aufstellungsbefehl und die frühen Personalentscheidungen der Reichsmarine.
BArch PERS 6 Personalakten. Nachweis für Stabsoffiziere, die den Aufbau der Dienststelle ab 1933 gestalteten.
Lexikon der Wehrmacht Führer der Minensuchboote
Literaturverweise
Lohmann, Walter / Hildebrand, Hans H. Die deutsche Kriegsmarine 1939-1945. Band 2, Abschnitt 160.
Ruge, Friedrich Im Küstenvorfeld. (Erinnerungen an die Zeit als F.d.M. West).
Tessin, Georg Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS. Band 14.
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
>>>>U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki<<<<
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132