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Kampfgeschwader 28: Unterschied zwischen den Versionen

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Die Geschichte des Kampfgeschwaders 28 begann am 1. Mai 1939 mit der Umbenennung der II. Gruppe des Kampfgeschwaders 254 in II. / Kampfgeschwader 28. Die Gruppe wurde unter dem Stab des Kampfgeschwaders 54 im Polenfeldzug eingesetzt und im Dezember 1939 in II. / Kampfgeschwader 54 umbenannt.
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Das eigentliche Kampfgeschwader 28 wurde im September 1939 in Jesau mit einem Geschwaderstab und einer I. Gruppe aufgestellt. Nach erfolgter Aufstellung verlegte der Stab im November 1939 nach Kassel-Rothwesten, die I. Gruppe nach Schwerin. Am 15. Dezember 1939 wurde in Jesau aus Teilen des Kampfgeschwaders 27 eine neue II. Gruppe aufgestellt.  
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Zu Beginn des Jahres 1940 lag das Kampfgeschwader 28 mit Stab in Kassel-Rothwesten, I. Gruppe in Schwerin und II. Gruppe in Jesau. Am 1. Februar 1940 wurde in Jesau die III. Gruppe des Geschwaders aufgestellt. Hierzu wirde die 2. / Kampfgeschwader 53 herangezogen. Ebenfalls im Februar 1940 schied die I. Gruppe des Geschwaders aus dem Geschwaderverband aus und wurde zur II. / Kampfgeschwader 26. Zu Beginn des Westfeldzuges unterstand das Geschwader mit Stab, Stabsstaffel, II. und III. Gruppe dem I. Fliegerkorps bei der Luftflotte 3. Das Geschwader nahm am Westfeldzug teil und wurde nach dessen Beendigung im Juli 1940 aufgelöst. Der Geschwaderstab wurde am 9. Juli 1940 zum Stab des Stuka-Geschwaders 3. Die II. Gruppe wurde aufgelöst, die III. Gruppe wurde zur II. / Kampfgeschwader 76.
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! Datenblatt
Am 22. Dezember 1940 wurde das Kampfgeschwader 28 neu aufgestellt. Der Geschwaderstab entstand aus dem Stab des Kampfgeschwaders 40, die I. Gruppe aus der Kampfgruppe 126 und die Ergänzungsstaffel in Lüneburg aus der Ausbildungsstaffel des Kampfgeschwaders 40.
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! '''Kampfgeschwader 28'''
 
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(Aus Lexikon der Wehrmacht)
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| colspan="3" | Das Kampfgeschwader 28 (KG 28) war ein kurzlebiger Verband der Luftwaffe, der eng mit den operativen Zielen der Seekriegsleitung im Atlantik verknüpft war. Für die U-Boot-Waffe ist es als direkte Nachfolgeeinheit der [[Kampfgruppe 126]] und als Partner des KG 40 (Focke-Wulf Condor) von Bedeutung.
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! colspan="3" | Historischer Kontext: Die zwei Aufstellungsphasen
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| colspan="3" | Erste Aufstellung (September 1939 – Juli 1940):
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| colspan="3" | September 1939: Aufstellung in Jesau (Stab und I. Gruppe).
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| colspan="3" | Dezember 1939: Bildung der II. Gruppe aus Teilen des KG 27.
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| colspan="3" | Februar 1940: Bildung der III. Gruppe aus der 2./KG 53; zeitgleich Abgabe der I. Gruppe an das KG 26 (wird dort II./KG 26).
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| colspan="3" | Westfeldzug: Einsatz unter dem I. Fliegerkorps (Luftflotte 3).
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| colspan="3" | Juli 1940: Auflösung des ersten KG 28. Stab wird Stab/StG 3, III. Gruppe wird II./KG 76
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| colspan="3" | Zweite Aufstellung (Dezember 1940 – Dezember 1941):
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| colspan="3" | 22.12.1940: Neuaufstellung aus hochspezialisierten Marine-Luftwaffen-Einheiten.
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| colspan="3" | Komponenten: Der Stab entstand aus dem Stab/KG 40, die I. Gruppe aus der Kampfgruppe 126 und die Ergänzungsstaffel aus der Ausbildungsstaffel des KG 40.
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| colspan="3" | Einsatz: Operationen als spezialisierter See-Kampfverband von Nantes (Frankreich) aus.
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| colspan="3" | Führungselite: Durch die Übernahme des Stabes vom KG 40 (dem „Focke-Wulf Condor“-Geschwader) war das KG 28 personell und taktisch engstens mit der U-Boot-Führung am Atlantik verzahnt.
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| colspan="3" | Geleitzugbekämpfung: Als Nachfolgeeinheit der Kampfgruppe 126 setzte das KG 28 die Tradition der kombinierten Angriffe (Torpedo/Minen) fort, die für die Entlastung der U-Boote bei Geleitzugschlachten entscheidend waren.
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| colspan="3" | Ausbildung: Die Ergänzungsstaffel in Lüneburg schulte Personal gezielt für den schwierigen Einsatz über See, was oft die letzte Station für Marineoffiziere vor dem Fronteinsatz im Westen war.
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! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/ | Invenio Online-Recherche]
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| BArch RL 10 / 530 || colspan="3" | Kriegstagebuch (KTB) der I./KG 28. Belegt die Kontinuität zur Kampfgruppe 126.
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| BArch RL 10 / 529 || colspan="3" | Akten des Geschwaderstabes KG 28 (1940–1941) zur Zusammenarbeit mit dem KG 40.
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| BArch RM 7 / 2336 || colspan="3" | Operationsakten der Seekriegsleitung zur Zuweisung von Luftwaffenverbänden für den Atlantikkrieg.
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| Lexikon der Wehrmacht || colspan="3" | [https://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/Kampfgeschwader/KG28-R.htm| → Kampfgeschwader 28]
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| Dierich, Wolfgang || colspan="3" | Die Verbände der Luftwaffe 1935–1945. (Detailliert die komplexe Umgliederungsgeschichte beider Aufstellungen).
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| Balke, Ulf || colspan="3" | Der Luftkrieg in Europa: Die Einsätze des Kampfgeschwaders 26. (Belegt die Abgabe der I. Gruppe an das KG 26 im Februar 1940).
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| Lohmann, W. / Hildebrand, H. H. || colspan="3" | Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. (Band II, zur operativen Unterstellung unter das IX. Fliegerkorps und KG 40).
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Aktuelle Version vom 7. Februar 2026, 10:16 Uhr

Datenblatt Kampfgeschwader 28
Das Kampfgeschwader 28 (KG 28) war ein kurzlebiger Verband der Luftwaffe, der eng mit den operativen Zielen der Seekriegsleitung im Atlantik verknüpft war. Für die U-Boot-Waffe ist es als direkte Nachfolgeeinheit der Kampfgruppe 126 und als Partner des KG 40 (Focke-Wulf Condor) von Bedeutung.
Historischer Kontext: Die zwei Aufstellungsphasen
Erste Aufstellung (September 1939 – Juli 1940):
September 1939: Aufstellung in Jesau (Stab und I. Gruppe).
Dezember 1939: Bildung der II. Gruppe aus Teilen des KG 27.
Februar 1940: Bildung der III. Gruppe aus der 2./KG 53; zeitgleich Abgabe der I. Gruppe an das KG 26 (wird dort II./KG 26).
Westfeldzug: Einsatz unter dem I. Fliegerkorps (Luftflotte 3).
Juli 1940: Auflösung des ersten KG 28. Stab wird Stab/StG 3, III. Gruppe wird II./KG 76
Zweite Aufstellung (Dezember 1940 – Dezember 1941):
22.12.1940: Neuaufstellung aus hochspezialisierten Marine-Luftwaffen-Einheiten.
Komponenten: Der Stab entstand aus dem Stab/KG 40, die I. Gruppe aus der Kampfgruppe 126 und die Ergänzungsstaffel aus der Ausbildungsstaffel des KG 40.
Einsatz: Operationen als spezialisierter See-Kampfverband von Nantes (Frankreich) aus.
Relevanz für die U-Boot-Waffe (Zweite Aufstellung)
Führungselite: Durch die Übernahme des Stabes vom KG 40 (dem „Focke-Wulf Condor“-Geschwader) war das KG 28 personell und taktisch engstens mit der U-Boot-Führung am Atlantik verzahnt.
Geleitzugbekämpfung: Als Nachfolgeeinheit der Kampfgruppe 126 setzte das KG 28 die Tradition der kombinierten Angriffe (Torpedo/Minen) fort, die für die Entlastung der U-Boote bei Geleitzugschlachten entscheidend waren.
Ausbildung: Die Ergänzungsstaffel in Lüneburg schulte Personal gezielt für den schwierigen Einsatz über See, was oft die letzte Station für Marineoffiziere vor dem Fronteinsatz im Westen war.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RL 10 / 530 Kriegstagebuch (KTB) der I./KG 28. Belegt die Kontinuität zur Kampfgruppe 126.
BArch RL 10 / 529 Akten des Geschwaderstabes KG 28 (1940–1941) zur Zusammenarbeit mit dem KG 40.
BArch RM 7 / 2336 Operationsakten der Seekriegsleitung zur Zuweisung von Luftwaffenverbänden für den Atlantikkrieg.
Lexikon der Wehrmacht → Kampfgeschwader 28
Literaturverweise
Dierich, Wolfgang Die Verbände der Luftwaffe 1935–1945. (Detailliert die komplexe Umgliederungsgeschichte beider Aufstellungen).
Balke, Ulf Der Luftkrieg in Europa: Die Einsätze des Kampfgeschwaders 26. (Belegt die Abgabe der I. Gruppe an das KG 26 im Februar 1940).
Lohmann, W. / Hildebrand, H. H. Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. (Band II, zur operativen Unterstellung unter das IX. Fliegerkorps und KG 40).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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