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Lehrkommando 400: Unterschied zwischen den Versionen

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| colspan="3" | Das Lehrkommando 400 wurden im Juli 1944 aufgestellt. Sie waren in Surendorf am Südufer der Eckernförder Bucht im Lager „Dorfkoppel“ stationiert und fungierten als Lehrkommando für Einmann-U-Boote des Typs [[Molch]]. Zum Lager „Dorfkoppel“ zählten Baracken, Gebäude und die Brücke des Torpedoschießstandes der Torpedoversuchsanstalt Eckernförde Ost. Durch das Lehrkommando 400 die K-Flottillen 411 bis 417 aufgestellt. Einmann-Torpedos des Typs [[Neger]] gehörten zu den ersten überhaupt eingesetzten Kleinkampfmitteln.
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| colspan="3" | Das Lehrkommando 400 bildete das personelle und infrastrukturelle Zentrum für die Ausbildung an Einmann-U-Booten des Typs „Molch“ und fungierte als Aufstellungsstab für die operativen Einsatzflottillen der Kleinkampfverbände.
 
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| colspan="3" |Die Einsätze der "Molch-Flottillen" endeten von Anfang an im Fiasko. Die K-Flottille 411 kam im September 1944 gegen die alliierten Landungskräfte in Südfrankreich zum Einsatz. Schon der erste Angriffsversuch endete mit dem Verlust von zehn der zwölf ausgelaufenen Molche. Weitere Einsätze unterblieben auf diesem Kriegsschauplatz. Die K-Flottille 412 führte ab Januar 1945 einen aussichtslosen Kampf gegen den alliierten Nachschubverkehr im Schelderaum, der in der Regel zum Verlust der eingesetzten Fahrzeuge ohne jeden Erfolg mit sich brachte.
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| colspan="3" | Standort: Surendorf (Südufer der Eckernförder Bucht). Die Einheit war im Lager „Dorfkoppel“ stationiert, das neben Baracken und Funktionsgebäuden auch die Brücke des Torpedoschießstandes der Torpedoversuchsanstalt (TVA) Eckernförde-Ost nutzte.
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| colspan="3" | Auftrag: Ausbildung der Einmann-Besatzungen für den Typ [[Molch]]. Das Lehrkommando 400 war verantwortlich für die Aufstellung der K-Flottillen 411 bis 417. In der Frühphase der Kleinkampfmittel war der Standort zudem eng mit dem Einsatz von Einmann-Torpedos des Typs [[Neger]] verknüpft.
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| Lohmann, W. / Hildebrand, H. H. || colspan="3" | Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. Gliederung, Einsatz, Personal. (Band II, Kapitel Kleinkampfverbände; dokumentiert die personellen und materiellen Verluste).
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| Kemp, Paul || colspan="3" | Die deutschen Kleinkampfmittel 1940–1945. (Analysiert das taktische Scheitern der im Lehrkommando 400 geschulten Molch-Einheiten).
 
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Aktuelle Version vom 7. Februar 2026, 11:30 Uhr

Datenblatt Lehrkommando 400
Das Lehrkommando 400 bildete das personelle und infrastrukturelle Zentrum für die Ausbildung an Einmann-U-Booten des Typs „Molch“ und fungierte als Aufstellungsstab für die operativen Einsatzflottillen der Kleinkampfverbände.
Historischer Kontext & Ausbildung
Aufstellung: Juli 1944.
Standort: Surendorf (Südufer der Eckernförder Bucht). Die Einheit war im Lager „Dorfkoppel“ stationiert, das neben Baracken und Funktionsgebäuden auch die Brücke des Torpedoschießstandes der Torpedoversuchsanstalt (TVA) Eckernförde-Ost nutzte.
Auftrag: Ausbildung der Einmann-Besatzungen für den Typ Molch. Das Lehrkommando 400 war verantwortlich für die Aufstellung der K-Flottillen 411 bis 417. In der Frühphase der Kleinkampfmittel war der Standort zudem eng mit dem Einsatz von Einmann-Torpedos des Typs Neger verknüpft.
Relevanz für die U-Boot-Waffe & Operative Bilanz
Personaltransfer: Das Kommando rekrutierte Ausbilder aus der erfahrenen U-Boot-Waffe, um die taktischen Grundlagen des Unterwasserkampfes auf die Kleinst-Einheiten zu übertragen.
Operatives Fiasko: Die Einsätze der im Lehrkommando 400 formierten Flottillen verliefen nahezu ausnahmslos verlustreich und ohne nennenswerte militärische Erfolge:
K-Flottille 411: Einsatz im September 1944 gegen die alliierte Invasion in Südfrankreich. Bereits der erste Angriffsversuch führte zum Verlust von zehn der zwölf eingesetzten Einheiten, woraufhin die Operationen in diesem Raum eingestellt wurden.
K-Flottille 412: Ab Januar 1945 im Schelderaum gegen den alliierten Nachschubverkehr eingesetzt. Die Einsätze blieben aussichtslos und resultierten meist im Totalverlust der Fahrzeuge ohne nennenswerten Erfolg.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 121 / 1022 Unterlagen zur Organisation des Lagers „Dorfkoppel“ in Surendorf und den Aufstellungsbefehlen für die Flottillen 411–417.
BArch RM 7 / 2341 Akten der Seekriegsleitung (Skl) mit den Verlustmeldungen und Einsatzberichten der Molch-Flottillen aus dem Mittelmeer und der Nordsee.
BArch RM 121 / 1054 Ausbildungsrichtlinien und technische Erprobungsberichte der Lehrkommandos für Einmann-U-Boote (Typ Molch und Seehund).
Lexikon der Wehrmacht → Lehrkommando 400
Literaturverweise
Blocksdorf, Helmut Das Kommando der Kleinkampfverbände der Kriegsmarine. (Beschreibt detailliert die Infrastruktur in Surendorf und die operative Geschichte der 400er-Verbände).
Lohmann, W. / Hildebrand, H. H. Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. Gliederung, Einsatz, Personal. (Band II, Kapitel Kleinkampfverbände; dokumentiert die personellen und materiellen Verluste).
Kemp, Paul Die deutschen Kleinkampfmittel 1940–1945. (Analysiert das taktische Scheitern der im Lehrkommando 400 geschulten Molch-Einheiten).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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