Aktionen

Befehlshaber der U-Boote Op.: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

 
(Eine dazwischenliegende Version desselben Benutzers wird nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
 +
{| style="background-color:#FFFFE0;border-color:black;border-width:3px;border-style:double;width:100%;align:center"
 +
|-
 +
| || colspan="3" |
  
{| style="background-color:#FFFFE0;border-color:black;border-width:3px;border-style:double;width:80%;align:center"
+
{| class="wikitable"
 +
|-
 +
| style="width:25%" |
 +
| style="width:75%" |
 +
|-
 +
! Datenblatt
 +
! '''Befehlshaber der U-Boote Operationsabteilung''' (B.d.U.Op.)
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| colspan="3" | Die Dienststelle des Befehlshaber der U-Boote op. (B.d.U. op.) bildete das operative Nervenzentrum der U-Boot-Waffe und war für die direkte taktische Führung der Frontboote im Atlantik, der Nordsee und im Indischen Ozean verantwortlich.
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
! colspan="3" | Historischer Kontext & Organisation
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| colspan="3" | Struktur: Am 17.10.1939 erfolgte die Trennung der Führung des B.d.U. in eine Operationsabteilung (operative Leitung) und eine Organisationsabteilung (truppendienstliche Führung). Im August 1941 wurde dieser Stab durch die Zentralabteilung ergänzt.
 +
|-
 +
| colspan="3" | Neuordnung 1943: Im März 1943 wurde die bisherige Operationsabteilung aufgelöst und als Unterseebootsführungsabteilung (2/Skl B.d.U. op) in den Marinenachrichtendienst eingegliedert, um die operativen Aufgaben zentralisiert fortzuführen.
 +
|-
 +
| colspan="3" | Leitung: Die Leitung der Operationsabteilung lag über den gesamten Zeitraum von Oktober 1939 bis Mai 1945 in den Händen von Eberhard Godt.
 +
|-
 +
| colspan="3" | Ende: Mit der Gesamtkapitulation der Wehrmacht im Mai 1945 stellte die Dienststelle ihre Tätigkeit ein. Teile des Stabes befanden sich zuletzt im Raum Plön/Flensburg und wurden dort von britischen Einheiten gefangen genommen.
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
! colspan="3" | Operative Zuständigkeiten nach Kriegsschauplätzen
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| colspan="3" | Während der B.d.U. op. die Boote im Atlantik, der Nordsee und dem Indischen Ozean (ab 1943) ohne Zwischenschaltung der Flottillen führte, galten regional abweichende Unterstellungen:
 +
|-
 +
| colspan="3" | Mittelmeer: Bis Nov. 1941 geteilte Führung (Westen: B.d.U. op. / Osten: 23. U-Flottille); danach beim F.d.U. Italien bzw. Mittelmeer.
 
|-
 
|-
| style="width:2%" |
+
| colspan="3" | Nordmeer: Führung durch den Admiral Nordmeer (via Marinegruppenkommando Nord), ab Jan. 1943 durch den F.d.U. Norwegen bzw. Nordmeer.
 
|-
 
|-
| || colspan="3" | '''Befehlshaber der U-Boote Operationsabteilung'''. Am 17.10.1939 wurde die operative und truppendienstliche Führung der Unterseeboote getrennt. Die operative Führung lag bei der Operationsabteilung, die truppendienstliche Führung bei der Organisationsabteilung. Im August 1941 kam die Zentralabteilung als truppendienstliche Dienststelle hinzu.  
+
| colspan="3" | Schwarzes Meer: Operative Leitung durch den Chef der 30. U-Flottille (nach Weisung Admiral Schwarzes Meer).
 
|-
 
|-
| || colspan="3" | Im März 1943 erfolgte aus der aufgelösten Operationsabteilung des B.d.U. die Schaffung einer neuen Unterseebootsführungsabteilung (als 2/Skl B.d.U. op) beim Marinenachrichtendienst, welche zukünftig die operativer Aufgaben übernehmen sollte.
+
| colspan="3" | Ostsee: Wechselnde Zuständigkeiten vom F.d.U. Skl (1939) über den Befehlshaber der Kreuzer (1941) bis zum Admiral östliche Ostsee (1944/45).
 
|-
 
|-
| || colspan="3" | Der B.d.U. hatte durch die Operationsabteilung ohne Zwischenschaltung der Flottillen die operative Führung der Frontboote in der Nordsee und im Atlantik sowie ab 1943 im Indischen Ozean. Für die anderen Kriegsschauplätze galten folgende operativen Unterstellungen:
+
| ||
 
|-
 
|-
| || colspan="3" | Mittelmeer: Von September 1941 bis November 1941 lag die operative Führung im Westmittelmeer bis zur Straße von Messina beim B.d.U. op, ostwärts der Straße von Messina beim Chef der 23. Unterseebootsflottille nach Weisung des Admirals Ägäis. Ab November 1941 lag die operative Führung im Mittelmeer beim F.d.U. Italien bzw. beim F.d.U. Mittelmeer nach Weisung des Befehlshabers des Deutschen Marinekommandos Italien.
+
! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
 
|-
 
|-
| || colspan="3" | Nordmeer: Die operative Führung der Unterseeboote im Nordmeer erfolgte durch den Admiral Nordmeer nach Weisung des Marinegruppenkommandos Nord und ab Januar 1943 durch den F.d.U. Norwegen bzw. den F.d.U. Nordmeer.
+
| ||
 
|-
 
|-
| || colspan="3" | Schwarzes Meer: Die operative Führung der Unterseeboote im Schwarzen Meer erfolgte durch den Chef der [[30. U-Flottille]] nach Weisung des Kommandierenden Admirals Schwarzes Meer.
+
| colspan="3" | Zentrale Führung: Der B.d.U. op. war die einzige Instanz, die über den Funkweg direkten Zugriff auf alle Boote im Hauptkriegsschauplatz (Atlantik) hatte und die „Rudeltaktik“ (Geleitzugschlachten) in Echtzeit steuerte.
 
|-
 
|-
| || colspan="3" | Ostsee: Während des Polenfeldzuges erfolgte die operative Führung durch den F.d.U. Skl. Nach dem Beginn des Rußlandfeldzuges im Juni 1941 erfolgte die operative Führung der Unterseeboote in der Ostsee durch den Befehlshaber der Kreuzer. Während des Einsatzes von Unterseebooten in der östlichen Ostsee zwischen Juli 1944 bis Februar 1945 lag die operative Führung beim Admiral östliche Ostsee.
+
| colspan="3" | Strategische Koordination: Er war verantwortlich für die Zuweisung von Versorgungs-U-Booten („Milchkühe“) und die operative Auswertung der B-Dienst-Ergebnisse (Funkaufklärung).
 
|-
 
|-
| || colspan="3" | Die Leitung der Operationsabteilung hatte von 00.10.1939 - 00.05.1945 - [[Eberhard Godt]].
+
| colspan="3" | Biografische Instanz: Für die Offiziere im U-Boot-Archiv Wiki ist der B.d.U. op. die entscheidende Beurteilungsstelle; fast jede Ordensempfehlung (z.B. Ritterkreuz) und jede Kommandantenbeurteilung durchlief den Schreibtisch von Eberhard Godt.
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 +
|-
 +
! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/ | Invenio Online-Recherche]
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| BArch RM 8 / 44 || colspan="3" | Kriegstagebuch (KTB) der Operationsabteilung des B.d.U. op.
 +
|-
 +
| BArch RM 7 / 2336 || colspan="3" | Akten der Seekriegsleitung zur personellen und organisatorischen Umstrukturierung der Abteilung 2/Skl B.d.U. op.
 +
|-
 +
| BArch PERS 6 / 1341 || colspan="3" | Offizierspersonalakte Eberhard Godt (Leitung 1939–1945).
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
! colspan="3" | Literaturverweise
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| Lohmann, W. / Hildebrand, H. H. || colspan="3" | Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. Gliederung, Einsatz, Personal. (Band II, Kapitel zum Stab des B.d.U.).
 +
|-
 +
| Hessler, Günter || colspan="3" | The U-Boat War in the Atlantic 1939–1945. (Detaillierte Analyse der Befehlswege).
 +
|-
 +
| Blair, Clay || colspan="3" | Der U-Boot-Krieg. Die Gejagten 1942–1945. (Hintergründe zur taktischen Führung unter Admiral Godt).
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
! colspan="3" |
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| colspan="3" | >>>>U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki<<<<
 +
|-
 +
| || colspan="3" | '''<small>ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132</small>'''
 
|-
 
|-
 
|}
 
|}

Aktuelle Version vom 7. Februar 2026, 12:17 Uhr

Datenblatt Befehlshaber der U-Boote Operationsabteilung (B.d.U.Op.)
Die Dienststelle des Befehlshaber der U-Boote op. (B.d.U. op.) bildete das operative Nervenzentrum der U-Boot-Waffe und war für die direkte taktische Führung der Frontboote im Atlantik, der Nordsee und im Indischen Ozean verantwortlich.
Historischer Kontext & Organisation
Struktur: Am 17.10.1939 erfolgte die Trennung der Führung des B.d.U. in eine Operationsabteilung (operative Leitung) und eine Organisationsabteilung (truppendienstliche Führung). Im August 1941 wurde dieser Stab durch die Zentralabteilung ergänzt.
Neuordnung 1943: Im März 1943 wurde die bisherige Operationsabteilung aufgelöst und als Unterseebootsführungsabteilung (2/Skl B.d.U. op) in den Marinenachrichtendienst eingegliedert, um die operativen Aufgaben zentralisiert fortzuführen.
Leitung: Die Leitung der Operationsabteilung lag über den gesamten Zeitraum von Oktober 1939 bis Mai 1945 in den Händen von Eberhard Godt.
Ende: Mit der Gesamtkapitulation der Wehrmacht im Mai 1945 stellte die Dienststelle ihre Tätigkeit ein. Teile des Stabes befanden sich zuletzt im Raum Plön/Flensburg und wurden dort von britischen Einheiten gefangen genommen.
Operative Zuständigkeiten nach Kriegsschauplätzen
Während der B.d.U. op. die Boote im Atlantik, der Nordsee und dem Indischen Ozean (ab 1943) ohne Zwischenschaltung der Flottillen führte, galten regional abweichende Unterstellungen:
Mittelmeer: Bis Nov. 1941 geteilte Führung (Westen: B.d.U. op. / Osten: 23. U-Flottille); danach beim F.d.U. Italien bzw. Mittelmeer.
Nordmeer: Führung durch den Admiral Nordmeer (via Marinegruppenkommando Nord), ab Jan. 1943 durch den F.d.U. Norwegen bzw. Nordmeer.
Schwarzes Meer: Operative Leitung durch den Chef der 30. U-Flottille (nach Weisung Admiral Schwarzes Meer).
Ostsee: Wechselnde Zuständigkeiten vom F.d.U. Skl (1939) über den Befehlshaber der Kreuzer (1941) bis zum Admiral östliche Ostsee (1944/45).
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Zentrale Führung: Der B.d.U. op. war die einzige Instanz, die über den Funkweg direkten Zugriff auf alle Boote im Hauptkriegsschauplatz (Atlantik) hatte und die „Rudeltaktik“ (Geleitzugschlachten) in Echtzeit steuerte.
Strategische Koordination: Er war verantwortlich für die Zuweisung von Versorgungs-U-Booten („Milchkühe“) und die operative Auswertung der B-Dienst-Ergebnisse (Funkaufklärung).
Biografische Instanz: Für die Offiziere im U-Boot-Archiv Wiki ist der B.d.U. op. die entscheidende Beurteilungsstelle; fast jede Ordensempfehlung (z.B. Ritterkreuz) und jede Kommandantenbeurteilung durchlief den Schreibtisch von Eberhard Godt.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 8 / 44 Kriegstagebuch (KTB) der Operationsabteilung des B.d.U. op.
BArch RM 7 / 2336 Akten der Seekriegsleitung zur personellen und organisatorischen Umstrukturierung der Abteilung 2/Skl B.d.U. op.
BArch PERS 6 / 1341 Offizierspersonalakte Eberhard Godt (Leitung 1939–1945).
Literaturverweise
Lohmann, W. / Hildebrand, H. H. Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. Gliederung, Einsatz, Personal. (Band II, Kapitel zum Stab des B.d.U.).
Hessler, Günter The U-Boat War in the Atlantic 1939–1945. (Detaillierte Analyse der Befehlswege).
Blair, Clay Der U-Boot-Krieg. Die Gejagten 1942–1945. (Hintergründe zur taktischen Führung unter Admiral Godt).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
>>>>U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki<<<<
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132