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Personaloffizier: Unterschied zwischen den Versionen

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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel zur administrativen Struktur der Stäbe).
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Aktuelle Version vom 17. Februar 2026, 15:42 Uhr

Dienststellung Personaloffizier (P.O.)
Ein Personaloffizier war ein spezialisierter Offizier in Stäben oder bei Dienststellen, der für die gesamte personelle Verwaltung, Stellenbesetzung und Laufbahnplanung verantwortlich war. Er fungierte als zentrale Schnittstelle zwischen der Truppe und dem Marinepersonalamt und war maßgeblich für die Aufrechterhaltung der personellen Einsatzbereitschaft verantwortlich.
Historischer Kontext & Organisation
Verwaltung: Führung der Stammrollen und Personalakten, Abwicklung von Versetzungen, Beförderungen und Beurteilungen. Überwachung der Urlaubsplanung und Bearbeitung von Disziplinarangelegenheiten.
Personalsteuerung: Steuerung der Zuweisung von Ersatzmannschaften und Spezialisten in Sicherungsdivisionen und Flottillen. Erfassung von Verlustmeldungen und Benachrichtigung der Angehörigen.
Schicksal 1945: Sicherung oder Vernichtung von Personalunterlagen vor Kriegsende. Nach der Kapitulation Schlüsselrolle bei der Ausstellung von Entlassungspapieren für die Rückkehr ins Zivilleben.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Fachzuweisung: Präzise Verteilung von Spezialisten (z. B. Funkmeister, Zentralemaaten) auf die Boote. Koordination der Baubelehrungen auf den Werften aus personeller Sicht.
Nachwuchssicherung: Auswertung der Kommandanten-Beurteilungen zur Auswahl von Kandidaten für Wachoffiziers- oder Obermaschinistenlehrgänge. Enger Kontakt zu den U-Lehrdivisionen (U.L.D.).
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 20 / 904 Personalbestimmungen für die Kriegsmarine (Richtlinien zur Personalbearbeitung und Aufgaben der P.O.).
BArch RM 20 / 1022 Akten zur personellen Ergänzung der U-Boot-Waffe (Steuerung des Personaleinsatzes durch die Stäbe).
BArch RM 8 Akten des Marinepersonalamtes (Zusammenarbeit zwischen Flottillen-P.O. und Zentralstelle).
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel zur administrativen Struktur der Stäbe).
Hildebrand, Hans H. "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
Mulligan, Timothy P. "Die Männer der deutschen U-Boot-Waffe 1939–1945" (Analyse der Personalpolitik und Zuweisungsverfahren).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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