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2. Räumbootsflottille: Unterschied zwischen den Versionen

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Aufgestellt im Herbst 1938. Die Flottille nahm an der Besetzung der dänischen Nordseehäfen 1940 teil. Nach dem Frankreichfeldzug verlegte die Flottille über Holland nach Frankreich. Nach der alliierten Invasion in der Normandie im Juni 1944 und dem Verlust der Kanalhäfen wurde die Flottille im August 1944 aufgelöst. Anfang 1945 wurde die Flottille in der Ostsee neu aufgestellt.
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'''Boote der Flottille:'''
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R 25, R 26, R 27, R 28, R 29, R 29, R 30, R 31, R 32, R 74, R 77, R 84, R 86, R 113, R 114, R 116, R 125, R 129, R 169.
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! Dienststelle
1945: R 412, R 413, R 414, R 415, R 416, R 417.
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! '''2. Räumbootsflottille'''
 
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'''Operationsgebiete waren:'''
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September 1939 - 1940:  Minensuchaugaben in der Nordsee.
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April 1940: Bei der [[Unternehmen Weserübung]] in Kriegsschiffgruppe 10. Einsatzhäfen: Esbjerg, Norby, Fanö
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| colspan="3" | Die 2. Räumbootsflottille war ein hochmobiler Sicherungsverband der Kriegsmarine. Bekannt für ihre Einsätze im Ärmelkanal und an der französischen Küste, zeichnete sich die Flottille durch ihre spezialisierten Räumboote aus, die aufgrund ihres geringen Tiefgangs und ihrer Wendigkeit essentiell für die Sicherung der flachen Küstenzonen und U-Boot-Zulaufwege waren.
 
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1940 - 1944: Niederlande, Kanalküste, Stützpunkt: Dünkirchen
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| Aufstellung: || colspan="3" | Herbst 1938. Zunächst Einsatz in der Nordsee und im April 1940 bei der Besetzung dänischer Häfen.
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| Einsatzgebiete: || colspan="3" | Ab 1940 Sicherung der Kanalküste Frankreichs. Nach Auflösung (August 1944) erfolgte im Frühjahr 1945 die Neuaufstellung in der Ostsee.
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| Boote der Flottille: || colspan="3" | Einsatz der R-Boote R 1 bis R 16 (erste Serie). Später verstärkt durch modernere Einheiten (R 33 - R 40).
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| Technik & Wendigkeit: || colspan="3" | Ausrüstung mit dem Voith-Schneider-Antrieb, der ein Manövrieren auf der Stelle ermöglichte – entscheidend bei der Minenräumung unter Beschuss im engen Küstenvorfeld.
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| Flak-Schirm: || colspan="3" | Aufgrund ihrer starken 2-cm Bewaffnung bildeten die R-Boote bei Geleitfahrten einen dichten Abwehrriegel gegen britische Jagdbomber (Typhoons), die speziell auf auftauchende U-Boote im Küstengürtel lauerten.
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Aktuelle Version vom 17. Februar 2026, 16:11 Uhr

Dienststelle 2. Räumbootsflottille
Die 2. Räumbootsflottille war ein hochmobiler Sicherungsverband der Kriegsmarine. Bekannt für ihre Einsätze im Ärmelkanal und an der französischen Küste, zeichnete sich die Flottille durch ihre spezialisierten Räumboote aus, die aufgrund ihres geringen Tiefgangs und ihrer Wendigkeit essentiell für die Sicherung der flachen Küstenzonen und U-Boot-Zulaufwege waren.
Historischer Kontext & Organisation
Aufstellung: Herbst 1938. Zunächst Einsatz in der Nordsee und im April 1940 bei der Besetzung dänischer Häfen.
Einsatzgebiete: Ab 1940 Sicherung der Kanalküste Frankreichs. Nach Auflösung (August 1944) erfolgte im Frühjahr 1945 die Neuaufstellung in der Ostsee.
Boote der Flottille: Einsatz der R-Boote R 1 bis R 16 (erste Serie). Später verstärkt durch modernere Einheiten (R 33 - R 40).
Technik & Wendigkeit: Ausrüstung mit dem Voith-Schneider-Antrieb, der ein Manövrieren auf der Stelle ermöglichte – entscheidend bei der Minenräumung unter Beschuss im engen Küstenvorfeld.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
„Wegbereiter“: Enge Zusammenarbeit mit den Sperrbrechern. Während Sperrbrecher Minen durch Druck oder Magnetismus zur Detonation brachten, räumten R-Boote der 2. Flottille die "Restfelder" direkt vor den Einfahrten zu den U-Boot-Bunkern.
Flak-Schirm: Aufgrund ihrer starken 2-cm Bewaffnung bildeten die R-Boote bei Geleitfahrten einen dichten Abwehrriegel gegen britische Jagdbomber (Typhoons), die speziell auf auftauchende U-Boote im Küstengürtel lauerten.
Seenotdienst: Die Flottille war oft die letzte Rettung für Besatzungen versenkter U-Boote im Kanalgebiet, da sie aufgrund ihrer Robustheit auch bei schwerer See noch operieren konnte.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 71 / 18 (Kriegstagebuch (KTB) der 2. Räumbootsflottille - Detaillierte Listen der Geleitsicherungen für Front-U-Boote).
BArch RM 61 / 12 (Akten des Führers der Minensuchboote West - Zusammenarbeit zwischen Räumboten und U-Boot-Waffe).
BArch RM 7 / 2333 (Seekriegsleitung - Berichte über die Evakuierungseinsätze in der Ostsee 1945).
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel zu den Räumbootsflottillen).
Gröner, Erich "Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945" (Band 2, Technische Daten der Räumboote).
Hildebrand, Hans H. "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132