Aktionen

Albert-Leo Schlageter: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

(Die Seite wurde neu angelegt: „'''<small>!!! Bitte unbedingt die Anmerkungen beachten Klick hier → Anmerkungen !!!</small>''' {| style="background-color…“)
 
 
(3 dazwischenliegende Versionen desselben Benutzers werden nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
'''<small>!!! Bitte unbedingt die Anmerkungen beachten [[Anmerkungen für Kriegsschiffe|Klick hier → Anmerkungen]] !!!</small>'''
+
{| style="background-color:#FFFFE0; border:3px double black; width:100%; table-layout:fixed; border-collapse:separate; padding:10px; font-weight:normal;"
 
 
{| style="background-color:#FFFFE0;border-color:black;border-width:3px;border-style:double;width:80%;align:center"
 
 
|-
 
|-
| style="width:2%" |
+
|
 +
{| class="wikitable" style="width:100%; table-layout:fixed; background-color:#FFFFE0; font-weight:normal;"
 
|-
 
|-
| || colspan="3" | Die '''ALBERT-LEO SCHLAGETER''' war ein Segelschulschiff der deutschen Kriegsmarine
+
| style="width:25%" |
 +
| style="width:75%" |
 
|-
 
|-
| ||
+
! Schiffstyp
 +
! Segelschulschiff Albert Leo Schlageter
 
|-
 
|-
| || colspan="3" | Der Kiel des Segelschiffes wurde 1937 bei Blohm &. Voss gelegt. Der Stapellauf erfolgte am 30.10.1937 und die Indienststellung am 12.02.1938.
+
| ||
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| colspan="3" | Die Albert Leo Schlageter war eine Dreimast-Bark der Gorch-Fock-Klasse. Sie diente der seemännischen Grundausbildung des Offiziersnachwuchses der Kriegsmarine. Trotz schwerster Gefechtsschäden im Jahr 1944 blieb das Schiff aufgrund seiner robusten Bauweise erhalten und steht bis heute als portugiesisches Schulschiff Sagres (III) im aktiven Dienst.
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
! colspan="3" | Baudaten & Technische Daten
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| Bauwerft: || colspan="3" | Blohm & Voss, Hamburg.
 +
|-
 +
| Kiellegung: || colspan="3" | 1937.
 +
|-
 +
| Stapellauf: || colspan="3" | 30.10.1937.
 +
|-
 +
| Indienststellung: || colspan="3" | 12.02.1938.
 +
|-
 +
| Tonnage: || colspan="3" | 1.634 t (Standard) - 1.940 t (Maximal).
 +
|-
 +
| Dimensionen: || colspan="3" | Länge: 89,00 m / Breite: 12,00 m / Tiefgang: 5,00 m.
 +
|-
 +
| Besatzung: || colspan="3" | 71 Stammbesatzung + ca. 220 Seekadetten.
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
! colspan="3" | Maschinenanlage
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| Antrieb: || colspan="3" | 2 x 8-Zylinder-MAN-Dieselmotoren.
 +
|-
 +
| Leistung: || colspan="3" | 1.000 PS (Hilfsantrieb).
 +
|-
 +
| Geschwindigkeit: || colspan="3" | 9 kn (Maschine) / bis zu 16,5 kn (unter Segeln).
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
! colspan="3" | Bewaffnung & Ausrüstung (Schulschiff-Stand)
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| Bewaffnung: || colspan="3" | Keine schwere Artillerie; leichte Flak-Bewaffnung zu Ausbildungszwecken im Kriegseinsatz nachgerüstet.
 +
|-
 +
| Takelung: || colspan="3" | Dreimast-Bark.
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
! colspan="3" | Einsatzgeschichte & Schulfahrten
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| Vorkriegszeit: || colspan="3" | Führung durch Fregattenkapitän Bernhard Rogge; Einsatz zur praktischen Bordausbildung der Offiziersanwärter.
 +
|-
 +
| Kriegsjahre: || colspan="3" | Zunächst stationäres Büroschiff in Kiel; 1944 Reaktivierung für die Crew X/43 (Ausbildungszeitraum: 29.01. – 27.07.1944).
 +
|-
 +
| Minentreffer: || colspan="3" | 14.11.1944: Schwere Beschädigung durch sowjetische Minensperre vor Sassnitz (15–18 Gefallene). Durch Schottenbauweise vor dem Sinken bewahrt.
 +
|-
 +
| Kriegsende: || colspan="3" | März 1945 Reparatur in Kiel; Mai 1945 Übernahme durch britische Truppen in Glücksburg.
 +
|-
 +
| Nachkriegsweg: || colspan="3" | 1948 an Brasilien (Guanabara); seit 1962 als Sagres (III) im Dienst der portugiesischen Marine.
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
! colspan="3" | Spezifische Besonderheiten
 +
|-
 +
| ||
 
|-
 
|-
| || colspan="3" | Das Schiff hatte eine Verdrängung von 1.940 ts. Es war 89,00 m lang, 12,00 m breit und hatte eine Tiefgang von 5,00 m. 2 extra Dieselmotoren von MTU erzeugten eine Leistung von 1.100 PS (809 kW). Diese konnten das Schiff auf bis zu 9 kn (17 km/h) beschleunigen (mit Segel 16,5 kn - 31 km/h). Die Besatzungsstärke betrug 302 Mann.
+
| Schwesterschiffe: || colspan="3" | Gehört zur Serie mit Gorch Fock (I), Horst Wessel, Mircea und Herbert Norkus.
 
|-
 
|-
| ||  
+
| Galionsfigur: || colspan="3" | Führte ursprünglich einen hölzernen Reichsadler, der heute im Marinemuseum in Rio de Janeiro ausgestellt ist.
 
|-
 
|-
| || colspan="3" | '''Einsatzgeschichte'''
+
| Überlebenswille: || colspan="3" | Die aufwendige Reparatur im März 1945 trotz katastrophaler Versorgungslage belegt den hohen symbolischen Stellenwert der Segelschulschiffe.
 
|-
 
|-
| || colspan="3" | Bis Kriegsbeginn war Fregattenkapitän Bernhard Rogge Kommandant des Schiffes, danach nutzte die Kriegsmarine das Segelschulschiff zunächst als stationäres Büroschiff in Kiel. Die Albert-Leo Schlageter wurde erst wieder 1944 als Segelschulschiff in Dienst gestellt, und zwar mit 190 Offiziersanwärtern, die im Oktober 1943 eingezogen worden waren (Crew X/43) und vom 29.01. bis 27.07.1944 ihre seemännische Grundausbildung auf dem Schiff absolvierten.
+
| ||
 
|-
 
|-
| || colspan="3" | Nachdem turnusgemäß der nächste Lehrgang begonnen hatte, geriet sie am 14.11.1944 in eine sowjetische Minensperre vor Sassnitz, wo sie von einer Mine schwer beschädigt wurde. Dabei kamen 18 (nach anderen Angaben 15) Männer ums Leben. Das Schiff konnte aber vor dem Sinken bewahrt werden, wurde nach Swinemünde geschleppt, wo der größte Teil der Besatzung von Bord ging, und zur Reparatur nach Kiel gebracht.  
+
! colspan="3" | Quellenverweise - [https://invenio.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
 
|-
 
|-
| || colspan="3" | Am 17.03.1945 konnte die Die Albert-Leo Schlageter nach einer aufwendigen Reparatur die Werft wieder verlassen und erhielt einen Liegeplatz in der Wik. Wegen der zunehmenden alliierten Bombenangriffe auf Kiel brachte man sie in den Kaiser Wilhelm Kanal bei Schacht-Audorf. Ende April 1945 wurde sie nach Glücksburg verlegt, wo sie nach der Teilkapitulation der Wehrmacht für Nordwestdeutschland, die am 05.05.1945 in Kraft trat, auf die Übernahme durch die britischen Truppen wartete.
+
| ||
 
|-
 
|-
| || colspan="3" | Aus Großbritannien wurde das Schiff 1948 von den Vereinigten Staaten für einen symbolischen Preis von 5000 USD an Brasilien verkauft. Am 27.10.1948 wurde es offiziell in der brasilianischen Marine als Segelschulschiff unter dem Namen Guanabara aufgenommen, der Heimathafen war Rio de Janeiro. Trotz der Übernahme behielt sie ihre originale Galionsfigur, den hölzernen Deutschen Adler.
+
| BArch RM 123 || colspan="3" | Akten der Marineschulen (Bordausbildung der Offiziersanwärter auf Segelschulschiffen).
 
|-
 
|-
| || colspan="3" | Ende 1960 genügte das Schiff nicht mehr den Ansprüchen der Marine. Es wurde als Segelschulschiff außer Dienst gestellt, abgetakelt und danach als schwimmende Basis für das Kommando der brasilianischen Patrouillenflotte genutzt.
+
| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten der Kriegsmarine (Nachweise über die Einschiffung der Crew X/43).
 
|-
 
|-
| || colspan="3" | Seit dem dem 08.02.1962 dient die ehemalige Albert-Leo Schlageterals Segelschulschiff der portugiesischen Marine.
+
| BArch RM 7 || colspan="3" | Seekriegsleitung (Meldungen über den Minentreffer vor Sassnitz im November 1944).
 
|-
 
|-
| ||  
+
| ||
 
|-
 
|-
| || colspan="3" | Aus Wikipedia/Deutschland → [https://de.wikipedia.org/wiki/Sagres_(Schiff,_1938) | Albert-Leo Schlageter]
+
! colspan="3" | Literaturverweise
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
 +
| Gröner, Erich || colspan="3" | "Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945" (Band 2, Segelschulschiffe).
 +
|-
 +
| Rossberg, Karl || colspan="3" | "Segelschulschiff Albert Leo Schlageter" (Detaillierte Monografie).
 +
|-
 +
| Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | "Die deutschen Kriegsschiffe: Biographien".
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| style="text-align:center" colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
 +
|-
 +
! colspan="3" |
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| style="text-align:center" colspan="3" | [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com] - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
 +
|-
 +
|}
 
|}
 
|}

Aktuelle Version vom 18. Februar 2026, 17:04 Uhr

Schiffstyp Segelschulschiff Albert Leo Schlageter
Die Albert Leo Schlageter war eine Dreimast-Bark der Gorch-Fock-Klasse. Sie diente der seemännischen Grundausbildung des Offiziersnachwuchses der Kriegsmarine. Trotz schwerster Gefechtsschäden im Jahr 1944 blieb das Schiff aufgrund seiner robusten Bauweise erhalten und steht bis heute als portugiesisches Schulschiff Sagres (III) im aktiven Dienst.
Baudaten & Technische Daten
Bauwerft: Blohm & Voss, Hamburg.
Kiellegung: 1937.
Stapellauf: 30.10.1937.
Indienststellung: 12.02.1938.
Tonnage: 1.634 t (Standard) - 1.940 t (Maximal).
Dimensionen: Länge: 89,00 m / Breite: 12,00 m / Tiefgang: 5,00 m.
Besatzung: 71 Stammbesatzung + ca. 220 Seekadetten.
Maschinenanlage
Antrieb: 2 x 8-Zylinder-MAN-Dieselmotoren.
Leistung: 1.000 PS (Hilfsantrieb).
Geschwindigkeit: 9 kn (Maschine) / bis zu 16,5 kn (unter Segeln).
Bewaffnung & Ausrüstung (Schulschiff-Stand)
Bewaffnung: Keine schwere Artillerie; leichte Flak-Bewaffnung zu Ausbildungszwecken im Kriegseinsatz nachgerüstet.
Takelung: Dreimast-Bark.
Einsatzgeschichte & Schulfahrten
Vorkriegszeit: Führung durch Fregattenkapitän Bernhard Rogge; Einsatz zur praktischen Bordausbildung der Offiziersanwärter.
Kriegsjahre: Zunächst stationäres Büroschiff in Kiel; 1944 Reaktivierung für die Crew X/43 (Ausbildungszeitraum: 29.01. – 27.07.1944).
Minentreffer: 14.11.1944: Schwere Beschädigung durch sowjetische Minensperre vor Sassnitz (15–18 Gefallene). Durch Schottenbauweise vor dem Sinken bewahrt.
Kriegsende: März 1945 Reparatur in Kiel; Mai 1945 Übernahme durch britische Truppen in Glücksburg.
Nachkriegsweg: 1948 an Brasilien (Guanabara); seit 1962 als Sagres (III) im Dienst der portugiesischen Marine.
Spezifische Besonderheiten
Schwesterschiffe: Gehört zur Serie mit Gorch Fock (I), Horst Wessel, Mircea und Herbert Norkus.
Galionsfigur: Führte ursprünglich einen hölzernen Reichsadler, der heute im Marinemuseum in Rio de Janeiro ausgestellt ist.
Überlebenswille: Die aufwendige Reparatur im März 1945 trotz katastrophaler Versorgungslage belegt den hohen symbolischen Stellenwert der Segelschulschiffe.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 123 Akten der Marineschulen (Bordausbildung der Offiziersanwärter auf Segelschulschiffen).
BArch PERS 6 Personalakten der Kriegsmarine (Nachweise über die Einschiffung der Crew X/43).
BArch RM 7 Seekriegsleitung (Meldungen über den Minentreffer vor Sassnitz im November 1944).
Literaturverweise
Gröner, Erich "Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945" (Band 2, Segelschulschiffe).
Rossberg, Karl "Segelschulschiff Albert Leo Schlageter" (Detaillierte Monografie).
Hildebrand, Hans H. "Die deutschen Kriegsschiffe: Biographien".
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132