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Flottenkommando: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

 
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| colspan="3" | Das Flottenkommando unter der Leitung des Flottenchefs war das operative Hauptquartier für die Führung der Seestreitkräfte auf hoher See. Ihm unterstanden die Befehlshaber der Schlachtschiffe, Kreuzer, Zerstörer und zeitweise auch der Unterseeboote. Es war verantwortlich für die strategische Planung und taktische Durchführung von Operationen im Atlantik, Nordmeer und in der Nordsee. Die Dienststelle befand sich zunächst in Kiel, später in Wilhelmshaven und während des Krieges auch an Bord von Flaggschiffen wie der "Gneisenau".
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| colspan="3" | Das Flottenkommando unter Leitung des Flottenchefs war das operative Hauptquartier für die Führung der deutschen Seestreitkräfte auf hoher See. Es bildete das entscheidende Bindeglied zwischen der Seekriegsleitung (Skl) und den ausführenden Verbänden (Schlachtschiffe, Kreuzer, Zerstörer, U-Boote). Es trug die Gesamtverantwortung für die strategische Planung und taktische Durchführung von Operationen im Atlantik, Nordmeer und in der Nordsee.
 
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| colspan="3" | Aufgabengebiet und Befehlsstruktur: Das Flottenkommando bildete das Bindeglied zwischen der Seekriegsleitung (Skl) und den ausführenden Einheiten auf See. Der Flottenchef (z. B. Admirale wie Boehm, Marschall oder Lütjens) führte die operativen Verbände bei Großunternehmungen. Zu den Aufgaben gehörte die Koordination der Aufklärung, die Planung von Vorstößen gegen den alliierten Handelsverkehr und die Überwachung der Gefechtsbereitschaft der Flotte. Es verfügte über einen umfangreichen Stab von Admiralstabsoffizieren für Operationen, Nachrichtenwesen und Logistik.
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| Standorte: || colspan="3" | Kiel, später Wilhelmshaven. Während des Krieges auch mobil an Bord von Flaggschiffen (z. B. Gneisenau). In der Endphase 1945 Verlegung nach Glücksburg.
 
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| colspan="3" | Operative Entwicklung: In der ersten Kriegshälfte lag der Schwerpunkt auf dem Einsatz schwerer Überwassereinheiten (z. B. Unternehmen „Rheinübung“ oder „Berlin“). Mit der Verlagerung des Schwerpunkts auf den U-Boot-Krieg und dem Rückzug der großen Einheiten in die norwegischen Fjorde wandelte sich die Rolle des Flottenkommandos zunehmend zur Sicherung der Küstengewässer und zur Vorbereitung von Abwehroperationen gegen alliierte Landungsversuche.
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| Befehlsstruktur: || colspan="3" | Führung durch den Flottenchef (u. a. Admirale Boehm, Marschall, Lütjens). Dem Kommando unterstanden fachlich und zeitweise operativ die Befehlshaber der einzelnen Schiffsklassen.
 
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| colspan="3" | Das Schicksal bei Kriegsende: In den letzten Kriegsmonaten des Jahres 1945 war das Flottenkommando maßgeblich an der Durchführung der Evakuierungsoperationen in der Ostsee beteiligt. Nach der Kapitulation am 08.05.1945 verblieben Teile des Stabes in Glücksburg, um unter alliierter Aufsicht die Entwaffnung und Internierung der verbliebenen Schiffe zu koordinieren. Die Akten und Kriegstagebücher wurden teilweise vernichtet oder von den Briten als Beutegut sichergestellt.
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| Aufgaben: || colspan="3" | Koordination der Aufklärung, Planung von Vorstößen gegen den alliierten Handelsverkehr (z. B. Unternehmen „Rheinübung“) und Überwachung der Gefechtsbereitschaft der Flotte.
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| Kriegsende: || colspan="3" | Organisation der Evakuierungsoperationen in der Ostsee 1945. Nach der Kapitulation Koordination der Entwaffnung unter alliierter Aufsicht in Glücksburg.
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| colspan="3" | Operative Zusammenarbeit: In der frühen Phase des Krieges unterstand der Befehlshaber der Unterseeboote (B.d.U.) fachlich dem Flottenchef. Das Flottenkommando koordinierte das Zusammenwirken von U-Booten und Überwasserschiffen bei kombinierten Unternehmungen, um die Aufklärungsergebnisse der Boote für die schweren Einheiten nutzbar zu machen.
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| Operative Kooperation: || colspan="3" | In der frühen Kriegsphase unterstand der B.d.U. fachlich dem Flottenchef; Koordination von U-Booten und Überwasserschiffen bei kombinierten Aufklärungs- und Angriffsunternehmungen.
 
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| colspan="3" | Schutz der Überführungsmärsche: Das Flottenkommando stellte bei Bedarf schwere Einheiten oder Zerstörer zur Verfügung, um auslaufende U-Boot-Gruppen durch das gefährdete Küstenvorfeld in die Operationsgebiete des Atlantiks zu begleiten, insbesondere bevor die Luftsicherung der Alliierten lückenlos wurde.
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| Geleitschutz: || colspan="3" | Bereitstellung von Zerstörern oder schweren Einheiten zur Sicherung von U-Boot-Überführungsmärschen durch das gefährdete Küstenvorfeld in den Atlantik.
 
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| colspan="3" | Gemeinsame Ausbildung: Das Flottenkommando legte die Richtlinien für taktische Übungen zwischen Überwasserstreitkräften und U-Booten in der Ostsee fest. Diese Manöver dienten dazu, das gegenseitige Erkennen und das taktische Verhalten (z. B. bei der Sicherung von Schlachtschiffen durch U-Boote) zu perfektionieren.
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| Taktikschulung: || colspan="3" | Festlegung der Richtlinien für gemeinsame Manöver in der Ostsee zur Perfektionierung des taktischen Verhaltens (z. B. Sicherung von Schlachtschiffen durch U-Boote).
 
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! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/ | Invenio Online-Recherche]
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! colspan="3" | Spezifische Besonderheiten
 
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| B.Arch. RM 51 || colspan="3" | Akten des Flottenkommandos (Enthält die zentralen Kriegstagebücher, Operationsbefehle und Berichte der Flottenchefs).
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| Stabswesen: || colspan="3" | Einsatz eines hochspezialisierten Stabes von Admiralstabsoffizieren für Operationen (A I), Nachrichtenwesen (A Setz/A IV) und Logistik.
 
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| B.Arch. RM 7 || colspan="3" | Unterlagen der Seekriegsleitung (Dokumentiert die Weisungen des O.K.M. an das Flottenkommando).
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| Strategiewechsel: || colspan="3" | Wandel von der offensiven Hochseeführung schwerer Einheiten (1939-1941) hin zur defensiven Küstensicherung und Invasionsabwehr in den norwegischen Fjorden (ab 1942).
 
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| B.Arch. RM 87 || colspan="3" | Akten der Befehlshaber der Zerstörer und Schlachtschiffe (Belegt die Unterstellung unter das Flottenkommando).
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! colspan="3" | Literaturverweise
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! colspan="3" | Quellenverweise - [https://invenio.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
 
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| Lohmann, Walter / Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945: Gliederung, Einsatz, Stellenbesetzung. (Band II, Kapitel über das Flottenkommando und die Flottenführung).
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| BArch RM 51 || colspan="3" | Akten des Flottenkommandos (Zentrale Kriegstagebücher, Operationsbefehle und Berichte der Flottenchefs).
 
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| Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945. (Detaillierte Übersicht der Admiralsstäbe im Flottenkommando).
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| BArch RM 7 || colspan="3" | Unterlagen der Seekriegsleitung (Weisungen des O.K.M. an das Flottenkommando).
 
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| Koop, Gerhard / Schmolke, Klaus-Peter || colspan="3" | Die Schlachtschiffe der Bismarck-Klasse. (Beinhaltet Informationen zur Führung der Flottenoperationen von Bord der Flaggschiffe).
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| BArch RM 87 || colspan="3" | Akten der Befehlshaber der Zerstörer und Schlachtschiffe (Nachweise der Unterstellung).
 
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| colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel zum Flottenkommando).
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| Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
 
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| Koop / Schmolke || colspan="3" | "Die Schlachtschiffe der Bismarck-Klasse" (Führung von Bord der Flaggschiffe).
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Aktuelle Version vom 18. Februar 2026, 17:22 Uhr

Dienststelle Flottenkommando
Das Flottenkommando unter Leitung des Flottenchefs war das operative Hauptquartier für die Führung der deutschen Seestreitkräfte auf hoher See. Es bildete das entscheidende Bindeglied zwischen der Seekriegsleitung (Skl) und den ausführenden Verbänden (Schlachtschiffe, Kreuzer, Zerstörer, U-Boote). Es trug die Gesamtverantwortung für die strategische Planung und taktische Durchführung von Operationen im Atlantik, Nordmeer und in der Nordsee.
Historischer Kontext & Organisation
Standorte: Kiel, später Wilhelmshaven. Während des Krieges auch mobil an Bord von Flaggschiffen (z. B. Gneisenau). In der Endphase 1945 Verlegung nach Glücksburg.
Befehlsstruktur: Führung durch den Flottenchef (u. a. Admirale Boehm, Marschall, Lütjens). Dem Kommando unterstanden fachlich und zeitweise operativ die Befehlshaber der einzelnen Schiffsklassen.
Aufgaben: Koordination der Aufklärung, Planung von Vorstößen gegen den alliierten Handelsverkehr (z. B. Unternehmen „Rheinübung“) und Überwachung der Gefechtsbereitschaft der Flotte.
Kriegsende: Organisation der Evakuierungsoperationen in der Ostsee 1945. Nach der Kapitulation Koordination der Entwaffnung unter alliierter Aufsicht in Glücksburg.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Operative Kooperation: In der frühen Kriegsphase unterstand der B.d.U. fachlich dem Flottenchef; Koordination von U-Booten und Überwasserschiffen bei kombinierten Aufklärungs- und Angriffsunternehmungen.
Geleitschutz: Bereitstellung von Zerstörern oder schweren Einheiten zur Sicherung von U-Boot-Überführungsmärschen durch das gefährdete Küstenvorfeld in den Atlantik.
Taktikschulung: Festlegung der Richtlinien für gemeinsame Manöver in der Ostsee zur Perfektionierung des taktischen Verhaltens (z. B. Sicherung von Schlachtschiffen durch U-Boote).
Spezifische Besonderheiten
Stabswesen: Einsatz eines hochspezialisierten Stabes von Admiralstabsoffizieren für Operationen (A I), Nachrichtenwesen (A Setz/A IV) und Logistik.
Strategiewechsel: Wandel von der offensiven Hochseeführung schwerer Einheiten (1939-1941) hin zur defensiven Küstensicherung und Invasionsabwehr in den norwegischen Fjorden (ab 1942).
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 51 Akten des Flottenkommandos (Zentrale Kriegstagebücher, Operationsbefehle und Berichte der Flottenchefs).
BArch RM 7 Unterlagen der Seekriegsleitung (Weisungen des O.K.M. an das Flottenkommando).
BArch RM 87 Akten der Befehlshaber der Zerstörer und Schlachtschiffe (Nachweise der Unterstellung).
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel zum Flottenkommando).
Hildebrand, Hans H. "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
Koop / Schmolke "Die Schlachtschiffe der Bismarck-Klasse" (Führung von Bord der Flaggschiffe).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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