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U-Taktischer Ausbildungsoffizier: Unterschied zwischen den Versionen

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| BArch RM 121 / 162 || colspan="3" | Dienstvorschriften über die taktische Schulung und die Nutzung von Angriffssimulatoren.
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| Hessler, Günter || colspan="3" | "The U-Boat War in the Atlantic" (Detaillierte Analyse der Ausbildungsmethodik).
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| Herzog, Bodo || colspan="3" | "Deutsche U-Boote 1906–1966" (Informationen zum Lehrpersonal der Ausbildungsflottillen).
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Aktuelle Version vom 19. Februar 2026, 16:34 Uhr

Dienststellung U-Taktischer Ausbildungsoffizier (U.T.A.-Offizier)
Der U-Taktische Ausbildungsoffizier (U.T.A.-Offizier) war ein erfahrener Frontoffizier, der in den Unterseeboots-Lehr-Divisionen oder bei spezialisierten Lehrgruppen eingesetzt wurde. Meist mit hochdekorierten Oberleutnants zur See oder Kapitänleutnants besetzt, diente diese Position der Vermittlung praktischer Seekriegführung und taktischer Expertise an den Offiziersnachwuchs der U-Boot-Waffe.
Aufgaben und Verantwortlichkeiten
Angriffstraining: Leitung der Ausbildung am Angriffssimulator und auf Schulbooten in der Ostsee; Simulation komplexer Geleitzugsituationen und Prüfung der Reaktionsfähigkeit unter Abwehrdruck.
Erfahrungstransfer: Vermittlung neuester taktischer Erkenntnisse, wie geänderte Radar-Warnsignale aus dem Ortungslehrgang, sowie Schulung der Torpedometrik unter Stressbedingungen.
Beurteilung: Maßgebliche Beteiligung an der Entscheidung über die Frontreife von Offiziersanwärtern der Personalreserve für ein eigenes Kommando oder eine Verwendung als Wachoffizier.
Taktik-Schulung: Einweisung in neue Waffensysteme, wie flächenabschnürende Torpedos, sowie technische Hilfsmittel (F-Gerät), die zuvor im Torpedooffiziers-Teillehrgang theoretisch behandelt wurden.
Spezifische Merkmale & Qualifikation
Front-Regeneration: Die Verwendung als Taktik-Lehrer diente oft als Regenerationsphase zwischen zwei Frontkommandos und als Anerkennung für besondere fachliche Leistungen.
Dokumentation: Pädagogische Fähigkeiten und taktische Expertise wurden detailliert in der Personalakte (BArch PERS 6) vermerkt und beeinflussten den weiteren Karriereweg im Admiralstabsdienst.
Qualitätssicherung: Koordination der Zusammenarbeit zwischen Schulbooten und Sicherungsverbänden (z. B. der 6. Minensuchflottille) zur Schaffung realitätsnaher Gefechtsbedingungen in Stützpunkten wie Neustadt oder Pillau.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Standardisierung: Sicherstellung einer einheitlichen Umsetzung der von der Seekriegsleitung befohlenen Angriffsverfahren (z. B. Nachtangriffe über Wasser) als Basis für die Wolfsrudeltaktik.
Technologietransfer: Unmittelbare Integration technischer Neuerungen in das praktische Training, um die Besatzungen auf die sich ständig ändernde alliierte Abwehrlage vorzubereiten.
Nachwuchssicherung: Formung der künftigen Kommandantengeneration durch erfahrene Frontführer zur Aufrechterhaltung des hohen operativen Niveaus der Flottillen.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 20 / 1215 Akten der Inspektion des Unterseebootwesens (U.I.) zur taktischen Ausbildung an der 27. U-Flottille.
BArch RM 121 / 162 Dienstvorschriften über die taktische Schulung und die Nutzung von Angriffssimulatoren.
BArch PERS 6 Offizierspersonalakten mit Nachweisen über die Verwendung als Taktik-Lehrer in Gotenhafen.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band III, Kapitel zur taktischen Ausbildung der U-Boot-Waffe).
Hessler, Günter "The U-Boat War in the Atlantic" (Detaillierte Analyse der Ausbildungsmethodik).
Herzog, Bodo "Deutsche U-Boote 1906–1966" (Informationen zum Lehrpersonal der Ausbildungsflottillen).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132