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4. Sperrbrecherflottille: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 20. Februar 2026, 18:04 Uhr

Verband 4. Sperrbrecherflottille
Die 4. Sperrbrecherflottille war ein zentraler Sicherungsverband der Kriegsmarine im Westraum. Ihre Hauptaufgabe lag in der Freihaltung der strategisch wichtigen Seewege im Englischen Kanal sowie der Sicherung der Transitrouten für die U-Boot-Waffe zwischen der Schelde-Mündung und Cherbourg.
Entstehung, Funktion und Einsatzgebiet
Aufstellung: Formiert im Juni 1940 als "Sperrbrechergruppe Niederlande"; am 25.09.1940 erfolgte die offizielle Umbenennung in 4. Sperrbrecherflottille.
Umgliederung: Im Herbst 1941 wurden wesentliche Teile der Flottille zur Aufstellung der 5. Sperrbrecherflottille herangezogen.
Einsatzbereich: Räumen von Zwangs- und Auslaufwegen im Englischen Kanal sowie an der holländisch-belgischen Küste (Bereich Schelde bis Cherbourg).
Funktion: Beseitigung magnetischer und akustischer Seeminen durch den Einsatz von Sperrbrechern (umgerüstete Handelsschiffe mit VES-Anlagen).
Ende: Die Flottille wurde im Juli 1943 aufgelöst; die verbliebenen Einheiten wurden anderen Sicherungsverbänden im Westraum zugeteilt.
Spezifische Merkmale & Sicherungstaktik
Kanal-Sperre: Aufgrund der hohen Minendichte im Ärmelkanal durch alliierte Luftabwürfe war der tägliche Räumdienst Voraussetzung für den Schiffsverkehr.
Geleitschutz: Neben dem Räumdienst dienten die schwer bewaffneten Sperrbrecher als Flak-Schutz für militärische und logistische Geleitzüge an der Kanalküste.
Seemännische Last: Die Navigation in den engen Fahrwassern vor Holland und Belgien erforderte präzise Kenntnisse der Gezeitenströme und der sich ständig verlagernden Sandbänke.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Transit-Sicherung: Sicherstellung der gefahrlosen Passage für U-Boote, die den Ärmelkanal als Anmarschweg zu den Stützpunkten in der Bretagne oder für Rückmärsche nutzten.
Auslaufwege: Räumen der strategischen Auslaufwege für neue Boote, die von den Werften in der Nordsee über die holländische Küste nach Westen überführt wurden.
Küstenschutz: Überwachung der Revierfahrten der U-Boote im Bereich Schelde-Cherbourg zum Schutz vor britischen Schnellboot-Angriffen und Minenlegern.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 65 Akten der Sperrbrecherflottillen: Kriegstagebücher und Einsatzberichte der 4. Sperrbrecherflottille.
BArch RM 54 Akten des Befehlshabers der Sicherung West: Operative Unterlagen zur Sicherung der Kanalküste.
BArch PERS 6 Personalakten: Nachweise über Verwendungen von Personal der 4. Flottille im Bereich der Kanalküste.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel Sperrbrecherverbände im Westraum).
Arndt, Peter "Deutsche Sperrbrecher 1914–1945" (Konstruktion, Ausrüstung und Einsatz der Schiffe).
Hildebrand, Hans H. "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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