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19. Minensuchflottille: Unterschied zwischen den Versionen

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| colspan="3" | Die 19. Minensuchflottille (19. M.S.-Flottille) war ein zentraler Verband der Ostsee-Sicherung. Ihre Einsatzgeschichte ist eng mit der Kontrolle der dänischen Gewässer (Belte und Sund) sowie dem Kattegat und Skagerrak verknüpft. Das Ende der Flottille markiert einen strategischen Wendepunkt, da ihre erfahrenen Besatzungen zur massiven Verstärkung der Minenabwehr im Mittelmeerraum (Adria) herangezogen wurden.
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| Räumtaktik: || colspan="3" | Kontinuierliches Freihalten der "Zwangswege" in den engen dänischen Gewässern gegen britische Minenabwürfe zur Sicherstellung des Flottenverkehrs.
 
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| Adria-Transfer: || colspan="3" | Die Verlegung der Kernmannschaften in den Mittelmeerraum diente der sofortigen Herstellung der Einsatzbereitschaft spezialisierter Minenabwehrkräfte in der bedrohten Adria-Region.
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| colspan="3" | April 1940: Geleitschutz für den Nachschub nach Norwegen durch Kattegat und Skagerrak.
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| Schutz der Basen: || colspan="3" | Der Transfer zur 29. MS-Flottille erfolgte primär zum Schutz der U-Boot-Basen in der Adria (z. B. Pola) gegen massive alliierte Minenoffensiven ab Herbst 1943.
 
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| colspan="3" | Aus Lexikon der Wehrmacht [https://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/Minensucher/19MinSuch.htm | → 19. Minensuchflottille]
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| BArch RM 7 / 2331 || colspan="3" | Unterlagen der Seekriegsleitung (Skl) zur strategischen Bedeutung der Skagerrak-Sicherung.
 
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Aktuelle Version vom 20. Februar 2026, 18:12 Uhr

Verband 19. Minensuchflottille
Die 19. Minensuchflottille (19. M.S.-Flottille) war ein zentraler Verband der Ostsee-Sicherung. Ihre Einsatzgeschichte ist eng mit der Kontrolle der dänischen Gewässer (Belte und Sund) sowie dem Kattegat und Skagerrak verknüpft. Das Ende der Flottille markiert einen strategischen Wendepunkt, da ihre erfahrenen Besatzungen zur massiven Verstärkung der Minenabwehr im Mittelmeerraum (Adria) herangezogen wurden.
Entstehung, Funktion und Einsatzphasen
Aufstellung: Formiert im September 1939 unmittelbar bei Kriegsausbruch zur Sicherung der westlichen Ostsee.
Belt-Bewachung: Phase 1939–1940: Aktive Überwachung des Großen und Kleinen Belts zur Kontrolle der strategisch kritischen Ostseezugänge.
Weserübung: April 1940: Geleitschutz für Truppen- und Materialnachschub nach Norwegen durch das Kattegat und Skagerrak während der Besetzung Dänemarks und Norwegens.
Sicherungsdienst: 1940–1943: Permanenter Minensuchdienst und Geleitschutz im Skagerrak zur Offenhaltung der Seewege zwischen Deutschland und Skandinavien.
Auflösung 1943: Auflösung des Verbandes am 08.10.1943; geschlossene Überführung der Besatzungen zur Neuaufstellung der 29. Minensuchflottille im Mittelmeer (Einsatzraum Adria).
Spezifische Merkmale & Taktik
U-Jagd: Aktive Bekämpfung alliierter U-Boote im Skagerrak, welche dort Jagd auf auslaufende deutsche Überwasserkräfte und U-Boote machten.
Räumtaktik: Kontinuierliches Freihalten der "Zwangswege" in den engen dänischen Gewässern gegen britische Minenabwürfe zur Sicherstellung des Flottenverkehrs.
Adria-Transfer: Die Verlegung der Kernmannschaften in den Mittelmeerraum diente der sofortigen Herstellung der Einsatzbereitschaft spezialisierter Minenabwehrkräfte in der bedrohten Adria-Region.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Transit-Sicherung: Die Flottille sicherte das nautische Nadelöhr für U-Boote, die von den Ostsee-Werften oder Ausbildungsverbänden zu den Frontstützpunkten verlegten.
Schutz der Basen: Der Transfer zur 29. MS-Flottille erfolgte primär zum Schutz der U-Boot-Basen in der Adria (z. B. Pola) gegen massive alliierte Minenoffensiven ab Herbst 1943.
Ausbildungshilfe: Sicherstellung minenfreier Übungsgebiete in der westlichen Ostsee für die taktische Schulung neuer U-Boot-Besatzungen.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 62 / 36 Kriegstagebuch (KTB) der 19. Minensuchflottille: Dokumentation der Einsätze in dänischen Gewässern und der Ostsee.
BArch RM 54 / 112 Akten des Befehlshabers der Sicherung der Ostsee zur operativen Führung der Sicherungsstreitkräfte.
BArch RM 7 / 2331 Unterlagen der Seekriegsleitung (Skl) zur strategischen Bedeutung der Skagerrak-Sicherung.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel zur Organisation der Minensuchflottillen in der Ostsee).
Gröner, Erich "Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945" (Technische Daten der eingesetzten Minensuchboote Typ 1940).
Harnack, Wolfgang "Die Verteidigung der Küsten" (Details zur taktischen Gliederung der Sicherungsverbände im Bereich Kattegat/Skagerrak).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132