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Seekriegsleitung-U: Unterschied zwischen den Versionen

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Aufgestellt im September 1939 und mit Übernahme des O.K.M. durch Admiral Dönitz im Mai 1943 wieder aufgelöst. Die Abteilungen Skl U I (militärische Abteilung) und Skl U II (Bauabteilung) bildeten die neue Ubootsführungsabteilung, die Abteilung Skl U III (Uboots-Abwehrabteilung) kam zum Quartiermeisteramt.
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Aktuelle Version vom 27. Februar 2026, 11:48 Uhr

Dienststelle Seekriegsleitung-U (Skl-U)
Die Seekriegsleitung-U wurde im September 1939 aufgestellt und im Mai 1943, nach der Übernahme des Oberkommandos der Marine durch Großadmiral Karl Dönitz, wieder aufgelöst. Sie fungierte als zentrale Koordinierungsinstanz im O.K.M. für alle strategischen Belange der U-Boot-Waffe. Mit ihrer Auflösung wurden die militärischen und bautechnischen Kompetenzen direkt in die neue U-Bootsführungsabteilung überführt, um die Befehlswege im totalen U-Boot-Krieg zu verkürzen.
Abteilungsstruktur und Gliederung
Skl U I: Militärische Abteilung; verantwortlich für die strategische Einsatzplanung, personelle Grundsatzfragen und die taktische Auswertung der Feindfahrten im Stab des O.K.M.
Skl U II: Bauabteilung; zuständig für die Planung, Entwicklung und Vergabe von U-Boot-Neubauten sowie die Zusammenarbeit mit den Werften.
Skl U III: Uboots-Abwehrabteilung; Koordination der Abwehrmaßnahmen gegen feindliche U-Boote und Erarbeitung technischer Gegenmittel.
Neuordnung 1943: Überführung von Skl U I und U II in die Ubootsführungsabteilung unter Dönitz; Skl U III wurde dem Quartiermeisteramt (Skl/Qu) direkt unterstellt.
Aufgaben und Relevanz für die U-Boot-Waffe
Rüstungssteuerung: Zentrale Steigerung der U-Boot-Produktionszahlen durch Skl U II in Abstimmung mit dem Rüstungsministerium zur Kompensation der steigenden Verluste.
Abwehr-Koordination: Entwicklung und Verteilung von Gegenmaßnahmen gegen die alliierte U-Jagd durch Skl U III; Analyse der Wirksamkeit von Radar-Warngeräten.
Strategische Führung: Erarbeitung von Denkschriften zur Bedeutung des U-Boot-Krieges für die Gesamtkriegsführung gegenüber der Wehrmachtführung (O.K.W.).
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Enthält die Grundsatzakten zur Aufstellung, Struktur und den Tätigkeitsberichten der Abteilungen Skl U I bis III.
BArch RM 6 Oberkommando der Marine: Dokumentiert die Organisationsbefehle zur Auflösung der Skl-U und der Neuordnung der U-Boot-Führung 1943.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge von Admiralstabsoffizieren, die in den Fachabteilungen der Skl-U für die strategische Planung tätig waren.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band 1, Abschnitt Seekriegsleitung: Organisation der U-Boot-Abteilungen).
Rössler, Eberhard "Geschichte des deutschen U-Bootbaus" (Details zur Rolle von Skl U II bei der technischen Entwicklung).
Hildebrand, Hans H. "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132