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Waffenausbildung: Unterschied zwischen den Versionen

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| Torpedowesen: || colspan="3" | Ausbildung an den schwenkbaren Deckstorpedosätzen; Ermittlung von Schussdaten und Handhabung der Zielapparate als direkte Vorstufe zur U-Boot-Spezialisierung.
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| Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | „Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945“ (Systematische Darstellung der Ausbildungsgänge).
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Aktuelle Version vom 28. Februar 2026, 13:07 Uhr

Ausbildungsschwerpunkt Waffenausbildung für Seeoffizieranwärter
Die Waffenausbildung während der Bordausbildungszeit bildete das praktische Fundament für den Offiziersnachwuchs in der Handhabung der see- und luftzielgerichteten Bewaffnung. Im Fokus stand die Ausbildung an der Mittelartillerie (15-cm), wobei die Fähnriche die optische Entfernungsmessung und die rechnergestützte Feuerleitung unter Realbedingungen auf See erlernten. Parallel dazu erfolgte eine intensive Schulung an den Überwasser-Torpedorohrsätzen, die die mathematischen Grundlagen für Vorhaltsberechnungen und Angriffsmanöver vermittelte. Ergänzt wurde das Programm durch den Drill an der leichten und schweren Flak-Bewaffnung, um die Reaktionsgeschwindigkeit bei der Flugzeugabwehr zu trainieren. Diese technische Spezialisierung auf den Schulschiffen der Flotte war der entscheidende Qualifikationsnachweis für die spätere fachspezifische U-Boot-Ausbildung.
Fachspezifische Ausbildungsinhalte
Seeartillerie: Praktischer Dienst an den Geschütztürmen; Schulung in der Turmbedienung, Munitionszuführung und der Koordination mit den artilleristischen Leitständen.
Torpedowesen: Ausbildung an den schwenkbaren Deckstorpedosätzen; Ermittlung von Schussdaten und Handhabung der Zielapparate als direkte Vorstufe zur U-Boot-Spezialisierung.
Flugabwehr (Flak): Intensives Training an automatischen Waffen; Fokus auf Flugzeugerkennung, Zielverfolgung und das Schießen auf schnell bewegliche Luftziele (Schleppziele).
Feuerleitung: Einweisung in die mechanischen und elektrischen Rechengeräte zur Ermittlung von Kurshaltung, Vorhalt und Entfernung bei verschiedenen Sichtverhältnissen.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Schießgrundlagen: Vermittlung der mathematischen Logik des Torpedoschusses, die für die späteren Wachoffiziere bei Überwasserangriffen auf U-Booten essentiell war.
Waffenbeherrschung: Sicherstellung der technischen Versiertheit im Umgang mit Flak-Waffen, die in der zweiten Kriegshälfte überlebenswichtig für die Abwehr auf dem Wintergarten wurde.
Selektionskriterium: Die während der Bordausbildung gezeigten Leistungen an den Waffenstationen waren maßgebliche Grundlage für die Eignungsfeststellung zum U-Boot-Offizier.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 121 / 142 Marineschulen: Unterlagen zur fachspezifischen Bordausbildung und den verbindlichen Lehrplänen für die Waffenschulung auf den Einheiten der Flotte.
BArch RM 3 / 1033 Reichsmarineamt / OKM: Dienstvorschriften über die Organisation des Waffendienstes an Bord und die Ausbildungsvorschriften für Offizieranwärter.
BArch PERS 6 Personalakten: Invenio-Nachweis für Seeoffiziere mit detaillierten Bewertungen ihrer waffentechnischen Leistungen während der praktischen Bordausbildungsphasen.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band 2, Abschnitt Ausbildung: Die Bordausbildung auf Schulschiffen und deren waffentechnische Lehrinhalte).
Hildebrand, Hans H. „Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945“ (Systematische Darstellung der Ausbildungsgänge).
Giesler, Robert „Gefechtsdienst auf U-Booten“ (Bietet Einblicke in die praktische Anwendung der artilleristischen und torpedistischen Grundlagen an Bord).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132