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2. Vorpostenflottille: Unterschied zwischen den Versionen

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| colspan="3" | Die 2. Vorpostenflottille wurde im September 1939 mob.-mäßig aus 8 Fischdampfern aufgestellt. Eingesetzt wurde die Flottille in der Nordsee. Mit dem Fortschreiten der Westoffensive verlegte die Flottille an die Nordküste Frankreichs. Nach der Invasion der Alliierten in der Normandie im Juni 1944 wurde die Flottille dem Seekommandanten der Kanalinseln unterstellt. Die Flottille wurde im Dezember 1944 aufgelöst.
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| colspan="3" | Die 2. Vorpostenflottille war ein wichtiger Sicherungsverband der Kriegsmarine, der primär aus umgerüsteten zivilen Fischdampfern bestand. Mobilmachungsmäßig im September 1939 aufgestellt, sicherte sie zunächst die Seewege in der Nordsee, bevor sie 1940 an die Nordküste Frankreichs (Raum St. Malo und Kanalinseln) verlegt wurde. Für die U-Boot-Waffe war die Flottille von strategischer Bedeutung, da sie als erste Verteidigungslinie gegen britische Schnellboote und Zerstörer fungierte, die Jagd auf deutsche U-Boote im Küstenvorfeld machten. Nach der alliierten Invasion in der Normandie (Juni 1944) dem Seekommandanten der Kanalinseln unterstellt, sicherte der Verband – und später die aus ihm hervorgegangene KFK-Gruppe – den lebensnotwendigen Nachschubverkehr zu den isolierten Stützpunkten bis zum Kriegsende 1945.
 
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| Aufstellung: || colspan="3" | Formierung im September 1939 aus acht Fischdampfern; kontinuierliche Erweiterung durch Kriegsfischkutter (KFK) im weiteren Kriegsverlauf.
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| Einsatzgebiete: || colspan="3" | 1939–1940 Nordsee; ab 1940 Nordfrankreich (St. Malo); nach Juni 1944 Sicherung von Jersey (St. Helier) und Guernsey innerhalb der „Festung Kanalinseln“.
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| Unterstellung: || colspan="3" | Operative Führung durch den Befehlshaber der Sicherung West; ab Ende 1944 direkte taktische Unterstellung beim Seekommandanten der Kanalinseln.
 
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| colspan="3" | 1940 - 1944: Nordküste Frankreichs mit Schwerpunkt bei St. Malo und den Kanalinseln (St. Hélier)
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| Ende 1944/45: || colspan="3" | Offizielle Auflösung im Dezember 1944; Weiterführung der Operationen durch die selbständige KFK-Gruppe bis zur Gesamtkapitulation im Mai 1945.
 
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| colspan="3" | 1944 - 1945: Die KFKs bilden eine selbständige Gruppe. Die übrigen Schiffe werden anderen Flottillen zugeteilt
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band 2, Abschnitt Sicherungsstreitkräfte: Die Vorpostenflottillen im Bereich der französischen Kanalküste).
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Aktuelle Version vom 28. Februar 2026, 13:48 Uhr

Verband 2. Vorpostenflottille
Die 2. Vorpostenflottille war ein wichtiger Sicherungsverband der Kriegsmarine, der primär aus umgerüsteten zivilen Fischdampfern bestand. Mobilmachungsmäßig im September 1939 aufgestellt, sicherte sie zunächst die Seewege in der Nordsee, bevor sie 1940 an die Nordküste Frankreichs (Raum St. Malo und Kanalinseln) verlegt wurde. Für die U-Boot-Waffe war die Flottille von strategischer Bedeutung, da sie als erste Verteidigungslinie gegen britische Schnellboote und Zerstörer fungierte, die Jagd auf deutsche U-Boote im Küstenvorfeld machten. Nach der alliierten Invasion in der Normandie (Juni 1944) dem Seekommandanten der Kanalinseln unterstellt, sicherte der Verband – und später die aus ihm hervorgegangene KFK-Gruppe – den lebensnotwendigen Nachschubverkehr zu den isolierten Stützpunkten bis zum Kriegsende 1945.
Historischer Kontext & Organisation
Aufstellung: Formierung im September 1939 aus acht Fischdampfern; kontinuierliche Erweiterung durch Kriegsfischkutter (KFK) im weiteren Kriegsverlauf.
Einsatzgebiete: 1939–1940 Nordsee; ab 1940 Nordfrankreich (St. Malo); nach Juni 1944 Sicherung von Jersey (St. Helier) und Guernsey innerhalb der „Festung Kanalinseln“.
Unterstellung: Operative Führung durch den Befehlshaber der Sicherung West; ab Ende 1944 direkte taktische Unterstellung beim Seekommandanten der Kanalinseln.
Ende 1944/45: Offizielle Auflösung im Dezember 1944; Weiterführung der Operationen durch die selbständige KFK-Gruppe bis zur Gesamtkapitulation im Mai 1945.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Kanalsicherung: Überwachung der Küstenwege für U-Boote, die durch den Ärmelkanal in den Atlantik oder zu den Frontbasen in der Bretagne (Lorient, Brest) verlegten.
U-Jagd-Schutz: Aktive Abwehr feindlicher Überwasserstreitkräfte im Nahbereich der Küste zur Gewährleistung einer gefahrlosen Revierfahrt der ein- und auslaufenden Boote.
Logistik-Sicherung: Aufrechterhaltung des minimalen Versorgungsverkehrs für Marine-Kleinkampfmittel und Stützpunktbesatzungen auf den belagerten Kanalinseln in der Endphase.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 65 / 10 2. Vorpostenflottille: Kriegstagebuch (KTB) mit detaillierten Berichten über die Verlegung von der Nordsee nach St. Malo und die dortigen Sicherungseinsätze.
BArch RM 54 / 112 Sicherung West: Akten zur operativen Unterstellung, den taktischen Anweisungen und dem Einsatz der Flottille im Bereich der Kanalinseln.
BArch RM 47 / 112 Seekommandant Kanalinseln: Unterlagen zur Neugliederung der Flottillenreste und der Bildung der KFK-Gruppe während der Einschließung 1944/45.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band 2, Abschnitt Sicherungsstreitkräfte: Die Vorpostenflottillen im Bereich der französischen Kanalküste).
Gröner, Erich „Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945“ (Band 8, technische Daten zu den Fischdampfern und Kriegsfischkuttern der 2. Flottille).
Harnack, Wolfgang „Die Verteidigung der Küsten“ (Bietet Details zur taktischen Rolle der Vorpostenboote bei St. Malo und der Sicherung der Kanalinseln).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132