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Küstenschutzflottille Ostland: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 3. Februar 2026, 13:54 Uhr

Datenblatt Küstenschutzflottille Ostland
Die Küstenschutzflottille Ostland (bzw. Reval) war die direkte Vorläuferorganisation der 14. Sicherungs-Flottille. Für die U-Boot-Waffe dokumentiert dieser Werdegang die zunehmende Militarisierung des Baltikums gegen Kriegsende.
Historische Entwicklung und Standorte
01.09.1941: Aufstellung als Küstenschutzgruppe Ostland in Libau (Liepāja) unmittelbar nach der Besetzung des Baltikums.
01.10.1941: Verlegung nach Reval (Tallinn), um den Finnenbusen gegen sowjetische Ausbruchsversuche zu sichern.
21.05.1942: Massive Vergrößerung und Umbenennung zur Küstenschutzflottille Ostland.
01.08.1942: Umbenennung in Küstenschutzflottille Reval, um die lokale Zuständigkeit im KTB deutlicher zu machen.
15.07.1944: Umgliederung und Umbenennung in 14. Sicherungs-Flottille. Damit wurde die Einheit fest in die Struktur der Sicherungsdivisionen integriert.
Ende: Einsatz bei der Evakuierung des Baltikums und Auflösung nach der Kapitulation 05.1945.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Sicherung der Ausbildung: Die Flottille garantierte die Sicherheit der weiten Übungsgebiete vor Estland. Ohne diese Sicherung gegen sowjetische Schnellboote und U-Boote hätte die U-Boot-Waffe ihre Frontausbildung in der östlichen Ostsee nicht durchführen können.
Netz- und Sperrschutz: Zusammenarbeit mit Schiffen wie dem Netzleger Valencia, um die Liegeplätze der U-Boote in Reval gegen Torpedoangriffe zu schützen.
Transit-Begleitung: Begleitschutz für U-Boote, die zu Spezialoperationen in den inneren Finnenbusen verlegten.
Quellenangabe
BArch RM 106 Flottillen der Sicherungsstreitkräfte. Enthält die Kriegstagebücher unter allen drei Bezeichnungen (Ostland / Reval / 14. Sichel).
BArch RM 45-I Marinedienststellen in der Ostsee. Belegt die Unterstellung unter den Admiral Ostland bzw. den Kommandierenden Admiral östliche Ostsee.
BArch PERS 6 Personalakten. Dokumentiert Offiziere, die den gesamten Namenswechsel der Flottille von 1941 bis 1944 mitmachten.
Lexikon der Wehrmacht → Küstenschutzflottille Ostland
Literaturverweise
Marinedienstvorschrift Nr. 32 Bestimmungen für die personelle Verwaltung der Kriegsmarine
Walter Lohmann / Hans H. Hildebrand Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. (Band 2, Abschnitt 160: Sicherungsstreitkräfte Ostsee).
Georg Tessin Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS. (Band 14)
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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