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Personaloffizier: Unterschied zwischen den Versionen

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| colspan="3" | Der Personaloffizier ist ein Offizier, der in Einrichtungen der Marine verwaltungstechnische Aufgaben im Bezug auf das eingesetzte Personal übernimmt. Dazu gehören insbesondere Ausfertigung, Führung und Aufbewahrung von Personalberichten, Dienstakten und Beförderungslisten sowie damit in Verbindung stehender Daten bezüglich Karriereverlauf, Versetzungen und Disziplinarstrafen einzelner Personen sowie der Beförderungsliste.
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Aktuelle Version vom 30. Januar 2026, 14:21 Uhr

Datenblatt Personaloffizier
Ein Personaloffizier (oft auch als A-I oder Abteilung I P im Stab bezeichnet) war für die gesamte personelle Verwaltung, Planung und Zuweisung von Soldaten innerhalb eines Verbandes oder einer Dienststelle zuständig.
Personalplanung und Zuweisung
Die Hauptaufgabe war die Sicherstellung der vollen Besatzungsstärke.
Besetzungslisten: Er führte Buch darüber, welche Positionen auf U-Booten vakant waren. Er forderte Ersatzpersonal aus der Personalreserve oder den Unterseeboots-Lehr-Divisionen an.
Klassifizierung: Er achtete darauf, dass Spezialisten (beispielsweise Absolventen aus dem Nachrichtenlehrgang oder dem Torpedooffizierslehrgang) gemäß ihrer Qualifikation auf die Boote verteilt wurden.
Laufbahnüberwachung und Beurteilung
Beförderungswesen: Er bearbeitete die Beförderungsvorschläge der Kommandanten für die Mannschaftsgrade (beispielsweise vom Obermatrosen zum Gefreiten) und die Unteroffiziere.
Lehrgangswesen: Er koordinierte die Kommandierung von Soldaten zu Fachlehrgängen, wie dem Zugführerlehrgang oder dem U-Wachoffizierslehrgang, um die berufliche Weiterentwicklung und die fachliche Qualität sicherzustellen.
Disziplinarangelegenheiten: Er unterstützte den Kommandeur bei rechtlichen Fragen und führte die Personalakten, in denen Belobigungen und Strafen vermerkt wurden.
Besondere Bedeutung in der U-Boot-Waffe
In den Stäben der U-Boot-Flottillen oder beim Kommandierenden Admiral der Unterseeboote war der Personaloffizier eine Schlüsselperson:
Besatzungszusammenstellung: Er war maßgeblich an der Auswahl der Teams für die Baubelehrung neuer Boote beteiligt. Er musste darauf achten, dass eine gesunde Mischung aus erfahrenen „alten Hasen“ (Kriegsoffizieren) und jungen Soldaten (beispielsweise Wachoffiziersschülern) entstand.
Verlustmanagement: Ab dem Jahr 1943 bestand seine schwere Aufgabe darin, die hohen Personalverluste durch neue Jahrgänge aus den Schiffsstammabteilungen auszugleichen.
Quellenangabe
Bundesarchiv, Signatur RM 91 (Dienststellen der U-Boot-Waffe) – Enthält personelle Zustandsberichte und Besetzungslisten der Flottillen.
Bundesarchiv, Signatur Pers 6 (Personalakten von Offizieren) – Dokumentation der individuellen Laufbahnen und Kommandierungen.
Lexikon der Wehrmacht Unter Lexikon der Wehrmacht Fachartikel zur Organisation der Marinestäbe und der Rolle der Personalabteilung.
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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