Aktionen

23. Minensuchflottille: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

 
Zeile 1: Zeile 1:
{| style="background-color:#FFFFE0;border-color:black;border-width:3px;border-style:double;width:100%;align:center"
+
{| style="background-color:#FFFFE0; border:3px double black; width:100%; table-layout:fixed; border-collapse:separate; padding:10px; font-weight:normal;"
 +
 
 
|-
 
|-
| || colspan="3" |
+
|
 +
{| class="wikitable" style="width:100%; table-layout:fixed; background-color:#FFFFE0; font-weight:normal;"
  
{| class="wikitable"
 
 
|-
 
|-
 
| style="width:25%" |
 
| style="width:25%" |
 
| style="width:75%" |
 
| style="width:75%" |
 
|-
 
|-
! Datenblatt
+
! Verband
 
! '''23. Minensuchflottille'''
 
! '''23. Minensuchflottille'''
 +
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
 +
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
| colspan="3" | Die 23. Minensuchflottille wurde am 01.08.1942 mit den Besatzungen der 11. Minensuchflottille aufgestellt. Aufgabe der Flottille war der Sicherungs- und Geleitdienst an der norwegischen Küste, 1945 in der mittleren Ostsee. Die Flottille unterstand dem Admiral Norwegische Westküste und wurde nach Kriegsende zur Minenräumung eingesetzt, bis sie Ende 1947 aufgelöst wurde.
+
 
 +
| colspan="3" | Die 23. Minensuchflottille war ein wichtiger Sicherungsverband der Kriegsmarine, der primär für den Geleit- und Minensuchdienst in den nordischen Gewässern verantwortlich war. Sie entstand aus den erfahrenen Besatzungen der 11. Minensuchflottille und sicherte die für die deutsche Kriegführung essentiellen Schifffahrtswege entlang der norwegischen Westküste und in der Endphase des Krieges in der mittleren Ostsee.
 
|-
 
|-
 +
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
| colspan="3" | '''Operationen'''
+
 
 +
| ||
 +
|-
 +
! colspan="3" | Entstehung, Funktion und Ende
 +
 
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
| colspan="3" | 1942 - 1944: Sicherungs- und Geleitdienst an der norwegischen Küste.
+
 
 +
| Aufstellung: || colspan="3" | Am 01.08.1942 unter Verwendung der Besatzungsstämme der 11. Minensuchflottille aufgestellt. Die taktische Unterstellung erfolgte unter den Admiral Norwegische Westküste.
 +
|-
 +
 
 +
| Standort: || colspan="3" | Operationsgebiete lagen von 1942 bis 1944 an der norwegischen Westküste. Im Jahr 1945 erfolgte die Verlegung in die mittlere Ostsee zur Durchführung von Geleitaufgaben.
 +
|-
 +
 
 +
| Technik: || colspan="3" | Einsatz von Minensuchbooten zur Durchführung von Räum- und Sicherungsfahrten. Die Einheiten waren für den dauerhaften Einsatz in den schwierigen Verhältnissen der norwegischen Küstengewässer ausgerüstet.
 
|-
 
|-
| colspan="3" | 1945: Geleitdienst in der mittleren Ostsee.
+
 
 +
| Ende 1947: || colspan="3" | Nach Kriegsende verblieb die Flottille im Rahmen des Deutschen Minenräumdienstes aktiv, um die Seewege von Minensperren zu säubern. Die endgültige Auflösung erfolgte Ende 1947.
 
|-
 
|-
 +
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
| ||
+
! colspan="3" | Spezifische Merkmale & Sicherung
 +
 
 
|-
 
|-
! colspan="3" | Quellenangabe
+
| ||
 +
|-
 +
 
 +
| Operationen 42-44: || colspan="3" | Sicherungs- und Geleitdienst an der norwegischen Küste zum Schutz der Zufuhrwege und zur Abwehr feindlicher U-Boot- und Luftangriffe.
 +
|-
 +
 
 +
| Operationen 1945: || colspan="3" | Geleitdienst in der mittleren Ostsee zur Sicherung der Rückzugswege und Evakuierungstransporte in den letzten Kriegsmonaten.
 +
|-
 +
 
 +
| Nachkriegsräumung: || colspan="3" | Durch die langjährige Erfahrung des Personals spielte die Flottille eine Schlüsselrolle bei der Beseitigung der Minengefahr in den Nachkriegsjahren unter alliierter Aufsicht.
 
|-
 
|-
| ||  
+
 
 +
| ||
 
|-
 
|-
| colspan="3" | Lexikon der Wehrmacht [https://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/Minensucher/23MinSuch.htm | → 23. Minensuchflottille]
+
! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
 +
 
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
! colspan="3" |
+
 
 +
| Revierfahrt: || colspan="3" | Die 23. Minensuchflottille hielt die Anlaufwege zu den U-Boot-Stützpunkten an der norwegischen Westküste von Minen frei und ermöglichte so den sicheren Transit der Frontboote.
 +
|-
 +
 
 +
| Flankenschutz: || colspan="3" | Während der Revier- und Auslaufphase der U-Boote boten die Minensuchboote wertvollen Schutz gegen feindliche Angriffe in den eng befahrbaren Gewässern.
 +
|-
 +
 
 +
| Transit-Sicherheit: || colspan="3" | Die Sicherung der Zwangswege entlang der norwegischen Küste war Voraussetzung für die operative Anbindung der im Nordmeer eingesetzten U-Boote.
 +
|-
 +
 
 +
| ||
 +
|-
 +
! colspan="3" | Quellenverweise - [https://invenio.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
 +
 
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
 
 +
| BArch RM 65 || colspan="3" | Akten der Minensuchflottillen: Kriegstagebücher und Einsatzberichte der 23. Minensuchflottille (1942–1945).
 +
|-
 +
 
 +
| BArch RM 113 || colspan="3" | Deutscher Minenräumdienst: Unterlagen über den Einsatz der Flottille nach 1945 bis zur Auflösung 1947.
 +
|-
 +
 
 +
| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten: Nachweise über die Dienstzeit von Seeoffizieren und technischem Fachpersonal in der 23. Flottille.
 +
|-
 +
 
 +
| ||
 +
|-
 +
! colspan="3" | Literaturverweise
 +
 
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
| colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
+
 
 +
| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel Minensuchverbände).
 +
|-
 +
 
 +
| Lenton, H. T. || colspan="3" | "German Warships of the Second World War" (Technische Daten und Verbleib der Minensuch-Einheiten).
 +
|-
 +
 
 +
| Rohwer / Hümmelchen || colspan="3" | "Chronik des Seekrieges 1939–1945" (Details zum Einsatz im norwegischen Raum und in der Ostsee).
 
|-
 
|-
 +
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
| colspan="3" | >>>>U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki<<<<
+
 
 +
| style="text-align:center" colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
 +
|-
 +
! colspan="3" |
 +
 
 +
|-
 +
| ||
 
|-
 
|-
| || colspan="3" | '''<small>ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132</small>'''
+
 
 +
| style="text-align:center" colspan="3" | [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com] - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
 
|-
 
|-
 +
 +
|}
 
|}
 
|}

Aktuelle Version vom 2. März 2026, 08:14 Uhr

Verband 23. Minensuchflottille
Die 23. Minensuchflottille war ein wichtiger Sicherungsverband der Kriegsmarine, der primär für den Geleit- und Minensuchdienst in den nordischen Gewässern verantwortlich war. Sie entstand aus den erfahrenen Besatzungen der 11. Minensuchflottille und sicherte die für die deutsche Kriegführung essentiellen Schifffahrtswege entlang der norwegischen Westküste und in der Endphase des Krieges in der mittleren Ostsee.
Entstehung, Funktion und Ende
Aufstellung: Am 01.08.1942 unter Verwendung der Besatzungsstämme der 11. Minensuchflottille aufgestellt. Die taktische Unterstellung erfolgte unter den Admiral Norwegische Westküste.
Standort: Operationsgebiete lagen von 1942 bis 1944 an der norwegischen Westküste. Im Jahr 1945 erfolgte die Verlegung in die mittlere Ostsee zur Durchführung von Geleitaufgaben.
Technik: Einsatz von Minensuchbooten zur Durchführung von Räum- und Sicherungsfahrten. Die Einheiten waren für den dauerhaften Einsatz in den schwierigen Verhältnissen der norwegischen Küstengewässer ausgerüstet.
Ende 1947: Nach Kriegsende verblieb die Flottille im Rahmen des Deutschen Minenräumdienstes aktiv, um die Seewege von Minensperren zu säubern. Die endgültige Auflösung erfolgte Ende 1947.
Spezifische Merkmale & Sicherung
Operationen 42-44: Sicherungs- und Geleitdienst an der norwegischen Küste zum Schutz der Zufuhrwege und zur Abwehr feindlicher U-Boot- und Luftangriffe.
Operationen 1945: Geleitdienst in der mittleren Ostsee zur Sicherung der Rückzugswege und Evakuierungstransporte in den letzten Kriegsmonaten.
Nachkriegsräumung: Durch die langjährige Erfahrung des Personals spielte die Flottille eine Schlüsselrolle bei der Beseitigung der Minengefahr in den Nachkriegsjahren unter alliierter Aufsicht.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Revierfahrt: Die 23. Minensuchflottille hielt die Anlaufwege zu den U-Boot-Stützpunkten an der norwegischen Westküste von Minen frei und ermöglichte so den sicheren Transit der Frontboote.
Flankenschutz: Während der Revier- und Auslaufphase der U-Boote boten die Minensuchboote wertvollen Schutz gegen feindliche Angriffe in den eng befahrbaren Gewässern.
Transit-Sicherheit: Die Sicherung der Zwangswege entlang der norwegischen Küste war Voraussetzung für die operative Anbindung der im Nordmeer eingesetzten U-Boote.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 65 Akten der Minensuchflottillen: Kriegstagebücher und Einsatzberichte der 23. Minensuchflottille (1942–1945).
BArch RM 113 Deutscher Minenräumdienst: Unterlagen über den Einsatz der Flottille nach 1945 bis zur Auflösung 1947.
BArch PERS 6 Personalakten: Nachweise über die Dienstzeit von Seeoffizieren und technischem Fachpersonal in der 23. Flottille.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel Minensuchverbände).
Lenton, H. T. "German Warships of the Second World War" (Technische Daten und Verbleib der Minensuch-Einheiten).
Rohwer / Hümmelchen "Chronik des Seekrieges 1939–1945" (Details zum Einsatz im norwegischen Raum und in der Ostsee).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132