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I. Marine-Unteroffizierslehrabteilung: Unterschied zwischen den Versionen

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! Ausbildung
 
! '''I. Marine-Unteroffizierslehrabteilung'''
 
! '''I. Marine-Unteroffizierslehrabteilung'''
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| colspan="3" | Die I. Marine-Unteroffizier-Lehrabteilung war eine zentrale Ausbildungseinheit der Kriegsmarine, die eine entscheidende Rolle bei der Formung des technischen und seemännischen Führungspersonals unterhalb der Offiziersebene spielte.
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| colspan="3" | Die I. Marine-Unteroffizierslehrabteilung (I. M.U.L.A.) war eine zentrale Ausbildungseinheit der Kriegsmarine zur Formung des technischen und seemännischen Führungspersonals unterhalb der Offiziersebene. Sie bildete die Brücke zwischen der reinen Fachausbildung und der Übernahme von Vorgesetztenverantwortung als Maat oder Feldwebel.
 
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! colspan="3" |Standort und Gründung
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| colspan="3" | Die Abteilung wurde am 01.10.1934 aufgestellt. Ihr Hauptstandort war Friedrichsort bei Kiel. Dieser Ort war strategisch gewählt, da er engen Zugang zu den technischen Werkstätten und den Hafenanlagen der Ostsee bot.
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| Kiel-Friedrichsort: || colspan="3" | Der ursprüngliche und langjährige Hauptstandort der I. M.U.L.A. Hier befanden sich die zentralen Kasernenanlagen und Übungsplätze für den Unteroffiziersnachwuchs.
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| Plön: || colspan="3" | Zeitweise Nutzung von Kapazitäten in Plön (Holstein) zur Entlastung der Kieler Standorte, insbesondere bei hohen Rekrutenzahlen während der Expansionsphase ab 1935.
 
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| Aarhus (Dänemark): || colspan="3" | Im Jahr 1943 erfolgte die Verlegung nach Aarhus in das besetzte Dänemark. Dort wurde der Lehrbetrieb bis kurz vor Kriegsende unter Aufrechterhaltung der Sicherung des Küstenraums fortgeführt.
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| || colspan="3" | Nach den Beständen des Bundesarchivs (BArch RM 121/162) war die I. Marine-Unteroffizierslehrabteilung regulär in Kiel-Friedrichsort und später in Aarhus (Dänemark) stationiert.
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| || colspan="3" | Dass der Name Glücksburg in Verbindung mit Unteroffizieren auftaucht, hat meist zwei Gründe:
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| || colspan="3" | Ausweichquartier 1944/45: In der Endphase des Krieges wurden Teile der Kieler Schulen in den Raum Flensburg/Glücksburg verlegt, da Kiel massiv zerbombt war. Es handelte sich dabei aber um Splittergruppen oder kurzzeitige Unterbringungen, nicht um den permanenten Friedens- oder Hauptstandort.
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| || colspan="3" | Marinenachrichtenschule (M.N.S.): In Glücksburg (Meierwik) befand sich eine große Nachrichtenschule. Da dort auch Unteroffiziere (Funkmaate) ausgebildet wurden, führt dies in Listen oft zur falschen Zuordnung als „Unteroffizierslehrabteilung Glücksburg“.
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! colspan="3" |Aufgaben und Zielsetzung
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! colspan="3" | Historischer Kontext & Organisation
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| colspan="3" | Die Hauptaufgabe der I. Marine-Unteroffizier-Lehrabteilung bestand darin, geeignete Matrosen und Gefreite auf ihre Aufgaben als Unteroffiziere (Maate) vorzubereiten.
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| Aufstellung: || colspan="3" | Formiert am 01.10.1934; Hauptstandort war Kiel-Friedrichsort. Die Unterbringung erfolgte teils in den massiven Kasernenanlagen der ehemaligen Festung Friedrichsort.
 
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| colspan="3" | Voraussetzung: Die Soldaten mussten bereits ihre infanteristische Grundausbildung in einer Schiffsstammabteilung und eine erste Fachausbildung abgeschlossen haben.
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| Aufgaben: || colspan="3" | Vorbereitung geeigneter Matrosen und Gefreiter auf die Aufgaben als Unteroffiziere (Maate). Fokus auf Menschenführung und militärisches Vorgesetztenrecht.
 
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| colspan="3" | Lehrgangsinhalte: Der Fokus lag auf der Menschenführung, dem militärischen Vorgesetztenrecht und der vertieften Fachkunde. Für die Unterseeboot-Waffe war dies besonders wichtig, da die Maate an Bord eines Bootes oft eigenverantwortlich für ganze technische Sektionen (wie den Elektromotorenraum) zuständig waren.  
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| Laufbahntrennung: || colspan="3" | In Friedrichsort wurden primär die technischen Laufbahnen (Maschinisten, Elektriker) sowie seemännisches Personal der Ostseestation geschult.
 
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| colspan="3" | Dauer: In Friedenszeiten dauerte ein solcher Lehrgang mehrere Monate. Nach dem Kriegsbeginn am 01.09.1939 wurde die Ausbildungszeit deutlich verkürzt, um den enormen Bedarf an Führungspersonal für die neuen Unterseeboote zu decken.
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| Dauer: || colspan="3" | Ursprünglich mehrere Monate; nach Kriegsbeginn am 01.09.1939 erfolgte eine deutliche Straffung der Lehrgangszeiten zur massiven Bedarfsdeckung.
 
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| Umstrukturierung: || colspan="3" | Am 01.01.1944 erfolgte eine Neuorganisation zur noch spezialisierter Aufteilung in technische und nachrichtendienstliche Fachbereiche.
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! colspan="3" |Bedeutung für die Unterseeboot-Waffe
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! colspan="3" | Spezifische Merkmale & Ausbildung
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| colspan="3" | Bevor ein Unteroffizier-Anwärter zur Unterseeboot-Lehrdivision versetzt wurde, durchlief er oft die I. Marine-Unteroffizier-Lehrabteilung. Hier wurde entschieden, ob er charakterlich geeignet war, als Maat eine Gruppe von Soldaten in der extremen Enge eines Unterseebootes zu führen. Viele der späteren Obermaschinisten und Bootsmänner der Crew 1937 und Crew 1938 erhielten hier ihren feinschliff.
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| Vorgesetzten-Drill: || colspan="3" | Methodik der Ausbildung Untergebener; der Maat als Mittler zwischen Offizier und Mannschaft.
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| Havarieschulung: || colspan="3" | In Friedrichsort wurden spezifische Übungen zur Leckabwehr und Brandbekämpfung durchgeführt, um die Kaltblütigkeit angehender Unterführer zu prüfen.
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| Werftnähe: || colspan="3" | Durch die Nähe zu den Kieler Großwerften konnten Lehrgangsteilnehmer direkt an technischen Neuerungen (z.B. neue Diesel-Einspritzpumpen) unterwiesen werden.
 
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! colspan="3" |Auflösung und Umstrukturierung
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! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| colspan="3" | Im Zuge der Ausweitung des Krieges wurde die Struktur der Lehrabteilungen mehrfach angepasst. Am 01.01.1944 wurde die Abteilung umorganisiert, um die Ausbildung noch spezialisierter auf die verschiedenen Laufbahnen (Seemännisch, Technisch, Nachrichtendienst) zuzuschneiden.
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| Kaderschmiede: || colspan="3" | Ein Großteil der technischen Maate (z. B. Maschinenmaate für den E-Maschinenraum) erhielt hier den soldatischen Feinschliff vor dem Fronteinsatz.
 
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| Selektion: || colspan="3" | Prüfung der psychischen Belastbarkeit und Autorität für den Dienst auf engstem Raum, wo Unteroffiziere oft eigenständig Sektionen leiten mussten.
 
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! colspan="3" | Literaturverweise
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| Karriereleiter: || colspan="3" | In den Personalunterlagen markiert die I. M.U.L.A. den entscheidenden Übergang vom Spezialisten zum militärischen Vorgesetzten.
 
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| Georg Tessin || colspan="3" | "Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939–1945" (Band 14)- Osnabrück, Biblio Verlag 2002. [https://www.amazon.de/Verb%C3%A4nde-deutschen-Wehrmacht-Waffen-SS-1939-1945/dp/B0BMQ22P4L/ref=sr_1_16?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&crid=1K86ZQEWLBIO6&dib=eyJ2IjoiMSJ9.jsH24vdHrWLpUTsf9rYgREFpJ8GqoYVq0GboARuMTMAoVv0VVDDKmaGXOikDFE69erJqjZhYF-z3U4asUGXXm5GbfTPMESGI-c0X9qXDb-syyTOmppiPCbGUSO1XxKKWYGON-424qZMU3_BV-VekYlwHBkctF-bF0IyDGXMaS_FAcpmH_GaazI7H2ejtizs9kn-tjOSrteEKefegDY2b4MGJjqD_nR6uS0jFFF5EiXE.Cd-HPwRBbIRhj8KJNz2Kg0vJ7BsSj9WUnfCbDHcqq34&dib_tag=se&keywords=%22Verb%C3%A4nde+und+Truppen+der+deutschen+Wehrmacht+und+Waffen-SS+im+Zweiten+Weltkrieg+1939%E2%80%931945%22+Band+14&qid=1769695125&sprefix=verb%C3%A4nde+und+truppen+der+deutschen+wehrmacht+und+waffen-ss+im+zweiten+weltkrieg+1939+1945%22+band+14%2Caps%2C128&sr=8-16 | → Amazon]
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! colspan="3" | Quellenverweise - [https://invenio.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
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| Hans H. Hildebrand || colspan="3" | "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis heute" (Band 3) - Biblio-Verlag Osnabrück 1993. [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/3DG675DJWMESSGU5OEIZW3Y4XJFOTGJ4 | → Deutsche Digitale Bibliothek]
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| Marine-Dienstvorschrift Nummer 151 || colspan="3" | Diese Vorschrift regelt die Laufbahnbestimmungen und erklärt, welche Prüfungen ein Soldat in der I. Marine-Unteroffizier-Lehrabteilung bestehen musste, um zum Maat befördert zu werden.
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| BArch RM 121 / 162 || colspan="3" | Dienstvorschriften zur Einrichtung und zum Lehrbetrieb der Marine-Unteroffizierslehrabteilungen.
 
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| Bundesarchiv-Militärarchiv (Bestand RM 20):  || colspan="3" | Hier sind die Lehrgangsberichte der Ausbildungseinheiten in Kiel hinterlegt, die Aufschluss über die hohe Durchfallquote und die strengen Auswahlkriterien geben.
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| BArch RM 121 / 642 || colspan="3" | Stammrollen und Stellenbesetzungslisten der I. M.U.L.A. (Kiel-Friedrichsort).
 
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| Lexikon der Wehrmacht || colspan="3" | [https://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/Marinelehrabteilungen/MLA1.htm| I. Marine-Unteroffizierslehrabteilung]
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| BArch RM 20 / 1215 || colspan="3" | Unterlagen der Inspektion des Unterseebootwesens zu Qualitätsanforderungen an den Nachwuchs.
 
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! colspan="3" | Literaturverweise
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| colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Organisation der Dienststellen an Land).
 
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| Tessin, Georg || colspan="3" | "Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht" (Band 14, Marine-Lehrabteilungen).
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| Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | "Die deutschen Kriegsschiffe: Biographien" (Entwicklung des Standortes Friedrichsort).
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Aktuelle Version vom 20. Februar 2026, 17:30 Uhr

Ausbildung I. Marine-Unteroffizierslehrabteilung
Die I. Marine-Unteroffizierslehrabteilung (I. M.U.L.A.) war eine zentrale Ausbildungseinheit der Kriegsmarine zur Formung des technischen und seemännischen Führungspersonals unterhalb der Offiziersebene. Sie bildete die Brücke zwischen der reinen Fachausbildung und der Übernahme von Vorgesetztenverantwortung als Maat oder Feldwebel.
Standorte und Verlegungen
Kiel-Friedrichsort: Der ursprüngliche und langjährige Hauptstandort der I. M.U.L.A. Hier befanden sich die zentralen Kasernenanlagen und Übungsplätze für den Unteroffiziersnachwuchs.
Plön: Zeitweise Nutzung von Kapazitäten in Plön (Holstein) zur Entlastung der Kieler Standorte, insbesondere bei hohen Rekrutenzahlen während der Expansionsphase ab 1935.
Aarhus (Dänemark): Im Jahr 1943 erfolgte die Verlegung nach Aarhus in das besetzte Dänemark. Dort wurde der Lehrbetrieb bis kurz vor Kriegsende unter Aufrechterhaltung der Sicherung des Küstenraums fortgeführt.
Nach den Beständen des Bundesarchivs (BArch RM 121/162) war die I. Marine-Unteroffizierslehrabteilung regulär in Kiel-Friedrichsort und später in Aarhus (Dänemark) stationiert.
Dass der Name Glücksburg in Verbindung mit Unteroffizieren auftaucht, hat meist zwei Gründe:
Ausweichquartier 1944/45: In der Endphase des Krieges wurden Teile der Kieler Schulen in den Raum Flensburg/Glücksburg verlegt, da Kiel massiv zerbombt war. Es handelte sich dabei aber um Splittergruppen oder kurzzeitige Unterbringungen, nicht um den permanenten Friedens- oder Hauptstandort.
Marinenachrichtenschule (M.N.S.): In Glücksburg (Meierwik) befand sich eine große Nachrichtenschule. Da dort auch Unteroffiziere (Funkmaate) ausgebildet wurden, führt dies in Listen oft zur falschen Zuordnung als „Unteroffizierslehrabteilung Glücksburg“.
Historischer Kontext & Organisation
Aufstellung: Formiert am 01.10.1934; Hauptstandort war Kiel-Friedrichsort. Die Unterbringung erfolgte teils in den massiven Kasernenanlagen der ehemaligen Festung Friedrichsort.
Aufgaben: Vorbereitung geeigneter Matrosen und Gefreiter auf die Aufgaben als Unteroffiziere (Maate). Fokus auf Menschenführung und militärisches Vorgesetztenrecht.
Laufbahntrennung: In Friedrichsort wurden primär die technischen Laufbahnen (Maschinisten, Elektriker) sowie seemännisches Personal der Ostseestation geschult.
Dauer: Ursprünglich mehrere Monate; nach Kriegsbeginn am 01.09.1939 erfolgte eine deutliche Straffung der Lehrgangszeiten zur massiven Bedarfsdeckung.
Umstrukturierung: Am 01.01.1944 erfolgte eine Neuorganisation zur noch spezialisierter Aufteilung in technische und nachrichtendienstliche Fachbereiche.
Spezifische Merkmale & Ausbildung
Vorgesetzten-Drill: Methodik der Ausbildung Untergebener; der Maat als Mittler zwischen Offizier und Mannschaft.
Havarieschulung: In Friedrichsort wurden spezifische Übungen zur Leckabwehr und Brandbekämpfung durchgeführt, um die Kaltblütigkeit angehender Unterführer zu prüfen.
Werftnähe: Durch die Nähe zu den Kieler Großwerften konnten Lehrgangsteilnehmer direkt an technischen Neuerungen (z.B. neue Diesel-Einspritzpumpen) unterwiesen werden.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Kaderschmiede: Ein Großteil der technischen Maate (z. B. Maschinenmaate für den E-Maschinenraum) erhielt hier den soldatischen Feinschliff vor dem Fronteinsatz.
Selektion: Prüfung der psychischen Belastbarkeit und Autorität für den Dienst auf engstem Raum, wo Unteroffiziere oft eigenständig Sektionen leiten mussten.
Karriereleiter: In den Personalunterlagen markiert die I. M.U.L.A. den entscheidenden Übergang vom Spezialisten zum militärischen Vorgesetzten.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 121 / 162 Dienstvorschriften zur Einrichtung und zum Lehrbetrieb der Marine-Unteroffizierslehrabteilungen.
BArch RM 121 / 642 Stammrollen und Stellenbesetzungslisten der I. M.U.L.A. (Kiel-Friedrichsort).
BArch RM 20 / 1215 Unterlagen der Inspektion des Unterseebootwesens zu Qualitätsanforderungen an den Nachwuchs.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Organisation der Dienststellen an Land).
Tessin, Georg "Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht" (Band 14, Marine-Lehrabteilungen).
Hildebrand, Hans H. "Die deutschen Kriegsschiffe: Biographien" (Entwicklung des Standortes Friedrichsort).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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