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Wachoffiziersschüler: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

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! Ausbildung
! '''Wachoffiziersschüler'''
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! '''Wachoffiziersschüler (W.O.-Schüler)'''
 
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| colspan="3" | Ein Wachoffiziersschüler (oft auch als Wachoffiziersanwärter bezeichnet) war ein Offizier im Range eines Fähnrichs zur See, Oberfähnrichs zur See oder Leutnants zur See, der sich in der unmittelbaren praktischen Vorbereitungsphase auf seine künftige Rolle als Wachoffizier befand.
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| colspan="3" | Ein Wachoffiziersschüler befand sich in der unmittelbaren praktischen Vorbereitungsphase auf seine künftige Rolle als Führungsorgan an Bord. Nach Abschluss der allgemeinen Waffenlehrgänge durchlief er ein Bordpraktikum, um unter Aufsicht die Befähigung zur eigenständigen Führung einer Seewache sowie die Verantwortung für Navigation und Sicherheit zu erwerben.
 
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| colspan="3" | Der Wachoffiziersschüler war ein Teilnehmer des Unterseeboot-Wachoffizierslehrgangs. Er hatte die allgemeinen Offizierslehrgänge (wie den Torpedooffiziers- und Nachrichtenlehrgang) bereits erfolgreich abgeschlossen und befand sich nun in der taktischen Spezialausbildung für den Dienst auf Booten.
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| Rang: || colspan="3" | Meist Fähnrich, Oberfähnrich oder Leutnant zur See.
 
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| Status: || colspan="3" | Teilnehmer des Unterseeboot-Wachoffizierslehrgangs. Voraussetzung war der erfolgreiche Abschluss der technischen Speziallehrgänge (Torpedo, Nachrichten, Artillerie).
 
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! colspan="3" | Ausbildungsschwerpunkte
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| Besonderheit „Schlafmangel-Drill“: || colspan="3" | Während der Bordpraktika wurden Schüler oft über 24–48 Stunden im Dienst gehalten. Ziel war es, ihre Fehlerquote unter extremer Übermüdung zu testen – eine Simulation der mehrtägigen Verfolgungsjagden im Atlantik.
 
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| colspan="3" | In dieser Phase lag der Fokus auf der praktischen Führung eines Bootes:
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| colspan="3" | Wachdienst-Praxis: Er lernte die Verantwortlichkeiten des „Offiziers vom Wachdienst“. Dazu gehörte die Sicherheit auf der Brücke, die Navigation und die Überwachung der Funkdisziplin.
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! colspan="3" | Ausbildungsschwerpunkte & Praxis
 
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| colspan="3" | Angriffstraining: Als Schüler am Angriffssimulator oder auf Schulbooten übte er die Zieldatenerfassung per Sehrohr. Er musste lernen, Kurs und Geschwindigkeit des Gegners blitzschnell einzuschätzen.
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| colspan="3" | Tauch- und Trimmlehre: Der Schüler wurde darin trainiert, das Boot in kritischen Situationen stabil zu halten. Er arbeitete eng mit dem Leitenden Ingenieur zusammen, um das Zusammenspiel von Fluten, Lenzen und Gewichtsverteilung zu verstehen.
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| Wachdienst: || colspan="3" | Praktische Verantwortung als Offizier vom Wachdienst (O.v.W.). Überwachung der Brückensicherheit, der Funkdisziplin und der präzisen Besteckführung.
 
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| Angriffstraining: || colspan="3" | Training am Angriffssimulator. Der Schüler musste lernen, auch bei „ausgefallenem“ Rechner Zielwerte manuell zu schätzen – eine gefürchtete Prüfungskomponente.
 
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! colspan="3" | Einsatz auf Schulbooten
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| Besonderheit „Ein-Mann-Zentrale“: || colspan="3" | In fortgeschrittenen Übungen musste der Schüler die Zentrale allein führen, während die Ausbilder künstliche Lecks oder Brände meldeten. Hier entschied sich die Eignung zum Wachoffizier durch Kaltblütigkeit unter Chaos.
 
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| colspan="3" | Bevor ein Wachoffiziersschüler auf ein Frontboot versetzt wurde, absolvierte er Übungsfahrten in der Ostsee:
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| colspan="3" | Dort nahm er unter Aufsicht erfahrener Ausbilder (oft ehemalige Kommandanten) die Position des Zweiten Wachoffiziers ein.
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! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| colspan="3" | Er leitete die Flak-Bedienung und die Artillerie-Gasten bei simulierten Angriffen, wobei er das Wissen aus dem Artillerielehrgang anwandte.
 
 
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! colspan="3" | Bedeutung für die Besatzungsstruktur
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| Selektion: || colspan="3" | Auf Überwassereinheiten wurde die Entscheidungsfreude geprüft. Wer hier zögerte, wurde zur „Dampferwaffe“ (Überwasserschiffe) zurückversetzt und nicht zur U-Boot-Ausbildung zugelassen.
 
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| Einsatz auf Schulbooten: || colspan="3" | In der Ostsee nahmen Schüler die Position des II. W.O. ein, leiteten die Flak-Bedienung und wendeten ihr Wissen aus dem Artillerielehrgang unter realen Bedingungen an.
 
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| colspan="3" | Der erfolgreiche Abschluss als Wachoffiziersschüler war die Voraussetzung für die Versetzung in eine Kriegsschiffbaulehrabteilung (zur Baubelehrung) oder direkt zu einer Frontflottille. Auf einem Boot vom Typ XXI war seine Rolle aufgrund der automatisierten Abläufe technischer geprägt, während er auf dem Typ VII C noch stärker in die klassische Seemannschaft eingebunden war.
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| Besonderheit „Menschenführung“: || colspan="3" | Ein Schüler wurde scharf darauf beurteilt, wie er sich gegenüber den oft viel älteren und erfahreneren Obermaaten durchsetzte, ohne die Autorität als Vorgesetzter zu verlieren.
 
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! colspan="3" | Quellenverweise - [https://invenio.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
 
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! colspan="3" | Quellenangabe
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| BArch RM 123 || colspan="3" | Lehrgangsberichte und Beurteilungsrichtlinien der U.L.D. zur taktischen Eignung von Wachoffiziersschülern
 
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalunterlagen der Seeoffiziere mit Nachweisen über die praktische Bordbewährung und Auswahlkriterien
 
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| Marine-Dienstvorschrift Nummer 416 || colspan="3" | Sie definierte die fachlichen Hürden, die ein Schüler nehmen musste, um als „Wachoffizier-Voll“ zu gelten.
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| Bundesarchiv Signatur RM 91 || colspan="3" | Listen von Schülern, die zur Front abkommandiert wurden.
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! colspan="3" | Literaturverweise
 
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel zur Offiziersausbildung und den Selektionsverfahren)
 
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| Busch / Röll || colspan="3" | "Der U-Boot-Krieg 1939-1945" (Details zur Laufbahn und den Anforderungen an junge Wachoffiziere)
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| colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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| style="text-align:center" colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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| colspan="3" | >>>>U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki<<<<
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| style="text-align:center" colspan="3" | [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com] - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
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| || colspan="3" | '''<small>ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132</small>'''
 
 
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Aktuelle Version vom 16. Februar 2026, 16:29 Uhr

Ausbildung Wachoffiziersschüler (W.O.-Schüler)
Ein Wachoffiziersschüler befand sich in der unmittelbaren praktischen Vorbereitungsphase auf seine künftige Rolle als Führungsorgan an Bord. Nach Abschluss der allgemeinen Waffenlehrgänge durchlief er ein Bordpraktikum, um unter Aufsicht die Befähigung zur eigenständigen Führung einer Seewache sowie die Verantwortung für Navigation und Sicherheit zu erwerben.
Definition und Status
Rang: Meist Fähnrich, Oberfähnrich oder Leutnant zur See.
Status: Teilnehmer des Unterseeboot-Wachoffizierslehrgangs. Voraussetzung war der erfolgreiche Abschluss der technischen Speziallehrgänge (Torpedo, Nachrichten, Artillerie).
Besonderheit „Schlafmangel-Drill“: Während der Bordpraktika wurden Schüler oft über 24–48 Stunden im Dienst gehalten. Ziel war es, ihre Fehlerquote unter extremer Übermüdung zu testen – eine Simulation der mehrtägigen Verfolgungsjagden im Atlantik.
Ausbildungsschwerpunkte & Praxis
Wachdienst: Praktische Verantwortung als Offizier vom Wachdienst (O.v.W.). Überwachung der Brückensicherheit, der Funkdisziplin und der präzisen Besteckführung.
Angriffstraining: Training am Angriffssimulator. Der Schüler musste lernen, auch bei „ausgefallenem“ Rechner Zielwerte manuell zu schätzen – eine gefürchtete Prüfungskomponente.
Besonderheit „Ein-Mann-Zentrale“: In fortgeschrittenen Übungen musste der Schüler die Zentrale allein führen, während die Ausbilder künstliche Lecks oder Brände meldeten. Hier entschied sich die Eignung zum Wachoffizier durch Kaltblütigkeit unter Chaos.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Selektion: Auf Überwassereinheiten wurde die Entscheidungsfreude geprüft. Wer hier zögerte, wurde zur „Dampferwaffe“ (Überwasserschiffe) zurückversetzt und nicht zur U-Boot-Ausbildung zugelassen.
Einsatz auf Schulbooten: In der Ostsee nahmen Schüler die Position des II. W.O. ein, leiteten die Flak-Bedienung und wendeten ihr Wissen aus dem Artillerielehrgang unter realen Bedingungen an.
Besonderheit „Menschenführung“: Ein Schüler wurde scharf darauf beurteilt, wie er sich gegenüber den oft viel älteren und erfahreneren Obermaaten durchsetzte, ohne die Autorität als Vorgesetzter zu verlieren.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 123 Lehrgangsberichte und Beurteilungsrichtlinien der U.L.D. zur taktischen Eignung von Wachoffiziersschülern
BArch PERS 6 Personalunterlagen der Seeoffiziere mit Nachweisen über die praktische Bordbewährung und Auswahlkriterien
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel zur Offiziersausbildung und den Selektionsverfahren)
Busch / Röll "Der U-Boot-Krieg 1939-1945" (Details zur Laufbahn und den Anforderungen an junge Wachoffiziere)
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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