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Küstensicherungsverband norwegische Westküste: Unterschied zwischen den Versionen

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! Datenblatt
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! Verband
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! Küstensicherungsverband norwegische Westküste
 
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| colspan="3" | Der Küstensicherungsverband norwegische Westküste war eine regionale Führungsebene der Sicherungsstreitkräfte, die nach der Besetzung Norwegens ([[Unternehmen Weserübung]]) im Jahr 1940 geschaffen wurde.  
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| colspan="3" | Der Küstensicherungsverband norwegische Westküste (auch Küstenschutzverband) war ein regionaler Sicherungsverband der Kriegsmarine. Er diente als operative Klammer für die Überwachung und Verteidigung der Küstengewässer zwischen Stavanger und dem Nordkap. Der Verband war verantwortlich für die Sicherung der Seewege gegen alliierte Vorstöße, Minenlegunternehmungen und Sabotageakte in den zerklüfteten Fjorden.
 
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! colspan="3" | Historischer Kontext & Organisation
 
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| colspan="3" | Der Verband unterstand dem Admiral der norwegischen Westküste (Sitz in Bergen). Er koordinierte die Sicherung der strategisch wichtigen Fjorde und Küstengewässer, die als Transitstrecken für die U-Boot-Waffe und Erztransporte dienten.
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| Aufstellung: || colspan="3" | Formiert 1940 nach Abschluss des Unternehmens „Weserübung“.
 
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| Unterstellung: || colspan="3" | Kommandierender Admiral norwegische Westküste (Sitz in Bergen).
 
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! colspan="3" | Zusammensetzung:
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| Struktur: || colspan="3" | Leitung lokaler Küstenschutzflottillen, Minensuch- und Vorpostengruppen in strategischen Häfen wie Bergen, Stavanger und Trondheim.
 
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| Einheiten: || colspan="3" | Einsatz von kleinen, wendigen Einheiten, umgebauten Fischereifahrzeugen (Kriegsfischkutter) und Walfängern, ideal für die Navigation in engen Gewässern.
 
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| colspan="3" | Dem Verband unterstanden verschiedene Sicherungsflottillen, die sich aus Minensuchbooten, Räumbooten und Vorpostenbooten zusammensetzten. Viele dieser Einheiten waren umgerüstete Fischdampfer oder Walfänger, die für den Einsatz in den tiefen Fjorden und bei schwerem Wetter an der norwegischen Küste besonders geeignet waren.
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| Kriegsende: || colspan="3" | Aktiv bis zur Kapitulation am 08.05.1945. Danach teilweise Eingliederung in den Deutschen Minenräumdienst zur Säuberung der norwegischen Küste.
 
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! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
 
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| colspan="3" | Die Hauptaufgabe war die Sicherung der „Zwangswege“ gegen britische Luftminen und U-Boot-Angriffe. Dies war lebensnotwendig für die Front-U-Boote, die Stützpunkte wie Bergen oder Drontheim ansteuerten. Zudem leistete der Verband Geleitschutz für Küstentransporte und führte Rettungsdienste bei Seenot von Luftwaffen- oder Marineneinheiten durch.
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| Stützpunktschutz: || colspan="3" | Sicherung der äußeren Zufahrten zu den großen U-Boot-Basen in Bergen (9. und 11. U-Flottille) und Trondheim (13. U-Flottille) gegen britische U-Boote und Luftangriffe.
 
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| Geleitsicherung: || colspan="3" | Schutz von U-Booten bei Verlegungen zwischen norwegischen Stützpunkten oder zu Werftliegezeiten vor Angriffen der Royal Navy oder Widerstandsgruppen.
 
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! colspan="3" | Bedeutung für die U-Boot-Waffe:
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| Erprobungsgebiete: || colspan="3" | Absperrung und Sicherung wichtiger Erprobungs- und Ausbildungsgebiete (z. B. Torpedotests) gegen feindliche Beobachtung und Störungen.
 
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| colspan="3" | Der Verband stellte sicher, dass die U-Boote nach dem Verlassen der Stützpunkte sicher das freie Meer erreichten. Einheiten oder die Schiffe der [[2. Minensuchflottille]] arbeiteten oft eng mit den Sicherungsverbänden in Norwegen zusammen, um die Minenfreiheit der Fjorde zu garantieren.
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! colspan="3" | Quellenverweise - [https://invenio.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
 
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! colspan="3" | Kriegsverlauf:
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| BArch RM 53 / 24 || colspan="3" | Kriegstagebuch (KTB) des Befehlshabers der Sicherung der Westküste Norwegens (Abwehreinsätze gegen alliierte Operationen).
 
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| BArch RM 45 / 12 || colspan="3" | Akten des Kommandierenden Admirals norwegische Westküste (Befehlsstruktur und Gliederung der Flottillen).
 
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| colspan="3" | Mit der zunehmenden alliierten Luftüberlegenheit ab dem Jahr 1943 wurde die Arbeit des Verbandes immer gefährlicher. Die Einheiten waren ständigen Angriffen durch das britische Coastal Command ausgesetzt, was zu hohen Verlusten unter den oft unterbewaffneten Sicherungsfahrzeugen führte.  
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| BArch RM 7 / 2333 || colspan="3" | Unterlagen der Seekriegsleitung (Skl) zur Verteidigung der norwegischen Flanke (Bedeutung für den U-Boot-Krieg).
 
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! colspan="3" |Unterstellt waren die:
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! colspan="3" | Literaturverweise
 
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| 23. Minensuchflottille || 30. Minensuchflottille || 52. Minensuchflottille
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Gliederung und Einsatz in Norwegen).
 
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| 11. U-Jagdflottille || 17. U-Jagdflottille || 51. Vorpostenflottille
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| Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945" (Übersicht der Stäbe in Bergen/Stavanger).
 
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| 53. Vorpostenflottille || 52. Vorpostenflottille ||
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| Gröner, Erich || colspan="3" | "Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945" (Band 8, Daten zu Walfängern und Vorpostenbooten).
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| style="text-align:center" colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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| Lexikon der Wehrmacht || colspan="3" | [https://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/Sicherung/Kuestensicherungsverb.htm| Küstensicherungsverband norwegische Westküste]
 
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| Bundesarchiv, Signatur RM 55 || colspan="3" | Dienststellen der Kriegsmarine in Norwegen – Invenio Online-Recherche. Enthält Kriegstagebücher und Befehle des Admirals der norwegischen Westküste.
 
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| colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
 
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| || colspan="3" | '''<small>ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132</small>'''
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| style="text-align:center" colspan="3" | [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com] - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
 
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Aktuelle Version vom 18. Februar 2026, 15:11 Uhr

Verband Küstensicherungsverband norwegische Westküste
Der Küstensicherungsverband norwegische Westküste (auch Küstenschutzverband) war ein regionaler Sicherungsverband der Kriegsmarine. Er diente als operative Klammer für die Überwachung und Verteidigung der Küstengewässer zwischen Stavanger und dem Nordkap. Der Verband war verantwortlich für die Sicherung der Seewege gegen alliierte Vorstöße, Minenlegunternehmungen und Sabotageakte in den zerklüfteten Fjorden.
Historischer Kontext & Organisation
Aufstellung: Formiert 1940 nach Abschluss des Unternehmens „Weserübung“.
Unterstellung: Kommandierender Admiral norwegische Westküste (Sitz in Bergen).
Struktur: Leitung lokaler Küstenschutzflottillen, Minensuch- und Vorpostengruppen in strategischen Häfen wie Bergen, Stavanger und Trondheim.
Einheiten: Einsatz von kleinen, wendigen Einheiten, umgebauten Fischereifahrzeugen (Kriegsfischkutter) und Walfängern, ideal für die Navigation in engen Gewässern.
Kriegsende: Aktiv bis zur Kapitulation am 08.05.1945. Danach teilweise Eingliederung in den Deutschen Minenräumdienst zur Säuberung der norwegischen Küste.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Stützpunktschutz: Sicherung der äußeren Zufahrten zu den großen U-Boot-Basen in Bergen (9. und 11. U-Flottille) und Trondheim (13. U-Flottille) gegen britische U-Boote und Luftangriffe.
Geleitsicherung: Schutz von U-Booten bei Verlegungen zwischen norwegischen Stützpunkten oder zu Werftliegezeiten vor Angriffen der Royal Navy oder Widerstandsgruppen.
Erprobungsgebiete: Absperrung und Sicherung wichtiger Erprobungs- und Ausbildungsgebiete (z. B. Torpedotests) gegen feindliche Beobachtung und Störungen.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 53 / 24 Kriegstagebuch (KTB) des Befehlshabers der Sicherung der Westküste Norwegens (Abwehreinsätze gegen alliierte Operationen).
BArch RM 45 / 12 Akten des Kommandierenden Admirals norwegische Westküste (Befehlsstruktur und Gliederung der Flottillen).
BArch RM 7 / 2333 Unterlagen der Seekriegsleitung (Skl) zur Verteidigung der norwegischen Flanke (Bedeutung für den U-Boot-Krieg).
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Gliederung und Einsatz in Norwegen).
Hildebrand, Hans H. "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945" (Übersicht der Stäbe in Bergen/Stavanger).
Gröner, Erich "Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945" (Band 8, Daten zu Walfängern und Vorpostenbooten).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132