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U-Lehrgang für Mannschaften: Unterschied zwischen den Versionen

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! Datenblatt
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! Ausbildung
! '''U-Lehrgang für Mannschaften'''
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! U-Lehrgang für Mannschaften
 
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| colspan="3" | U-Lehrgang für Mannschaften war die obligatorische fachliche Basisausbildung für jeden Matrosen und Gefreiten, der nach der Grundausbildung zur U-Boot-Waffe versetzt wurde. Er diente dazu, die Soldaten physisch und technisch auf die extremen Bedingungen an Bord von U-Booten vorzubereiten.
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| colspan="3" | Der U-Lehrgang für Mannschaften war die obligatorische fachliche Basisausbildung für Matrosen und Gefreite nach der Grundausbildung. Er diente der physischen, technischen und psychischen Vorbereitung auf die extremen Bedingungen an Bord von Unterseebooten und fungierte als zentrales Selektionsinstrument der U-Boot-Waffe.
 
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! colspan="3" | Ausbildungsorte und Dauer:
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! colspan="3" | Organisation & Ausbildungsorte
 
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| colspan="3" | Die Ausbildung fand primär bei der [[1. U-Lehrdivision]] (Pillau/Hamburg) oder der [[2. U-Lehrdivision]] (Gotenhafen) statt. Die Dauer betrug im Regelfall vier bis sechs Wochen, wurde jedoch gegen Kriegsende (insbesondere für den Typ XXI) oft gestrafft.
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| Beginn: || colspan="3" | Systematische Schulung ab 1935 an der U-Boots-Schule (später 1. U.L.D.) in Neustadt in Holstein.
 
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| Standorte: || colspan="3" | Primär 1. Unterseeboots-Lehrdivision (Neustadt/Pillau/Hamburg) und 2. Unterseeboots-Lehrdivision (Gotenhafen).
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| Dauer: || colspan="3" | Regelfall vier bis sechs Wochen; gegen Kriegsende (insbesondere für Typ XXI) oft erheblich gestrafft.
 
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! colspan="3" | Tauchretter-Training:
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| Abschluss: || colspan="3" | Nach Bestehen Verleihung des Status „U-Boot-tauglich“; anschließend Kommandierung zur Baubelehrung oder Versetzung in die Personalreserve einer Frontflottille.
 
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| colspan="3" | Das wichtigste Element war die Ausbildung am [[Tauchretter]]. In speziellen Tauchtöpfen mussten die Mannschaften das kontrollierte Aussteigen aus einem simulierten U-Boot-Wrack aus verschiedenen Tiefen üben. Dies diente nicht nur der Technikschulung, sondern auch als psychologisches Auswahlkriterium, um Soldaten mit Platzangst oder Panikneigung frühzeitig auszusortieren.
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! colspan="3" | Ausbildungsinhalte & Selektion
 
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! colspan="3" | Tauch- und Trimmlehre:  
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| Tauchretter-Training: || colspan="3" | Kontrolliertes Aussteigen aus simulierten Wracks in Tauchtöpfen. Wichtigstes Kriterium zur Aussortierung von Soldaten mit Platzangst oder Panikneigung.
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| Druckkammer-Test: || colspan="3" | Medizinische Überprüfung der physischen Eignung für schnelle Druckveränderungen (Alarmtauchen).
 
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| Fachkunde & Trimmlehre: || colspan="3" | Vermittlung physikalischer Grundlagen (Flut-/Entlüftung), Gewichtsverteilung sowie Bordorganisation gemäß M.Dv. Nr. 293.
 
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| colspan="3" | Auch die Mannschaften mussten die physikalischen Grundlagen des U-Bootes verstehen. Sie lernten das Zusammenspiel der Flut- und Entlüftungsventile sowie die Bedeutung der Gewichtsverteilung. Jeder Soldat, vom Obermatrosen bis zum Steuermannsschüler, musste wissen, wie das Boot in einer Notsituation (z. B. nach Wassereinbruch) stabilisiert werden kann.
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| Rollenverteilung: || colspan="3" | Spezifische Einweisung in künftige Aufgaben als Zentrale-, Torpedo- oder Funkgast unter Stressbedingungen auf engstem Raum.
 
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! colspan="3" | Bordorganisation und Fachkunde:
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! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
 
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| colspan="3" | Der Lehrgang vermittelte die strikte Bordordnung gemäß der Marine-Dienstvorschrift Nummer 293. Die Mannschaften wurden in ihre künftigen Rollen eingewiesen – etwa als Zentrale-Gast, Torpedogast oder Funkgast –, wobei sie die spezifischen Handgriffe lernten, die auf engstem Raum unter Stress fehlerfrei funktionieren mussten.
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| Psychische Siebung: || colspan="3" | Härtester Filter der Marine; nur absolut klaustrophobiefreies Personal verblieb in der U-Boot-Waffe.
 
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| Allround-Prinzip: || colspan="3" | Vermittlung fachübergreifenden Basiswissens (z. B. Schotten schließen), damit im Notfall jeder Mann lebenswichtige Handgriffe beherrschte.
 
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! colspan="3" | Abschluss und Versetzung:
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| Personalhistorie: || colspan="3" | In den Stammrollen (BArch RM 121/642) markiert dieser Lehrgang den endgültigen Übertritt von der Überwasserflotte zur U-Boot-Spezialisierung.
 
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| colspan="3" | Erst nach bestandenem U-Lehrgang galt der Soldat als „U-Boot-tauglich“. Es folgte entweder die Kommandierung zur Baubelehrung eines Neubaus oder die Versetzung als Ersatzpersonal in die Personalreserve einer Frontflottille.
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! colspan="3" | Quellenverweise - [https://invenio.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
 
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| BArch RM 20 / 1215 || colspan="3" | Akten der Inspektion des Unterseebootwesens (U.I.) zur Organisation der Mannschaftsausbildung an den U.L.D.
 
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! colspan="3" | Quellenangabe
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| BArch RM 121 / 162 || colspan="3" | Dienstvorschriften über die fachliche Ausbildung und die Tauchretter-Schulung für U-Boot-Personal.
 
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| BArch RM 3 / 1024 || colspan="3" | Berichte des OKM über die Freiwilligenwerbung und Selektionsquoten für die U-Boot-Waffe.
 
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| Bundesarchiv, Signatur RM 91 || colspan="3" | Dienststellen der U-Boot-Waffe - Invenio Online-Recherche. Dokumentiert die Ausbildungs- und Prüfungsrichtlinien der Lehr-Divisionen.
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| Lexikon der Wehrmacht || colspan="3" | Siehe [https://www.lexikon-der-wehrmacht.de/| Lexikon der Wehrmacht] Artikel über die Unterseeboots-Lehr-Divisionen und deren Ausbildungskapazitäten.
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! colspan="3" | Literaturverweise
 
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band III, Kapitel zum Ersatzwesen und der Ausbildung der Mannschaften).
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| Mulligan, Timothy P. || colspan="3" | "Die Männer der deutschen U-Boot-Waffe 1939–1945" (Soziodemographische Analyse und Selektionskriterien).
 
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| Rössler, Eberhard || colspan="3" | "Geschichte des deutschen U-Bootbaus" (Kontext zur technischen Ausbildung am Gerät).
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| colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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| style="text-align:center" colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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! colspan="3" |
 
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| colspan="3" | >>>>U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki<<<<
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| style="text-align:center" colspan="3" | [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com] - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
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| || colspan="3" | '''<small>ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132</small>'''
 
 
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Aktuelle Version vom 18. Februar 2026, 15:41 Uhr

Ausbildung U-Lehrgang für Mannschaften
Der U-Lehrgang für Mannschaften war die obligatorische fachliche Basisausbildung für Matrosen und Gefreite nach der Grundausbildung. Er diente der physischen, technischen und psychischen Vorbereitung auf die extremen Bedingungen an Bord von Unterseebooten und fungierte als zentrales Selektionsinstrument der U-Boot-Waffe.
Organisation & Ausbildungsorte
Beginn: Systematische Schulung ab 1935 an der U-Boots-Schule (später 1. U.L.D.) in Neustadt in Holstein.
Standorte: Primär 1. Unterseeboots-Lehrdivision (Neustadt/Pillau/Hamburg) und 2. Unterseeboots-Lehrdivision (Gotenhafen).
Dauer: Regelfall vier bis sechs Wochen; gegen Kriegsende (insbesondere für Typ XXI) oft erheblich gestrafft.
Abschluss: Nach Bestehen Verleihung des Status „U-Boot-tauglich“; anschließend Kommandierung zur Baubelehrung oder Versetzung in die Personalreserve einer Frontflottille.
Ausbildungsinhalte & Selektion
Tauchretter-Training: Kontrolliertes Aussteigen aus simulierten Wracks in Tauchtöpfen. Wichtigstes Kriterium zur Aussortierung von Soldaten mit Platzangst oder Panikneigung.
Druckkammer-Test: Medizinische Überprüfung der physischen Eignung für schnelle Druckveränderungen (Alarmtauchen).
Fachkunde & Trimmlehre: Vermittlung physikalischer Grundlagen (Flut-/Entlüftung), Gewichtsverteilung sowie Bordorganisation gemäß M.Dv. Nr. 293.
Rollenverteilung: Spezifische Einweisung in künftige Aufgaben als Zentrale-, Torpedo- oder Funkgast unter Stressbedingungen auf engstem Raum.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Psychische Siebung: Härtester Filter der Marine; nur absolut klaustrophobiefreies Personal verblieb in der U-Boot-Waffe.
Allround-Prinzip: Vermittlung fachübergreifenden Basiswissens (z. B. Schotten schließen), damit im Notfall jeder Mann lebenswichtige Handgriffe beherrschte.
Personalhistorie: In den Stammrollen (BArch RM 121/642) markiert dieser Lehrgang den endgültigen Übertritt von der Überwasserflotte zur U-Boot-Spezialisierung.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 20 / 1215 Akten der Inspektion des Unterseebootwesens (U.I.) zur Organisation der Mannschaftsausbildung an den U.L.D.
BArch RM 121 / 162 Dienstvorschriften über die fachliche Ausbildung und die Tauchretter-Schulung für U-Boot-Personal.
BArch RM 3 / 1024 Berichte des OKM über die Freiwilligenwerbung und Selektionsquoten für die U-Boot-Waffe.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band III, Kapitel zum Ersatzwesen und der Ausbildung der Mannschaften).
Mulligan, Timothy P. "Die Männer der deutschen U-Boot-Waffe 1939–1945" (Soziodemographische Analyse und Selektionskriterien).
Rössler, Eberhard "Geschichte des deutschen U-Bootbaus" (Kontext zur technischen Ausbildung am Gerät).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132