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20. Vorpostenflottille: Unterschied zwischen den Versionen

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! 20. Vorpostenflottille
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| colspan="3" | Die 20. Vorpostenflottille war ein wichtiger Sicherungsverband, der primär in der westlichen Ostsee und den dänischen Gewässern operierte. Für die U-Boote ist sie besonders relevant, da sie die Sicherung der U-Boot-Übungsgebiete und die Geleitwege der auslaufenden Boote übernahm.
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| colspan="3" | Die 20. Vorpostenflottille war ein zentraler Sicherungsverband der Kriegsmarine an der französischen Atlantikküste. Aufgestellt im Sommer 1940, bildete sie ein unverzichtbares Glied in der Verteidigungsorganisation des Golfs von Biskaya. Ihre Hauptaufgabe lag in der Überwachung der Küstengewässer, dem Geleitschutz für die Handelsschifffahrt sowie der direkten Sicherung ein- und auslaufender Front-U-Boote.
 
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| colspan="3" | Entstehung: Die Flottille wurde im Juli 1940 aufgestellt. Sie entstand aus der Teilung der 2. Vorpostenflottille.
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| Aufstellung: || colspan="3" | Formiert am 01.07.1940 unter dem Kommando des Führers der Vorpostenboote West.
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| Standorte: || colspan="3" | Hauptstützpunkte in St. Nazaire und Royan (Gironde-Mündung).
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| Unterstellung: || colspan="3" | Truppendienstlich der 4. Sicherungsdivision zugeordnet.
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| Ausrüstung: || colspan="3" | Überwiegend umgebaute Fischdampfer und Walfänger (Tonnage ca. 400–600 BRT), nachgerüstet mit Flak-Geschützen (meist 3,7 cm oder 8,8 cm) und Wasserbombenwerfern.
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| Kriegsende: || colspan="3" | Auflösung im August 1944 nach der alliierten Invasion. Einheiten teils selbst versenkt; Personal kämpfte als Marine-Infanterie in den "Atlantikfestungen" bis zum 08.05.1945.
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| colspan="3" | Funktion: Hauptaufgabe war der Küstenschutz, der Minensuchdienst und der Geleitschutz im Bereich der westlichen Ostsee (Kieler Bucht, Belte und Sund). Für die U-Boot-Waffe war sie essenziell, um die Ausbildungsgebiete von feindlichen Minen und U-Booten freizuhalten.
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! colspan="3" | Einsatzprofil & Spezifische Merkmale
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| colspan="3" | Fahrzeuge: Die Flottille bestand überwiegend aus umgebauten Fischdampfern und Walfängern, die als Vorpostenboote (V 2001 bis V 2026) eingesetzt wurden.
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| Küstensicherung: || colspan="3" | Permanente Patrouillenfahrten zur Früherkennung feindlicher Minenleger und U-Boote im Küstenvorfeld.
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| Geleitschutz: || colspan="3" | Sicherung kritischer Erzeinfuhren und Versorgungsschiffe gegen britische Schnellboot-Angriffe und Luftschläge.
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| Technische Daten: || colspan="3" | Geschwindigkeit der Boote ca. 10–12 kn; Besatzungsstärke pro Boot ca. 25–35 Mann. Ausgestattet mit S-Gerät (Sonar) zur U-Jagd.
 
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| colspan="3" | Ende: Die Flottille blieb bis zum Kriegsende aktiv. Nach der Kapitulation im Mai 1945 wurde sie teilweise zur Minenräumung unter britischem Kommando ([[Deutscher Minenräumdienst|GMSA]]) eingesetzt, bevor sie endgültig aufgelöst wurde.
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! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
 
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| colspan="3" | Die 20. Vorpostenflottille war die „Leibgarde“ der U-Boot-Schulflottillen in der Ostsee. Jedes Boot, das von der [[24. U-Flottille]] (Danzig) oder aus Kiel zu Übungen auslief, verließ sich auf die gesicherten Wege, die von Einheiten wie der 20. Vp.-Flottille patrouilliert wurden.
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| Wegesicherung: || colspan="3" | Direkter Schutz der Fahrrinnen für die [[6. U-Flottille]] und [[7. U-Flottille]] in St. Nazaire gegen feindliche Abfangversuche in Küstennähe.
 
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| Flak-Schild: || colspan="3" | Bereitstellung von verstärktem Flugabwehrschutz für U-Boote in den flachen, gefährdeten Gewässern der Biskaya bis zur 100-Seemeilen-Grenze.
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| Rettungsdienst: || colspan="3" | Einsatz bei der Bergung von Besatzungen beschädigter U-Boote; hohe Seefähigkeit der Fischdampfer ermöglichte Rettungseinsätze auch bei schwerstem Wetter.
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! colspan="3" | Quellenangabe
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| BArch RM 65 / 45 || colspan="3" | Kriegstagebuch (KTB) der 20. Vorpostenflottille (Sicherungseinsätze und Gefechte im Westen).
 
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| BArch RM 61 / 12 || colspan="3" | Akten des Führers der Vorpostenboote West (Einsatzbereitschaft und Personalmeldungen).
 
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| Bundesarchiv Bestand RM 106 || colspan="3" | Flottillen der Sicherungsstreitkräfte. Dies ist der Kernbestand. Unter der Signatur RM 106/151–168 liegen die Kriegstagebücher der 20. Vorpostenflottille. Sie dokumentieren Geleiteinsätze und Zusammenstöße mit alliierten Kräften.
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| BArch RM 7 / 2333 || colspan="3" | Unterlagen der Seekriegsleitung (Zusammenarbeit Sicherungsverbände und U-Boot-Waffe).
 
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| Lexikon der Wehrmacht || colspan="3" | [https://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/Sicherungsflott/VFlottillen/20VFlott.htm| → 20. Vorpostenflottille]
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| colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Vorpostenflottillen).
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| Gröner, Erich || colspan="3" | "Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945" (Band 8, Hilfsschiffe und Fischdampfer).
 
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| Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
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Aktuelle Version vom 19. Februar 2026, 10:54 Uhr

Verband 20. Vorpostenflottille
Die 20. Vorpostenflottille war ein zentraler Sicherungsverband der Kriegsmarine an der französischen Atlantikküste. Aufgestellt im Sommer 1940, bildete sie ein unverzichtbares Glied in der Verteidigungsorganisation des Golfs von Biskaya. Ihre Hauptaufgabe lag in der Überwachung der Küstengewässer, dem Geleitschutz für die Handelsschifffahrt sowie der direkten Sicherung ein- und auslaufender Front-U-Boote.
Historischer Kontext & Organisation
Aufstellung: Formiert am 01.07.1940 unter dem Kommando des Führers der Vorpostenboote West.
Standorte: Hauptstützpunkte in St. Nazaire und Royan (Gironde-Mündung).
Unterstellung: Truppendienstlich der 4. Sicherungsdivision zugeordnet.
Ausrüstung: Überwiegend umgebaute Fischdampfer und Walfänger (Tonnage ca. 400–600 BRT), nachgerüstet mit Flak-Geschützen (meist 3,7 cm oder 8,8 cm) und Wasserbombenwerfern.
Kriegsende: Auflösung im August 1944 nach der alliierten Invasion. Einheiten teils selbst versenkt; Personal kämpfte als Marine-Infanterie in den "Atlantikfestungen" bis zum 08.05.1945.
Einsatzprofil & Spezifische Merkmale
Küstensicherung: Permanente Patrouillenfahrten zur Früherkennung feindlicher Minenleger und U-Boote im Küstenvorfeld.
Geleitschutz: Sicherung kritischer Erzeinfuhren und Versorgungsschiffe gegen britische Schnellboot-Angriffe und Luftschläge.
Technische Daten: Geschwindigkeit der Boote ca. 10–12 kn; Besatzungsstärke pro Boot ca. 25–35 Mann. Ausgestattet mit S-Gerät (Sonar) zur U-Jagd.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Wegesicherung: Direkter Schutz der Fahrrinnen für die 6. U-Flottille und 7. U-Flottille in St. Nazaire gegen feindliche Abfangversuche in Küstennähe.
Flak-Schild: Bereitstellung von verstärktem Flugabwehrschutz für U-Boote in den flachen, gefährdeten Gewässern der Biskaya bis zur 100-Seemeilen-Grenze.
Rettungsdienst: Einsatz bei der Bergung von Besatzungen beschädigter U-Boote; hohe Seefähigkeit der Fischdampfer ermöglichte Rettungseinsätze auch bei schwerstem Wetter.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 65 / 45 Kriegstagebuch (KTB) der 20. Vorpostenflottille (Sicherungseinsätze und Gefechte im Westen).
BArch RM 61 / 12 Akten des Führers der Vorpostenboote West (Einsatzbereitschaft und Personalmeldungen).
BArch RM 7 / 2333 Unterlagen der Seekriegsleitung (Zusammenarbeit Sicherungsverbände und U-Boot-Waffe).
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Vorpostenflottillen).
Gröner, Erich "Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945" (Band 8, Hilfsschiffe und Fischdampfer).
Hildebrand, Hans H. "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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