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Unteroffiziers-Ausbildungsabteilung: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

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! Datenblatt
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! Ausbildung
! '''Unteroffiziers-Ausbildungsabteilung'''
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! Unteroffiziers-Ausbildungsabteilung
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| colspan="3" | die Unteroffiziers-Ausbildungsabteilung (U.A.A.) in Neustadt in Holstein eine der wichtigsten Stationen in der Laufbahn eines U-Boot-Fahrers. Während die Offiziere in Mürwik waren, wurde hier das „Rückgrat“ der Boote geschmiedet.
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| colspan="3" | Die Unteroffiziers-Ausbildungsabteilung war die zentrale Instanz zur Formung des technischen und seemännischen Führungspersonals unterhalb der Offiziersebene. In diesen Einheiten wurden bewährte Mannschaften in intensiven Lehrgängen zu Maaten und Feldwebeln ausgebildet. Sie bildete das qualitative Fundament für die personelle Einsatzbereitschaft der Flottillen.
 
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! colspan="3" | Entstehung, Funktion und Ende
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! colspan="3" | Historischer Kontext & Organisation
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| colspan="3" | Entstehung: Die Ausbildung von U-Boot-Personal in Neustadt hat ihre Wurzeln in der U-Boot-Schule (U.S.), die bereits 1933 (getarnt als „Schutzmannschaften-Einheit“) unter Karl Dönitz entstand. Im Zuge der massiven Expansion der U-Boot-Waffe wurde die fachliche Unteroffiziersausbildung dort zentralisiert.
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| Standorte: || colspan="3" | Meist den Marine-Lehrdivisionen angegliedert; bedeutende Zentren in Neustadt in Holstein, Gotenhafen und an den Technischen Marineschulen (z. B. Kiel-Wik).
 
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| Aufstellung: || colspan="3" | Systematischer Ausbau parallel zur Expansion der Kriegsmarine ab 1939, um den enormen Bedarf an Bootsmännern, Maschinisten, Funk- und Artilleriemaaten zu decken.
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| Ausbildungsprofil: || colspan="3" | Verbindung von vertiefter Fachausbildung (z. B. Motorenkunde, Navigation, Funktechnik) und der Erziehung zur militärischen Führungspersönlichkeit.
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| Kriegsende: || colspan="3" | 08.05.1945: In der Endphase oft als Marine-Schützen-Bataillone im Erdkampf eingesetzt oder geschlossen in den Ausbildungszentren in Gefangenschaft geraten.
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| colspan="3" | Funktion: Die U.A.A. war verantwortlich für die technische und fachliche Spezialisierung der angehenden U-Boot-Unteroffiziere (Maate und Obermaate).
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! colspan="3" | Spezifische Merkmale & Besonderheiten
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| colspan="3" | Inhalt: Ausbildung an spezifischen U-Boot-Anlagen (Dieselmotoren, E-Maschinen, Trimm- und Tauchsysteme, Funk- und Horchgeräte).
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| Führung: || colspan="3" | Ausbildung zur eigenständigen Leitung von Sektionen und Gefechtsstationen unter extremem Stress und physischer Belastung.
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| Praktischer Drill: || colspan="3" | Intensives Havarietraining und Schulung an Schnittmodellen, um technische Störungen auch unter Gefechtsbedingungen beheben zu können.
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| Menschenführung: || colspan="3" | Vermittlung von Führungsgrundsätzen für den Dienst auf engem Raum, basierend auf fachlicher Autorität und militärischem Vorbildcharakter.
 
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| colspan="3" | Besonderheit: Hier befand sich der berühmte Tauchtopf, in dem das Aussteigen aus einem gesunkenen Boot mit dem Dräger-Tauchretter trainiert wurde – eine Pflichtübung für jedes Besatzungsmitglied.
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! colspan="3" | Relevanz für die Flotte
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| Technisches Rückgrat: || colspan="3" | Die Unteroffiziere sicherten die Einsatzfähigkeit der Einheiten durch ihre Fachkompetenz in Wartung und Instandsetzung direkt vor Ort.
 
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| Kader-Pool: || colspan="3" | Absolventen bildeten die Basis für die spätere Auswahl zu Spitzenunteroffizierslehrgängen (z. B. Obermaschinisten- oder Obersteuermannslaufbahn).
 
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| colspan="3" | Der reguläre Lehrbetrieb wurde im Frühjahr 1945 eingestellt. Neustadt wurde in den letzten Kriegstagen zum Sammelpunkt für zurückflutende Marineeinheiten. Die Abteilung wurde nach der Kapitulation im Mai 1945 von britischen Truppen aufgelöst.
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| Disziplin: || colspan="3" | Die Ausbildung legte den Grundstein für die Aufrechterhaltung der Ordnung und Moral innerhalb der Besatzungen während langer Unternehmungen.
 
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! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| colspan="3" | Ohne das in Neustadt ausgebildete Personal wäre kein Boot fahrbereit gewesen. Die U.A.A. ist die Geburtsstätte der technischen Expertise. Fast jeder Leitende Ingenieur (L.I.) oder Zentralemaat verbrachte hier prägende Monate. Die Abteilung stellte sicher, dass die hochkomplexe Technik der U-Boote im Einsatz blind beherrscht wurde.
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! colspan="3" | Quellenverweise - [https://invenio.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
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| BArch RM 123 || colspan="3" | Akten der Lehrdivisionen (Lehrgangspläne und personelle Struktur der Unteroffiziersausbildung).
 
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! colspan="3" | Quellenangabe
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| BArch RM 20 / 912 || colspan="3" | Richtlinien für die Ausbildung der Unteroffiziere in der Kriegsmarine (Laufbahnbestimmungen).
 
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| BArch RM 20 / 893 || colspan="3" | Unterlagen zur personellen Ergänzung der Flotte (Berichte über die Zuweisung von Maaten).
 
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| Bundesarchiv Bestand RM 20 || colspan="3" | Schulen und Bildungseinrichtungen der Kriegsmarine. Dies ist der Hauptbestand für das Wiki. Er enthält unter den Signaturen für die U-Boot-Schule Neustadt (z. B. RM 20/1215 ff.) die Lehrgangspläne, Ausbildungsrichtlinien und Berichte über die Tauchretter-Ausbildung.
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! colspan="3" | Literaturverweise
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| colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel über das Personal- und Erziehungswesen).
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| Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
 
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| Mulligan, Timothy P. || colspan="3" | "Die Männer der deutschen U-Boot-Waffe 1939–1945" (Kontext zur fachlichen Spezialisierung der Unteroffiziere).
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| style="text-align:center" colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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Aktuelle Version vom 19. Februar 2026, 10:57 Uhr

Ausbildung Unteroffiziers-Ausbildungsabteilung
Die Unteroffiziers-Ausbildungsabteilung war die zentrale Instanz zur Formung des technischen und seemännischen Führungspersonals unterhalb der Offiziersebene. In diesen Einheiten wurden bewährte Mannschaften in intensiven Lehrgängen zu Maaten und Feldwebeln ausgebildet. Sie bildete das qualitative Fundament für die personelle Einsatzbereitschaft der Flottillen.
Historischer Kontext & Organisation
Standorte: Meist den Marine-Lehrdivisionen angegliedert; bedeutende Zentren in Neustadt in Holstein, Gotenhafen und an den Technischen Marineschulen (z. B. Kiel-Wik).
Aufstellung: Systematischer Ausbau parallel zur Expansion der Kriegsmarine ab 1939, um den enormen Bedarf an Bootsmännern, Maschinisten, Funk- und Artilleriemaaten zu decken.
Ausbildungsprofil: Verbindung von vertiefter Fachausbildung (z. B. Motorenkunde, Navigation, Funktechnik) und der Erziehung zur militärischen Führungspersönlichkeit.
Kriegsende: 08.05.1945: In der Endphase oft als Marine-Schützen-Bataillone im Erdkampf eingesetzt oder geschlossen in den Ausbildungszentren in Gefangenschaft geraten.
Spezifische Merkmale & Besonderheiten
Führung: Ausbildung zur eigenständigen Leitung von Sektionen und Gefechtsstationen unter extremem Stress und physischer Belastung.
Praktischer Drill: Intensives Havarietraining und Schulung an Schnittmodellen, um technische Störungen auch unter Gefechtsbedingungen beheben zu können.
Menschenführung: Vermittlung von Führungsgrundsätzen für den Dienst auf engem Raum, basierend auf fachlicher Autorität und militärischem Vorbildcharakter.
Relevanz für die Flotte
Technisches Rückgrat: Die Unteroffiziere sicherten die Einsatzfähigkeit der Einheiten durch ihre Fachkompetenz in Wartung und Instandsetzung direkt vor Ort.
Kader-Pool: Absolventen bildeten die Basis für die spätere Auswahl zu Spitzenunteroffizierslehrgängen (z. B. Obermaschinisten- oder Obersteuermannslaufbahn).
Disziplin: Die Ausbildung legte den Grundstein für die Aufrechterhaltung der Ordnung und Moral innerhalb der Besatzungen während langer Unternehmungen.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 123 Akten der Lehrdivisionen (Lehrgangspläne und personelle Struktur der Unteroffiziersausbildung).
BArch RM 20 / 912 Richtlinien für die Ausbildung der Unteroffiziere in der Kriegsmarine (Laufbahnbestimmungen).
BArch RM 20 / 893 Unterlagen zur personellen Ergänzung der Flotte (Berichte über die Zuweisung von Maaten).
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel über das Personal- und Erziehungswesen).
Hildebrand, Hans H. "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
Mulligan, Timothy P. "Die Männer der deutschen U-Boot-Waffe 1939–1945" (Kontext zur fachlichen Spezialisierung der Unteroffiziere).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132