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Aufstellungsabteilung Bremen: Unterschied zwischen den Versionen

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| colspan="3" | Es gab zwei Phasen bzw. unterschiedliche Einheiten in Bremen, die oft unter diesem Namen zusammengefasst werden. Die Aufstellungsabteilung (oder auch Marine-Aufstellungs-Abteilung), die bereits 1939 in Bremen existierte, war das personelle Fundament für die Mobilmachung der Sicherungskräfte in der Nordsee. Später war die Aufstellungsabteilung Bremen (häufig als Marine-Aufstellungsabteilung Bremen geführt) eine spezifische Einrichtung der Endphase des Krieges. Sie diente als Sammelbecken und Formierungstelle für Personal, das aufgrund von Schiffsverlusten oder Stützpunkträumungen für neue Aufgaben – oft im Erdkampf – vorgesehen war.
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| colspan="3" | Die Aufstellungsabteilung Bremen fungierte als organisatorische Sammelstelle für Personal und Material im Zuständigkeitsbereich der Kriegsmarinedienststelle Bremen. Ihre Hauptaufgabe war die administrative Zusammenführung von Soldaten verschiedener Fachrichtungen zu einsatzfähigen Einheiten sowie die Koordination der Erstausrüstung vor der Verlegung an Einsatzorte oder Fachschulen.
 
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! colspan="3" | Entstehung, Funktion und Ende (Phase 1939)
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! colspan="3" | Historischer Kontext & Organisation
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| colspan="3" | Entstehung: Sie wurde im August 1939 (Mobilmachungsphase) in Bremen (später auch Standorte in Bremen-Vegesack) formiert.
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| Aufstellung: || colspan="3" | Einrichtung im Zuge der Mobilmachung 1939 zur Bewältigung des sprunghaft angestiegenen Bedarfs an organisierten Truppenteilen im norddeutschen Raum.
 
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| Unterstellung: || colspan="3" | Fachlich und administrativ der Kriegsmarinedienststelle (KMD) Bremen unterstellt; enge Kooperation mit den örtlichen Schiffsstammabteilungen.
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| Aufgabenprofil: || colspan="3" | Erfassung eintreffenden Personals, Einkleidung, Ausgabe der Bewaffnung sowie Führung der ersten Stammrollen für neu formierte Einheiten (z. B. Kraftfahr-Abteilungen).
 
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| colspan="3" | Funktion: Ihre Hauptaufgabe war die Indienststellung der zivilen Schiffe für die Kriegsmarine.
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| Kriegsende: || colspan="3" | April 1945: Sammelbecken für versprengte Marineteile im Raum Bremen-Bremerhaven. Auflösung nach der Besetzung durch britische Truppen; Gefangenschaft oft im Raum Westertimke.
 
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| colspan="3" | Bemannung: Hier wurde das Personal (meist Reservisten der Jahrgänge 1900–1910) gesammelt und auf die requirierten Fischdampfer, Schlepper und Walfänger verteilt, die zu Vorpostenbooten oder Minensuchern umgebaut wurden.
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! colspan="3" | Spezifische Merkmale & Lokaler Bezug
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| colspan="3" | Verzahnung: Sie arbeitete eng mit der Kriegsmarinedienststelle (K.M.D.) Bremen zusammen, die für die technische Erfassung der Schiffe zuständig war.
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| Werftkoordination: || colspan="3" | Zentrale Drehscheibe für das Personalwesen der großen Bremer Werften (Deschimag AG Weser, Bremer Vulkan), insbesondere bei der Zuweisung von Facharbeitern in Marineuniform.
 
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| Bunker "Valentin": || colspan="3" | Logistische Vorbereitung und Formierung von technischem Bodenpersonal (Werftbereitschaften) für den Betrieb der U-Boot-Bunkerwerft in Bremen-Farge.
 
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| colspan="3" | Ende: Nach dem Abschluss der großen Mobilmachungswelle (ca. 1940/41) wurde die Abteilung oft in die Marine-Stamm-Abteilungen überführt oder als administrativer Stab für spätere Neuaufstellungen 1944 im Kern erhalten.
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| Erstausrüstung: || colspan="3" | Sicherstellung der vollständigen materiellen Ausstattung (Soll-Stärke) der Einheiten, bevor diese als geschlossene Verbände in die besetzten Gebiete verlegten.
 
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! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
 
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| colspan="3" | Die 1939er-Abteilung die Geburtsstätte der Sicherungsschiffe, ohne die kein U-Boot sicher aus der Weser oder Elbe gekommen wäre.
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| Baubelehrungen: || colspan="3" | Logistische Unterstützung bei der Zusammenführung künftiger Besatzungsmitglieder für die Bremer U-Boot-Neubauprogramme vor Beginn der offiziellen Baubelehrung.
 
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| U-Stammkompanien: || colspan="3" | Ausrüstungshilfe für das im Raum Bremen konzentrierte U-Boot-Personal vor der Entsendung zu den Unterseeboot-Lehrdivisionen ([[1. U.L.D.]] oder [[2. U.L.D.]]).
 
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| colspan="3" | Stammbesatzungen: Viele der Männer, die später auf Hilfsminensuchern wie der Volker dienten, wurden 1939 in Bremen durch diese Abteilung militärisch erfasst und ihren Einheiten zugewiesen.
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| Personaltransfer: || colspan="3" | Identifikation von Spezialisten unter den neu eingetroffenen Rekruten für die technischen U-Boot-Laufbahnen (Maschinen- und Elektrotechnik).
 
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| colspan="3" | Sperrlotsen: Auch das Personal für die Lotsendienste in der Wesermündung wurde hier administrativ für den Kriegseinsatz vorbereitet.
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! colspan="3" | Quellenverweise - [https://invenio.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
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! colspan="3" | Entstehung, Funktion und Ende (Phase 1944/45)
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| BArch RM 50 || colspan="3" | Akten der Kriegsmarinedienststellen (Berichte über Organisation und Personalverwaltung im Bereich Bremen).
 
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| BArch RM 123 || colspan="3" | Akten der Marineschulen und Lehrdivisionen (Zuweisungswege des Personals über die Aufstellungsabteilungen).
 
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| colspan="3" | Entstehung: Diese Phase begann im Spätherbst 1944. Angesichts der Räumung der Stützpunkte in Frankreich und der massiven Bombenangriffe auf die deutschen Werften (wie die Deschimag in Bremen) sammelten sich tausende Marinesoldaten im Raum Bremen, die keine schwimmenden Einheiten mehr hatten.
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| BArch RM 7 || colspan="3" | Unterlagen der Seekriegsleitung (Logistische Planung für Neubauprogramme an der Weser).
 
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| colspan="3" | Funktion: Die Abteilung fungierte nun als Auffang- und Umgliederungsverband.
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! colspan="3" | Literaturverweise
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| colspan="3" | Infanteristische Formierung: Die Hauptaufgabe war die Aufstellung von Marine-Schützen-Bataillonen. Personal, das ursprünglich für U-Boote oder Sicherungsschiffe vorgesehen war, wurde hier im Schnelldurchgang für die Verteidigung der „Festung Bremen“ an Land ausgebildet.
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel über die KMD und Landorganisation).
 
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| Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
 
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| colspan="3" | Sicherung der Sektionsbau-Werften: Teile des Personals wurden zur Bewachung und Trümmerräumung der Typ XXI-U-Boot-Sektionen eingesetzt.
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| Tessin, Georg || colspan="3" | "Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht" (Band 1, Regionale Dienststellen der Kriegsmarine).
 
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| colspan="3" | Ende: Die Abteilung wurde im April 1945 direkt in die Kämpfe um Bremen verwickelt. Mit der Besetzung der Stadt durch britische Truppen (26./27.04.1945) hörte die Dienststelle auf zu existieren. Die Soldaten gingen meist als „Marineschützen“ in Gefangenschaft.
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| style="text-align:center" colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
 
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| colspan="3" | Werft-Personal: Besatzungen, die in Bremen auf die Fertigstellung ihres Typ XXI Bootes warteten, wurden administrativ dieser Aufstellungsabteilung unterstellt, wenn ihre Baubelehrung durch Bombenangriffe unterbrochen wurde.
 
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| colspan="3" | Verlust der maritimen Identität: Hier dokumentiert ihr den Moment, in dem U-Boot-Spezialisten (Techniker, Funker) plötzlich als einfache Infanteristen in Schützengräben rund um Bremen (z. B. im Bereich Bremen-Nord oder Lesum) eingesetzt wurden.
 
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! colspan="3" | Quellenangabe
 
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| Bundesarchiv Bestand RM 121 || colspan="3" | Marine-Ersatz- und Ausbildungsabteilungen. Unter den frühen Signaturen von 1939 finden sich hier die namentlichen Aufstellungslisten der ersten Vorpostenflottillen, die in Bremen formiert wurden.
 
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| Bundesarchiv Bestand RM 122 || colspan="3" | Landstreitkräfte der Kriegsmarine. Dokumentiert den Einsatz der aus dieser Abteilung hervorgegangenen Bataillone an der Weserfront 1945.
 
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| colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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| style="text-align:center" colspan="3" | [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com] - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
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Aktuelle Version vom 19. Februar 2026, 12:50 Uhr

Ausbildung Aufstellungsabteilung Bremen
Die Aufstellungsabteilung Bremen fungierte als organisatorische Sammelstelle für Personal und Material im Zuständigkeitsbereich der Kriegsmarinedienststelle Bremen. Ihre Hauptaufgabe war die administrative Zusammenführung von Soldaten verschiedener Fachrichtungen zu einsatzfähigen Einheiten sowie die Koordination der Erstausrüstung vor der Verlegung an Einsatzorte oder Fachschulen.
Historischer Kontext & Organisation
Aufstellung: Einrichtung im Zuge der Mobilmachung 1939 zur Bewältigung des sprunghaft angestiegenen Bedarfs an organisierten Truppenteilen im norddeutschen Raum.
Unterstellung: Fachlich und administrativ der Kriegsmarinedienststelle (KMD) Bremen unterstellt; enge Kooperation mit den örtlichen Schiffsstammabteilungen.
Aufgabenprofil: Erfassung eintreffenden Personals, Einkleidung, Ausgabe der Bewaffnung sowie Führung der ersten Stammrollen für neu formierte Einheiten (z. B. Kraftfahr-Abteilungen).
Kriegsende: April 1945: Sammelbecken für versprengte Marineteile im Raum Bremen-Bremerhaven. Auflösung nach der Besetzung durch britische Truppen; Gefangenschaft oft im Raum Westertimke.
Spezifische Merkmale & Lokaler Bezug
Werftkoordination: Zentrale Drehscheibe für das Personalwesen der großen Bremer Werften (Deschimag AG Weser, Bremer Vulkan), insbesondere bei der Zuweisung von Facharbeitern in Marineuniform.
Bunker "Valentin": Logistische Vorbereitung und Formierung von technischem Bodenpersonal (Werftbereitschaften) für den Betrieb der U-Boot-Bunkerwerft in Bremen-Farge.
Erstausrüstung: Sicherstellung der vollständigen materiellen Ausstattung (Soll-Stärke) der Einheiten, bevor diese als geschlossene Verbände in die besetzten Gebiete verlegten.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Baubelehrungen: Logistische Unterstützung bei der Zusammenführung künftiger Besatzungsmitglieder für die Bremer U-Boot-Neubauprogramme vor Beginn der offiziellen Baubelehrung.
U-Stammkompanien: Ausrüstungshilfe für das im Raum Bremen konzentrierte U-Boot-Personal vor der Entsendung zu den Unterseeboot-Lehrdivisionen (1. U.L.D. oder 2. U.L.D.).
Personaltransfer: Identifikation von Spezialisten unter den neu eingetroffenen Rekruten für die technischen U-Boot-Laufbahnen (Maschinen- und Elektrotechnik).
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 50 Akten der Kriegsmarinedienststellen (Berichte über Organisation und Personalverwaltung im Bereich Bremen).
BArch RM 123 Akten der Marineschulen und Lehrdivisionen (Zuweisungswege des Personals über die Aufstellungsabteilungen).
BArch RM 7 Unterlagen der Seekriegsleitung (Logistische Planung für Neubauprogramme an der Weser).
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel über die KMD und Landorganisation).
Hildebrand, Hans H. "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
Tessin, Georg "Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht" (Band 1, Regionale Dienststellen der Kriegsmarine).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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