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Kampfgeschwader 6: Unterschied zwischen den Versionen

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! Verband
! '''Kampfgeschwader 6'''
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! '''Kampfgeschwader 6 (KG 6)'''
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| colspan="3" | Ich überlege Das Kampfgeschwader 6 (KG 6) war ein bedeutender Bomberverband der Luftwaffe, der an allen Hauptkriegsschauplätzen – von der Westfront über das Mittelmeer bis zur Ostfront – zum Einsatz kam. Das Kampfgeschwader 6 war ein vielseitiger Verband, der trotz seiner primären Rolle als Bombergeschwader indirekt auch für die Kriegsmarine relevant war, insbesondere bei der Bekämpfung alliierter Seetransporte und der Unterstützung von Landungsunternehmen.
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| colspan="3" | Das Kampfgeschwader 6 war ein operativer Verband der Luftwaffe, der primär für Bombenangriffe und spezialisierte Einsätze über See sowie gegen strategische Landziele eingesetzt wurde. Es spielte eine wesentliche Rolle bei den Luftangriffen auf England (Unternehmen Steinbock) und bei der Bekämpfung der alliierten Invasionsflotte, wobei es modernste zweimotorige Kampfflugzeuge und neue Angriffstaktiken erprobte.
 
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! colspan="3" | Aufstellung und Entwicklung
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! colspan="3" | Historischer Kontext & Organisation
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| colspan="3" | Das Geschwader wurde im Oktober 1939 in Lübeck-Blankensee aufgestellt. Es durchlief verschiedene Umstrukturierungen und war mit unterschiedlichen Flugzeugtypen ausgerüstet, primär mit der Junkers Ju 88 und der Dornier Do 17. Die Ausbildung des Personals erfolgte an den regulären Luftwaffenschulen, wobei die Beobachterausbildung und der Navigationslehrgang für die weitreichenden Einsätze über See entscheidend waren.  
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| Aufstellung: || colspan="3" | Aufstellung im Sommer 1942 (offiziell 01.09.1942), teils aus der Kampfgeschwader-Lehrabteilung hervorgehend.
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| Standorte: || colspan="3" | Stützpunkte im besetzten Frankreich (z. B. Dinard, Chartres, Melsbroek). Ausrüstung primär mit Junkers Ju 88 und später Junkers Ju 188.
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| Einsatzprofil: || colspan="3" | Nachtangriffe auf britische Hafenstädte, Industriezentren und Schiffsansammlungen vor den Invasionsabschnitten der Normandie (Juni 1944).
 
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| Ende: || colspan="3" | Herbst 1944 Rückzug aus Frankreich und versuchte Umrüstung auf Strahlflugzeuge (Me 262). Faktische Auflösung im Mai 1945; Integration von Restpersonal in das Jagdgeschwader 7.
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! colspan="3" | Einsatzschwerpunkte und Relevanz zur Marine
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! colspan="3" | Spezifische Merkmale & Taktik
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| colspan="3" | Obwohl das KG 6 kein reiner Marineflieger-Verband war (wie die Küstenfliegergruppen), operierte es in Bereichen, die für die U-Boote von Bedeutung waren:
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| Zielmarkierung: || colspan="3" | Spezialisierung auf den Einsatz von Leuchtbomben („Christbäume“) zur präzisen Markierung von See- und Küstenzielen bei Nachtangriffen.
 
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| colspan="3" | Westfront (1940): Das Geschwader war an den Angriffen auf England beteiligt, wozu auch die Bekämpfung von Geleitzügen und Hafenanlagen gehörte. Die 1. Marine-Nachrichtenabteilung und die Fernaufklärer-Gruppe 123 lieferten oft die Lageinformationen für diese Operationen.
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| Anti-Invasions-Taktik: || colspan="3" | Einsatz koordinierter Sturz- und Horizontalangriffe gegen die alliierte Landungsflotte unter massiver Berücksichtigung der Schiffsflak-Zonen.
 
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| colspan="3" | Mittelmeer: Teile des KG 6 wurden zur Unterstützung des Afrikakorps in den Mittelmeerraum verlegt (ähnlich dem Einsatzprofil der Kampfgruppe 606). Dort kämpften sie gegen die britischen Nachschublinien und unterstützten die U-Boot-Jagd.
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| Navigations-Präzision: || colspan="3" | Nutzung modernster Funk-Navigationsverfahren zur punktgenauen Zielfindung über dem Ärmelkanal und der südenglischen Küste.
| colspan="3" | Ostfront: Das Geschwader wurde auch an der Ostfront eingesetzt, wo es strategische Ziele und später rückwärtige Stellungen bekämpfte.  
 
 
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! colspan="3" | Bedeutung für Offiziere der Marine
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! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Entlastung: || colspan="3" | Massive Angriffe auf britische Häfen (z. B. Plymouth/Portsmouth) banden alliierte Marinekräfte, was den Biskaya-Flottillen kurzzeitig operative Freiräume verschaffte.
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| Kanal-Sicherung: || colspan="3" | Aufklärungsdaten über Schiffsbewegungen im Ärmelkanal unterstützten die Seekriegsleitung bei der Planung von Überführungen von Booten vom Typ [[VII C]] durch die Straße von Dover.
 
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| colspan="3" | Für U-Boot-Kommandanten, war die Existenz solcher Bomberverbände ein wichtiger taktischer Faktor. Sie mussten in ihren U-Booten (ob U-Boote der Atlantik- oder Mittelmeertypen) stets mit der Möglichkeit rechnen, dass Bomber wie die Ju 88 der KG 6 zur U-Jagd abkommandiert wurden, weshalb die Funkdisziplin und die Meldeformeln bei Flugzeugsichtung oberstes Gebot waren.  
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| U-Jagd-Abwehr: || colspan="3" | Gezielte Angriffe auf alliierte Zerstörerverbände zur Schwächung der U-Jagd-Sicherung, um Frontbooten den Durchbruch in das Invasionsgebiet zu erleichtern.
 
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! colspan="3" | Das Ende 1945
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! colspan="3" | Quellenverweise - [https://invenio.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
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| colspan="3" | Das Kampfgeschwader 6 wurde im Mai 1945 in Norwegen aufgelöst und die Flugzeuge den Alliierten übergeben. Ein Großteil des Personals geriet in Gefangenschaft.
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| BArch RL 10 || colspan="3" | Akten der Verbände der Luftwaffe (Kriegstagebücher, Verlustlisten und Einsatzberichte des KG 6).
 
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| BArch RL 2-III || colspan="3" | Unterlagen des Generalquartiermeisters der Luftwaffe (Materielle Ausstattung und Umrüstung des Geschwaders).
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| BArch RM 7 / 2333 || colspan="3" | Unterlagen der Seekriegsleitung (Koordination der Luftangriffe mit maritimen Operationen im Westraum).
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! colspan="3" | Literaturverweise
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! colspan="3" | Quellenangabe
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Zusammenarbeit mit Kampfverbänden der Luftwaffe).
 
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| Bundesarchiv, Signatur RL 10/18 || colspan="3" | Kriegstagebuch Kampfgeschwader 6 [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/| Direktrecherche Invenio]
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| Dierich, Wolfgang || colspan="3" | "Die Verbände der Luftwaffe 1935–1945" (Systematische Übersicht der Geschwadergeschichte).
 
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| Tessin, Georg || colspan="3" | "Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht" (Band 14, Luftwaffeneinheiten im Bereich West).
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| style="text-align:center" colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
 
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| colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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| style="text-align:center" colspan="3" | [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com] - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
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Aktuelle Version vom 19. Februar 2026, 14:02 Uhr

Verband Kampfgeschwader 6 (KG 6)
Das Kampfgeschwader 6 war ein operativer Verband der Luftwaffe, der primär für Bombenangriffe und spezialisierte Einsätze über See sowie gegen strategische Landziele eingesetzt wurde. Es spielte eine wesentliche Rolle bei den Luftangriffen auf England (Unternehmen Steinbock) und bei der Bekämpfung der alliierten Invasionsflotte, wobei es modernste zweimotorige Kampfflugzeuge und neue Angriffstaktiken erprobte.
Historischer Kontext & Organisation
Aufstellung: Aufstellung im Sommer 1942 (offiziell 01.09.1942), teils aus der Kampfgeschwader-Lehrabteilung hervorgehend.
Standorte: Stützpunkte im besetzten Frankreich (z. B. Dinard, Chartres, Melsbroek). Ausrüstung primär mit Junkers Ju 88 und später Junkers Ju 188.
Einsatzprofil: Nachtangriffe auf britische Hafenstädte, Industriezentren und Schiffsansammlungen vor den Invasionsabschnitten der Normandie (Juni 1944).
Ende: Herbst 1944 Rückzug aus Frankreich und versuchte Umrüstung auf Strahlflugzeuge (Me 262). Faktische Auflösung im Mai 1945; Integration von Restpersonal in das Jagdgeschwader 7.
Spezifische Merkmale & Taktik
Zielmarkierung: Spezialisierung auf den Einsatz von Leuchtbomben („Christbäume“) zur präzisen Markierung von See- und Küstenzielen bei Nachtangriffen.
Anti-Invasions-Taktik: Einsatz koordinierter Sturz- und Horizontalangriffe gegen die alliierte Landungsflotte unter massiver Berücksichtigung der Schiffsflak-Zonen.
Navigations-Präzision: Nutzung modernster Funk-Navigationsverfahren zur punktgenauen Zielfindung über dem Ärmelkanal und der südenglischen Küste.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Entlastung: Massive Angriffe auf britische Häfen (z. B. Plymouth/Portsmouth) banden alliierte Marinekräfte, was den Biskaya-Flottillen kurzzeitig operative Freiräume verschaffte.
Kanal-Sicherung: Aufklärungsdaten über Schiffsbewegungen im Ärmelkanal unterstützten die Seekriegsleitung bei der Planung von Überführungen von Booten vom Typ VII C durch die Straße von Dover.
U-Jagd-Abwehr: Gezielte Angriffe auf alliierte Zerstörerverbände zur Schwächung der U-Jagd-Sicherung, um Frontbooten den Durchbruch in das Invasionsgebiet zu erleichtern.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RL 10 Akten der Verbände der Luftwaffe (Kriegstagebücher, Verlustlisten und Einsatzberichte des KG 6).
BArch RL 2-III Unterlagen des Generalquartiermeisters der Luftwaffe (Materielle Ausstattung und Umrüstung des Geschwaders).
BArch RM 7 / 2333 Unterlagen der Seekriegsleitung (Koordination der Luftangriffe mit maritimen Operationen im Westraum).
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Zusammenarbeit mit Kampfverbänden der Luftwaffe).
Dierich, Wolfgang "Die Verbände der Luftwaffe 1935–1945" (Systematische Übersicht der Geschwadergeschichte).
Tessin, Georg "Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht" (Band 14, Luftwaffeneinheiten im Bereich West).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132