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U-Torpedolehrgang für Offiziere: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

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| colspan="3" | Der Torpedolehrgang für Offiziere war eine der kritischsten Ausbildungsphasen. Da der Torpedo die Hauptwaffe des U-Bootes war, musste jeder Kommandant und Wachoffizier die technischen und taktischen Grundlagen dieser Waffe perfekt beherrschen.
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| colspan="3" | Der Torpedolehrgang für Offiziere war eine der kritischsten Ausbildungsphasen der Kriegsmarine. Da der Torpedo die Hauptwaffe des U-Bootes darstellte, bildete dieser Lehrgang die essentielle Voraussetzung für die Beherrschung der technischen und taktischen Grundlagen. Jeder Kommandant und Wachoffizier musste die Funktionsweise der komplexen Waffensysteme perfekt beherrschen, um einen erfolgreichen Fronteinsatz zu gewährleisten.
 
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| colspan="3" | Entstehung: Die Ausbildung wurde bereits in der Kaiserlichen Marine an der Torpedoschule in Kiel-Wik zentralisiert. In der Kriegsmarine wurde sie massiv ausgebaut und ab 1941 teilweise an die Torpedoschule Mürwik (Flensburg) und nach Gotenhafen (Torpedowaffenplatz) verlegt.
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| Standorte: || colspan="3" | Zentralisierung der Ausbildung an der Torpedoschule in Kiel-Wik; ab 1941 Verlagerung an die Torpedoschule Mürwik (Flensburg) sowie nach Gotenhafen (Torpedowaffenplatz).
 
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| colspan="3" | Funktion: Vermittlung der technischen Handhabung und der taktischen Anwendung von Torpedos.
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| Technik-Drill: || colspan="3" | Vermittlung der technischen Handhabung der verschiedenen Typen (G7a, G7e) sowie der Funktionsweise von Pistolen (Zündern), Tiefenapparaten und Antriebssystemen.
 
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| colspan="3" | Technik: Aufbau der verschiedenen Typen (G7a, G7e), Funktionsweise von Pistolen (Zündern), Tiefenapparat und Antrieb.
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| Taktik: || colspan="3" | Erstellung von Angriffsschemata, Berechnung von Vorhaltewinkeln und Bedienung des Torpedorechengeräts (T.v.h.Re.) zur Ermittlung präziser Schusslösungen.
 
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| colspan="3" | Taktik: Erstellung von Angriffsschemata, Berechnung von Vorhaltewinkeln und der Umgang mit dem Torpedorechengerät (T.v.h.Re.).
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| Innovationen: || colspan="3" | Ab 1943 Einweisung in neue Technologien wie Akustik-Torpedos (Zaunkönig) und flächenabsuchbare Torpedos (FAT/LUT) zur Bekämpfung gesicherter Geleitzüge.
 
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| colspan="3" | Spezialisierung: In der zweiten Kriegshälfte (ab 1943) kam die Einweisung in neue Technologien wie Akustik-Torpedos (Zaunkönig) und flächenabsuchbare Torpedos (FAT/LUT) hinzu.
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| Ende: || colspan="3" | Durchführung der Lehrgänge bis zum Zusammenbruch der Ostseestützpunkte im Frühjahr 1945; zuletzt unter improvisierten Bedingungen in westlichen Stützpunkten fortgesetzt.
 
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| colspan="3" | Ende: Die Lehrgänge liefen bis zum Zusammenbruch der Ostseestützpunkte im Frühjahr 1945. Die Ausbildung wurde zuletzt oft unter improvisierten Bedingungen in den westlichen Stützpunkten fortgesetzt.
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| Pflichtprogramm: || colspan="3" | Zwingende Voraussetzung für jeden Seeoffizier vor der Kommandierung auf ein Boot; Dokumentation des erfolgreichen Abschlusses als Fachnachweis in der Personalakte (BArch PERS 6).
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| Schusslösung: || colspan="3" | Schulung der Offiziere in der Abstimmung mit dem Leitenden Ingenieur zur Gewährleistung der korrekten Trimmung des Bootes während des Ausstoßvorgangs.
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| Fehlerdiagnose: || colspan="3" | Ausbildung in der Identifizierung und Behebung technischer Störungen an den "Aalen" unter den erschwerten Bedingungen des Bordbetriebs.
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! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
 
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| colspan="3" | In den Biografien der Kommandanten ist dieser Lehrgang die Voraussetzung für den Fronteinsatz:
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| I. Wachoffizier: || colspan="3" | Der I WO fungierte an Bord als eigentlicher Torpedospezialist; er trug die direkte Verantwortung für die Pflege der Waffen und die korrekte Umsetzung der im Lehrgang erlernten Verfahren.
 
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| colspan="3" | Pflichtprogramm: Jeder Seeoffizier musste vor seiner Kommandierung auf ein U-Boot den „T-Lehrgang“ erfolgreich abschließen.
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| Schießlehrgang: || colspan="3" | Der Torpedolehrgang bildete die unverzichtbare fachliche Basis für den späteren Kommandanten-Schießlehrgang bei der [[24. U-Flottille|24. U-Flottille]].
 
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| colspan="3" | Wachoffiziere: Der I. Wachoffizier (I WO) war an Bord der eigentliche Torpedospezialist. Er war für die Pflege der Aale (Torpedos) und die Schusslösung verantwortlich – Kenntnisse, die er in diesem Lehrgang erwarb.
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| Kampfeffizienz: || colspan="3" | Sicherstellung einer hohen Trefferwahrscheinlichkeit trotz stark begrenzter Munitionskapazität durch methodische Perfektionierung der Angriffsführung.
 
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| colspan="3" | Kommandanten-Schießlehrgang: Der Torpedolehrgang war die fachliche Basis für den späteren Kommandanten-Schießlehrgang bei der 24. U-Flottille.
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| BArch RM 121 / 162 || colspan="3" | Dienstvorschriften der Torpedoschulen über die Fachausbildung für U-Boot-Offiziere.
 
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten: Nachweise über die erfolgreiche Teilnahme am "U-Top.-Lehrg. f. Offz." als Voraussetzung für den Fronteinsatz.
 
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| BArch RM 3 / 1024 || colspan="3" | Berichte des OKM zur Weiterentwicklung der Torpedowaffe und deren Integration in die Ausbildungsprogramme.
 
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| Bundesarchiv Signatur RM 20 || colspan="3" | Schulen und Bildungseinrichtungen der Kriegsmarine. [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/| Invenio Online-Recherche]. Unter dem Bestand der Torpedoinstruktion und der Torpedoschulen finden sich Lehrgangsakten und Teilnehmerlisten.
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| Bundesarchiv Signatur RM 11 || colspan="3" | Inspektion des Torpedowesens. [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/| Invenio Online-Recherche]. Dokumentiert die Weiterentwicklung der Ausbildungsinhalte aufgrund von Fronterfahrungen.
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! colspan="3" | Literaturverweise
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| Bundesarchiv Signatur PERS 6 || colspan="3" | Personalakten von Offizieren. [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/| Invenio Online-Recherche]. Der erfolgreiche Abschluss des Lehrgangs ist in jedem Offiziers-Werdegang unter „Spezialausbildung“ vermerkt.
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| Marine-Dienstvorschrift Nr. 190, 1 || colspan="3" | Leitfaden für den Torpedounterricht. (Das offizielle Lehrbuch der Kriegsmarine).
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band III, Kapitel Erziehungs- und Bildungswesen).
 
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| Rössler, Eberhard || colspan="3" | "Die Torpedos der deutschen U-Boote" (Technische Grundlagen und Ausbildung des Personals).
 
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| Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
 
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| colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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Aktuelle Version vom 19. Februar 2026, 16:51 Uhr

Ausbildung U-Torpedolehrgang für Offiziere
Der Torpedolehrgang für Offiziere war eine der kritischsten Ausbildungsphasen der Kriegsmarine. Da der Torpedo die Hauptwaffe des U-Bootes darstellte, bildete dieser Lehrgang die essentielle Voraussetzung für die Beherrschung der technischen und taktischen Grundlagen. Jeder Kommandant und Wachoffizier musste die Funktionsweise der komplexen Waffensysteme perfekt beherrschen, um einen erfolgreichen Fronteinsatz zu gewährleisten.
Entstehung, Funktion und Ausbildungsinhalte
Standorte: Zentralisierung der Ausbildung an der Torpedoschule in Kiel-Wik; ab 1941 Verlagerung an die Torpedoschule Mürwik (Flensburg) sowie nach Gotenhafen (Torpedowaffenplatz).
Technik-Drill: Vermittlung der technischen Handhabung der verschiedenen Typen (G7a, G7e) sowie der Funktionsweise von Pistolen (Zündern), Tiefenapparaten und Antriebssystemen.
Taktik: Erstellung von Angriffsschemata, Berechnung von Vorhaltewinkeln und Bedienung des Torpedorechengeräts (T.v.h.Re.) zur Ermittlung präziser Schusslösungen.
Innovationen: Ab 1943 Einweisung in neue Technologien wie Akustik-Torpedos (Zaunkönig) und flächenabsuchbare Torpedos (FAT/LUT) zur Bekämpfung gesicherter Geleitzüge.
Ende: Durchführung der Lehrgänge bis zum Zusammenbruch der Ostseestützpunkte im Frühjahr 1945; zuletzt unter improvisierten Bedingungen in westlichen Stützpunkten fortgesetzt.
Spezifische Merkmale & Qualifikation
Pflichtprogramm: Zwingende Voraussetzung für jeden Seeoffizier vor der Kommandierung auf ein Boot; Dokumentation des erfolgreichen Abschlusses als Fachnachweis in der Personalakte (BArch PERS 6).
Schusslösung: Schulung der Offiziere in der Abstimmung mit dem Leitenden Ingenieur zur Gewährleistung der korrekten Trimmung des Bootes während des Ausstoßvorgangs.
Fehlerdiagnose: Ausbildung in der Identifizierung und Behebung technischer Störungen an den "Aalen" unter den erschwerten Bedingungen des Bordbetriebs.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
I. Wachoffizier: Der I WO fungierte an Bord als eigentlicher Torpedospezialist; er trug die direkte Verantwortung für die Pflege der Waffen und die korrekte Umsetzung der im Lehrgang erlernten Verfahren.
Schießlehrgang: Der Torpedolehrgang bildete die unverzichtbare fachliche Basis für den späteren Kommandanten-Schießlehrgang bei der 24. U-Flottille.
Kampfeffizienz: Sicherstellung einer hohen Trefferwahrscheinlichkeit trotz stark begrenzter Munitionskapazität durch methodische Perfektionierung der Angriffsführung.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 121 / 162 Dienstvorschriften der Torpedoschulen über die Fachausbildung für U-Boot-Offiziere.
BArch PERS 6 Personalakten: Nachweise über die erfolgreiche Teilnahme am "U-Top.-Lehrg. f. Offz." als Voraussetzung für den Fronteinsatz.
BArch RM 3 / 1024 Berichte des OKM zur Weiterentwicklung der Torpedowaffe und deren Integration in die Ausbildungsprogramme.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band III, Kapitel Erziehungs- und Bildungswesen).
Rössler, Eberhard "Die Torpedos der deutschen U-Boote" (Technische Grundlagen und Ausbildung des Personals).
Hildebrand, Hans H. "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132