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Landungsoffizier: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

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| colspan="3" | Ein Landungsoffizier auf einem Trossschiff (oder anderen größeren Versorgungsschiffen) war ein spezialisierter Seeoffizier, der für die technische und organisatorische Durchführung von Be- und Entladevorgängen verantwortlich war – insbesondere in Häfen mit schwacher Infrastruktur oder beim Umschlag auf See. Im Kontext der U-Boot-Waffe war er der logistische Koordinator zwischen dem Trossschiff und den zu versorgenden Booten.
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| colspan="3" | Ein Landungsoffizier auf einem Trossschiff oder größeren Versorgungsschiff war ein spezialisierter Seeoffizier, der für die technische und organisatorische Durchführung von Be- und Entladevorgängen verantwortlich zeichnete. Im Kontext der U-Boot-Waffe fungierte er als zentraler logistischer Koordinator zwischen dem Versorger und den Frontbooten, insbesondere beim Materialumschlag auf hoher See oder in Häfen mit schwacher Infrastruktur. Seine Expertise sicherte den reibungslosen Transfer kritischer Güter unter oft widrigen nautischen Bedingungen.
 
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| colspan="3" | Umschlagskoordination: Er leitete das seemännische Personal bei der Übergabe von schweren Gütern (z. B. Torpedos, Ersatzteile, Proviantkisten) vom Trossschiff auf die längsseits liegenden U-Boote oder auf Leichter.
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| Umschlag: || colspan="3" | Leitung des seemännischen Personals bei der Übergabe schwerer Lasten (Torpedos, Ersatzteile, Proviant) vom Trossschiff auf längsseits liegende U-Boote oder Leichter.
 
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| colspan="3" | Landungsverbindung: Bei Operationen in behelfsmäßigen Stützpunkten (z. B. in den norwegischen Fjorden oder im Indischen Ozean) koordinierte er die Boote des Trossschiffs, um Material an Land zu bringen oder von dort aufzunehmen.
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| Verbindung: || colspan="3" | Koordination der schiffseigenen Boote zur Materialverbringung an Land oder Aufnahme von Gütern in behelfsmäßigen Stützpunkten (z. B. norwegische Fjorde oder Indischer Ozean).
 
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| colspan="3" | Stauplanung: Er war verantwortlich für die Gewichtsverteilung und die Ladungssicherung an Bord des Trossschiffs, damit die für die U-Boote kritischen Versorgungsgüter (z. B. Spezialöl, Batteriezellen) jederzeit zugänglich und unbeschädigt blieben.
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| Stauplanung: || colspan="3" | Verantwortung für die Gewichtsverteilung und Ladungssicherung an Bord; Gewährleistung des schnellen Zugriffs auf kritische Güter wie Spezialöl oder Batteriezellen.
 
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| colspan="3" | Schnittstelle zum B.d.U.: Er führte die Listen über die ausgegebenen Bestände und meldete die Restkapazitäten des Schiffes an die übergeordneten Quartiermeisterstäbe (wie das Qu A U).
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| Meldewesen: || colspan="3" | Führung detaillierter Bestandslisten über ausgegebene Vorräte und Meldung der Restkapazitäten an die übergeordneten Quartiermeisterstäbe (z. B. Qu A U im O.K.M.).
 
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| colspan="3" | Torpedotransport: Da das Übergeben von Torpedos auf hoher See oder in ungeschützten Buchten ein gefährliches nautisches Manöver war, war die Expertise des Landungsoffiziers entscheidend, um Schäden an den empfindlichen Waffen zu verhindern.
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| Torpedotransfer: || colspan="3" | Die Expertise des Landungsoffiziers war entscheidend, um beim riskanten Übergeben von Torpedos auf hoher See mechanische Schäden an den empfindlichen Waffensystemen zu verhindern.
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| Fernstützpunkte: || colspan="3" | Maßgebliche Beteiligung am logistischen Aufbau fernab gelegener Basen (z. B. Penang/Malaysia) direkt aus dem Schiffsbauch von Versorgern wie der "Monsun" oder "Vierlanden".
 
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| colspan="3" | Stützpunkt-Aufbau: Auf Schiffen wie der Monsun oder der Vierlanden waren die Landungsoffiziere maßgeblich daran beteiligt, die Logistik für die fernab gelegenen Stützpunkte (z. B. in Penang) aus dem Schiffsbauch heraus zu organisieren.
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| Fachpersonal: || colspan="3" | Besetzung der Position oft durch erfahrene Offiziere der Verwaltungslaufbahn (V) oder ehemalige Handelsmarine-Offiziere mit fundiertem Wissen in Stauerei und Güterumschlag.
 
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| colspan="3" | Personal: Oft besetzten erfahrene Offiziere der Verwaltungslaufbahn (V) oder ehemalige Offiziere der Handelsmarine diese Position, da sie über das nötige Wissen im Bereich Güterumschlag und Stauerei verfügten.
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| Instandhaltung: || colspan="3" | Überwachung der sachgerechten Lagerung von Ersatzteilen, um Korrosionsschäden durch salzhaltige Seeluft während langer Wartezeiten im Operationsgebiet zu vermeiden.
 
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! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/ | Invenio Online-Recherche]
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! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
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| BArch RM 7/1241 || colspan="3" | Versorgungsschiffe. Dokumentiert die Dienstanweisungen für das Ladungs- und Landungspersonal auf Trossschiffen.
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| BArch RM 7/1241 || colspan="3" | Versorgungsschiffe: Enthält spezifische Dienstanweisungen für das Ladungs- und Landungspersonal auf Trossschiffen der Kriegsmarine.
 
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten. Nachweis für Offiziere mit der Dienststellung „Landungsoffizier auf [Schiffsname]“.
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten: Werdegänge von Offizieren mit der explizit ausgewiesenen Dienststellung als Landungsoffizier auf Versorgungs- und Trossschiffen.
 
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| BArch RHD 18 || colspan="3" | M.Dv. 200. Die Bordordnung definiert die Unterstellung des Landungspersonals unter den Ersten Offizier (I. WO) des Schiffes.
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| BArch RHD 18 || colspan="3" | Druckschriften: Die Marinedienstvorschrift M.Dv. 200 (Bordordnung) definiert die Unterstellung des Landungspersonals unter den Ersten Offizier des Schiffes.
 
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! colspan="3" | Literaturverweise
 
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| Erich Gröner || colspan="3" | Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945. (Band 4: Hilfsschiffe und Versorger).
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| Gröner, Erich || colspan="3" | "Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945" (Band 4: Hilfsschiffe und Versorger; technische Details zur Ladekapazität).
 
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| Lohmann, Walter / Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. (Band 2, Kapitel: Nachschub und Versorgung).
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band 2, Kapitel: Nachschub und Versorgung der Flotte im Ausland).
| Marinedienstvorschrift Nr. 32 || colspan="3" | Bestimmungen für die personelle Verwaltung  
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| M.Dv. 32 || colspan="3" | Bestimmungen für die personelle Verwaltung der Kriegsmarine (Laufbahnregelungen für Verwaltungsoffiziere).
 
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Aktuelle Version vom 27. Februar 2026, 12:39 Uhr

Dienststellung Landungsoffizier
Ein Landungsoffizier auf einem Trossschiff oder größeren Versorgungsschiff war ein spezialisierter Seeoffizier, der für die technische und organisatorische Durchführung von Be- und Entladevorgängen verantwortlich zeichnete. Im Kontext der U-Boot-Waffe fungierte er als zentraler logistischer Koordinator zwischen dem Versorger und den Frontbooten, insbesondere beim Materialumschlag auf hoher See oder in Häfen mit schwacher Infrastruktur. Seine Expertise sicherte den reibungslosen Transfer kritischer Güter unter oft widrigen nautischen Bedingungen.
Aufgaben und Funktionen
Umschlag: Leitung des seemännischen Personals bei der Übergabe schwerer Lasten (Torpedos, Ersatzteile, Proviant) vom Trossschiff auf längsseits liegende U-Boote oder Leichter.
Verbindung: Koordination der schiffseigenen Boote zur Materialverbringung an Land oder Aufnahme von Gütern in behelfsmäßigen Stützpunkten (z. B. norwegische Fjorde oder Indischer Ozean).
Stauplanung: Verantwortung für die Gewichtsverteilung und Ladungssicherung an Bord; Gewährleistung des schnellen Zugriffs auf kritische Güter wie Spezialöl oder Batteriezellen.
Meldewesen: Führung detaillierter Bestandslisten über ausgegebene Vorräte und Meldung der Restkapazitäten an die übergeordneten Quartiermeisterstäbe (z. B. Qu A U im O.K.M.).
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Torpedotransfer: Die Expertise des Landungsoffiziers war entscheidend, um beim riskanten Übergeben von Torpedos auf hoher See mechanische Schäden an den empfindlichen Waffensystemen zu verhindern.
Fernstützpunkte: Maßgebliche Beteiligung am logistischen Aufbau fernab gelegener Basen (z. B. Penang/Malaysia) direkt aus dem Schiffsbauch von Versorgern wie der "Monsun" oder "Vierlanden".
Fachpersonal: Besetzung der Position oft durch erfahrene Offiziere der Verwaltungslaufbahn (V) oder ehemalige Handelsmarine-Offiziere mit fundiertem Wissen in Stauerei und Güterumschlag.
Instandhaltung: Überwachung der sachgerechten Lagerung von Ersatzteilen, um Korrosionsschäden durch salzhaltige Seeluft während langer Wartezeiten im Operationsgebiet zu vermeiden.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 7/1241 Versorgungsschiffe: Enthält spezifische Dienstanweisungen für das Ladungs- und Landungspersonal auf Trossschiffen der Kriegsmarine.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge von Offizieren mit der explizit ausgewiesenen Dienststellung als Landungsoffizier auf Versorgungs- und Trossschiffen.
BArch RHD 18 Druckschriften: Die Marinedienstvorschrift M.Dv. 200 (Bordordnung) definiert die Unterstellung des Landungspersonals unter den Ersten Offizier des Schiffes.
Literaturverweise
Gröner, Erich "Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945" (Band 4: Hilfsschiffe und Versorger; technische Details zur Ladekapazität).
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band 2, Kapitel: Nachschub und Versorgung der Flotte im Ausland).
M.Dv. 32 Bestimmungen für die personelle Verwaltung der Kriegsmarine (Laufbahnregelungen für Verwaltungsoffiziere).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132