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Rollenoffizier: Unterschied zwischen den Versionen

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| colspan="3" | Ein Rollenoffizier war auf größeren Überwassereinheiten (Zerstörer, Kreuzer, Schlachtschiffe) eine verantwortungsvolle administrative und organisatorische Funktion, die meist vom 3. Wachoffizier (3. W.O.) oder einem erfahrenen Leutnant zur See wahrgenommen wurde. Er war der „Regisseur“ des personellen Gefechtswerts an Bord.
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| colspan="3" | Ein Rollenoffizier war auf größeren Überwassereinheiten (Zerstörer, Kreuzer, Schlachtschiffe) eine verantwortungsvolle administrative und organisatorische Funktion, die meist vom 3. Wachoffizier (3. W.O.) oder einem erfahrenen Leutnant zur See wahrgenommen wurde. Er fungierte als „Regisseur“ des personellen Gefechtswerts an Bord und war für die lückenlose Zuweisung jedes Besatzungsmitglieds zu spezifischen Stationen bei Alarmzuständen verantwortlich. Seine Arbeit bildete das Rückgrat für die operative Handlungsfähigkeit des Schiffes in Krisensituationen.
 
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| colspan="3" | Erstellung der Rollen: Er war verantwortlich für das Führen und ständige Aktualisieren der Rollen (Dienstpläne). Dazu gehörten die Gefechtsrolle, die Brandrolle, die Leckrolle und die Rolle zum Verlassen des Schiffes.
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| Rollenerstellung: || colspan="3" | Verantwortung für das Führen und ständige Aktualisieren der Bordrollen; dazu gehörten die Gefechtsrolle, die Brandrolle, die Leckrolle und die Rolle zum Verlassen des Schiffes.
 
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| colspan="3" | Personalzuweisung: Er legte fest, welcher Soldat bei welcher Alarmstufe auf welcher Station zu sein hatte (z. B. welcher Matrose Munitionsschlepper an Turm B war).
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| Personalzuweisung: || colspan="3" | Exakte Festlegung der Positionen bei jeder Alarmstufe; Definition der Aufgabenbereiche vom Munitionsschlepper bis zum Rettungsboot-Personal.
 
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| colspan="3" | Ausbildung & Übung: Er plante und koordinierte die Alarmübungen. Er stoppte die Zeiten und wertete aus, wie schnell die Besatzung „gefechtsbereit“ war.
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| Ausbildung: || colspan="3" | Planung und Koordination der Alarmübungen; Zeitnahme und Auswertung der Gefechtsbereitschaft zur kontinuierlichen Optimierung der internen Abläufe.
 
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| colspan="3" | Schnittstelle zum Wachtmeister: Enge Zusammenarbeit mit dem Wachtmeister (Spiess) bei der Führung der Stammrollen und der Überwachung von Landgangs- und Wachtlisten.
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| Schnittstelle: || colspan="3" | Engste Zusammenarbeit mit dem Wachtmeister (Spiess) bei der Führung der Stammrollen sowie der Überwachung von Landgangs- und Wachtlisten.
 
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| colspan="3" | Standort: Seine Arbeit fand primär in der Schreibstube und auf dem Oberdeck statt; im Gefecht besetzte er jedoch seine eigene Gefechtsstation (oft in der Zentrale oder als Signaloffizier).
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| Standort: || colspan="3" | Administrative Tätigkeit primär in der Schreibstube und auf dem Oberdeck; im Gefecht Besetzung einer eigenen Station, oft in der Zentrale oder als Signaloffizier.
 
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| colspan="3" | Organisationstalent: Offiziere, die sich als Rollenoffiziere bewährt hatten, galten als organisatorisch hochbegabt. Diese Fähigkeit war für spätere U-Boot-Kommandanten (wie Albrecht Achilles) essenziell, um auf engstem Raum die komplexen Abläufe (z. B. das Alarmtauchen) perfekt zu koordinieren.
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| Organisation: || colspan="3" | Offiziere mit Erfahrung als Rollenoffizier galten als organisatorisch hochbegabt; eine essentielle Fähigkeit zur Koordination komplexer Abläufe wie dem Alarmtauchen auf engstem Raum.
 
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| colspan="3" | Personalübernahme: Wenn ein Offizier von einem Überwasserschiff zur U-Boot-Waffe wechselte, gab seine Beurteilung als Rollenoffizier Aufschluss über seine Menschenführung und sein systematisches Verständnis der Bordorganisation.
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| Beurteilung: || colspan="3" | Bei einem Wechsel zur U-Boot-Waffe gab die Beurteilung als Rollenoffizier präzisen Aufschluss über die Menschenführung und das systematische Verständnis der Bordorganisation.
 
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| colspan="3" | Sonderlaufbahn: Oft besetzten Offiziere der Verwaltungslaufbahn (V) diese Position, wenn sie auf größeren Einheiten den Ersten Offizier (I. WO) entlasten sollten.
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| Sonderlaufbahn: || colspan="3" | Häufige Besetzung dieser Position durch Offiziere der Verwaltungslaufbahn (V) auf größeren Einheiten zur administrativen Entlastung des Ersten Offiziers (I. WO).
 
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! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/ | Invenio Online-Recherche]
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! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten. In den Beurteilungen wird oft die „Sorgfalt in der Rollenführung“ hervorgehoben.
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten: In den militärischen Beurteilungen wird oft explizit die „Sorgfalt in der Rollenführung“ und das Organisationstalent hervorgehoben.
 
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| BArch RM 92 / RM 10 || colspan="3" | KTB der Schiffe. In den Anlagen der Kriegstagebücher finden sich oft die von ihm unterzeichneten Rollenverzeichnisse.
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| BArch RM 92 / RM 10 || colspan="3" | Kriegstagebücher der Schiffe: In den Anlagen der KTB finden sich häufig die vom Rollenoffizier unterzeichneten und datierten Rollenverzeichnisse.
 
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| BArch RHD 18 || colspan="3" | M.Dv. 200. Die Bordordnung definiert exakt, welche Rollen auf einem Kriegsschiff zwingend zu führen waren.
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| BArch RHD 18 || colspan="3" | Druckschriften: Die Marinedienstvorschrift M.Dv. 200 (Bordordnung) definiert exakt die auf einem Kriegsschiff zwingend zu führenden Rollen.
 
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! colspan="3" | Literaturverweise
 
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| Walter Lohmann / Hans H. Hildebrand || colspan="3" | Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. (Band 2, Abschnitt Bordorganisation).
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band 2, Abschnitt Bordorganisation und administrativer Dienst).
 
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| Hermann Teske (Hrsg.) || colspan="3" | Die deutschen Marinen 1848–1945.
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| Teske, Hermann (Hrsg.) || colspan="3" | "Die deutschen Marinen 1848–1945" (Strukturanalyse der bordinternen Befehlswege und Rollenverteilung).
| Marinedienstvorschrift Nr. 32 || colspan="3" | Bestimmungen für die personelle Verwaltung
 
 
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| M.Dv. 32 || colspan="3" | "Bestimmungen für die personelle Verwaltung der Kriegsmarine" (Administrative Einordnung der Rollenführung).
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Aktuelle Version vom 27. Februar 2026, 13:56 Uhr

Dienststellung Rollenoffizier
Ein Rollenoffizier war auf größeren Überwassereinheiten (Zerstörer, Kreuzer, Schlachtschiffe) eine verantwortungsvolle administrative und organisatorische Funktion, die meist vom 3. Wachoffizier (3. W.O.) oder einem erfahrenen Leutnant zur See wahrgenommen wurde. Er fungierte als „Regisseur“ des personellen Gefechtswerts an Bord und war für die lückenlose Zuweisung jedes Besatzungsmitglieds zu spezifischen Stationen bei Alarmzuständen verantwortlich. Seine Arbeit bildete das Rückgrat für die operative Handlungsfähigkeit des Schiffes in Krisensituationen.
Aufgaben und Funktionen
Rollenerstellung: Verantwortung für das Führen und ständige Aktualisieren der Bordrollen; dazu gehörten die Gefechtsrolle, die Brandrolle, die Leckrolle und die Rolle zum Verlassen des Schiffes.
Personalzuweisung: Exakte Festlegung der Positionen bei jeder Alarmstufe; Definition der Aufgabenbereiche vom Munitionsschlepper bis zum Rettungsboot-Personal.
Ausbildung: Planung und Koordination der Alarmübungen; Zeitnahme und Auswertung der Gefechtsbereitschaft zur kontinuierlichen Optimierung der internen Abläufe.
Schnittstelle: Engste Zusammenarbeit mit dem Wachtmeister (Spiess) bei der Führung der Stammrollen sowie der Überwachung von Landgangs- und Wachtlisten.
Standort: Administrative Tätigkeit primär in der Schreibstube und auf dem Oberdeck; im Gefecht Besetzung einer eigenen Station, oft in der Zentrale oder als Signaloffizier.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Organisation: Offiziere mit Erfahrung als Rollenoffizier galten als organisatorisch hochbegabt; eine essentielle Fähigkeit zur Koordination komplexer Abläufe wie dem Alarmtauchen auf engstem Raum.
Beurteilung: Bei einem Wechsel zur U-Boot-Waffe gab die Beurteilung als Rollenoffizier präzisen Aufschluss über die Menschenführung und das systematische Verständnis der Bordorganisation.
Sonderlaufbahn: Häufige Besetzung dieser Position durch Offiziere der Verwaltungslaufbahn (V) auf größeren Einheiten zur administrativen Entlastung des Ersten Offiziers (I. WO).
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch PERS 6 Personalakten: In den militärischen Beurteilungen wird oft explizit die „Sorgfalt in der Rollenführung“ und das Organisationstalent hervorgehoben.
BArch RM 92 / RM 10 Kriegstagebücher der Schiffe: In den Anlagen der KTB finden sich häufig die vom Rollenoffizier unterzeichneten und datierten Rollenverzeichnisse.
BArch RHD 18 Druckschriften: Die Marinedienstvorschrift M.Dv. 200 (Bordordnung) definiert exakt die auf einem Kriegsschiff zwingend zu führenden Rollen.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band 2, Abschnitt Bordorganisation und administrativer Dienst).
Teske, Hermann (Hrsg.) "Die deutschen Marinen 1848–1945" (Strukturanalyse der bordinternen Befehlswege und Rollenverteilung).
M.Dv. 32 "Bestimmungen für die personelle Verwaltung der Kriegsmarine" (Administrative Einordnung der Rollenführung).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132