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Divisionsfeldwebel: Unterschied zwischen den Versionen

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| colspan="3" | Auf einem Zerstörer (oder anderen größeren Kriegsschiffen) war der Divisionsfeldwebel der ranghöchste und erfahrenste Unteroffizier einer schiffsinternen Division (z. B. der Matrosendivision, der technischen Division oder der Artilleriedivision). Er war das administrative Rückgrat dieses Personalabschnitts.
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| colspan="3" | Auf Zerstörern oder anderen größeren Kriegsschiffen war der Divisionsfeldwebel der ranghöchste und erfahrenste Unteroffizier einer schiffsinternen Division (z. B. Matrosen-, Technik- oder Artilleriedivision). Er fungierte als administratives Rückgrat seines Personalabschnitts und bildete das entscheidende Bindeglied zwischen der Offiziersebene und den Mannschaften. Seine Kompetenz in der täglichen Dienstgestaltung und der personellen Bewirtschaftung sicherte die innere Ordnung und Gefechtsbereitschaft seines spezifischen Fachbereichs.
 
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! colspan="3" | Aufgaben und Funktionen
 
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| colspan="3" | Personalbewirtschaftung: Er führte die Stammrollen, Wachtabellen und Landgangslisten für alle Unteroffiziere und Mannschaften seiner Division (oft 50 bis 100 Mann).
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| Personal: || colspan="3" | Führung der Stammrollen, Wachtabellen und Landgangslisten für alle Unteroffiziere und Mannschaften der Division (oft 50 bis 100 Mann).
 
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| colspan="3" | Rechter Arm des Divisionsoffiziers: Er entlastete den Divisionsoffizier (meist ein Leutnant oder Oberleutnant zur See) von der täglichen Büroarbeit und sorgte dafür, dass Befehle „nach unten“ durchgestellt wurden.
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| Stabshilfe: || colspan="3" | Entlastung des Divisionsoffiziers (meist Leutnant/Oberleutnant zur See) von der täglichen Büroarbeit und Sicherstellung der Befehlsweitergabe nach unten.
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| Innerer Dienst: || colspan="3" | Überwachung der Disziplin, der Reinigung der Unterkünfte sowie der Vollständigkeit und Einsatzbereitschaft der persönlichen Ausrüstung seiner Männer.
 
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| colspan="3" | Disziplin und Ordnung: Er überwachte den inneren Dienst, die Reinigung der Unterkünfte (Deck) und die Vollständigkeit der Ausrüstung seiner Männer.
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| Gefechtsstation: || colspan="3" | Besetzung einer Schlüsselposition im Gefecht, oft als Leiter der Schadenskontrolle im eigenen Abschnitt oder als Aufsicht in der Munitionskammer.
 
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| colspan="3" | Gefechtsstation: Im Gefecht besetzte er eine Schlüsselposition, oft als Leiter der Schadenskontrolle in seinem Abschnitt oder als Aufsicht in der Munitionskammer.
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| Abgrenzung: || colspan="3" | Im Gegensatz zum schiffsumfassenden Wachtmeister (Spieß) war der Divisionsfeldwebel ausschließlich für seinen spezifischen Fachbereich verantwortlich.
 
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! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| colspan="3" | Während der [[Wachtmeister]] (der „Spieß“) für das gesamte Schiff und alle Disziplinarangelegenheiten zuständig war, war der Divisionsfeldwebel nur für seinen spezifischen Fachbereich verantwortlich. Ein Zerstörer hatte mehrere Divisionsfeldwebel, aber nur einen Wachtmeister.
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| Führungsschule: || colspan="3" | Viele spätere Obersteuermänner oder Obermaschinisten auf U-Booten dienten zuvor als Divisionsfeldwebel auf Zerstörern (z. B. in der 3. Zerstörerdivision).
 
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| Sozialkompetenz: || colspan="3" | Die Verwendung als Divisionsfeldwebel belegt in den Personalakten hohe soziale Kompetenz und organisatorisches Geschick – essentiell für den Dienst auf engem Raum.
 
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! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Kader-Erhalt: || colspan="3" | Erfahrene Divisionsfeldwebel bildeten das personelle Reservoir für die Neubauprogramme der U-Boot-Waffe, da sie bereits bewährte Führungspersönlichkeiten waren.
 
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| colspan="3" | Führungsschule: Viele spätere Obersteuermänner oder Obermaschinisten auf U-Booten dienten zuvor als Divisionsfeldwebel auf Zerstörern (z. B. in der 3. Zerstörerdivision).
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! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
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| colspan="3" | Menschenführung: In den Personalakten ist die Verwendung als Divisionsfeldwebel ein Beleg für hohe soziale Kompetenz und organisatorisches Geschick – Eigenschaften, die auf einem engen U-Boot überlebenswichtig waren.
 
 
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! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/ | Invenio Online-Recherche]
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten: Dokumentiert die Verwendung als Divisionsfeldwebel sowie die damit verbundenen Eignungsbeurteilungen für höhere Unteroffiziersränge.
 
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| BArch RHD 18 || colspan="3" | M.Dv. 200 (Bordordnung): Definiert die Aufgabenbereiche und Unterstellungsverhältnisse der Divisionsfeldwebel im Gefüge der Bordorganisation.
 
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| BArch RM 10 || colspan="3" | Zerstörer. In den Anlagen der Kriegstagebücher finden sich oft die von den Divisionsfeldwebeln geführten Besetzungslisten.
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| BArch RM 92 || colspan="3" | Zerstörer: In den Anlagen der Kriegstagebücher finden sich personelle Übersichten und Rollenverzeichnisse, die von den Divisionsfeldwebeln geführt wurden.
| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten. Werdegänge mit dem Eintrag „Div.Fw. der III. Division auf Z [Nummer]“.
 
 
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! colspan="3" | Literaturverweise
 
! colspan="3" | Literaturverweise
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| Koop, Hans J. / Schmolke, Klaus-Peter || colspan="3" | Die deutschen Zerstörer 1935–1945. (Details zur inneren Bordorganisation).
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band 2, Abschnitt Bordorganisation und personelle Struktur der schwimmenden Einheiten).
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| Teske, Hermann || colspan="3" | "Die deutschen Marinen 1848–1945" (Strukturanalyse des Unteroffizierskorps und der bordinternen Hierarchien).
 
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| Marinedienstvorschrift 32 || colspan="3" | Bestimmungen über die Dienststellung der Divisionsunteroffiziere.
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| M.Dv. 32 || colspan="3" | "Bestimmungen für die personelle Verwaltung der Kriegsmarine" (Administrative Einordnung der Feldwebel-Dienststellungen).
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Aktuelle Version vom 27. Februar 2026, 14:31 Uhr

Dienststellung Divisionsfeldwebel
Auf Zerstörern oder anderen größeren Kriegsschiffen war der Divisionsfeldwebel der ranghöchste und erfahrenste Unteroffizier einer schiffsinternen Division (z. B. Matrosen-, Technik- oder Artilleriedivision). Er fungierte als administratives Rückgrat seines Personalabschnitts und bildete das entscheidende Bindeglied zwischen der Offiziersebene und den Mannschaften. Seine Kompetenz in der täglichen Dienstgestaltung und der personellen Bewirtschaftung sicherte die innere Ordnung und Gefechtsbereitschaft seines spezifischen Fachbereichs.
Aufgaben und Funktionen
Personal: Führung der Stammrollen, Wachtabellen und Landgangslisten für alle Unteroffiziere und Mannschaften der Division (oft 50 bis 100 Mann).
Stabshilfe: Entlastung des Divisionsoffiziers (meist Leutnant/Oberleutnant zur See) von der täglichen Büroarbeit und Sicherstellung der Befehlsweitergabe nach unten.
Innerer Dienst: Überwachung der Disziplin, der Reinigung der Unterkünfte sowie der Vollständigkeit und Einsatzbereitschaft der persönlichen Ausrüstung seiner Männer.
Gefechtsstation: Besetzung einer Schlüsselposition im Gefecht, oft als Leiter der Schadenskontrolle im eigenen Abschnitt oder als Aufsicht in der Munitionskammer.
Abgrenzung: Im Gegensatz zum schiffsumfassenden Wachtmeister (Spieß) war der Divisionsfeldwebel ausschließlich für seinen spezifischen Fachbereich verantwortlich.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Führungsschule: Viele spätere Obersteuermänner oder Obermaschinisten auf U-Booten dienten zuvor als Divisionsfeldwebel auf Zerstörern (z. B. in der 3. Zerstörerdivision).
Sozialkompetenz: Die Verwendung als Divisionsfeldwebel belegt in den Personalakten hohe soziale Kompetenz und organisatorisches Geschick – essentiell für den Dienst auf engem Raum.
Kader-Erhalt: Erfahrene Divisionsfeldwebel bildeten das personelle Reservoir für die Neubauprogramme der U-Boot-Waffe, da sie bereits bewährte Führungspersönlichkeiten waren.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch PERS 6 Personalakten: Dokumentiert die Verwendung als Divisionsfeldwebel sowie die damit verbundenen Eignungsbeurteilungen für höhere Unteroffiziersränge.
BArch RHD 18 M.Dv. 200 (Bordordnung): Definiert die Aufgabenbereiche und Unterstellungsverhältnisse der Divisionsfeldwebel im Gefüge der Bordorganisation.
BArch RM 92 Zerstörer: In den Anlagen der Kriegstagebücher finden sich personelle Übersichten und Rollenverzeichnisse, die von den Divisionsfeldwebeln geführt wurden.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band 2, Abschnitt Bordorganisation und personelle Struktur der schwimmenden Einheiten).
Teske, Hermann "Die deutschen Marinen 1848–1945" (Strukturanalyse des Unteroffizierskorps und der bordinternen Hierarchien).
M.Dv. 32 "Bestimmungen für die personelle Verwaltung der Kriegsmarine" (Administrative Einordnung der Feldwebel-Dienststellungen).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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