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Seemännische Nr. 5: Unterschied zwischen den Versionen

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! '''Seemännische Nr. 5 (Gefechts- und Rollennummer)'''
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| colspan="3" | In der Bordorganisation der Kriegsmarine und der Reichsmarine bezeichnete die Seemännische Nr. 5 eine spezifische Position innerhalb einer Geschützbedienung oder einer Gefechtsrolle. Die Nummerierung legte exakt fest, welchen Handgriff der Soldat im Einsatz auszuführen hatte.
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| colspan="3" | In der Bordorganisation der Reichsmarine und Kriegsmarine bezeichnete die Seemännische Nr. 5 eine exakt definierte Position innerhalb einer Geschützbedienung oder einer Gefechtsrolle. Diese Nummerierung war das Fundament der militärischen Effizienz; sie legte für jedes Besatzungsmitglied unmissverständlich fest, welcher Handgriff im Einsatzfall – insbesondere unter Gefechtsstress – auszuführen war. Auf den räumlich beengten U-Booten war die Nr. 5 ein kritisches Glied in der Kette zwischen Munitionslast und Rohr, das blindes Verständnis der Abläufe erforderte.
 
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| colspan="3" | Artillerie-Rolle: Bei der Bedienung der Deckskanone (z. B. der 8,8-cm oder 10,5-cm SK) war die Nr. 5 in der Regel der 1. Munitionsschütze oder der Zündersteller.
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| Artillerie-Rolle: || colspan="3" | Bei der Deckskanone (8,8-cm oder 10,5-cm SK) fungierte die Nr. 5 primär als 1. Munitionsschütze oder spezialisierter Zündersteller.
 
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| colspan="3" | Tätigkeit: Er nahm die Granate von den Munitionsschleppern (Nr. 6 und höher) entgegen, stellte bei Bedarf den Zünder ein und reichte die schussfertige Patrone an den Ladeschützen (Nr. 4) weiter.
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| Tätigkeit: || colspan="3" | Entgegennahme der Granaten von den Schleppern (Nr. 6+), Einstellen der Zünderwerte und Weitergabe der schussfertigen Patrone an den Ladeschützen (Nr. 4).
 
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| colspan="3" | Flak-Rolle: An der 2-cm- oder 3,7-cm-Flak war die Nr. 5 oft für das Klarhalten der Munitionsrahmen oder den Austausch der Magazine verantwortlich.
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| Flak-Rolle: || colspan="3" | Verantwortlich für das Klarhalten der Munitionsrahmen oder den schnellen Austausch der Magazine an der 2-cm- oder 3,7-cm-Flak im „Wintergarten“.
 
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| colspan="3" | Seemännische Rolle: Bei Manövern (An- und Ablegen) war die Nr. 5 fest einem bestimmten Arbeitsplatz an Deck zugeordnet, etwa an einer spezifischen Winde oder als Leinenführer.
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| Seemännisch: || colspan="3" | Feste Zuordnung bei Manövern (An- und Ablegen) an Deck, beispielsweise als verantwortlicher Leinenführer oder Bediener einer spezifischen Winde.
 
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! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
 
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| colspan="3" | Gefechtsstation: Da die Besatzungen auf U-Booten extrem klein waren, hatte jeder Mann eine feste „Rollennummer“. Wer als Seemännische Nr. 5 eingeteilt war, musste im Alarmfall blindlings seine Position am Geschütz oder bei der Munitionsausgabe finden.
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| Gefechtsstation: || colspan="3" | Aufgrund der kleinen Besatzungsstärke war die Nr. 5 oft doppelt besetzt; sie musste im Alarmfall simultan die Munitionsausgabe aus den engen Lasten koordinieren.
 
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| colspan="3" | Ausbildung: Die Soldaten wurden bereits in den Schiffsstammabteilungen darauf gedrillt, die Handgriffe für alle Nummern (1 bis 6) zu beherrschen, um bei Ausfällen sofort einspringen zu können.
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| Ausbildung: || colspan="3" | Drill in den Schiffsstammabteilungen auf alle Nummern (1 bis 6), um bei personellen Ausfällen durch Splitterwirkung oder Überbordgehen sofort einspringen zu können.
 
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| Spezifik: || colspan="3" | Die Nr. 5 war auf U-Booten besonders für die Dichtigkeit der Munitionsschutzhauben verantwortlich, um die Einsatzfähigkeit der Patronen nach dem Auftauchen zu garantieren.
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! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/ | Invenio Online-Recherche]
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! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
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| BArch RHD 18. M.Dv. 200 || colspan="3" | Bordordnung für Kriegsschiffe. Diese Vorschrift definiert die Aufgabenverteilung für die einzelnen Nummern der Geschützbedienungen.
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| BArch RHD 18 || colspan="3" | M.Dv. 200 (Bordordnung für Kriegsschiffe): Zentrale Vorschrift zur Definition der Aufgabenverteilung für die einzelnen Nummern der Geschützbedienungen.
 
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten. In den Schießbüchern oder Ausbildungstesten findet sich oft die Bewertung für die Funktion als Ladeschütze oder Munitionsnummer.
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten: Dokumentation der Schießbucheinträge und Ausbildungstests mit spezifischen Bewertungen für die Funktion als Munitionsnummer oder Zündersteller.
 
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| BArch RM 98 || colspan="3" | U-Boote der Kriegsmarine. In den Rollenlisten der Boote ist die Zuweisung der Soldaten zu ihren Gefechtsnummern dokumentiert.
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| BArch RM 98 || colspan="3" | U-Boote der Kriegsmarine: Enthält die originalen Rollenlisten der Boote mit der namentlichen Zuweisung der Soldaten zu ihren jeweiligen Gefechtsnummern.
 
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| Lohmann, Walter - Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | Die deutsche Kriegsmarine 1939-1945. Band 2, Abschnitt Marine-Artillerie.
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band 2, Abschnitt Bordorganisation: Gefechtsrollen und personelle Struktur).
 
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| Marinediestvorschrift Nr. 170 || colspan="3" | Artillerie-Vorschrift für die Kriegsmarine. (Exakte Beschreibung der Bedienungsnummern 1 bis 6).
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| M.Dv. 170 || colspan="3" | "Artillerie-Vorschrift für die Kriegsmarine" (Detaillierte Handlungsanweisungen für die Munitionsnummern an Deckskanonen).
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| Rössler, Eberhard || colspan="3" | "Die deutschen U-Boote und ihre Hilfsschiffe" (Kontext zur personellen Besetzung der Artillerie- und Flakstationen).
 
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Aktuelle Version vom 27. Februar 2026, 14:59 Uhr

Funktion Seemännische Nr. 5 (Gefechts- und Rollennummer)
In der Bordorganisation der Reichsmarine und Kriegsmarine bezeichnete die Seemännische Nr. 5 eine exakt definierte Position innerhalb einer Geschützbedienung oder einer Gefechtsrolle. Diese Nummerierung war das Fundament der militärischen Effizienz; sie legte für jedes Besatzungsmitglied unmissverständlich fest, welcher Handgriff im Einsatzfall – insbesondere unter Gefechtsstress – auszuführen war. Auf den räumlich beengten U-Booten war die Nr. 5 ein kritisches Glied in der Kette zwischen Munitionslast und Rohr, das blindes Verständnis der Abläufe erforderte.
Aufgaben und Funktionen
Artillerie-Rolle: Bei der Deckskanone (8,8-cm oder 10,5-cm SK) fungierte die Nr. 5 primär als 1. Munitionsschütze oder spezialisierter Zündersteller.
Tätigkeit: Entgegennahme der Granaten von den Schleppern (Nr. 6+), Einstellen der Zünderwerte und Weitergabe der schussfertigen Patrone an den Ladeschützen (Nr. 4).
Flak-Rolle: Verantwortlich für das Klarhalten der Munitionsrahmen oder den schnellen Austausch der Magazine an der 2-cm- oder 3,7-cm-Flak im „Wintergarten“.
Seemännisch: Feste Zuordnung bei Manövern (An- und Ablegen) an Deck, beispielsweise als verantwortlicher Leinenführer oder Bediener einer spezifischen Winde.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Gefechtsstation: Aufgrund der kleinen Besatzungsstärke war die Nr. 5 oft doppelt besetzt; sie musste im Alarmfall simultan die Munitionsausgabe aus den engen Lasten koordinieren.
Ausbildung: Drill in den Schiffsstammabteilungen auf alle Nummern (1 bis 6), um bei personellen Ausfällen durch Splitterwirkung oder Überbordgehen sofort einspringen zu können.
Spezifik: Die Nr. 5 war auf U-Booten besonders für die Dichtigkeit der Munitionsschutzhauben verantwortlich, um die Einsatzfähigkeit der Patronen nach dem Auftauchen zu garantieren.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RHD 18 M.Dv. 200 (Bordordnung für Kriegsschiffe): Zentrale Vorschrift zur Definition der Aufgabenverteilung für die einzelnen Nummern der Geschützbedienungen.
BArch PERS 6 Personalakten: Dokumentation der Schießbucheinträge und Ausbildungstests mit spezifischen Bewertungen für die Funktion als Munitionsnummer oder Zündersteller.
BArch RM 98 U-Boote der Kriegsmarine: Enthält die originalen Rollenlisten der Boote mit der namentlichen Zuweisung der Soldaten zu ihren jeweiligen Gefechtsnummern.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band 2, Abschnitt Bordorganisation: Gefechtsrollen und personelle Struktur).
M.Dv. 170 "Artillerie-Vorschrift für die Kriegsmarine" (Detaillierte Handlungsanweisungen für die Munitionsnummern an Deckskanonen).
Rössler, Eberhard "Die deutschen U-Boote und ihre Hilfsschiffe" (Kontext zur personellen Besetzung der Artillerie- und Flakstationen).
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