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Marinehafenabteilung Le Havre: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

 
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| colspan="3" |Die Marinehafenabteilung Le Havre (M.H.A. Le Havre) war eine spezialisierte Landeinheit der Kriegsmarine im besetzten Frankreich. Sie war verantwortlich für den Betrieb, die Instandhaltung und die Verteidigung der strategisch wichtigen Hafenanlagen von Le Havre, einem der bedeutendsten U-Boot- und Geleitstützpunkte am Ärmelkanal.
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| colspan="3" | Die Marinehafenabteilung Le Havre (M.H.A. Le Havre) war eine spezialisierte Landeinheit im besetzten Frankreich, verantwortlich für den Betrieb und die Verteidigung der strategisch wichtigen Hafenanlagen am Ärmelkanal. Ursprünglich zur Betreuung der Invasionsflotte für das „Unternehmen Seelöwe“ formiert, wandelte sie sich im Januar 1942 zur 18. Landungsflottille. In dieser Funktion agierte sie als zentrale Lehrflottille für das Fachpersonal von Landungsverbänden. Für die U-Boot-Waffe war sie als Kaderschmiede von Bedeutung, da sie nautische Grundfertigkeiten vermittelte, die später bei der U-Boot-Versorgung und in spezialisierten Sicherungsverbänden im Westraum Anwendung fanden.
 
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| colspan="3" | Aufstellung: Formiert im August 1940. Ihre primäre Aufgabe war die wirtschaftliche und disziplinarische Betreuung der Besatzungen jener Fahrzeuge, die in Le Havre für die geplante Invasion Englands ([[Unternehmen Seelöwe]]) bereitgestellt worden waren.
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| Aufstellung: || colspan="3" | Formierung im August 1940 zur administrativen und disziplinarischen Betreuung der in Le Havre zusammengezogenen Invasionsfahrzeuge.
 
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| colspan="3" | Umbenennung: Am 15.01.1942 wurde die Abteilung in 18. Landungsflottille umbenannt.
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| Umbenennung: || colspan="3" | Am 15.01.1942 erfolgte die Umwandlung in die 18. Landungsflottille mit einem erweiterten Auftrag als Lehr- und Ausbildungsverband.
 
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| colspan="3" | Gliederung (ab 1942):
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| Gliederung: || colspan="3" | Stab und 1. Kompanie in Le Havre; 2. Kompanie in Rouen; 3. Kompanie in Vernon zur flächendeckenden Ausbildung im Seine-Sektor.
 
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| colspan="3" | Stab und 1. Kompanie: Le Havre.
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| Verlegung & Ende: || colspan="3" | 1942 Verlegung des Stabes nach Rouen; ab Januar 1943 Unterstellung unter das 2. Flotten-Stamm-Regiment bis zur Auflösung im April 1943.
| colspan="3" | Kompanie: Rouen.
 
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| colspan="3" | Kompanie: Vernon.
 
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| colspan="3" | Lehrauftrag: Ab Januar 1942 fungierte sie als Lehrflottille und bildete das Fachpersonal für andere Landungsverbände der Kriegsmarine aus.
 
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| colspan="3" | Verlegung & Ende: Mitte 1942 verlegte der Stab nach Rouen. Ab Januar 1943 unterstand sie dem 2. Flotten-Stamm-Regiment. Die Auflösung der Flottille erfolgte im April 1943.
 
 
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| colspan="3" | Kaderschmiede: Als Lehrflottille vermittelte die Einheit jene nautischen und technischen Grundfertigkeiten im Umgang mit Landungsbooten und Prahmen, die später für das Personal der U-Boot-Versorgungsschiffe oder bei spezialisierten Einheiten wie dem Sonderverband West von Bedeutung waren.
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| Kaderschmiede: || colspan="3" | Vermittlung technischer Grundfertigkeiten im Umgang mit Prahmen und Landungsbooten, die für das Personal der U-Boot-Versorgungsschiffe im Westraum essentiell waren.
 
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| colspan="3" | Personaltransfer: Soldaten, die 1942/43 in Rouen oder Le Havre ausgebildet wurden, fanden sich nach der Auflösung der Flottille häufig in den U-Boots-Lehrdivisionen wieder, um für die neuen U-Boot-Typen umgeschult zu werden.
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| Personaltransfer: || colspan="3" | Nach der Auflösung 1943 wurden zahlreiche Soldaten direkt in die U-Boots-Lehrdivisionen (U.L.D.) überwiesen, um auf die neuen Bootstypen umgeschult zu werden.
 
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| Sonderverband West: || colspan="3" | Ausbildung von Spezialisten, die später in Einheiten wie dem Sonderverband West für technisch anspruchsvolle Sicherungsaufgaben in der Biskaya eingesetzt wurden.
 
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| Infrastrukturschutz: || colspan="3" | Sicherstellung der Werft- und Liegeplatzkapazitäten in Le Havre, die als Nothäfen für beschädigte U-Boote und deren Sicherungsfahrzeuge dienten.
 
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! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/ | Invenio Online-Recherche]
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! colspan="3" | Quellenverweise - [https://www.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
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| BArch RM 121.161 ff || colspan="3" | Landungsverbände der Kriegsmarine. Kernbestand für die Stammrollen der 18. Landungsflottille und der Marinehafenabteilung Le Havre.
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| BArch RM 45.V || colspan="3" | Dienststellen in Frankreich. Dokumentiert die Unterstellung unter den Admiral Westfrankreich und die Vorbereitungen für Seelöwe.
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| BArch RM 121 || colspan="3" | Flotten-Stamm-Regimenter: Dokumentiert die Unterstellung der 18. Landungsflottille und deren administrativen Werdegang in Frankreich.
 
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten. Invenio Nachweis für Ausbilder und Schüler am Standort Rouen oder Vernon.
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| BArch RM 45-V || colspan="3" | Marinedienststellen in Frankreich: Enthält Befehle zur Hafensicherung Le Havre und zur Logistik während der Vorbereitungen auf „Seelöwe“.
 
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| Lexikon der Wehrmacht || colspan="3" | [https://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/FlottillenStammAbt/FlottStammAbtLeHavre.htm| → Marinehafenabteilung Le Havre]
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten: Invenio-Nachweis für Personal mit Stationierungen in Rouen und Vernon sowie spätere Versetzungen zur U-Boot-Waffe.
 
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! colspan="3" | Literaturverweise
 
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| Lohmann, Walter / Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | Die deutsche Kriegsmarine 1939-1945. Band 2, Abschnitt Landungsstreitkräfte.
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band 2, Abschnitt: Landdienststellen in Frankreich und Landungsverbände).
 
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| Kopp, Hans J. / Schmolke, Klaus-Peter || colspan="3" | Die deutschen Landungsfahrzeuge. (Details zur 18. Landungsflottille).
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| Tessin, Georg || colspan="3" | „Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht“ (Band 14, zur Gliederung der Marinehafenabteilungen und Landungsflottillen).
| Tessin, Georg || colspan="3" | Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS. Band 14.
 
 
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| style="text-align:center" colspan="3" | [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com] - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
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Aktuelle Version vom 28. Februar 2026, 09:41 Uhr

Verband Marinehafenabteilung Le Havre
Die Marinehafenabteilung Le Havre (M.H.A. Le Havre) war eine spezialisierte Landeinheit im besetzten Frankreich, verantwortlich für den Betrieb und die Verteidigung der strategisch wichtigen Hafenanlagen am Ärmelkanal. Ursprünglich zur Betreuung der Invasionsflotte für das „Unternehmen Seelöwe“ formiert, wandelte sie sich im Januar 1942 zur 18. Landungsflottille. In dieser Funktion agierte sie als zentrale Lehrflottille für das Fachpersonal von Landungsverbänden. Für die U-Boot-Waffe war sie als Kaderschmiede von Bedeutung, da sie nautische Grundfertigkeiten vermittelte, die später bei der U-Boot-Versorgung und in spezialisierten Sicherungsverbänden im Westraum Anwendung fanden.
Historischer Werdegang und Struktur
Aufstellung: Formierung im August 1940 zur administrativen und disziplinarischen Betreuung der in Le Havre zusammengezogenen Invasionsfahrzeuge.
Umbenennung: Am 15.01.1942 erfolgte die Umwandlung in die 18. Landungsflottille mit einem erweiterten Auftrag als Lehr- und Ausbildungsverband.
Gliederung: Stab und 1. Kompanie in Le Havre; 2. Kompanie in Rouen; 3. Kompanie in Vernon zur flächendeckenden Ausbildung im Seine-Sektor.
Verlegung & Ende: 1942 Verlegung des Stabes nach Rouen; ab Januar 1943 Unterstellung unter das 2. Flotten-Stamm-Regiment bis zur Auflösung im April 1943.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Kaderschmiede: Vermittlung technischer Grundfertigkeiten im Umgang mit Prahmen und Landungsbooten, die für das Personal der U-Boot-Versorgungsschiffe im Westraum essentiell waren.
Personaltransfer: Nach der Auflösung 1943 wurden zahlreiche Soldaten direkt in die U-Boots-Lehrdivisionen (U.L.D.) überwiesen, um auf die neuen Bootstypen umgeschult zu werden.
Sonderverband West: Ausbildung von Spezialisten, die später in Einheiten wie dem Sonderverband West für technisch anspruchsvolle Sicherungsaufgaben in der Biskaya eingesetzt wurden.
Infrastrukturschutz: Sicherstellung der Werft- und Liegeplatzkapazitäten in Le Havre, die als Nothäfen für beschädigte U-Boote und deren Sicherungsfahrzeuge dienten.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 121 Flotten-Stamm-Regimenter: Dokumentiert die Unterstellung der 18. Landungsflottille und deren administrativen Werdegang in Frankreich.
BArch RM 45-V Marinedienststellen in Frankreich: Enthält Befehle zur Hafensicherung Le Havre und zur Logistik während der Vorbereitungen auf „Seelöwe“.
BArch PERS 6 Personalakten: Invenio-Nachweis für Personal mit Stationierungen in Rouen und Vernon sowie spätere Versetzungen zur U-Boot-Waffe.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band 2, Abschnitt: Landdienststellen in Frankreich und Landungsverbände).
Tessin, Georg „Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht“ (Band 14, zur Gliederung der Marinehafenabteilungen und Landungsflottillen).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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