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Marinehafenabteilung Calais: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

 
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| colspan="3" | Die Marinehafenabteilung Calais (später 5. Flottillenstammabteilung) war ein zentrales Element der logistischen Vorbereitung für die geplante Invasion Englands (Unternehmen Seelöwe) und entwickelte sich später zu einem administrativen Knotenpunkt für Landungsfahrzeuge.
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| colspan="3" | Die Marinehafenabteilung Calais, die später als 5. Flottillenstammabteilung firmierte, war ein zentrales Element der logistischen Vorbereitung für das geplante Unternehmen Seelöwe und entwickelte sich nachfolgend zu einem administrativen Knotenpunkt für Landungsfahrzeuge. Gegründet im August 1940, diente sie der wirtschaftlichen und disziplinarischen Betreuung der für die Invasionsflotte zusammengezogenen Besatzungen. Mit einem Bestand von 24 Motorfährprahmen (MFP) und diversen Motorbooten sicherte die Einheit den Materialtransport entlang der Kanalküste, was indirekt dem Aufbau der dortigen U-Boot-Stützpunkte zugutekam. Nach der endgültigen Absage der Invasionspläne wurde die Flottille am 01.07.1943 aufgelöst und das Personal auf andere Waffenarten, insbesondere die U-Boot-Waffe und Kleinkampfverbände, verteilt.
 
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| colspan="3" | Aufstellung: Gegründet im August 1940 in Calais.
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| Aufstellung: || colspan="3" | Formierung im August 1940 in Calais zur Koordination der personellen und materiellen Ressourcen für die geplante Landung in England.
 
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| colspan="3" | Zweck: Die Abteilung diente der wirtschaftlichen und disziplinarischen Betreuung der Besatzungen, die für die „Seelöwe“-Landungsflotte im Raum Calais zusammengezogen worden waren.
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| Struktur 1942: || colspan="3" | Nachweislicher Bestand von 24 Motorfährprahmen (MFP), 2 Schleppern und 8 Motorbooten zur Durchführung logistischer Aufgaben im Kanalraum.
 
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| colspan="3" | Umbenennung: Am 15.01.1942 wurde die Einheit in 5. Flottillenstammabteilung umbenannt.
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| Umgliederung: || colspan="3" | Transformation zur 5. Flottillenstammabteilung am 15.01.1942; Fokusverschiebung weg von der Invasion hin zur defensiven Küstenlogistik.
 
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| colspan="3" | Gliederung (Mai 1942): Zu diesem Zeitpunkt verfügte die Abteilung über 24 Motorfährprahme (MFP), 2 Schlepper und 8 Motorboote.
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| Ende 1943: || colspan="3" | Offizielle Auflösung des Verbandes am 01.07.1943; Überführung der verbliebenen schwimmenden Einheiten in die regionalen Sicherungsflottillen.
| colspan="3" | Ende: Die Flottille wurde am 01.07.1943 offiziell aufgelöst.
 
 
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! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
 
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| colspan="3" | Infrastruktur für den Kanal: Die Bereitstellung von Motorfährprahmen durch die Abteilung sicherte den Transport von Material und schwerem Gerät entlang der Kanalküste, was indirekt dem Aufbau der dortigen U-Boot-Stützpunkte und der Küstenverteidigung zugutekam.
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| Infrastruktur: || colspan="3" | Sicherstellung schwerer Materialtransporte per MFP für den massiven Ausbau der U-Boot-Bunker und Küstenbatterien an der französischen Kanalküste.
 
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| colspan="3" | Personeller Pool: Viele Männer, die später auf U-Booten oder in Kleinkampfverbänden dienten, erhielten in Einheiten wie der 5. Flottillenstammabteilung ihre erste praktische Ausbildung auf Motorbooten und Fährschiffen.
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| Personalerhalt: || colspan="3" | Funktion als administrativer Pool für spezialisiertes Bootspersonal, das nach 1942 häufig in die U-Boot-Waffe oder zu den Kleinkampfverbänden wechselte.
 
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| colspan="3" | Biografischer Marker: In den Stammrollen markiert diese Einheit oft die Phase, in der Marinepersonal für Landungsoperationen im Westraum bereitgehalten wurde, bevor es nach der Absage von „Seelöwe“ auf andere Waffenarten (wie die U-Boot-Waffe) verteilt wurde.
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| Biografischer Marker: || colspan="3" | Dokumentation einer spezialisierten Landungs- und Kleinfahrzeugverwendung im Westraum unmittelbar vor der U-Boot-Spezialisierung.
 
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! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/ | Invenio Online-Recherche]
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! colspan="3" | Quellenverweise - [https://www.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
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| BArch RM 54 / 112 || colspan="3" | Akten des Befehlshabers der Sicherung West zur Organisation der Hafenabteilungen und Flottillenstämme an der Kanalküste.  
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| BArch RM 54 / 112 || colspan="3" | Sicherung West: Akten des Befehlshabers der Sicherung West zur Organisation der Hafenabteilungen und Flottillenstämme an der Kanalküste.
 
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| BArch RM 65 / 144 || colspan="3" | Kriegstagebücher und Bestandslisten der 5. Flottillenstammabteilung (belegt die Gliederung vom 20.05.1942).
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| BArch RM 65 / 144 || colspan="3" | Flottillenstämme: Kriegstagebücher und Bestandslisten der 5. Flottillenstammabteilung (belegt die Gliederung vom 20.05.1942).
 
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| BArch RM 7 / 2331 || colspan="3" | Unterlagen der Seekriegsleitung (Skl) zur Verwendung von Landungsfahrzeugen nach der Absage des Unternehmens Seelöwe.
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| BArch RM 7 / 2331 || colspan="3" | Seekriegsleitung (Skl): Unterlagen zur Verwendung von Landungsfahrzeugen nach der Absage des Unternehmens Seelöwe.
 
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! colspan="3" | Literaturverweise
 
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| Lohmann, W. / Hildebrand, H. H. || colspan="3" | Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. Gliederung, Einsatz, Personal. (Band II, Kapitel zur Organisation der Dienststellen in Frankreich).
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band 2, Kapitel zur Organisation der Dienststellen in Frankreich).
 
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| Schenk, Peter || colspan="3" | Landung in England. Das Unternehmen Seelöwe. (Details zur Betreuung der Besatzungen in den Kanalhäfen).
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| Schenk, Peter || colspan="3" | „Landung in England. Das Unternehmen Seelöwe“ (Details zur Betreuung der Besatzungen in den Kanalhäfen).
| Gröner, Erich || colspan="3" | Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945. (Band 7, technische Daten zu den Motorfährprahmen und Motorbooten der Hafenabteilungen).
 
 
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| Gröner, Erich || colspan="3" | „Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945“ (Band 7, technische Daten zu den Motorfährprahmen und Motorbooten der Hafenabteilungen).
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| style="text-align:center" colspan="3" | [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com] - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
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Aktuelle Version vom 28. Februar 2026, 13:29 Uhr

Verband Marinehafenabteilung Calais
Die Marinehafenabteilung Calais, die später als 5. Flottillenstammabteilung firmierte, war ein zentrales Element der logistischen Vorbereitung für das geplante Unternehmen Seelöwe und entwickelte sich nachfolgend zu einem administrativen Knotenpunkt für Landungsfahrzeuge. Gegründet im August 1940, diente sie der wirtschaftlichen und disziplinarischen Betreuung der für die Invasionsflotte zusammengezogenen Besatzungen. Mit einem Bestand von 24 Motorfährprahmen (MFP) und diversen Motorbooten sicherte die Einheit den Materialtransport entlang der Kanalküste, was indirekt dem Aufbau der dortigen U-Boot-Stützpunkte zugutekam. Nach der endgültigen Absage der Invasionspläne wurde die Flottille am 01.07.1943 aufgelöst und das Personal auf andere Waffenarten, insbesondere die U-Boot-Waffe und Kleinkampfverbände, verteilt.
Historischer Kontext & Organisation
Aufstellung: Formierung im August 1940 in Calais zur Koordination der personellen und materiellen Ressourcen für die geplante Landung in England.
Struktur 1942: Nachweislicher Bestand von 24 Motorfährprahmen (MFP), 2 Schleppern und 8 Motorbooten zur Durchführung logistischer Aufgaben im Kanalraum.
Umgliederung: Transformation zur 5. Flottillenstammabteilung am 15.01.1942; Fokusverschiebung weg von der Invasion hin zur defensiven Küstenlogistik.
Ende 1943: Offizielle Auflösung des Verbandes am 01.07.1943; Überführung der verbliebenen schwimmenden Einheiten in die regionalen Sicherungsflottillen.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Infrastruktur: Sicherstellung schwerer Materialtransporte per MFP für den massiven Ausbau der U-Boot-Bunker und Küstenbatterien an der französischen Kanalküste.
Personalerhalt: Funktion als administrativer Pool für spezialisiertes Bootspersonal, das nach 1942 häufig in die U-Boot-Waffe oder zu den Kleinkampfverbänden wechselte.
Biografischer Marker: Dokumentation einer spezialisierten Landungs- und Kleinfahrzeugverwendung im Westraum unmittelbar vor der U-Boot-Spezialisierung.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 54 / 112 Sicherung West: Akten des Befehlshabers der Sicherung West zur Organisation der Hafenabteilungen und Flottillenstämme an der Kanalküste.
BArch RM 65 / 144 Flottillenstämme: Kriegstagebücher und Bestandslisten der 5. Flottillenstammabteilung (belegt die Gliederung vom 20.05.1942).
BArch RM 7 / 2331 Seekriegsleitung (Skl): Unterlagen zur Verwendung von Landungsfahrzeugen nach der Absage des Unternehmens Seelöwe.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band 2, Kapitel zur Organisation der Dienststellen in Frankreich).
Schenk, Peter „Landung in England. Das Unternehmen Seelöwe“ (Details zur Betreuung der Besatzungen in den Kanalhäfen).
Gröner, Erich „Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945“ (Band 7, technische Daten zu den Motorfährprahmen und Motorbooten der Hafenabteilungen).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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