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Führer der Minensuchboote West: Unterschied zwischen den Versionen

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! '''Führer der Minensuchboote West (F.d.M. West)'''
 
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| colspan="3" | Führer der Minensuchboote West (F.d.M. West) war eine zentrale taktische Dienststelle der Kriegsmarine, die für die Sicherung der Seewege im besetzten Frankreich und im Kanalbereich verantwortlich war. Der F.d.M. West koordinierte sämtliche Minensuch- und Räumverbände an der französischen Atlantik- und Kanalküste; seine Hauptaufgabe bestand darin, die Transitwege für die U-Boote und Handelsstörer gegen die alliierte Minenkriegführung offenzuhalten.
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| colspan="3" | Der Führer der Minensuchboote West war eine zentrale taktische Dienststelle der Kriegsmarine zur Sicherung der Seewege im besetzten Frankreich und im Kanalbereich. Er koordinierte sämtliche Minensuch- und Räumverbände, um die Transitwege für U-Boote und Handelsstörer gegen die alliierte Minenkriegführung offenzuhalten.
 
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| colspan="3" | Aufstellung: Die Dienststelle wurde im August 1940 geschaffen, um die Vielzahl der Sicherungsstreitkräfte an der französischen Atlantikküste und im Ärmelkanal einheitlich zu führen.
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| Aufstellung: || colspan="3" | Im August 1940 zur einheitlichen Führung der Sicherungsstreitkräfte an der französischen Atlantikküste und im Ärmelkanal geschaffen.
 
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| colspan="3" | Unterstellung: Der Führer der Minensuchboote West unterstand dem Befehlshaber der Sicherung West.
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| Unterstellung: || colspan="3" | Unterstand dem Befehlshaber der Sicherung West (B.S.W.).
 
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| colspan="3" | Operationsgebiet: Sein Bereich erstreckte sich von der belgisch-französischen Grenze bis zur spanischen Grenze. Er koordinierte den Einsatz von Minensuchflottillen, Sperrbrechern und Vorpostenbooten.  
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| Operationsgebiet: || colspan="3" | Erstreckte sich von der belgisch-französischen Grenze bis zur spanischen Grenze. Koordination von Minensuchflottillen, Sperrbrechern und Vorpostenbooten.
 
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| colspan="3" | Die Dienststelle war lebenswichtig für die U-Boot-Waffe:
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| Wegsicherung: || colspan="3" | Freihalten der „Zwangswege“ für aus- und einlaufende U-Boote (Typ VII C / IX) der Frontstützpunkte Brest, Lorient, St. Nazaire, La Pallice und Bordeaux.
 
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| colspan="3" | Wegsicherung: Die wichtigste Aufgabe war das Freihalten der „Zwangswege“ für die auslaufenden und heimkehrenden U-Boote der Frontflottillen (beispielsweise vom Typ VII C und Typ IX), die in Stützpunkten wie Brest, Lorient oder St. Nazaire stationiert waren.
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| Minenräumdienst: || colspan="3" | Tägliche Räumung der durch die Royal Air Force (RAF) ständig neu gelegten Minenfelder unmittelbar vor den Stützpunkten.
 
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| colspan="3" | Minenräumdienst: Da die britische Luftwaffe (Royal Air Force) ständig neue Minen vor den U-Boot-Stützpunkten abwarf, mussten die Einheiten des Führer der Minensuchboote West diese Wege täglich räumen.
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| Geleitschutz: || colspan="3" | Sicherung von Küstentransporten und Schutz der U-Boote gegen feindliche Zerstörer oder Schnellboote in den gefährlichen Küstenzonen.
 
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| colspan="3" | Geleitschutz: Sicherung von Küstentransporten und Schutz der U-Boote gegen feindliche Zerstörer oder Schnellboote in den Küstengewässern.
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| colspan="3" | Die Position wurde meist von einem erfahrenen Kapitän zur See oder Konteradmiral besetzt:
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| Führung: || colspan="3" | Besetzt durch erfahrene Kapitäne zur See oder Konteradmirale. Ein bedeutender Kommandeur war der spätere Vizeadmiral Friedrich Ruge (08.1940 – 02.1943).
 
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| colspan="3" | Bekannte Kommandeure: Ein bedeutender Inhaber dieser Stelle war der spätere Vizeadmiral Friedrich Ruge (von 08.1940 bis 02.1943), der die Minenabwehr im Westen maßgeblich organisierte.
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| Struktur: || colspan="3" | Dem Stab unterstanden zahlreiche Minensuchflottillen, bestehend aus modernen Booten (Typ 1935/1940) sowie umgebauten Fischdampfern und Hilfsminensuchern.
 
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| colspan="3" | Struktur: Dem Stab unterstanden mehrere Minensuchflottillen, die wiederum aus Booten wie dem Typ 1935 oder umgebauten Fischdampfern bestanden.
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! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
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! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
 
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| colspan="3" | Überlebenswichtige Vorfeld-Sicherung: Ohne die Arbeit der dem .F.d.M West unterstellten Flottillen hätten die U-Boote die stark verminten Küstengewässer der Biskaya nicht sicher passieren können.
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| Vorfeld-Sicherung: || colspan="3" | Ohne die Flottillen des F.d.M. West hätten die U-Boote die stark verminten Gewässer der Biskaya nicht passieren können. Sie bildeten den „Schild“ der U-Boot-Waffe beim Verlassen der Bunker.
 
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| colspan="3" | Zusammenarbeit: Die Flottillen des F.d.M. West stellten oft den unmittelbaren Geleitschutz ("Sperrbrecher" oder Minensuchboote), um ein- oder auslaufende U-Boote durch die gefährlichen Küstenzonen zu führen.
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| Zusammenarbeit: || colspan="3" | Einsatz von Sperrbrechern als unmittelbarer Geleitschutz, um Minen durch bloßes Überfahren zur Detonation zu bringen und so den Weg für die Boote physisch freizumachen.
 
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| colspan="3" | Personalhistorische Einordnung: In den Stammrollen (BArch RM 121/642) markiert eine Kommandierung zum Stab des F.d.M. West oder zu einer seiner Flottillen eine Phase hoher nautischer Verantwortung in einem der gefährlichsten Seegebiete des Krieges.
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| Personalhistorie: || colspan="3" | In den Stammrollen (BArch RM 121/642) markiert eine Kommandierung zum F.d.M. West eine Phase höchster nautischer Verantwortung in einem der am stärksten umkämpften Seegebiete.
 
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! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/ | Invenio Online-Recherche]
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! colspan="3" | Quellenverweise - [https://invenio.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
 
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| BArch RM 54 / 112 || colspan="3" | Akten des Befehlshabers der Sicherung West zur operativen Führung der Minensuchverbände
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| BArch RM 54 || colspan="3" | (Akten der Sicherungsstreitkräfte West sowie Kriegstagebücher des F.d.M. West zu Minenräumoperationen).
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| BArch RM 62 / [Nr.] || colspan="3" | Kriegstagebücher der dem F.d.M. West unterstellten Minensuchflottillen (z. B. 2. oder 24. M-Flottille)
 
 
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| BArch RM 7 / 2331 || colspan="3" | Unterlagen der Seekriegsleitung zur strategischen Bedeutung der Minenabwehr im Westraum
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| BArch RM 121/642 || colspan="3" | (Stammrollen zur Erfassung des Personals in den unterstellten Sicherungsflottillen).
 
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| Lohmann, W. / Hildebrand, H. H.: || colspan="3" | Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945 (Band II, Kapitel zur Organisation der Sicherungsstreitkräfte West)
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel zur Sicherung West und dem F.d.M. West).
 
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| Harnack, Wolfgang: || colspan="3" | Die Verteidigung der Küsten (Details zur taktischen Gliederung der Sicherungsverbände in Frankreich)
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| Ruge, Friedrich || colspan="3" | "Im Küstenvorfeld" (Persönliche Aufzeichnungen zur Organisation der Minenabwehr in Frankreich).
 
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| colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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| style="text-align:center" colspan="3" | [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com] - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
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Aktuelle Version vom 16. Februar 2026, 16:23 Uhr

Dienststelle Führer der Minensuchboote West (F.d.M. West)
Der Führer der Minensuchboote West war eine zentrale taktische Dienststelle der Kriegsmarine zur Sicherung der Seewege im besetzten Frankreich und im Kanalbereich. Er koordinierte sämtliche Minensuch- und Räumverbände, um die Transitwege für U-Boote und Handelsstörer gegen die alliierte Minenkriegführung offenzuhalten.
Aufstellung und Zuständigkeit
Aufstellung: Im August 1940 zur einheitlichen Führung der Sicherungsstreitkräfte an der französischen Atlantikküste und im Ärmelkanal geschaffen.
Unterstellung: Unterstand dem Befehlshaber der Sicherung West (B.S.W.).
Operationsgebiet: Erstreckte sich von der belgisch-französischen Grenze bis zur spanischen Grenze. Koordination von Minensuchflottillen, Sperrbrechern und Vorpostenbooten.
Kernaufgaben & Taktik
Wegsicherung: Freihalten der „Zwangswege“ für aus- und einlaufende U-Boote (Typ VII C / IX) der Frontstützpunkte Brest, Lorient, St. Nazaire, La Pallice und Bordeaux.
Minenräumdienst: Tägliche Räumung der durch die Royal Air Force (RAF) ständig neu gelegten Minenfelder unmittelbar vor den Stützpunkten.
Geleitschutz: Sicherung von Küstentransporten und Schutz der U-Boote gegen feindliche Zerstörer oder Schnellboote in den gefährlichen Küstenzonen.
Personal und Kommandeure
Führung: Besetzt durch erfahrene Kapitäne zur See oder Konteradmirale. Ein bedeutender Kommandeur war der spätere Vizeadmiral Friedrich Ruge (08.1940 – 02.1943).
Struktur: Dem Stab unterstanden zahlreiche Minensuchflottillen, bestehend aus modernen Booten (Typ 1935/1940) sowie umgebauten Fischdampfern und Hilfsminensuchern.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Vorfeld-Sicherung: Ohne die Flottillen des F.d.M. West hätten die U-Boote die stark verminten Gewässer der Biskaya nicht passieren können. Sie bildeten den „Schild“ der U-Boot-Waffe beim Verlassen der Bunker.
Zusammenarbeit: Einsatz von Sperrbrechern als unmittelbarer Geleitschutz, um Minen durch bloßes Überfahren zur Detonation zu bringen und so den Weg für die Boote physisch freizumachen.
Personalhistorie: In den Stammrollen (BArch RM 121/642) markiert eine Kommandierung zum F.d.M. West eine Phase höchster nautischer Verantwortung in einem der am stärksten umkämpften Seegebiete.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 54 (Akten der Sicherungsstreitkräfte West sowie Kriegstagebücher des F.d.M. West zu Minenräumoperationen).
BArch RM 121/642 (Stammrollen zur Erfassung des Personals in den unterstellten Sicherungsflottillen).
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel zur Sicherung West und dem F.d.M. West).
Ruge, Friedrich "Im Küstenvorfeld" (Persönliche Aufzeichnungen zur Organisation der Minenabwehr in Frankreich).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132