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2. Admiral der Nordsee: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

 
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| colspan="3" | Der 2. Admiral der Nordsee war eine bedeutende Dienststelle innerhalb der Bodenorganisation der Kriegsmarine. Er war primär für das Personal-, Ausbildungs- und Ersatzwesen im Bereich der Marinestation der Nordsee verantwortlich. Die Dienststelle des 2. Admirals der Nordsee fungierte als zentrale Kontrollinstanz für die Rekrutierung, die grundlegende militärische Ausbildung sowie die personelle Auffüllung der Nordseeflotte und ihrer Landeinheiten.
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| colspan="3" | Der 2. Admiral der Nordsee war eine bedeutende Dienststelle innerhalb der Bodenorganisation der Kriegsmarine am Standort Wilhelmshaven. Geschaffen am 01.02.1935 aus der Schiffsstammdivision der Nordsee, verantwortete er das Personal-, Ausbildungs- und Ersatzwesen der Marinestation der Nordsee. Er fungierte als zentrale Kontrollinstanz für die Rekrutierung, die militärische Grundausbildung in den Schiffsstammabteilungen (S.S.A.) sowie die Leitung der Marine-Unteroffizierslehrabteilungen (M.U.L.A.). Für die U-Boot-Waffe war die Dienststelle von strategischer Relevanz, da hier die erste Sichtung und Auswahl der Freiwilligen für den U-Boot-Dienst erfolgte. Im März 1943 wurde die Dienststelle im Zuge einer Straffung aufgelöst und ihre Aufgaben größtenteils vom 2. Admiral der Ostsee als nunmehr zentraler Instanz übernommen.
 
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| colspan="3" | Anfang: Die Dienststelle wurde am 01.02.1935 in Wilhelmshaven geschaffen. Sie ging aus der Umstrukturierung der ehemaligen Schiffsstammdivision der Nordsee hervor.
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| Anfang: || colspan="3" | Aufstellung am 01.02.1935 in Wilhelmshaven als Nachfolgeorganisation der S.D.N. zur Professionalisierung des Ausbildungswesens.
 
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| colspan="3" | Hierarchie: Er unterstand direkt dem Kommandierenden Admiral der Marinestation der Nordsee.
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| Hierarchie: || colspan="3" | Direkte Unterstellung unter den Kommandierenden Admiral der Marinestation der Nordsee; disziplinarische Gewalt über alle Ausbildungseinheiten im Bereich.
 
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| colspan="3" | Aufgaben:
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| Aufgaben: || colspan="3" | Führung der S.S.A. und M.U.L.A. im Nordseebereich (z.B. Glückstadt, Wesermünde); Zuweisung von Spezialisten zu neu in Dienst gestellten Einheiten.
 
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| colspan="3" | Grundausbildung: Führung der unterstellten Schiffsstammabteilungen (S.S.A.).
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| Ende 1943: || colspan="3" | Auflösung im März 1943 zur Bündelung der Ausbildungskompetenzen an einer zentralen Stelle für die gesamte Kriegsmarine.
| colspan="3" | Unteroffiziersausbildung: Leitung der Marine-Unteroffizierslehrabteilungen (M.U.L.A.) im Nordseebereich.
 
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| colspan="3" | Personalersatz: Verwaltung des Personalersatzes für die gesamte Flotte, einschließlich der Zuweisung von Spezialisten zu den neu in Dienst gestellten Einheiten.
 
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| colspan="3" | Ende: Die Dienststelle wurde im März 1943 im Zuge einer Straffung der Kommandostrukturen aufgelöst; die Aufgaben wurden größtenteils vom neu geschaffenen 2. Admiral der Ostsee (als zentraler Instanz für die gesamte Kriegsmarine) übernommen.
 
 
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! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
 
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| colspan="3" | Rekrutierung: In den Zuständigkeitsbereich des 2. Admirals der Nordsee fielen die ersten Phasen der Laufbahn fast aller U-Boot-Männer der Nordsee-Station. Hier erfolgte die Sichtung und Auswahl der Freiwilligen für die U-Boot-Waffe.
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| Rekrutierung: || colspan="3" | Administrative Erfassung und Tauglichkeitsprüfung der ersten Laufbahnphasen fast aller U-Boot-Männer innerhalb der Marinestation Nordsee.
 
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| colspan="3" | Infrastruktur: Er verwaltete die Ausbildungskapazitäten in Städten wie Wilhelmshaven, Wesermünde und Glückstadt, die als erste Anlaufstellen für künftige Kommandanten dienten.
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| Ausbildung: || colspan="3" | Verwaltung der Basiskapazitäten in den Garnisonen an der Unterweser und Elbe, die als personelles Reservoir für die U-Boot-Waffe dienten.
 
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| colspan="3" | Personalhistorische Einordnung: In den Stammrollen (BArch RM 121/642) dokumentiert der Stempel „2. Admiral der Nordsee“ die administrative Erfassung des Soldaten zu Beginn seiner Dienstzeit.
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| Biografischer Marker: || colspan="3" | In den Stammrollen dokumentiert der Stempel dieser Dienststelle die Erfassung des Soldaten zu Beginn seiner militärischen Laufbahn.
 
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! colspan="3" | Quellenverweise - [https://www.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
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| BArch RM 3 / 1024 || colspan="3" | Akten des O.K.M. zur Neuordnung der Stationskommandos und der Ausbildungsorganisation (1935).
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| BArch RM 3 / 1024 || colspan="3" | Marinepersonalamt / OKM: Akten zur Neuordnung der Stationskommandos und der großflächigen Umstrukturierung der Ausbildungsorganisation ab 1935.
 
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| BArch RM 121 / 162 || colspan="3" | Dienstvorschriften über die Befugnisse des 2. Admirals der Nordsee im Personalwesen.
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| BArch RM 121 / 162 || colspan="3" | Marine-Ausbildungswesen: Dienstvorschriften über die spezifischen Befugnisse und disziplinarischen Kompetenzen des 2. Admirals der Nordsee.
 
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| BArch RM 121 / 642 || colspan="3" | Stammrollen und Personalakten mit administrativen Nachweisen der Marinestation der Nordsee.
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| BArch RM 121 / 642 || colspan="3" | Personalwesen: Stammrollen und Personalakten der Marinestation der Nordsee mit administrativen Nachweisen der Unterstellung und Erfassung.
 
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! colspan="3" | Literaturverweise
 
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| Lohmann, W. / Hildebrand, H. H.: || colspan="3" | Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945 (Band II, Kapitel zur Bodenorganisation der Marinestation der Nordsee).
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band 2, Abschnitt Landorganisation: Struktur der Bodenorganisation der Marinestation der Nordsee und deren Fachadmirale).
 
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| Tessin, Georg: || colspan="3" | Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht (Band 14, zur Übersicht der Admiralstabsdienststellen).
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| Tessin, Georg || colspan="3" | „Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht“ (Band 14, zur systematischen Übersicht der Admiralstabsdienststellen und deren regionalen Zuständigkeiten).
| Hildebrand, Hans H.: || colspan="3" | Die deutschen Kriegsschiffe: Biographien (Kontext zur Bedeutung Wilhelmshavens als personelles Zentrum).
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| Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | „Die deutschen Kriegsschiffe: Biographien“ (Bietet umfassenden Kontext zur Bedeutung Wilhelmshavens als personelles und rüstungstechnisches Zentrum der Marine).
 
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Aktuelle Version vom 1. März 2026, 07:23 Uhr

Dienststelle 2. Admiral der Nordsee
Der 2. Admiral der Nordsee war eine bedeutende Dienststelle innerhalb der Bodenorganisation der Kriegsmarine am Standort Wilhelmshaven. Geschaffen am 01.02.1935 aus der Schiffsstammdivision der Nordsee, verantwortete er das Personal-, Ausbildungs- und Ersatzwesen der Marinestation der Nordsee. Er fungierte als zentrale Kontrollinstanz für die Rekrutierung, die militärische Grundausbildung in den Schiffsstammabteilungen (S.S.A.) sowie die Leitung der Marine-Unteroffizierslehrabteilungen (M.U.L.A.). Für die U-Boot-Waffe war die Dienststelle von strategischer Relevanz, da hier die erste Sichtung und Auswahl der Freiwilligen für den U-Boot-Dienst erfolgte. Im März 1943 wurde die Dienststelle im Zuge einer Straffung aufgelöst und ihre Aufgaben größtenteils vom 2. Admiral der Ostsee als nunmehr zentraler Instanz übernommen.
Historischer Kontext & Organisation
Anfang: Aufstellung am 01.02.1935 in Wilhelmshaven als Nachfolgeorganisation der S.D.N. zur Professionalisierung des Ausbildungswesens.
Hierarchie: Direkte Unterstellung unter den Kommandierenden Admiral der Marinestation der Nordsee; disziplinarische Gewalt über alle Ausbildungseinheiten im Bereich.
Aufgaben: Führung der S.S.A. und M.U.L.A. im Nordseebereich (z.B. Glückstadt, Wesermünde); Zuweisung von Spezialisten zu neu in Dienst gestellten Einheiten.
Ende 1943: Auflösung im März 1943 zur Bündelung der Ausbildungskompetenzen an einer zentralen Stelle für die gesamte Kriegsmarine.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Rekrutierung: Administrative Erfassung und Tauglichkeitsprüfung der ersten Laufbahnphasen fast aller U-Boot-Männer innerhalb der Marinestation Nordsee.
Ausbildung: Verwaltung der Basiskapazitäten in den Garnisonen an der Unterweser und Elbe, die als personelles Reservoir für die U-Boot-Waffe dienten.
Biografischer Marker: In den Stammrollen dokumentiert der Stempel dieser Dienststelle die Erfassung des Soldaten zu Beginn seiner militärischen Laufbahn.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 3 / 1024 Marinepersonalamt / OKM: Akten zur Neuordnung der Stationskommandos und der großflächigen Umstrukturierung der Ausbildungsorganisation ab 1935.
BArch RM 121 / 162 Marine-Ausbildungswesen: Dienstvorschriften über die spezifischen Befugnisse und disziplinarischen Kompetenzen des 2. Admirals der Nordsee.
BArch RM 121 / 642 Personalwesen: Stammrollen und Personalakten der Marinestation der Nordsee mit administrativen Nachweisen der Unterstellung und Erfassung.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band 2, Abschnitt Landorganisation: Struktur der Bodenorganisation der Marinestation der Nordsee und deren Fachadmirale).
Tessin, Georg „Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht“ (Band 14, zur systematischen Übersicht der Admiralstabsdienststellen und deren regionalen Zuständigkeiten).
Hildebrand, Hans H. „Die deutschen Kriegsschiffe: Biographien“ (Bietet umfassenden Kontext zur Bedeutung Wilhelmshavens als personelles und rüstungstechnisches Zentrum der Marine).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132