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20. Vorpostenflottille: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

 
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| colspan="3" | Die 20. Vorpostenflottille wurde im Sommer 1940 aufgestellt und war als Teil der Sicherungsstreitkräfte an der französischen Atlantikküste tätig. Ihre Hauptaufgabe lag in der Überwachung der Küstengewässer, dem Geleitschutz für die Handelsschifffahrt und der Verteidigung gegen feindliche Luft- und Seeangriffe. Die Flottille operierte unter dem Kommando des Führers der Vorpostenboote West und war ein unverzichtbarer Bestandteil der Verteidigungsorganisation im Golf von Biskaya.
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| colspan="3" | Die 20. Vorpostenflottille war ein zentraler Sicherungsverband der Kriegsmarine an der französischen Atlantikküste. Aufgestellt im Sommer 1940, bildete sie ein unverzichtbares Glied in der Verteidigungsorganisation des Golfs von Biskaya. Ihre Hauptaufgabe lag in der Überwachung der Küstengewässer, dem Geleitschutz für die Handelsschifffahrt sowie der direkten Sicherung ein- und auslaufender Front-U-Boote.
 
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| colspan="3" | Aufstellung und Standorte: Die Flottille wurde am 01.07.1940 formiert. Ihr primäres Operationsgebiet lag an der französischen Westküste, wobei St. Nazaire und Royan (Gironde-Mündung) zu den wichtigsten Stützpunkten zählten. Truppendienstlich war sie der 4. Sicherungsdivision unterstellt. Die Flottille bestand überwiegend aus umgebauten Fischdampfern und Walfängern, die mit Flak-Geschützen und Wasserbombenwerfern für den Kriegseinsatz nachgerüstet worden waren.
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| Aufstellung: || colspan="3" | Formiert am 01.07.1940 unter dem Kommando des Führers der Vorpostenboote West.
 
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| colspan="3" | Einsatzprofil: Die Einheiten der Flottille führten regelmäßig Vorposten- und Patrouillenfahrten durch, um feindliche Minenleger oder U-Boote frühzeitig zu orten. Ein wesentlicher Teil des Dienstes bestand im Sichern der Erzeinfuhren und der Versorgungsschifffahrt entlang der französischen Küste, die häufig Ziel britischer Schnellboot-Angriffe und Luftschläge war.
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| Standorte: || colspan="3" | Hauptstützpunkte in St. Nazaire und Royan (Gironde-Mündung).
 
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| colspan="3" | Das Schicksal bei Kriegsende: Mit dem Vorrücken der alliierten Truppen nach der Invasion 1944 wurde die Flottille im August 1944 aufgelöst. Ein Großteil der Boote wurde von den eigenen Besatzungen versenkt oder in den Häfen von den Alliierten zerstört. Das Personal wurde anschließend in Marine-Schützen-Einheiten eingegliedert und zur infanteristischen Verteidigung der „Atlantikfestungen“ (wie St. Nazaire und La Rochelle) eingesetzt, wo sie bis zur Kapitulation am 08.05.1945 verblieben.
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| Unterstellung: || colspan="3" | Truppendienstlich der 4. Sicherungsdivision zugeordnet.
 
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| Ausrüstung: || colspan="3" | Überwiegend umgebaute Fischdampfer und Walfänger (Tonnage ca. 400–600 BRT), nachgerüstet mit Flak-Geschützen (meist 3,7 cm oder 8,8 cm) und Wasserbombenwerfern.
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| Kriegsende: || colspan="3" | Auflösung im August 1944 nach der alliierten Invasion. Einheiten teils selbst versenkt; Personal kämpfte als Marine-Infanterie in den "Atlantikfestungen" bis zum 08.05.1945.
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| colspan="3" | Sicherung der Ein- und Auslaufwege: Die 20. Vorpostenflottille war direkt an der Sicherung der Fahrrinnen für die in St. Nazaire stationierten Front-U-Boote (6. und 7. U-Flottille) beteiligt. Die Vorpostenboote dienten als Schild gegen britische Zerstörer und Schnellboote, die versuchten, auslaufende U-Boote bereits in Küstennähe abzufangen.
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| Küstensicherung: || colspan="3" | Permanente Patrouillenfahrten zur Früherkennung feindlicher Minenleger und U-Boote im Küstenvorfeld.
 
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| colspan="3" | Flak-Schutz im Küstenvorfeld: Da U-Boote in den flachen Gewässern vor der Küste besonders verwundbar gegenüber Luftangriffen waren, stellten die Boote der 20. Vorpostenflottille verstärkten Flak-Schutz für die Geleite bereit, bis die Boote die 100-Seemeilen-Grenze und damit tiefere Gewässer erreichten.
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| Geleitschutz: || colspan="3" | Sicherung kritischer Erzeinfuhren und Versorgungsschiffe gegen britische Schnellboot-Angriffe und Luftschläge.
 
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| colspan="3" | Rettungseinsätze: Die Flottille war mehrfach an der Bergung von Besatzungsmitgliedern beschädigter oder versenkter U-Boote im Bereich der Biskaya beteiligt. Ihre robuste Bauweise erlaubte den Einsatz auch bei schwerer See, was sie zu einem wichtigen Partner für den Seenotdienst der Marine machte.
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| Technische Daten: || colspan="3" | Geschwindigkeit der Boote ca. 10–12 kn; Besatzungsstärke pro Boot ca. 25–35 Mann. Ausgestattet mit S-Gerät (Sonar) zur U-Jagd.
 
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| B.Arch. RM 65 / 45 || colspan="3" | Kriegstagebuch (KTB) der 20. Vorpostenflottille (Dokumentiert die täglichen Sicherungseinsätze und Gefechte vor der französischen Westküste).
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| Wegesicherung: || colspan="3" | Direkter Schutz der Fahrrinnen für die [[6. U-Flottille]] und [[7. U-Flottille]] in St. Nazaire gegen feindliche Abfangversuche in Küstennähe.
 
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| B.Arch. RM 61 / 12 || colspan="3" | Akten des Führers der Vorpostenboote West (Enthält Berichte über die personelle und materielle Einsatzbereitschaft der Flottille).
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| Flak-Schild: || colspan="3" | Bereitstellung von verstärktem Flugabwehrschutz für U-Boote in den flachen, gefährdeten Gewässern der Biskaya bis zur 100-Seemeilen-Grenze.
 
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| B.Arch. RM 7 / 2333 || colspan="3" | Unterlagen der Seekriegsleitung (Belegt die taktische Zusammenarbeit zwischen Sicherungsverbänden und der U-Boot-Waffe im Westraum).
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| Rettungsdienst: || colspan="3" | Einsatz bei der Bergung von Besatzungen beschädigter U-Boote; hohe Seefähigkeit der Fischdampfer ermöglichte Rettungseinsätze auch bei schwerstem Wetter.
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! colspan="3" | Quellenverweise - [https://invenio.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
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| Lohmann, Walter / Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945: Gliederung, Einsatz, Stellenbesetzung. (Band II, Kapitel über die Vorpostenflottillen).
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| BArch RM 65 / 45 || colspan="3" | Kriegstagebuch (KTB) der 20. Vorpostenflottille (Sicherungseinsätze und Gefechte im Westen).
 
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| Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945. (Detaillierte Übersicht der Flottillenchefs und der Unterstellungsverhältnisse).
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| BArch RM 61 / 12 || colspan="3" | Akten des Führers der Vorpostenboote West (Einsatzbereitschaft und Personalmeldungen).
 
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| Gröner, Erich || colspan="3" | Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945. (Band 8, Informationen zu den umgerüsteten Fischdampfern und deren technischer Ausrüstung).
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| BArch RM 7 / 2333 || colspan="3" | Unterlagen der Seekriegsleitung (Zusammenarbeit Sicherungsverbände und U-Boot-Waffe).
 
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Vorpostenflottillen).
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| Gröner, Erich || colspan="3" | "Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945" (Band 8, Hilfsschiffe und Fischdampfer).
 
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| Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
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Aktuelle Version vom 19. Februar 2026, 10:54 Uhr

Verband 20. Vorpostenflottille
Die 20. Vorpostenflottille war ein zentraler Sicherungsverband der Kriegsmarine an der französischen Atlantikküste. Aufgestellt im Sommer 1940, bildete sie ein unverzichtbares Glied in der Verteidigungsorganisation des Golfs von Biskaya. Ihre Hauptaufgabe lag in der Überwachung der Küstengewässer, dem Geleitschutz für die Handelsschifffahrt sowie der direkten Sicherung ein- und auslaufender Front-U-Boote.
Historischer Kontext & Organisation
Aufstellung: Formiert am 01.07.1940 unter dem Kommando des Führers der Vorpostenboote West.
Standorte: Hauptstützpunkte in St. Nazaire und Royan (Gironde-Mündung).
Unterstellung: Truppendienstlich der 4. Sicherungsdivision zugeordnet.
Ausrüstung: Überwiegend umgebaute Fischdampfer und Walfänger (Tonnage ca. 400–600 BRT), nachgerüstet mit Flak-Geschützen (meist 3,7 cm oder 8,8 cm) und Wasserbombenwerfern.
Kriegsende: Auflösung im August 1944 nach der alliierten Invasion. Einheiten teils selbst versenkt; Personal kämpfte als Marine-Infanterie in den "Atlantikfestungen" bis zum 08.05.1945.
Einsatzprofil & Spezifische Merkmale
Küstensicherung: Permanente Patrouillenfahrten zur Früherkennung feindlicher Minenleger und U-Boote im Küstenvorfeld.
Geleitschutz: Sicherung kritischer Erzeinfuhren und Versorgungsschiffe gegen britische Schnellboot-Angriffe und Luftschläge.
Technische Daten: Geschwindigkeit der Boote ca. 10–12 kn; Besatzungsstärke pro Boot ca. 25–35 Mann. Ausgestattet mit S-Gerät (Sonar) zur U-Jagd.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Wegesicherung: Direkter Schutz der Fahrrinnen für die 6. U-Flottille und 7. U-Flottille in St. Nazaire gegen feindliche Abfangversuche in Küstennähe.
Flak-Schild: Bereitstellung von verstärktem Flugabwehrschutz für U-Boote in den flachen, gefährdeten Gewässern der Biskaya bis zur 100-Seemeilen-Grenze.
Rettungsdienst: Einsatz bei der Bergung von Besatzungen beschädigter U-Boote; hohe Seefähigkeit der Fischdampfer ermöglichte Rettungseinsätze auch bei schwerstem Wetter.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 65 / 45 Kriegstagebuch (KTB) der 20. Vorpostenflottille (Sicherungseinsätze und Gefechte im Westen).
BArch RM 61 / 12 Akten des Führers der Vorpostenboote West (Einsatzbereitschaft und Personalmeldungen).
BArch RM 7 / 2333 Unterlagen der Seekriegsleitung (Zusammenarbeit Sicherungsverbände und U-Boot-Waffe).
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Vorpostenflottillen).
Gröner, Erich "Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945" (Band 8, Hilfsschiffe und Fischdampfer).
Hildebrand, Hans H. "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132