Aktionen

Admiral Niederlande: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

Zeile 1: Zeile 1:
{| style="background-color:#FFFFE0;border-color:black;border-width:3px;border-style:double;width:100%;align:center"
+
{| style="background-color:#FFFFE0; border:3px double black; width:100%; table-layout:fixed; border-collapse:separate; padding:10px; font-weight:normal;"
 +
 
 
|-
 
|-
| || colspan="3" |
+
|
 +
{| class="wikitable" style="width:100%; table-layout:fixed; background-color:#FFFFE0; font-weight:normal;"
  
{| class="wikitable"
 
 
|-
 
|-
 
| style="width:25%" |
 
| style="width:25%" |
 
| style="width:75%" |
 
| style="width:75%" |
 
|-
 
|-
! Datenblatt
+
! Dienststelle
! '''Admiral Niederlande'''
+
! '''Kommandierender Admiral in den Niederlanden'''
 +
 
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
 
 +
| ||
 +
|-
 +
 
 +
| colspan="3" | Die Dienststelle des Marinebefehlshabers in den Niederlanden wurde am 19.06.1940 in Scheveningen-Den Haag aufgestellt und zunächst durch den Kommandeur des Marineartillerie-Regiments 21 geführt. Unterstellt dem Stationskommando Wilhelmshaven, umfasste der Bereich die Niederlande, die Westfriesischen Inseln (ohne Emsmündung) und Antwerpen. Am 01.02.1943 erfolgte die Umbenennung in Kommandierender Admiral in den Niederlanden. Die Dienststelle koordinierte die Abschnitte Nord- und Südholland sowie ab Herbst 1943 die Scheldemündung. In der Endphase des Krieges (Januar 1945) übernahm der Admiral nach Auflösung des B.S.N. die einsatzmäßige Führung der 1. Sicherungs-Division und damit des gesamten Küstenvorfeldes. Nach der Unterstellung unter den Oberbefehlshaber der Festung Holland im Februar 1945 wurde das Stabsquartier zuletzt nach Bloemendal verlegt.
 +
|-
 +
 
 +
| ||
 +
|-
 +
 
 +
| ||
 +
|-
 +
! colspan="3" | Historischer Kontext & Organisation
 +
 
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
 +
 +
| Aufstellung: || colspan="3" | Formierung am 19.06.1940; Ursprung im Stab des Marineartillerie-Regiments 21 und dem Kommandanten im Abschnitt Holland.
 +
|-
 +
 +
| Struktur: || colspan="3" | Gliederung in die Seekommandantenbereiche Nordholland und Südholland; Bereichsgrenzen wurden im Februar 1941 und Herbst 1943 (Schelde) angepasst.
 +
|-
 +
 +
| Standorte: || colspan="3" | Zunächst Scheveningen; ab April 1942 Verlegung nach Utrecht; in den letzten Kriegswochen Verlegung des Hauptquartiers nach Bloemendal bei Vaal.
 +
|-
 +
 +
| Kommandogewalt: || colspan="3" | Ab Februar 1943 Aufwertung zum Kommandierenden Admiral; ab Januar 1945 taktische Führung über das Küstenvorfeld via 1. Sicherungs-Division.
 +
|-
 +
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
| colspan="3" | Die Dienststelle des Marinebefehlshabers in den Niederlanden wurde am 19. Juni 1940 infolge der Neuorganisation des Bereichs Niederlande in Scheveningen - Den Haag aufgestellt. Die Dienststelle wurde vorerst durch den Kommandeur des Marineartillerie-Regiments 21 und Kommandant im Abschnitt Holland geführt. Er war dem Stationskommando in Wilhelmshaven unterstellt. Der Bereich des Marinebefehlshabers in den Niederlanden umfaßte das Gebiet der Niederlande und der Westfriesischen Inseln ausschließlich eines Küstenstreifens an der Emsmündung mit Delfzijl und der Insel Rottum.  Im Süden gehörte Antwerpen zum Befehlsbereich. Aufgeteilt war der Befehlsbereich in zwei Abschnitte:
+
! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
 +
 
 +
|-
 +
| ||
 
|-
 
|-
| colspan="3" | Seekommandantenbereich Nordholland
+
 
 +
| Wegesicherung: || colspan="3" | Sicherstellung minenfreier Zwangsfahrwege entlang der niederländischen Küste für U-Boote auf dem Marsch von den deutschen Basen zu den Atlantikstützpunkten.
 
|-
 
|-
| colspan="3" | Seekommandantenbereich Südholland
+
 
 +
| Stützpunktschutz: || colspan="3" | Artilleristische und sicherungstechnische Absicherung der Häfen (z.B. IJmuiden), die als Nothäfen und Versorgungsstützpunkte für Kleinkampfverbände dienten.
 
|-
 
|-
| colspan="3" | Diese Bereichsgrenze wurde im Februar 1941 neu definiert. Die Grenze verlief jetzt vom Eierlandschen Gat zwischen Texel und Vieland bis zur Reichsgrenze. Im April 1942 wurde die Dienststelle des Marinebefehlshabers in den Niederlanden nach nach Utrecht verlegt. Am 1. Februar 1943 wurde die Dienststelle des Marinebefehlshabers in den Niederlanden in Kommandierender Admiral in den Niederlanden umbenannt. Im Herbst 1943 wurde die Scheldemündung dem Bereich des Marinebefehlshabers zugeteilt. Im Januar 1945 erhielt der Kommandierende Admiral in den Niederlanden mit Auflösung der Dienststelle des B.S.N. die 1. Sicherungs-Division einsatzmäßig unterstellt. Damit erhielt er auch die Führung des Küstenvorfeldes. Im Februar 1945 wurde der Kommandierende Admiral dem Oberbefehlshaber der Festung Holland unterstellt. In den letzten Kriegswochen wurde das Stabsquartier des Kommandierenden Admirals in den Niederlanden nach Bloemendal am westlichen Rand des Zentrums von Vaal.
+
 
 +
| Personalhistorie: || colspan="3" | In den Personalakten (BArch PERS 6) markiert diese Dienststelle oft eine Phase der Küstenverteidigung oder Stabsverwendung im besetzten Westraum.
 
|-
 
|-
 +
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
| ||  
+
! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
 +
 
 +
|-
 +
| ||
 
|-
 
|-
! colspan="3" | Quellenangabe
+
 
 +
| BArch RM 35-II / [Nr.] || colspan="3" | Kriegstagebücher des Marinebefehlshabers / Kommandierenden Admirals in den Niederlanden (Aufstellung und operative Führung).
 
|-
 
|-
| ||  
+
 
 +
| BArch RM 7 / 2331 || colspan="3" | Seekriegsleitung: Akten zur Neudefinition der Bereichsgrenzen in Holland und der Unterstellung der 1. Sicherungs-Division 1945.
 
|-
 
|-
| colspan="3" | Lexikon der Wehrmacht [https://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/Marinegruppenkommandos/AdmiralNiederlande.htm | → Admiral Niederlande]
+
 
 +
| BArch RM 121 / 642 || colspan="3" | Personalwesen: Stellenbesetzungslisten der Seekommandanturen Nord- und Südholland sowie des Stabsquartiers Utrecht/Bloemendal.
 
|-
 
|-
 +
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
! colspan="3" |
+
! colspan="3" | Literaturverweise
 +
 
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
| colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
+
 
 +
| Lohmann, W. / Hildebrand, H. H. || colspan="3" | Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945 (Band II, Kapitel zur Organisation der Dienststellen in den Niederlanden).
 +
|-
 +
 
 +
| Tessin, Georg || colspan="3" | Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht (Band 14, zur systematischen Übersicht der Marinebefehlshaber im Westraum).
 
|-
 
|-
 +
 +
| Harnack, Wolfgang || colspan="3" | Die Verteidigung der Küsten (Details zur artilleristischen Sicherung und den Abschnitten Nord- und Südholland).
 +
|-
 +
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
| colspan="3" | >>>>U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki<<<<
+
 
 +
| style="text-align:center" colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
 +
|-
 +
! colspan="3" |
 +
 
 
|-
 
|-
| || colspan="3" | '''<small>ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132</small>'''
+
| ||
 
|-
 
|-
 +
 +
| style="text-align:center" colspan="3" | ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
 +
|-
 +
 +
|}
 
|}
 
|}

Version vom 1. März 2026, 07:28 Uhr

Dienststelle Kommandierender Admiral in den Niederlanden
Die Dienststelle des Marinebefehlshabers in den Niederlanden wurde am 19.06.1940 in Scheveningen-Den Haag aufgestellt und zunächst durch den Kommandeur des Marineartillerie-Regiments 21 geführt. Unterstellt dem Stationskommando Wilhelmshaven, umfasste der Bereich die Niederlande, die Westfriesischen Inseln (ohne Emsmündung) und Antwerpen. Am 01.02.1943 erfolgte die Umbenennung in Kommandierender Admiral in den Niederlanden. Die Dienststelle koordinierte die Abschnitte Nord- und Südholland sowie ab Herbst 1943 die Scheldemündung. In der Endphase des Krieges (Januar 1945) übernahm der Admiral nach Auflösung des B.S.N. die einsatzmäßige Führung der 1. Sicherungs-Division und damit des gesamten Küstenvorfeldes. Nach der Unterstellung unter den Oberbefehlshaber der Festung Holland im Februar 1945 wurde das Stabsquartier zuletzt nach Bloemendal verlegt.
Historischer Kontext & Organisation
Aufstellung: Formierung am 19.06.1940; Ursprung im Stab des Marineartillerie-Regiments 21 und dem Kommandanten im Abschnitt Holland.
Struktur: Gliederung in die Seekommandantenbereiche Nordholland und Südholland; Bereichsgrenzen wurden im Februar 1941 und Herbst 1943 (Schelde) angepasst.
Standorte: Zunächst Scheveningen; ab April 1942 Verlegung nach Utrecht; in den letzten Kriegswochen Verlegung des Hauptquartiers nach Bloemendal bei Vaal.
Kommandogewalt: Ab Februar 1943 Aufwertung zum Kommandierenden Admiral; ab Januar 1945 taktische Führung über das Küstenvorfeld via 1. Sicherungs-Division.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Wegesicherung: Sicherstellung minenfreier Zwangsfahrwege entlang der niederländischen Küste für U-Boote auf dem Marsch von den deutschen Basen zu den Atlantikstützpunkten.
Stützpunktschutz: Artilleristische und sicherungstechnische Absicherung der Häfen (z.B. IJmuiden), die als Nothäfen und Versorgungsstützpunkte für Kleinkampfverbände dienten.
Personalhistorie: In den Personalakten (BArch PERS 6) markiert diese Dienststelle oft eine Phase der Küstenverteidigung oder Stabsverwendung im besetzten Westraum.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 35-II / [Nr.] Kriegstagebücher des Marinebefehlshabers / Kommandierenden Admirals in den Niederlanden (Aufstellung und operative Führung).
BArch RM 7 / 2331 Seekriegsleitung: Akten zur Neudefinition der Bereichsgrenzen in Holland und der Unterstellung der 1. Sicherungs-Division 1945.
BArch RM 121 / 642 Personalwesen: Stellenbesetzungslisten der Seekommandanturen Nord- und Südholland sowie des Stabsquartiers Utrecht/Bloemendal.
Literaturverweise
Lohmann, W. / Hildebrand, H. H. Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945 (Band II, Kapitel zur Organisation der Dienststellen in den Niederlanden).
Tessin, Georg Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht (Band 14, zur systematischen Übersicht der Marinebefehlshaber im Westraum).
Harnack, Wolfgang Die Verteidigung der Küsten (Details zur artilleristischen Sicherung und den Abschnitten Nord- und Südholland).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132