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2. Sperrbrecherflottille: Unterschied zwischen den Versionen

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| colspan="3" | Entstehung: Im Herbst 1939 zunächst als 2., 4. und 6. Sperrbrechergruppe formiert. Am 01.07.1940 erfolgte die Zusammenfassung zur 2. Sperrbrecherflottille. Eine weitere Umgliederung fand am 01.07.1941 durch Teilung in die 2. und 6. Sperrbrecherflottille statt.
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| Aufstellung: || colspan="3" | Im Herbst 1939 zunächst als 2., 4. und 6. Sperrbrechergruppe formiert; am 01.07.1940 Zusammenfassung zur 2. Sperrbrecherflottille. Am 01.07.1941 erfolgte eine weitere Umgliederung durch Teilung in die 2. und 6. Sperrbrecherflottille.
 
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| colspan="3" | Standort: Der Hauptliegehafen war Royan (Gironde-Mündung). Von hier aus wurden die Fahrwasser nach Bordeaux (Stützpunkt der 12. U-Flottille und Sitz von [[Betasom]]) gesichert.
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| Standort: || colspan="3" | Hauptliegehafen war Royan an der Gironde-Mündung. Sicherung der Fahrwasser nach Bordeaux, dem Stützpunkt der [[12. U-Flottille]] und Sitz von Betasom.
 
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| colspan="3" | Funktion: Schutz der U-Boot-Transitwege in der Biskaya. Die Schiffe räumten durch ihre Bauweise (starke Magnetisierung und Holzfüllung in den Laderäumen gegen Minentreffer) die Wege für ein- und auslaufende U-Boote.
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| Technik: || colspan="3" | Einsatz ehemaliger Handelsschiffe mit spezieller Ausrüstung: Starke Magnetisierung zur Fernzündung von Magnetminen sowie Holz- oder Korkfüllung in den Laderäumen zur Erhöhung der Schwimmfähigkeit bei Minentreffern.
 
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| colspan="3" | Ende: Nach der alliierten Invasion in der Normandie und dem Abschneiden der Stützpunkte im Westen wurde die Flottille im September 1944 offiziell aufgelöst.
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| colspan="3" | Geleitschutz: U-Boot-Kommandanten, die Bordeaux anliefen oder verließen, waren auf die Sperrbrecher der 2. Flottille angewiesen, da die Gironde-Mündung ein Schwerpunkt für britische Minenoperationen war.
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| Geleitschutz: || colspan="3" | U-Boot-Kommandanten, die Bordeaux anliefen oder verließen, waren zwingend auf die Vorwegfahrt der Sperrbrecher angewiesen, um nicht Opfer von Grundminen zu werden.
 
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| colspan="3" | [[Handelsschiffsoffizier H.S.O.]]-Laufbahn: Da die Flottille aus ehemaligen Handelsschiffen bestand, dienten hier viele Handelsschiffsoffiziere (H.S.O.), die später als Reserve-Offiziere zur U-Boot-Waffe wechselten.
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| Transit-Sicherheit: || colspan="3" | Sicherung der Transitwege in der Biskaya; die 2. Flottille hielt die "Zwangswege" frei, die für die operativen Erfolge der Fern-U-Boote im Südatlantik und Indik entscheidend waren.
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| Personalpool: || colspan="3" | Erfahrene nautische Offiziere der Sperrbrecherflottille wechselten aufgrund ihrer Detailkenntnisse der französischen Küstengewässer häufig zur spezialisierten U-Boot-Ausbildung.
 
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| Bundesarchiv Signatur RM 106 || colspan="3" | Flottillen der Sicherungsstreitkräfte. [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/| Invenio Online-Recherche]. Enthält die Kriegstagebücher der 2. Sperrbrecherflottille.
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| BArch RM 54 || colspan="3" | Akten des Befehlshabers der Sicherung West (Operative Führung der Sicherungsstreitkräfte in Frankreich).
 
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| Lexikon der Wehrmacht || colspan="3" | [https://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/Sperrbrecher/2SperrFlott.htm| → 2. Sperrbrecherflottille]
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten: Nachweise über die Verwendung von Handelsschiffsoffizieren (H.S.O.) in der Sperrbrecher-Laufbahn.
 
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| Arndt, Peter || colspan="3" | "Deutsche Sperrbrecher 1914–1945" (Konstruktion, Ausrüstung und Einsatz der Schiffe).
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| Jung, Dieter || colspan="3" | "Die Schiffe über und unter Wasser 1939-1945" (Technische Details zur Sperrbrecher-Ausrüstung).
 
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Aktuelle Version vom 20. Februar 2026, 16:16 Uhr

Verband 2. Sperrbrecherflottille
Die 2. Sperrbrecherflottille war ein essentieller Sicherungsverband der Kriegsmarine, dessen Hauptaufgabe darin bestand, die strategischen Seewege im Westraum von Minen frei zu halten. Die Einheiten fungierten oft als „lebendes Schutzschild“, um die kritischen Ein- und Auslaufwege der U-Boot-Stützpunkte an der französischen Atlantikküste gegen alliierte Sperroperationen zu sichern.
Entstehung, Funktion und Ende
Aufstellung: Im Herbst 1939 zunächst als 2., 4. und 6. Sperrbrechergruppe formiert; am 01.07.1940 Zusammenfassung zur 2. Sperrbrecherflottille. Am 01.07.1941 erfolgte eine weitere Umgliederung durch Teilung in die 2. und 6. Sperrbrecherflottille.
Standort: Hauptliegehafen war Royan an der Gironde-Mündung. Sicherung der Fahrwasser nach Bordeaux, dem Stützpunkt der 12. U-Flottille und Sitz von Betasom.
Technik: Einsatz ehemaliger Handelsschiffe mit spezieller Ausrüstung: Starke Magnetisierung zur Fernzündung von Magnetminen sowie Holz- oder Korkfüllung in den Laderäumen zur Erhöhung der Schwimmfähigkeit bei Minentreffern.
Ende 1944: Nach der alliierten Invasion in der Normandie und der Isolation der Stützpunkte im Westen wurde die Flottille im September 1944 offiziell aufgelöst.
Spezifische Merkmale & Sicherung
Gironde-Sperre: Die Mündung der Gironde war ein primärer Schwerpunkt britischer Minenoperationen (Operation Maple); der tägliche Räumdienst der 2. Flottille war Voraussetzung für jeglichen Schiffsverkehr im Raum Bordeaux.
Flakschutz: Neben der Minenräumung dienten die Sperrbrecher als massiv bewaffnete Flak-Träger zur Abwehr von Luftangriffen auf die wertvolle U-Boot-Tonnage während der Revierfahrt.
H.S.O.-Laufbahn: Da die Flottille requirierte Handelsschiffe betrieb, dienten hier zahlreiche Handelsschiffsoffiziere (H.S.O.), die ihre nautische Expertise später als Reserve-Offiziere in der U-Boot-Waffe einbrachten.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Geleitschutz: U-Boot-Kommandanten, die Bordeaux anliefen oder verließen, waren zwingend auf die Vorwegfahrt der Sperrbrecher angewiesen, um nicht Opfer von Grundminen zu werden.
Transit-Sicherheit: Sicherung der Transitwege in der Biskaya; die 2. Flottille hielt die "Zwangswege" frei, die für die operativen Erfolge der Fern-U-Boote im Südatlantik und Indik entscheidend waren.
Personalpool: Erfahrene nautische Offiziere der Sperrbrecherflottille wechselten aufgrund ihrer Detailkenntnisse der französischen Küstengewässer häufig zur spezialisierten U-Boot-Ausbildung.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 65 Akten der Sperrbrecherflottillen (Kriegstagebücher und Einsatzberichte der 2. Sperrbrecherflottille).
BArch RM 54 Akten des Befehlshabers der Sicherung West (Operative Führung der Sicherungsstreitkräfte in Frankreich).
BArch PERS 6 Personalakten: Nachweise über die Verwendung von Handelsschiffsoffizieren (H.S.O.) in der Sperrbrecher-Laufbahn.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel Sperrbrecherverbände).
Arndt, Peter "Deutsche Sperrbrecher 1914–1945" (Konstruktion, Ausrüstung und Einsatz der Schiffe).
Jung, Dieter "Die Schiffe über und unter Wasser 1939-1945" (Technische Details zur Sperrbrecher-Ausrüstung).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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