Aktionen

Jägerbataillon 16: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

(Die Seite wurde neu angelegt: „{| style="background-color:#FFFFE0;border-color:black;border-width:3px;border-style:double;width:100%;align:center" |- | || colspan="3" | {| class="wikitable…“)
 
 
Zeile 1: Zeile 1:
{| style="background-color:#FFFFE0;border-color:black;border-width:3px;border-style:double;width:100%;align:center"
+
{| style="background-color:#FFFFE0; border:3px double black; width:100%; table-layout:fixed; border-collapse:separate; padding:10px; font-weight:normal;"
 +
 
 
|-
 
|-
| || colspan="3" |
+
|
 +
{| class="wikitable" style="width:100%; table-layout:fixed; background-color:#FFFFE0; font-weight:normal;"
  
{| class="wikitable"
 
 
|-
 
|-
 
| style="width:25%" |
 
| style="width:25%" |
 
| style="width:75%" |
 
| style="width:75%" |
 
|-
 
|-
! Datenblatt
+
! Verband
! '''Jägerbataillon 16'''
+
! '''Jäger-Bataillon 16 (Vorläufige Reichswehr)'''
 +
 
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
 +
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
| colspan="3" | Das Jäger-Bataillon 16 (in der Übergangsphase 1919/1920 oft auch im Rahmen der Reichswehr-Brigade 16 geführt) war ein infanteristischer Traditionsverband in Naumburg an der Saale, der aus dem kaiserlichen Jäger-Bataillon Nr. 4 hervorging.
+
 
 +
| colspan="3" | Das Jäger-Bataillon 16 war ein infanteristischer Traditionsverband in Naumburg an der Saale, der in der Umbruchphase 1919/1920 die Kontinuität der Jäger-Tradition sicherte. Als Teil der Reichswehr-Brigade 16 fungierte die hochmobile Einheit primär zur Aufrechterhaltung der inneren Ordnung in der frühen Weimarer Republik. Für das Marinepersonal besaß das Bataillon eine besondere Bedeutung als administratives Auffangbecken: Nach der Auflösung der kaiserlichen U-Boot-Waffe wurden zahlreiche Seeoffiziere vorübergehend hierher kommandiert, um bewährtes Führungspersonal aktiv im Dienst zu halten, bis Stellen in der stark verkleinerten Reichsmarine verfügbar waren. Mit der Bildung des 100.000-Mann-Heeres am 01.01.1921 wurde der Verband in das 12. Infanterie-Regiment eingegliedert.
 
|-
 
|-
 +
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
 +
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
 
! colspan="3" | Historischer Kontext & Organisation
 
! colspan="3" | Historischer Kontext & Organisation
 +
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
| colspan="3" | Aufstellung: Das Bataillon bestand in der Umbruchphase nach dem Ersten Weltkrieg als Teil der Vorläufigen Reichswehr. Es sicherte die Kontinuität der Jäger-Tradition am Standort Naumburg.
+
 
 +
| Aufstellung: || colspan="3" | Formierung in der Übergangsphase nach dem Ersten Weltkrieg aus Resten des kaiserlichen Jäger-Bataillons Nr. 4 am Standort Naumburg.
 
|-
 
|-
| colspan="3" | Struktur 1920: Im Zeitraum Januar/Februar 1920 unterstand die Einheit der Reichswehr-Brigade 16 (Sitz in Weimar/Kassel). Es handelte sich um eine hochmobile, leicht bewaffnete Infanterieeinheit.
+
 
 +
| Struktur 1920: || colspan="3" | Unterstellung unter die Reichswehr-Brigade 16 (Weimar/Kassel); Gliederung als leichte, hochmobile Infanterie zur Grenzsicherung und inneren Befriedung.
 
|-
 
|-
| colspan="3" | Aufgaben: Hauptaufgabe war die Aufrechterhaltung der inneren Ordnung und Grenzsicherung während der politisch instabilen Phase der frühen Weimarer Republik.
+
 
 +
| Aufgaben: || colspan="3" | Sicherung der staatlichen Ordnung während politischer Instabilität; Durchführung von Wach- und Streifendiensten im mitteldeutschen Raum.
 
|-
 
|-
| colspan="3" | Ende: Mit der Bildung des 100.000-Mann-Heeres der Reichswehr (Übergang zum 1. Januar 1921) wurde das Bataillon in das 12. Infanterie-Regiment eingegliedert, wobei die 15. Kompanie in Naumburg die Jäger-Tradition fortführte.
+
 
 +
| Ende 1921: || colspan="3" | Integration in das 12. Infanterie-Regiment; Fortführung der Tradition durch die 15. Kompanie in der Garnison Naumburg.
 
|-
 
|-
 +
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
 
! colspan="3" | Relevanz für das Marinepersonal
 
! colspan="3" | Relevanz für das Marinepersonal
 +
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
| colspan="3" | Auffangbecken: Nach der Auflösung der kaiserlichen U-Boot-Waffe 1919 wurden zahlreiche Seeoffiziere (wie Walter Burghagen) vorübergehend in Heeresverbände wie das Jg.Btl. 16 kommandiert. Dies diente dazu, bewährtes Personal im aktiven Dienst zu halten, bis Stellen in der stark verkleinerten Reichsmarine frei wurden.
+
 
 +
| Auffangbecken: || colspan="3" | Gezielte Kommandierung von „bootlosem“ U-Boot-Personal (z. B. Walter Burghagen) zur Überbrückung der personellen Engpässe bei der Reichsmarine-Bildung.
 +
|-
 +
 
 +
| Infanteriedienst: || colspan="3" | Kurzzeitige Verwendung von Marineangehörigen im Landsicherungsdienst; Erhalt des aktiven Status für hochqualifizierte Spezialisten außerhalb der Flotte.
 
|-
 
|-
| colspan="3" | Infanteristische Verwendung: Für Marineangehörige bedeutete der Dienst im Jäger-Bataillon meist einen kurzen Einsatz im Wach- und Sicherungsdienst an Land, oft nur für wenige Wochen, bevor die Rückversetzung zur Küstenwehr oder Flotte erfolgte.
+
 
 +
| Biografischer Marker: || colspan="3" | In den Personalakten markiert der Dienst im Jg.Btl. 16 die kritische Phase des Übergangs von der kaiserlichen Marine zur Marine der Weimarer Republik.
 
|-
 
|-
 +
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/ | Invenio Online-Recherche]
+
! colspan="3" | Quellenverweise - [https://www.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
 +
 
 +
|-
 +
| ||
 
|-
 
|-
| ||  
+
 
 +
| BArch RH 20-16 / 12 || colspan="3" | Reichswehr-Brigade 16: Akten zur Gliederung, Standartenführung und den operativen Einsatzbefehlen der unterstellten Jäger-Bataillone 1919/1920.
 
|-
 
|-
| BArch RH 20-16 / 12 || colspan="3" | Akten der Reichswehr-Brigade 16 zur Gliederung, Standartenführung und den Einsatzbefehlen der unterstellten Jäger-Einheiten 1919/1920.  
+
 
 +
| BArch RM 121 / 161 || colspan="3" | Marinestation der Nordsee: Unterlagen zur administrativen Übernahme und Rückführung von Offizieren aus Heereskontingenten in die Reichsmarine.
 
|-
 
|-
| BArch RM 121 / 161 || colspan="3" | Unterlagen der Marinestation der Nordsee zur Übernahme von Offizieren aus Heereskontingenten in die Reichsmarine.
+
 
 +
| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten: Invenio-Nachweis für Marineoffiziere mit dokumentierten Zwischenstationen in Naumburger Jäger-Einheiten nach dem Ersten Weltkrieg.
 
|-
 
|-
 +
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
 
! colspan="3" | Literaturverweise
 
! colspan="3" | Literaturverweise
 +
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
| Tessin, Georg || colspan="3" | Deutsche Verbände und Truppen 1918–1939. (Systematische Übersicht der Jäger-Bataillone der Vorläufigen Reichswehr).
+
 
 +
| Tessin, Georg || colspan="3" | „Deutsche Verbände und Truppen 1918–1939“ (Systematische Übersicht der Jäger-Bataillone und deren Integration in das 100.000-Mann-Heer).
 
|-
 
|-
| Schultze-Rhonhof, Helge || colspan="3" | Naumburg an der Saale - Eine Garnisonsgeschichte. (Detaillierte Chronik des Standortes Naumburg und seiner Jäger-Einheiten).
+
 
|-  
+
| Schultze-Rhonhof, Helge || colspan="3" | „Naumburg an der Saale - Eine Garnisonsgeschichte“ (Detaillierte Chronik des Standortes und der dortigen Truppenteile in der Umbruchzeit).
| Harnack, Wolfgang || colspan="3" | Die Verteidigung der Küsten. (Beschreibt im Einleitungsteil die personelle Überbrückung von Marineoffizieren in Heeresstellen 1919/20).
+
|-
 +
 
 +
| Harnack, Wolfgang || colspan="3" | „Die Verteidigung der Küsten“ (Beschreibt die personelle Überbrückung von Marineoffizieren in Heeresstellen zur Sicherung des Kaders 1919/20).
 
|-
 
|-
 +
 
| ||
 
| ||
 +
|-
 +
 +
| style="text-align:center" colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
 
|-
 
|-
 
! colspan="3" |
 
! colspan="3" |
 +
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
| colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
+
 
|-
+
| style="text-align:center" colspan="3" | [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com] - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
| ||
 
|-
 
| colspan="3" | >>>>U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki<<<<
 
|-
 
| || colspan="3" | '''<small>ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132</small>'''
 
 
|-
 
|-
 +
 +
|}
 
|}
 
|}

Aktuelle Version vom 28. Februar 2026, 13:02 Uhr

Verband Jäger-Bataillon 16 (Vorläufige Reichswehr)
Das Jäger-Bataillon 16 war ein infanteristischer Traditionsverband in Naumburg an der Saale, der in der Umbruchphase 1919/1920 die Kontinuität der Jäger-Tradition sicherte. Als Teil der Reichswehr-Brigade 16 fungierte die hochmobile Einheit primär zur Aufrechterhaltung der inneren Ordnung in der frühen Weimarer Republik. Für das Marinepersonal besaß das Bataillon eine besondere Bedeutung als administratives Auffangbecken: Nach der Auflösung der kaiserlichen U-Boot-Waffe wurden zahlreiche Seeoffiziere vorübergehend hierher kommandiert, um bewährtes Führungspersonal aktiv im Dienst zu halten, bis Stellen in der stark verkleinerten Reichsmarine verfügbar waren. Mit der Bildung des 100.000-Mann-Heeres am 01.01.1921 wurde der Verband in das 12. Infanterie-Regiment eingegliedert.
Historischer Kontext & Organisation
Aufstellung: Formierung in der Übergangsphase nach dem Ersten Weltkrieg aus Resten des kaiserlichen Jäger-Bataillons Nr. 4 am Standort Naumburg.
Struktur 1920: Unterstellung unter die Reichswehr-Brigade 16 (Weimar/Kassel); Gliederung als leichte, hochmobile Infanterie zur Grenzsicherung und inneren Befriedung.
Aufgaben: Sicherung der staatlichen Ordnung während politischer Instabilität; Durchführung von Wach- und Streifendiensten im mitteldeutschen Raum.
Ende 1921: Integration in das 12. Infanterie-Regiment; Fortführung der Tradition durch die 15. Kompanie in der Garnison Naumburg.
Relevanz für das Marinepersonal
Auffangbecken: Gezielte Kommandierung von „bootlosem“ U-Boot-Personal (z. B. Walter Burghagen) zur Überbrückung der personellen Engpässe bei der Reichsmarine-Bildung.
Infanteriedienst: Kurzzeitige Verwendung von Marineangehörigen im Landsicherungsdienst; Erhalt des aktiven Status für hochqualifizierte Spezialisten außerhalb der Flotte.
Biografischer Marker: In den Personalakten markiert der Dienst im Jg.Btl. 16 die kritische Phase des Übergangs von der kaiserlichen Marine zur Marine der Weimarer Republik.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RH 20-16 / 12 Reichswehr-Brigade 16: Akten zur Gliederung, Standartenführung und den operativen Einsatzbefehlen der unterstellten Jäger-Bataillone 1919/1920.
BArch RM 121 / 161 Marinestation der Nordsee: Unterlagen zur administrativen Übernahme und Rückführung von Offizieren aus Heereskontingenten in die Reichsmarine.
BArch PERS 6 Personalakten: Invenio-Nachweis für Marineoffiziere mit dokumentierten Zwischenstationen in Naumburger Jäger-Einheiten nach dem Ersten Weltkrieg.
Literaturverweise
Tessin, Georg „Deutsche Verbände und Truppen 1918–1939“ (Systematische Übersicht der Jäger-Bataillone und deren Integration in das 100.000-Mann-Heer).
Schultze-Rhonhof, Helge „Naumburg an der Saale - Eine Garnisonsgeschichte“ (Detaillierte Chronik des Standortes und der dortigen Truppenteile in der Umbruchzeit).
Harnack, Wolfgang „Die Verteidigung der Küsten“ (Beschreibt die personelle Überbrückung von Marineoffizieren in Heeresstellen zur Sicherung des Kaders 1919/20).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132