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2. Minensuchflottille: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

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| colspan="3" | Die 2. Minensuchflottille war einer der profiliertesten Sicherungsverbände der Kriegsmarine. Ihre Geschichte ist eng mit den schweren Kämpfen im Ärmelkanal und der Sicherung der strategisch wichtigen U-Boot-Stützpunkte an der französischen Atlantikküste verknüpft.
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| colspan="3" | Die 2. Minensuchflottille war einer der profiliertesten Sicherungsverbände der Kriegsmarine. Ihre Einsatzgeschichte ist untrennbar mit den schweren Kämpfen im Ärmelkanal und der Sicherung der strategisch wichtigen U-Boot-Basen an der französischen Atlantikküste verbunden.
 
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| colspan="3" | Aufstellung und Einsatzgebiete: Die Flottille wurde am 01.10.1936 aufgestellt. Zu Kriegsbeginn operierte sie in der Nordsee und der Danziger Bucht. Im April 1940 sicherte sie während des Unternehmens „Weserübung“ die Kriegsschiffgruppe 2 nach Drontheim. Nach dem Frankreichfeldzug erfolgte die Verlegung an die Kanalküste und später in die Biskaya, wobei Lorient und St. Nazaire zu den Hauptstützpunkten wurden.  
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| Aufstellung: || colspan="3" | 01.10.1936.
 
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| colspan="3" | Aufgaben und Personalstruktur: Die Hauptaufgabe bestand in der Freihaltung der Zwangswege von Seeminen. Die Flottille war primär mit den robusten Minensuchbooten vom Typ 1935 ausgerüstet. Unter der Führung erfahrener Offiziere entwickelte der Verband eine hohe Expertise im Abwehrkampf gegen britische Minenleger und Luftangriffe.
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| Einsatzgebiete: || colspan="3" | Nordsee, Danziger Bucht (1939). April 1940: Sicherung der Kriegsschiffgruppe 2 nach Drontheim ([[Unternehmen Weserübung]]). Danach Kanalküste und Biskaya (Lorient, St. Nazaire).
 
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| colspan="3" | Das Schicksal bei Kriegsende: Nach der Invasion der Alliierten in der Normandie wurde die Flottille im August 1944 in Frankreich aufgelöst. Eine Neuaufstellung erfolgte am 01.02.1945 in der Ostsee aus Resten der 11. Minensuchflottille. In den letzten Kriegswochen leistete der Verband einen wesentlichen Beitrag bei der Evakuierung von Flüchtlingen aus den Ostgebieten, bevor er nach der Kapitulation am 08.05.1945 in den Deutschen Minenräumdienst überführt wurde.  
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| Ausrüstung: || colspan="3" | Primär Minensuchboote vom Typ 1935.
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| Kriegsende: || colspan="3" | Aug. 1944 in Frankreich aufgelöst. Neuaufstellung 01.02.1945 in der Ostsee aus Resten der 11. M-Flottille. Einsatz bei der Evakuierung aus den Ostgebieten; nach dem 08.05.1945 Überführung in den Deutschen Minenräumdienst.
 
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| colspan="3" | Sicherung der Bunkerbasen: Die 2. Minensuchflottille war maßgeblich für die Sicherheit der Front-U-Boote beim Verlassen und Anlaufen der Bunkeranlagen in Lorient verantwortlich. Sie räumte systematisch die von der RAF abgeworfenen Luftminen in den Zufahrtswegen.
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| Bunkersicherung: || colspan="3" | Maßgeblich verantwortlich für die Räumung der RAF-Luftminen in den Zufahrtswegen der Bunkeranlagen von Lorient.
 
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| colspan="3" | Geleitschutz im Küstenvorfeld: Die Einheiten fungierten als direkte Eskorte für auslaufende U-Boote bis zur Erreichung tieferer Gewässer. Sie schützten die wertvollen Einheiten vor Angriffen britischer Schnellboote und Jagdbomber.
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| Geleitschutz: || colspan="3" | Eskorte für auslaufende U-Boote im Küstenvorfeld zum Schutz gegen britische Schnellboote und Jagdbomber bis zum Erreichen tieferer Gewässer.
 
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| colspan="3" | Personeller Austausch: Es ist belegt, dass Personal der Flottille nach Bewährung im harten Sicherungsdienst vor der französischen Küste zur U-Boot-Waffe versetzt wurde, da die dort gesammelte Erfahrung im „Brennpunkt Biskaya“ als ideale Voraussetzung galt.
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| Personaltransfer: || colspan="3" | Bewährtes Personal der Flottille wurde aufgrund der im „Brennpunkt Biskaya“ gesammelten Erfahrung bevorzugt zur U-Boot-Waffe versetzt.
 
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! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/ | Invenio Online-Recherche]
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! colspan="3" | Quellenverweise - [https://invenio.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
 
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| B.Arch. RM 69 / 30 || colspan="3" | Kriegstagebuch (KTB) der 2. Minensuchflottille (Dokumentiert detailliert die Einsätze im Ärmelkanal und vor der Biskaya-Küste).
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| BArch RM 69 / 30 || colspan="3" | Kriegstagebuch (KTB) der 2. Minensuchflottille (Einsätze Ärmelkanal und Biskaya).
 
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| B.Arch. RM 61 / 12 || colspan="3" | Akten des Führers der Minensuchboote West (Enthält operative Befehle zur Sicherung der U-Boot-Geleite in Frankreich).
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| BArch RM 61 / 12 || colspan="3" | Akten des Führers der Minensuchboote West (Sicherung der U-Boot-Geleite in Frankreich).
 
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| B.Arch. RM 7 / 2333 || colspan="3" | Unterlagen der Seekriegsleitung (Skl) zur Sicherung der Westraum-Gewässer (Beinhaltet Berichte über die taktische Zusammenarbeit mit der U-Boot-Waffe).  
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| BArch RM 7 / 2333 || colspan="3" | Unterlagen der Seekriegsleitung (Taktische Zusammenarbeit mit der U-Boot-Waffe).
 
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| Lohmann, Walter / Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945: Gliederung, Einsatz, Stellenbesetzung. (Band II, Kapitel über die Minensuchflottillen).
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel über die Minensuchflottillen).
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| Gröner, Erich || colspan="3" | "Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945" (Band 2, Minensuchboote Typ 1935).
 
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| Gröner, Erich || colspan="3" | Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945. (Band 2, technische Daten zu den Minensuchbooten Typ 1935).
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| Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
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| Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945. (Detaillierte Übersicht der Flottillenchefs und deren Dienstzeiten).
 
 
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Version vom 17. Februar 2026, 15:53 Uhr

Dienststelle 2. Minensuchflottille
Die 2. Minensuchflottille war einer der profiliertesten Sicherungsverbände der Kriegsmarine. Ihre Einsatzgeschichte ist untrennbar mit den schweren Kämpfen im Ärmelkanal und der Sicherung der strategisch wichtigen U-Boot-Basen an der französischen Atlantikküste verbunden.
Historischer Kontext & Organisation
Aufstellung: 01.10.1936.
Einsatzgebiete: Nordsee, Danziger Bucht (1939). April 1940: Sicherung der Kriegsschiffgruppe 2 nach Drontheim (Unternehmen Weserübung). Danach Kanalküste und Biskaya (Lorient, St. Nazaire).
Ausrüstung: Primär Minensuchboote vom Typ 1935.
Kriegsende: Aug. 1944 in Frankreich aufgelöst. Neuaufstellung 01.02.1945 in der Ostsee aus Resten der 11. M-Flottille. Einsatz bei der Evakuierung aus den Ostgebieten; nach dem 08.05.1945 Überführung in den Deutschen Minenräumdienst.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Bunkersicherung: Maßgeblich verantwortlich für die Räumung der RAF-Luftminen in den Zufahrtswegen der Bunkeranlagen von Lorient.
Geleitschutz: Eskorte für auslaufende U-Boote im Küstenvorfeld zum Schutz gegen britische Schnellboote und Jagdbomber bis zum Erreichen tieferer Gewässer.
Personaltransfer: Bewährtes Personal der Flottille wurde aufgrund der im „Brennpunkt Biskaya“ gesammelten Erfahrung bevorzugt zur U-Boot-Waffe versetzt.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 69 / 30 Kriegstagebuch (KTB) der 2. Minensuchflottille (Einsätze Ärmelkanal und Biskaya).
BArch RM 61 / 12 Akten des Führers der Minensuchboote West (Sicherung der U-Boot-Geleite in Frankreich).
BArch RM 7 / 2333 Unterlagen der Seekriegsleitung (Taktische Zusammenarbeit mit der U-Boot-Waffe).
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel über die Minensuchflottillen).
Gröner, Erich "Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945" (Band 2, Minensuchboote Typ 1935).
Hildebrand, Hans H. "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132