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Personalreserve: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

 
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! '''Personalreserve (Stammreserve / Verfügungsbereitschaft)'''
 
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| colspan="3" | In der Kriegsmarine bezeichnete die Personalreserve (oft auch als Stammreserve oder Verfügungsbereitschaft bezeichnet) den Pool an Soldaten und Offizieren, die ihre Ausbildung abgeschlossen hatten, aber noch keinem festen Bordkommando oder einer Dienststelle zugewiesen waren.
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| colspan="3" | Die Personalreserve bezeichnete den Pool an Soldaten und Offizieren, die ihre Ausbildung abgeschlossen hatten, jedoch noch keinem festen Bordkommando oder einer Dienststelle zugewiesen waren. Sie diente als personeller Puffer zur Deckung von Verlusten und zur kurzfristigen Zusammenstellung von Besatzungen für Neubauten.
 
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! colspan="3" | Funktion und Zweck der Personalreserve
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! colspan="3" | Funktion und Zweck
 
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| colspan="3" | Die Personalreserve diente als personeller Puffer, um Verluste auszugleichen oder die Besatzungen für Neubauten (wie den Typ XXI) kurzfristig zusammenzustellen.
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| Auffangbecken: || colspan="3" | Aufnahme von Soldaten nach dem Verlust ihres Schiffes oder nach der Außerdienststellung ihres Bootes (z. B. Typ VII C).
 
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| colspan="3" | Auffangbecken: Soldaten, die von einem zerstörten Schiff kamen oder deren Boot (beispielsweise ein Typ VII C) außer Dienst gestellt wurde, wurden zunächst in die Personalreserve ihrer jeweiligen Stammabteilung oder Flottille versetzt.
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| Pufferfunktion: || colspan="3" | Sicherstellung der Einsatzbereitschaft durch schnellen Ersatz für Urlauber oder krankheitsbedingte Ausfälle. Mobilität war oberstes Gebot: Abkommandierung innerhalb von 24 Stunden möglich.
 
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| colspan="3" | Wartezeit: Während der Zeit in der Reserve wurden die Männer für kurzfristige Kommandos, Wachdienste an Land oder als Vertretung bei Urlaubern eingesetzt.
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| Zwischenstation: || colspan="3" | Wartephase für Offiziere zwischen zwei Fachlehrgängen (z. B. nach dem Nachrichtenlehrgang vor Beginn des U.W.O.-Lehrgangs).
 
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! colspan="3" | Die Personalreserve in der Ausbildung
 
 
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| colspan="3" | Für Offiziere und Spezialisten war die Personalreserve oft eine Zwischenstation zwischen zwei Lehrgängen:
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! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
 
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| colspan="3" | Lehrgangsfolge: Ein Offizier konnte nach dem Nachrichtenlehrgang für einige Wochen in die Personalreserve versetzt werden, bis sein Platz im U-Wachoffizierslehrgang frei wurde.
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| colspan="3" | Zuweisung zur [[Baubelehrung]]: Die Zusammenstellung einer neuen Besatzung erfolgte meist aus der Personalreserve der zuständigen Unterseeboots-Lehr-Division. Hier wurden die Männer gesammelt, bevor sie gemeinsam zur Werft reisten.
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| Baubelehrung: || colspan="3" | Zusammenstellung neuer Besatzungen (insbes. für Typ XXI) aus der Personalreserve der zuständigen U-Lehrdivision (U.L.D.). Kennenlernen der Technik bereits vor der offiziellen Indienststellung.
 
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| Verlustausgleich: || colspan="3" | Aufgrund der massiv steigenden Verlustraten ab 1943 war die Personalreserve überlebenswichtig, um erfahrene Obermatrosen oder Wachoffiziere als Ersatz bereitzustellen.
 
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! colspan="3" | Verwaltung und Standorte
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| Personalhistorie: || colspan="3" | In den Stammrollen BArch RM 121/642 markiert der Vermerk „z. V.“ (zur Verfügung) – etwa „z. V. der 1. U.L.D.“ – eine Umbruchphase vor der Übernahme eines neuen Kommandos oder Lehrgangs.
 
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| colspan="3" | Die Personalreserve wurde von den Schiffsstammabteilungen oder den Stäben der Unterseeboots-Flottillen verwaltet.
 
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| colspan="3" | Mobilität: Ein Soldat in der Personalreserve musste jederzeit damit rechnen, innerhalb von vierundzwanzig Stunden zu einem neuen Einsatzort abkommandiert zu werden.
 
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| colspan="3" | Besonderheit U-Boot-Waffe: Aufgrund der hohen Verluste ab dem Jahr 1943 war die Personalreserve der U-Boot-Waffe ständig gefordert, um die Einsatzbereitschaft der verbleibenden Boote durch Zuweisung erfahrener Obermatrosen oder Wachoffiziere zu sichern.
 
 
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! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
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! colspan="3" | Verwaltung und Standorte
 
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| colspan="3" | Ersatz für Ausfälle: Da die Verlustraten in der U-Boot-Waffe ab 1943 massiv anstiegen, war eine funktionierende Personalreserve überlebenswichtig, um beschädigte Besatzungen wieder aufzufüllen oder erfahrene Offiziere als Ersatzkommandanten bereitzustellen.
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| Zuständigkeit: || colspan="3" | Die Verwaltung erfolgte durch die Schiffsstammabteilungen (S.S.A.) oder die Stäbe der jeweiligen Unterseeboots-Flottillen.
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| colspan="3" | Baubelehrung: Offiziere und Spezialisten wurden oft Monate vor der Fertigstellung ihres Bootes in die Personalreserve der jeweiligen U-Flottille versetzt, um dort die Baubelehrung und das Kennenlernen der neuen Technik zu absolvieren.
 
 
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| colspan="3" | Personalhistorische Einordnung: In den Stammrollen (BArch RM 121/642) markiert die Versetzung zur Personalreserve (oft „z. V. der 1. U.L.D.“ oder „z. V. des A.d.U.) eine Warte- oder Umbruchphase im Lebenslauf, etwa vor der Übernahme eines neuen Kommandos.
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| Stabsreserve: || colspan="3" | Offiziere und Spezialisten wurden oft direkt der Personalreserve des A.d.U. (Admiral der Unterseeboote) unterstellt, um sie strategisch auf die Frontflottillen zu verteilen.
 
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! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/ | Invenio Online-Recherche]
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! colspan="3" | Quellenverweise - [https://invenio.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
 
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| BArch RM 3 / 1024 || colspan="3" | Dienstvorschriften über die Personalbewirtschaftung und die Vorhaltung von Reserven in der Kriegsmarine
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| BArch RM 121/642 || colspan="3" | Stammrollen und Personalunterlagen (Nachweise über Versetzungen zur Personalreserve und „z.V.“-Kommandierungen)
 
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| BArch RM 20 / 885 || colspan="3" | Unterlagen des 2. Admirals der Unterseeboote (2. A.d.U.) zur Verwaltung der U-Boot-Personalreserve
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten der Marineoffiziere (Dokumentation der Wartezeiten und Zuweisungen zur Baubelehrung aus der Reserve)
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| BArch RM 121 / 642 || colspan="3" | Personalstammrollen der Marinestationen mit Nachweisen über die Versetzung in den Status „zur Verfügung“
 
 
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| Lohmann, W. / Hildebrand, H. H.: || colspan="3" | Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945 (Band III, Kapitel zur Personalorganisation und Reservewesen)
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel zur Personalorganisation und Reservebildung)
 
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| Hessler, Günter: || colspan="3" | The U-Boat War in the Atlantic (Analyse der Personalplanung und der Auswirkungen von Verlusten auf die Reserve)
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| Busch / Röll || colspan="3" | "Der U-Boot-Krieg 1939-1945" (Details zur personellen Fluktuation und der Besatzungszusammenstellung)
 
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| Tessin, Georg: || colspan="3" | Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht (Band 14, zur Übersicht der Ersatz- und Ausbildungsabteilungen als Reservestätten)
 
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| colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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| style="text-align:center" colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
 
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| style="text-align:center" colspan="3" | [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com] - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
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| style="text-align:center" colspan="3" | [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com] - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
 
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Aktuelle Version vom 16. Februar 2026, 16:53 Uhr

Organisation Personalreserve (Stammreserve / Verfügungsbereitschaft)
Die Personalreserve bezeichnete den Pool an Soldaten und Offizieren, die ihre Ausbildung abgeschlossen hatten, jedoch noch keinem festen Bordkommando oder einer Dienststelle zugewiesen waren. Sie diente als personeller Puffer zur Deckung von Verlusten und zur kurzfristigen Zusammenstellung von Besatzungen für Neubauten.
Funktion und Zweck
Auffangbecken: Aufnahme von Soldaten nach dem Verlust ihres Schiffes oder nach der Außerdienststellung ihres Bootes (z. B. Typ VII C).
Pufferfunktion: Sicherstellung der Einsatzbereitschaft durch schnellen Ersatz für Urlauber oder krankheitsbedingte Ausfälle. Mobilität war oberstes Gebot: Abkommandierung innerhalb von 24 Stunden möglich.
Zwischenstation: Wartephase für Offiziere zwischen zwei Fachlehrgängen (z. B. nach dem Nachrichtenlehrgang vor Beginn des U.W.O.-Lehrgangs).
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Baubelehrung: Zusammenstellung neuer Besatzungen (insbes. für Typ XXI) aus der Personalreserve der zuständigen U-Lehrdivision (U.L.D.). Kennenlernen der Technik bereits vor der offiziellen Indienststellung.
Verlustausgleich: Aufgrund der massiv steigenden Verlustraten ab 1943 war die Personalreserve überlebenswichtig, um erfahrene Obermatrosen oder Wachoffiziere als Ersatz bereitzustellen.
Personalhistorie: In den Stammrollen BArch RM 121/642 markiert der Vermerk „z. V.“ (zur Verfügung) – etwa „z. V. der 1. U.L.D.“ – eine Umbruchphase vor der Übernahme eines neuen Kommandos oder Lehrgangs.
Verwaltung und Standorte
Zuständigkeit: Die Verwaltung erfolgte durch die Schiffsstammabteilungen (S.S.A.) oder die Stäbe der jeweiligen Unterseeboots-Flottillen.
Stabsreserve: Offiziere und Spezialisten wurden oft direkt der Personalreserve des A.d.U. (Admiral der Unterseeboote) unterstellt, um sie strategisch auf die Frontflottillen zu verteilen.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 121/642 Stammrollen und Personalunterlagen (Nachweise über Versetzungen zur Personalreserve und „z.V.“-Kommandierungen)
BArch PERS 6 Personalakten der Marineoffiziere (Dokumentation der Wartezeiten und Zuweisungen zur Baubelehrung aus der Reserve)
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel zur Personalorganisation und Reservebildung)
Busch / Röll "Der U-Boot-Krieg 1939-1945" (Details zur personellen Fluktuation und der Besatzungszusammenstellung)
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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